Auktionsberichte:

54. Klaus Schwartze-Auktion am 30. September 2017 in Düsseldorf

wm Knapp 3 000 Lose, eine breite Palette deutscher und internationaler Philatelie, erwarten den Interessenten bei der nächsten Versteigerung des Düsseldorfer Auktionshauses. Viel geschätzt, gerade von Sammler, sind die preiswert angesetzten Lose, die auch dem sog. kleinen Sammler Möglichkeiten bieten. Dieses Mal sticht besonders die Auflösung einer umfangreichen Großbritannien-Sammlung ins Auge, die über viele Jahre zusammengetragen wurde und nun in zahlreichen Einzelpositionen zum Ausruf kommt. Einen ersten Vorgeschmack bietet bereits der Katalogtitel. Kontakt: Klaus Schwartze, 40215 Düsseldorf, Herzogstr. 40, Tel. 02 11/37 05 06, E-Mail: schwartze-briefmarken@web.de, www.schwartze-briefmarken.de

Philatelistische Highlights und eine neue Bestmarke bei der 179. Rauhut & Kruschel Auktion am 1./2. September 2017

wm (Mülheim) Als weiterer Meilenstein geht die zurückliegende 179. Auktion des Hauses Rauhut & Kruschel in die Firmengeschichte ein. Zum zweiten Mal in diesem Jahr (!) wurde eine neue Bestmarke gesetzt und mit einem Gesamtumsatz von 2.225.000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) sogar das Ergebnis der 175. Auktion aus dem Februar übertroffen. Und dies nicht ohne Grund, bot das erste Septemberwochenende doch schließlich alles, was eine hochklassige Auktion ausmacht: ein eindrucksvolles Angebot gesuchter Philatelie & Postgeschichte, von Einzellosen (zahlreiche Raritäten inklusive) über attraktive Lots und Sammlungen bis hin zu einer herausragenden Nachlassabteilung, und nicht zu vergessen die Beteiligung der Sammler und Händler vor Ort, die erneut für Spannung und eine einzigartige Atmosphäre im Auktionssaal sorgten.

Spezialsammlungen und Spitzenstücke. von Grenzrayon bis Posthorn, von Altdeutschland bis Inflation

Dem gewohnt umfangreichen und breit gefächerten Angebot an Einzellosen ab Vorphila/Altdeutschland über alle deutschen Sammelgebiete bis hin zu Europa und Übersee stand erneut ein ansehnlicher "Raritätenteil" gegenüber. Dieser präsentierte zahlreiche begehrte Spitzenlose, darunter die beiden Titelstücke des Kataloges aus Oldenburg, welche ihren Ausruf beide nahezu verdoppeln konnten. Die 1/3 Gr. schw./olivgrün als Einzelfrankatur auf Drucksache (Los 170 - Ausruf: 10.000 Euro) steigerte auf großartige 19.000 Euro. Das Paar der 1/4 Gr. orange auf Kabinettbriefstück (Los 173 - Ausruf: 4.000 Euro) erzielte einen beachtlichen Zuschlag von 8.000 Euro.

Große Nachfrage konnte auch die Spezialsammlung "Die Schweizer Grenzrayons" des BPP-Prüfers Renè Simmermacher verzeichnen, die mit einer starken Verkaufsquote und großem Bieterinteresse für Aufsehen sorgte. Beispielhaft genannt sei Los 719 (Ausruf: 1.000 Euro), ein Brief aus dem badischen Engen nach Schaffhausen in der Schweiz und zurück, der eine badische 3-Kreuzer-Briefmarke mit einer Schweizer Strubel-Marke vereint und seinen Ausrufpreis bei einem Zuschlag von 1.950 Euro fast verdoppeln konnte. Starke Ergebnisse erzielte auch die Ausstellungssammlung "Posthorn", welche ebenfalls als Sonderteil angeboten wurde und diverse außergewöhnliche Stücke bereithielt. Nennenswert ist sicherlich das Ergebnis für Los 599, eine 90 Pfg. Posthorn aus der linken oberen Bogenecke mit Plattennummer "3" in postfrischer Erhaltung. Nach Ausruf bei 800 Euro wurde das tadellose Stück bei beeindruckenden 2.300 Euro zugeschlagen. Die Versteigerung des zweiten Teils der Sammlung "Holthaus" ("Deutsches Reich Inflation 1919-1923") wusste ebenfalls mit einer Vielzahl schöner Stücke zu überzeugen. Den Spitzenzuschlag sicherte sich Los 5223, die größte bekannte Einheit der 800 T. a. 500 Mk. (25er-Block) als MeF auf Brief vom 3. November 1923, mit einem Ergebnis von 11.500 Euro.

Nachlässe, Sammlungen und Posten und sorgten für Spannung im Auktionssaal

Auch der mit Spannung erwartete Auktions-Samstag ließ kaum Wünsche übrig. Den zahlreichen bereits im Vorfeld eingegangenen Geboten auf das attraktive Angebot der Nachlassabteilung stand eine ebenso große Beteiligung der Bieter vor Ort gegenüber. Die Sammler und Händler sorgten mit teils heftigen Bietergefechten für eine Spitzenstimmung und viele Lose übertrafen die Erwartungen bei weitem. Ein Gesamtergebnis von 1,47 Mio. Euro allein für diese 561 Lose ist wahrlich mehr als beeindruckend - und dies innerhalb von nur vier Auktionsstunden! Angenehm wird von vielen der persönlichen Besucher die "echte Auktionsatmosphäre" wahrgenommen, bei der nicht durch eine parallele Internet-Teilnahme viel Zeit und Auktionsstimmung verloren geht.

Wie groß die Nachfrage war, konnte man dem voll besetzten Auktionssaal auf den ersten Blick ansehen. Nicht wenige Bieter mussten das "Treiben" stehend verfolgen. Die glücklichen Gesichter der anwesenden Höchstbietenden, Sammler wie Händler, spiegelten die Begeisterung. Der großartigen Nachfrage und dem Zuspruch entsprach letztlich auch das Gesamtergebnis und das Team von Harald Rauhut darf sich zurecht über eine neue Bestmarke freuen.

Nachverkauf und Ergebnisse

Alle Ergebnisse der Versteigerung sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Eine gedruckte Ergebnisliste kann beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden. Interessenten haben noch für kurze Zeit die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

Die 180. Rauhut & Kruschel Auktion findet am Samstag, dem 14. Oktober 2017 statt. Weitere Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Über 5.000 Lose bei der Hettinger-Auktion in Dessau am 21. September 2017

wm Ein ungewohnt reichhaltiges und umfangreiches Angebot vermag Heiko König mit seiner nächsten Versteigerung den Interessenten näher zu bringen. Es reicht von Altdeutschland bis zur Bundesrepublik, von Europa bis Übersee, wobei aber deutliche Schwerpunkte zu verzeichnen sind. Mit knapp 300 Losen ist Altdeutschland bereits gut besetzt, aber für das Deutsche Reich, seine Gebiete und Epochen, findet man allein bis 1945 ca. 1 700 Lose. Darunter zahllose kleine und größere Seltenheiten. Wie häufig bei Hettinger-Auktionen ist ebenfalls ein starker Teil mit MH, ZD und Heftchenblättern vertreten. Eine Beachtung ist zu empfehlen. Dies gilt auch für den Teil nach 1945, der mit knapp 1 500 Losen besonders der Nachkriegszeit mit all seinen Spezialitäten der SBZ, DDR, BRD etc. so manches bringt, was man nicht täglich sieht. Ein paar hundert Lose Europa und nahezu ebenso viele aus Übersee (dort fällt die Auflösung einer Trinidad-Sammlung mit frühen Ausgaben auf), bereichern die Palette. Bei über 1 000 weiteren Losen von Sammlungen, Posten, Nachlässen sollte man - vorherige Besichtigung ist stets zu empfehlen! - immer etwas finden. Zumal viele Lose - dies gilt generell - recht preisgünstig schon im zweistelligen Euro-Bereich beginnen.

Kontakt: Hettinger Auktionen, Südstr. 123, 06849 Dessau-Roßlau, Tel. 03 40 / 87 01 90 90, E-Mail: info@hettinger-auktionen.de, www.hettinger-auktionen.de

Die Sammlung Peter Wenzel: "Frankaturen Deutsch-Südwestafrika"

wm Diese bemerkenswerte Kollektion kommt am 16. September 2017 bei der 130. Versteigerung des Württembergischen Auktionshauses in Stuttgart unter den Hammer. Der namhafte Kenner der Deutschen Kolonien, Dr. Hansjürgen Kiepe, schrieb ein Geleitwort zu dem broschierten 112 Seiten starken Farbkatalog, in dem 269 Lose zu finden sind. Kiepe stellt heraus, dass es sich dabei nur um Brieflose handelt, allerdings um portogerecht frankierte Bedarfsbriefe und -karten. Die üblichen bekannten Händler- und sonstigen Adressen sucht man vergebens. Die Briefe decken zuweilen die ganze Palette der Portomöglichkeiten ab: EF, MeF, MiF und dies zuweilen für mehrere Versendungsarten, selbst für "schwierige" wie Drucksachen, Bücherzettel oder gar Zeitungsüberweisungen. Bei hohen Wertstufen der Markwerte der Schiffsausgaben sind es dann die Wertbriefe, die alles andere als häufig sind. Wie ausgefallen manche Einzelstücke sind belegen eine 23 Pf-Frankatur für eine eingeschriebene Drucksache oder eine 35 Pf.-Frankatur für eine Nachnahme-Inlandskarte. Man sollte sich also inspirieren lassen!

Kontakt: Württembergisches Auktionshaus Joachim Erhardt GmbH, Rellenbergstr. 78, 70174 Stuttgart, Tel. 07 11/22 85 05, E-Mail: info@briefmarkenauktion.de, www.briefmarkenauktion.de

365. Heinrich-Köhler-Auktion: Philatelistische Symphonien

Nicht nur für Liebhaber der klassischen Musik ist die Neun eine verheißungsvolle Zahl. Diesem Vorbild eifert die bevorstehende 365. Heinrich-Köhler-Auktion, die vom 25. bis 30. September 2017 in Wiesbaden stattfinden wird, in philatelistischem Sinne nach. Denn getreu der neun Symphonien präsentiert Deutschlands ältestes Briefmarken-Auktionshaus sein reichhaltiges Angebot in neun Katalogen. Die vielfältige Auswahl hochwertiger Briefmarken, seltener Belege und spannender Sammlungen sorgte bereits im Vorfeld für Wirbel. Sammler weltweit erwarten mit Spannung die letzte September-Woche, die wieder einmal Großes verspricht.

Ballon Monté - Die Sammlung "Erivan"

Einer der absoluten Höhepunkte wird die Versteigerung der Kollektion "Ballon Monté" aus der Sammlung "Erivan" am Samstag, dem 30. September 2017, sein. Raritäten ersten Ranges, Briefe mit sagenhaften Frankaturen, Belege mit exotischen Destinationen nach Übersee und vieles mehr aus dieser post- und zeitgeschichtlich so spannenden Epoche erwartet die Philatelisten aus aller Welt. Entsprechend hoch ist das internationale Interesse, und man darf gespannt sein, in welche Höhen bzw. Sphären sich die Zuschläge für die seltenen Ballonpost-Pretiosen emporheben. Passend zum Thema bietet ein Spezialteil "Deutsch-Französischer Krieg - Die Sammlung Philip Mackey" im Hauptkatalog zahlreiche weitere kleine und große Seltenheiten, darunter auch viele zusätzliche Ballon-Monté-Belege, die das Sammlerherz höher schlagen lassen.

Deutschland ab 1849 - Die Sammlung Dr. Ludwig Trippen

Das Team von Heinrich Köhler ist stolz, mit der Sammlung "Deutschland ab 1849" das philatelistische Lebenswerk des verstorbenen Sammlers Dr. Ludwig Trippen anbieten zu dürfen. Diese über viele Jahrzehnte zusammengetragene Ausnahmesammlung enthält unzählige Seltenheiten und ausgewählte Stücke der deutschen Philatelie, die in der kommenden Auktion als Einzellose angeboten werden. Der Sonderkatalog wird von einem speziellen Zusatzkatalog für die kleineren Schätze begleitet, um dem Wunsch der Familie Trippen zu entsprechen, die Marken des verstorbenen Sammlers aller Wertigkeiten komplett anzubieten. Letztgenanntes Angebot wird als reine Fernauktion mit mehr als 600 Losen durchgeführt.

Sonderkataloge und Sammlungen der Spitzenklasse

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte verspricht die Versteigerung der Sammlung "Schweden - Postgeschichte und Nachporto" (Teil 2) von Kersti & Berti I. Larsson. Dem herausragenden Auftakt zur Frühjahrsauktion von Heinrich Köhler folgt nun eine weitere europäische Simultan-Auktion in Wiesbaden und Stockholm, im Rahmen derer die Lose des exquisiten Sonderkataloges angeboten werden. Weitere Sonderkataloge sind die fantastischen Sammlungen "Bayern Kreuzerausgaben" (Sammlung "Pegnitz"), "Hansestadt Lübeck - Marken und Postgeschichte 1815-1867" (Sammlung "Buddenbrooks"), "Markenheftchen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches" (Sammlung van de Weyer) und "Sudetenland" (Sammlung "ALGOVIUS") gewidmet. Eine enorme Bandbreite höchst interessanter Einzellose, Lots und Sammlungen von (Alt)Deutschland über Europa bis Übersee präsentiert auch der Hauptkatalog. Dieser umfasst sogar noch weitere Sonderteile, unter anderem "Die Landpost in Schleswig-Holstein und Lauenburg" (Sammlung Dr. Frank-Michael Wiegand) und den zweiten Teil der Kollektion "Osmanisches Reich" (Sammlung Dr. Esmer). Bei solch einer Vielfalt herausragender Philatelie und Postgeschichte wird ein jeder Sammler ein oder mehrere Schätzchen für die eigene Sammlung finden!

Das komplette Angebot der 365. Heinrich-Köhler-Auktion ist mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Biet-System von Köhler.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Hochwertige Besonderheiten der Posthornserie

Auf Generationen von Bund-Sammlern übt die Posthornserie einen besonderen Reiz aus. Davon zeugt auch eine Sammlung, die in einem Sonderteil mit 100 Losen im Rahmen der 179. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 1. und 2. September 2017 präsentiert wird. Hierbei handelt es sich um die Auflösung einer bedeutenden Ausstellungssammlung, die fast ausschließlich hochwertige Besonderheiten der Posthornserie umfasst, darunter Probedrucke, seltene Zusammendrucke, diverse postfrische Einheiten (z.T. mit Bogenrändern), rare Abarten, gesuchte Wasserzeichen, Bogenecken mit Plattennummern und vieles mehr.

Außergewöhnliche Angebote

Beispielhaft genannt seien die Lose 509 und 510, die Markenheftchenbogen 1 und 2, jeweils in postfrischer Erhaltung, mit einem Michel-Katalogwert von je 5000 Euro, die für jeweils 1400 Euro ausgerufen werden. Der Posthornwert zu 80 Pf auf seltenem Vor-Ersttagsbrief aus Bielefeld (Los 587) wird für 600 Euro Startpreis angeboten. Los 597 präsentiert die Posthornmarke zu 90 Pf im Dreierstreifen als seltene portogerechte Mehrfach-Frankatur auf Luftpost-Brief von Hannover nach Argentinien (Ausruf: 600 Euro).

Der bekannte Philatelist und Verbandsprüfer René Simmermacher hat in den letzten Jahrzehnten eine höchst anspruchsvolle Sammlung zusammengetragen, die auf eindrucksvolle Weise die verschiedenen Grenzrayons der Schweiz sowie deren angrenzender Nachbarländer dokumentiert, zwischen denen für einige Gebiete Sondervereinbarungen über ein ermäßigtes Briefporto im grenznahen Postverkehr bestanden. Rund 215 Lose mit postgeschichtlich hochinteressanten und teils einzigartigen Belegen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und Frankreich umfasst das Angebot. Zwei Unikate finden sich im "Baden-Teil" der Sammlung: Los 719, ein attraktiver, doppelt gelaufener Brief aus Engen nach Schaffhausen (und zurück) aus dem Jahr 1859 kombiniert eine badische 3 Kr. schw./blau mit einer Schweizer Strubel 10 Rp. (Ausruf: 1000 Euro). Mit Los 778 kommt ein Nachnahme-Streifband aus dem Jahr 1870, frankiert mit 1 Kr. grün und 3 Kr. rosa, zum Angebot, als Grenzrayon-Nachnahme-Drucksache eine Rarität ersten Ranges (Ausruf: 1200 Euro). Ebenso selten bzw. einzigartig ist ein Brief aus dem Deutschen Reich von Grenzach nach Basel aus dem Jahr 1934, frankiert mit einem Nothilfe-Block mit Zusatzfrankatur 1 und 6 Pf auf portogerechtem Grenzrayon-Einschreibebrief (Los 823). Portogerechte Briefe mit dem Nothilfe-Block sind selten (MICHEL "-,-"), als Grenzrayon-Brief Unikat (Ausruf: 2000 Euro).

Bereits der Verkauf des ersten Teils der Holthaus-Sammlung "Deutsches Reich Inflation 1919-1923" im Rahmen der 177. Rauhut-&-Kruschel-Auktion hat für viel Aufsehen gesorgt. Der dokumentarische Briefteil ist nach einzelnen Tagesdaten aufgebaut und zeigt die Entwicklung der Portostufen auf beeindruckende Art und Weise anhand ausgewählter Belege. Der zweite Schwerpunkt sind die Aufdruck-Ausgaben, die sogenannten OPD-Drucke, die sich besonders über die Oberränder darstellen lassen. Dem Sammler ist es gelungen, bis auf weniger als fünf Rand-Varianten alle Oberränder der Inflations-Zeit zu belegen. Nun kommt der zweite Teil dieser eindrucksvollen Kollektion, die über Jahrzehnte zusammengetragen wurde, zum Ausruf. Erneut mit einer großen Zahl an herausragenden Einzelstücken, folgen nun auch kleinere Sammlungen der einzelnen Ausgaben sowie spezialisierte Teile, die bei den Sammellosen angeboten werden. Das Spitzenstück ist zweifelsohne ein Unterrand-25er-Block der 800 T. a. 500 Mk. als Mehrfachfrankatur auf Brief vom 3.11.23 (restliches Porto mittels vorderseitigem "Gebühr bezahlt"-Stempel bar abgegolten). Es handelt sich um die größte bekannte gebrauchte Einheit dieser Marke, mit Ortsstempel ein Unikat (Los 5223 - Ausruf: 12 500 Euro).

Der "Raritätenteil" bietet für Jeden etwas, wobei vor allem die Sammler der altdeutschen Sammelgebiete hier auf ihre Kosten kommen werden. Ein starker Teil "Braunschweig" mit zahlreichen Marken und Belegen offeriert Raritäten ersten Ranges, darunter eine unbekannte Wasserzeichenabart der 3 Sgr. schw./rosa (MiNr. 8aY) auf Brief (Los 85 - Ausruf: 2000 Euro). Der Auktionssamstag (2. September) verspricht eines der umfangreichsten und interessantesten Nachlass-Angebot der Firmengeschichte.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die 173. Briefmarkenauktion in Leipzig am 15. und 16. September 2017 bringt 3900 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 415 Lose Zeppelinpost (1911-1939), teils frühe Zeppelinbelege und seltene Zuleitungen von Danzig und Saargebiet.

Daran schließen sich ca. 120 Flugpost- Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost an. Aus den Bereichen Polarpost, Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 150 Lose unter den Hammer. Motive von Bahnpost (30), Propaganda, Tiere bis Zensur sind mit insgesamt 150 Positionen vertreten. Hinzu kommen 100 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte

Danach folgen 140 Lose mit tausenden alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. 150 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen sowie Siegel- und Gebührenmarken ergänzen das Angebot.

570 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (100) bieten ein reichhaltiges Angebot, in dem sich zahlreiche Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg finden.

Weiter geht es mit 300 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Apolda bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben [dabei "Sächsische Schwärzungen" (20)], besseren Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehlern und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR wartet mit 420 Losen auf, darunter Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post.

60 Lose von Berlin/Westdeutschland/Bund und Französische Zone schließen den Deutschland-Teil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 260 Einzellose mit klassischen Ausgaben, gesuchten Marken und Belegen.

Den Abschluss bilden 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch Sammlungen u. a. vom Deutschen Reich, von der SBZ, DDR, Berlin und Bund sowie Belgien, CSSR, Frankreich, Grönland, Schweiz, Ungarn und Ozeanien.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Vorausschau zur 158. Dr. R. Fischer-Auktion am 15./16. September 2017 in Bonn

wm (Bonn) Dieses Mal wartet der bekannte Auktionator aus Bonn gleich mit zwei umfangreichen Katalogen auf, in denen über 11 000 Lose offeriert werden. Der Teil "Briefmarken" enthält die Sammlung "Thüringer Wald": Über 650 Lose mit größten Raritäten Bezirkshandstempel, weiterhin die Sammlung "Ernst-Ludwig Fischer": Deutsche Kolonien in Vollendung mit seltensten Stempeln, Briefen, Raritäten, GRI/Französische Besetzung und ein tolles Angebot Lokalausgaben, dazu die Sammlung "Postamtsrat Friedrich Schneider": Ostsachsen mit spektakulären Abarten, auch Engros und schließlich Sudetenland: Eine große Spezialsammlung und eine spektakuläre Spezialsammlung Bizone Viererblocks.

Im Hauptkatalog finden Interessenten u.a.

Weiterhin wartet ein hervorragendes Sammlungsangebot mit fast 1 000 Positionen auf neue Besitzer. Es gibt u.a. ein umfangreiches Angebot Nachlässe, zahlreiche unberührte Ländersammlungen und die Sammellose aus dem Sonderkatalog.

Für die Freunde der Numismatik gibt es einen Sonderkatalog "Numismatik" mit fast 3 000 Losen und über 750 000 ? Ausruf, dabei ein großes Angebot Antike, Taler, Kaiserreich, Anlagemünzen.

Insgesamt über 525 Sammlungen kann man komplett im Internet "besichtigen" - Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Sammlungen.

Die Kataloge finden sich unter www.reinhardfischerauktionen.de.

Vorbericht zur 173. Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig am 15./16. September 2017

(Leipzig/wm) 3 900 Lose aus fast allen Sammelgebieten sind dieses Mal im Angebot. Den Auftakt bilden 415 Lose Zeppelinpost (1911/1939) teils frühe Zeppelinbelege und seltene Zuleitungen von Danzig und Saargebiet, daran anschließend ca. 120 Flugpost-Lose mit DR- Pionierluftpost, sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost.

Aus den Bereichen Polarpost, Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 150 Lose. Motive von Bahnpost (30) Propaganda, Tiere bis Zensur sind mit 150 Losen vertreten, sowie 100 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 140 Lose mit tausenden alter Ansichtskarten, überwiegend aus Deutschland. Dazu ergänzen 150 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen und Siegel- und Gebührenmarken das Angebot. 570 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (100) bieten ein reichhaltiges Spektrum, mit Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter /Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Es schließen sich 300 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Apolda bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächs. Schwärzungen"(20), bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler und SBZ -Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen an. Das Sammelgebiet DDR umfasst 420 Lose, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz., Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post. Und mit weiteren 60 Losen zu Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließt der Deutschlandteil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 260 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Marken und Belege. Den Abschluss bilden 850 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch Sammlungen dabei: DR, SBZ, DDR und Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Frankreich, Grönland, Schweiz, Ungarn und Ozeanien.

Kontakt: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig , Str. des 18. Oktober Nr.35, 04103 Leipzig Telefon: 03 41/2 21 64 46 Fax: 03 41/9 93 97 84, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de, www.briefmarkenauktion-leipzig.de

95. Gert-Müller-Auktion: Marktfrische Frankaturen aus einer Baden-Sammlung

Die 95. Internationale Gert-Müller-Auktion am 18. und 19. August 2017 begeistert zum einen mit hochwertigen Einzellosen, die aus aufgelösten Kollektionen verschiedener Gebiete einschließlich der Baden-Sammlung von Hermann Gogröf stammen. Eine gehaltvolle Abteilung mit Sammlungen, Partien und ganzen Nachlässe sowie ein kompaktes Münz-Angebot ergänzen die zweitägige Veranstaltung.

Rare Besetzungsausgaben

Ein Blickfang ist der wertvolle Nachlass von Hermann Gogröf, der aufgeteilt wird. Seiner eindrucksvollen Baden-Sammlung ist ein Sonderkatalog gewidmet. Fast alle enthaltenen Frankaturen dieser Kollektion waren noch nie am Auktionsmarkt zu sehen. Dazu gehört auch die größte bekannte Mehrfachfrankatur der 6 Kreuzer geschnitten (MiNr. 3 b) in Form eines Einzelstückes und eines senkrechten Sechserstreifens vom Oberrand, der gleichzeitig die größte bekannte Einheit darstellt (Ausruf: 30 000 Euro). Weitere seltenste Frankaturen aus dieser Sammlung einschließlich zwei 30-Kreuzer-Briefen kommen ebenfalls unter den Hammer.

Ein weiterer Sonderkatalog beinhaltet eine reichhaltige Kollektion Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg Dünkirchen mit vielen raren Marken, die teilweise eine Auflage von lediglich 80 bis 100 Stück haben, sowie Briefen, einzigartigen Einheiten und dergleichen.

Auch die Sammlung DDR-Dienstmarken von Dr. Drescher mit seltenen bedarfsgebrauchten Marken und Briefen wird aufgelöst. Mit kaum einmal erhältlichen Raritäten ist ein außergewöhnliches Angebot Einzellose Kriegspostfälschungen des Zweiten Weltkrieges bestückt.

Hochwertige Sammlungen

Der Sammlungs-Teil bietet über 3000 gehaltvolle Kollektionen, Partien und ganze Nachlässe. Darin gelangt zum Beispiel eine seit langer Zeit unberührte Kollektion europäischer Länder ab der Klassik aus Rheinland-Pfalz zu sehr moderaten Startpreisen zur Auflösung, die zahlreiche teure Ausgaben wie zum Beispiel Schwarzer Einser, Sachsen Dreier, Württemberg 70 Kreuzer, Schweiz Basler Taube und Großbritannien Pfundwerte beinhaltet. Auch viele gute Objekte von Deutschland sind im Angebot, dabei eine hochwertige Briefe-Sammlung der Deutschen Kolonien (Ausruf: 9000 Euro), eine reichhaltige Spezialsammlung Deutsche Feldpost Zweiter Weltkrieg (Ausruf: 18 000 Euro), eine großartige Stempelsammlung Deutsch-Südwestafrika mit Raritäten wie zum Beispiel "Gründorn" und "Bergland" (Ausruf: 8000 Euro) sowie eine hochwertige Qualitätssammlung Bayern mit Marken und Briefen inklusive zwei Schwarzen Einsern (Ausruf: 6000 Euro). Aus zwei Händlerlagern kommen umfangreiche Bestände in hunderten Kartons zu Startpreisen ab 100 Euro zum Verkauf.

Für die Freunde der Numismatik gelangt ein kompaktes, aber sehr hochwertiges Angebot Silber- und Goldmünzen zum Ausruf - fast ausschließlich in Form von Partien, dabei über 700 Goldmünzen. Hier finden sich mehrere Bestände zu Startpreisen zwischen 10 000 und 30 000 Euro.

Die kostenlosen Auktionskataloge können jetzt beim Auktionshaus angefordert werden.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Einmaliges Angebot Zonen-Ausgaben 1945-1949

Mainz Aufgeteilt in 1800 Positionen wird auf der 174. Loth-Auktion am 4. und 5. August 2017 der erste Teil eines bemerkenswerten Händlerbestandes der deutschen Zonenausgaben von 1945 bis 1949 in einem Sonderteil angeboten.

Neben einer großen Zahl von besseren Ausgaben sind auch viele Besonderheiten wie un- oder teilgezähnte Marken, Zusammendrucke, Hausauftragsnummern, Druckerzeichen, Druckdaten, Bogennummern, Abarten, Plattenfehler oder komplette Bogen enthalten. Bei der ebenfalls eingeschlossenen Bogensammlung der AM-Post handelt es sich wohl um den weltweit umfangreichsten, noch existierenden Bestand - es sind praktisch alle Spitzenwerte mit vielen Farben, Zähnungsvarianten und Typen vorhanden. Das in dieser Form sicherlich einmalige Material wird teils einzeln, teils aber auch in kleineren bis größeren Händlerlots offeriert, wobei die Ausrufpreise generell sehr moderat gestaltet sind.

Beachtung verdient außerdem eine schöne Altdeutschland-Abteilung mit u.a. etlichen Bayern Einsern in teils exzeptioneller Erhaltung (u.a. MiNr. 1 I mit doppelten Trennungslinien) und einem ungebrauchten Sachsen-Dreier. Im Übersee-Teil warten einige seltene Mauritius-Marken mit u.a. den MiNrn. 3 und 4 in verschiedenen Ausführungen auf neue Besitzer.

Möglicherweise ein Unikat ist ein Vineta-Provisorium des Deutschen Reiches auf Drucksachenschleife mit der dazu gehörenden postamtlichen "Ersatz-Drucksachenschleife". Die Original-Drucksachenschleife wurde vom Zustellpostamt in Berlin zur Klärung der Frankatur zurückbehalten und dem Empfänger mit einer vom Marine-Postbureau neu ausgefertigten Schleife ausgeliefert. "Die zusammengehörenden Schleifen sind eine extrem seltene philatelistische Rarirät 1. Ranges", schreibt Alt-Meister Hans Bothe in seinem Attest vom 15. Januar 1981. "Es handelt sich bei den zusammengehörenden Schleifen um Exemplare in allerfeinster und fehlerfreier Erhaltung. Diese Bedarfsstücke stellen für eine Sammlung Deutsches Reich die absolute 'Krönung' dar." Diese Kombination startet mit 15 000 Euro.

Ein Blick lohnt sich auch auf das Münz-Angebot: über 400 Lose mit etlichen Goldstücken, dabei auch eine schöne Partie Kaiserreich, Kolonien und Weimar mit u.a. vier Stück 5 Reichsmark Goethe (1932 "D", "E", "F" und "G", Jäger-Nummer 351, Ausrufe zwischen 1500 und 2000 Euro). Bei der Bundesrepublik Deutschland finden sich das äußerst seltene 2-Pfennig-Stück von 1967 "G" magnetisch (im kompletten Kursmünzensatz zu 1200 Euro) und die ersten 5-DM-Gedenkmünzen komplett in Polierter Platte (3000 Euro).

Internet: www.lothauktionen.de

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Neun "philatelistische Symphonien" zur Heinrich Köhler-Herbstauktion (25.-30. September 2017)

wm (Wiesbaden/hk) Nicht nur für Liebhaber der klassischen Musik ist die Neun eine verheißungsvolle Zahl, die nicht selten mit absoluten Höhepunkten künstlerischen Schaffens und der Vollendung zahlreicher Meisterwerke ("Beethovens 9.") in Verbindung gebracht wird. Diesem Vorbild eifert die bevorstehende 365. Heinrich Köhler Auktion, die vom 25. bis 30. September 2017 in Wiesbaden stattfinden wird, in philatelistischem Sinne nach. Denn getreu der neun Symphonien präsentiert Deutschlands ältestes Briefmarken-Auktionshaus sein ebenso exquisites wie reichhaltiges Angebot in Sage und Schreibe neun Katalogen, davon sieben Sonderkataloge! Schon jetzt ein weiterer Meilenstein der Firmengeschichte, sorgte die vielfältige Auswahl hochwertiger Briefmarken, seltener Belege und spannender Sammlungen doch bereits im Vorfeld für Wirbel. Die ursprünglich auf fünf Auktionstage angesetzte Versteigerung musste sogar um einen Tag, Montag, den 25. September 2017, erweitert werden. Sammler weltweit erwarten mit Spannung die letzte September-Woche, die wieder einmal Großes verspricht.

Ballon Monté - Die Sammlung ,Erivan'

Einer der absoluten Höhepunkte der Herbstauktion wird die Versteigerung der Kollektion "Ballon Monté" aus der Sammlung ,Erivan' am Samstag, 30. September 2017, sein. Raritäten ersten Ranges, Briefe mit sagenhaften Frankaturen, Belege mit exotischen Destinationen nach Übersee und vieles mehr aus dieser post- und zeitgeschichtlich so spannenden Epoche erwartet die Philatelisten aus aller Welt. Entsprechend hoch ist das internationale Interesse und man darf gespannt sein, in welche Höhen bzw. Sphären sich die Zuschläge für die seltenen Ballonpost-Pretiosen emporheben. Passend zum Thema bietet ein Spezialteil "Deutsch-Französischer Krieg - Die Sammlung Philip Mackey" im Hauptkatalog zahlreiche weitere kleine und große Seltenheiten, darunter auch viele zusätzliche Ballon-Monté-Belege, die das Sammlerherz höher schlagen lassen.

"Deutschland ab 1849 - die Sammlung Dr. Ludwig Trippen"

Das Team von Heinrich Köhler ist stolz, mit der Sammlung "Deutschland ab 1849" das philatelistische Lebenswerk des verstorbenen Sammlers Dr. Ludwig Trippen anbieten zu dürfen. Diese über viele Jahrzehnte zusammengetragene Ausnahmesammlung enthält unzählige Seltenheiten und ausgewählte Stücke der deutschen Philatelie, die in der kommenden Auktion als Einzellose angeboten werden. Der Sonderkatalog wird von einem speziellen Zusatzkatalog für die kleineren Schätze begleitet, um dem Wunsch der Familie Trippen zu entsprechen, die Marken des verstorbenen Sammlers aller Wertigkeiten komplett anzubieten. Letztgenanntes Angebot wird als reine Fernauktion mit mehr als 600 Losen durchgeführt. Die Gebotsabgabe ist schriftlich bis zum 29. September 2017 möglich.

Sonderkataloge und Sammlungen der Spitzenklasse

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte verspricht die Versteigerung der Sammlung "Schweden - Postgeschichte und Nachporto" (Teil 2) von Kersti & Berti I. Larsson. Dem herausragenden Auftakt zur Frühjahrsauktion von Heinrich Köhler folgt nun eine weitere europäische Simultan-Auktion in Wiesbaden und Stockholm, im Rahmen derer die Lose des exquisiten Sonderkataloges angeboten werden. Weitere Sonderkataloge sind die fantastischen Sammlungen "Bayern Kreuzerausgaben" (Die Sammlung "Pegnitz"), "Hansestadt Lübeck - Marken und Postgeschichte 1815-1867" (Die Sammlung "Buddenbrooks"), "Markenheftchen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches" (Die Sammlung van de Weyer) und "Sudetenland" (Die Sammlung "ALGOVIUS") gewidmet. Eine enorme Bandbreite höchst interessanter Einzellose, Lots und Sammlungen von (Alt)Deutschland über Europa bis Übersee präsentiert auch der Hauptkatalog. Dieser umfasst sogar noch weitere Sonderteile, unter anderem "Die Landpost in Schleswig-Holstein und Lauenburg" (Die Sammlung Dr. Frank-Michael Wiegand) und den zweiten Teil der Kollektion "Osmanisches Reich" (Die Sammlung Dr. Esmer). Bei solch einer Vielfalt herausragender Philatelie und Postgeschichte wird ein jeder Sammler ein oder mehrere Schätzchen für die eigene Sammlung finden!

Das komplette Angebot der 365. Heinrich Köhler Auktion ist ab 20. August mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar. Hier finden Interessenten auch alles rund um das Thema "Online-Live-Bieten" und das bewährte Online-Biet-System von Heinrich Köhler.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei:

Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de Internet: www.heinrich-koehler.de

Raritäten und Ausnahmesammlungen: Ein Blick auf die 179. Rauhut & Kruschel Auktion am 1./2. September 2017

wm (Mülheim) Zur 179. Versteigerung des Hauses Rauhut & Kruschel am 1. und 2. September 2017 in Mülheim a.d. Ruhr präsentiert Auktionator Harald Rauhut erneut ein umfangreiches philatelistisches Spitzenprogramm mit zahlreichen Höhepunkten. Neben einem herausragenden "Raritäten-/Sonderteil" mit diversen Spitzenlosen werden gleich drei Ausnahmesammlungen offeriert, darunter eine prämierte Ausstellungssammlung "Posthorn" als Sonderteil sowie eine Sammlung "Die Schweizer Grenzrayons" des bekannten Philatelisten und Verbandsprüfers René Simmermacher. Ein besonderes Augenmerk wird ferner auch auf der Versteigerung des zweiten Teils der "Holthaus"-Sammlung - "Deutsches Reich Inflation 1919-1923" liegen, der von Infla-Sammlern mit großer Spannung erwartet wird. Darüber hinaus wird ein gewohnt umfangreiches und breit gefächertes Angebot mit speziellem Blick auf die deutschen Sammelgebiete ab Vorphila/Altdeutschland, Deutsches Reich (inkl. Gebiete) und Nachkriegsdeutschland bis hin zu einer ansehnlichen Auswahl interessanter Briefe und Marken aus Europa und Übersee präsentiert. Ebenso stark besetzt sind die "Nachlassabteilung" sowie der Bereich Lots und Sammlungen inklusive der Auflösung eines Berliner Händlerlagers, deren Verkauf am Auktionssamstag (2. September 2017) das Programm abrundet.

Gesuchte Spitzenstücke und Besonderheiten

Der "Raritätenteil" bietet für Jeden etwas, wobei vor allem die Sammler der altdeutschen Sammelgebiete hier auf ihre Kosten kommen werden. Getreu dem Motto "schön und selten" besticht unter anderem ein Baden-Brief mit einer 18 Kreuzer-Marke in dunkelgrün als seltene Einzelfrankatur auf kleinem Damencouvert nach Schottland (Los 14 - Ausruf: 1 800 Euro). Gleiches gilt für einen nachtaxierten "Schwarzen Einser" auf übergewichtigem Ortsbrief aus Augsburg (Los 24 - Ausruf: 5 500 Euro). Ein seltenes Duo dokumentiert den bayerischen Währungsübergang Kreuzer-Pfennig mit einem Letzttagsbeleg der Kreuzerzeit und einem Ersttagsbrief der Pfennigzeit (Los 48 - Ausruf: 1 800 Euro).

Ein starker Teil "Braunschweig" mit zahlreichen Marken und Belegen offeriert Raritäten ersten Ranges, darunter eine unbekannte Wasserzeichenabart der 3 Sgr. schw./rosa (Michel-Nr. 8aY) auf Brief (Los 85 - Ausruf: 2 000 Euro). Zwei Titelstücke des aktuellen Kataloges kommen ebenfalls aus Braunschweig: Eine 1/3 Gr. schw./olivgrün als Einzelfrankatur auf Drucksache in farbfrischer und völlig ursprünglicher Erhaltung (Los 170 - Ausruf: 10 000 Euro) und ein breit geschnittenes Paar der 1/4 Gr. orange auf Kabinettbriefstück (Los 173 - Ausruf: 4 000 Euro). Ein umfangreicher Teil "Preussen" mit einer großen Bandbreite an Marken und Stempeln beeindruckt ebenso wie eine Sammlung der Thurn & Taxis Nummernstempel, die viele Seltenheiten beinhaltet (Los 314 - Ausruf: 5 000 Euro).

Nicht unerwähnt bleiben soll auch eine der ganz großen Raritäten der Bundesrepublik, der Verkehrsausstellungsblock 1953 in der seltenen Variante "ohne grauen Wellenaufdruck" und rückseitig ohne Druckvermerk (Los 392 - Ausruf: 12 000 Euro).

Nachlässe, Sammlungen, Posten - und ein altes Berliner Händlerlager

Spannende Bietergefechte und eine große Beteiligung vor Ort verspricht erneut der Auktions-Samstag (2. September 2017), der mit 562 Losen eines der umfangreichsten und interessantesten Nachlass-Angebot der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel bereithält. Gleiches gilt für die zahlreichen Sammlungen und Posten, die mit mehr als 3 300 Losen (!) zu Buche schlagen und eine beeindruckende Vielfalt der diversen philatelistischen Sammelgebiete präsentieren. Eine Gelegenheit, die sich heutzutage nur äußerst selten bietet, ist die Auflösung eines alten Berliner Händlerlagers. Die kompletten Bestände der Briefmarken, Briefe und Ansichtskarten eines Berliner Ladengeschäftes, das seit 1932 bis heute in Familienbesitz ist, kommen in 211 Losen zum Ausruf. Diese haben es sprichwörtlich "in sich", denn es wurde stets viel Wert auf Besonderheiten gelegt und viele (Brief-)Posten, auch Sammlungseinkäufe, wurden nur vorsortiert und nicht komplett aufgebarbeitet. Eine echte Fundgrube für Sammler und Händler und die wahrscheinlich einmalige Chance, einen Teil dieser urigen, in 85 Jahren gewachsenen Bestände zu erwerben.

Das vollständige Angebot der Auktion finden Interessenten in Kürze online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com).

Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

95. Gert Müller-Auktion am 18./19. August 2017

wm Neben den beiden Sonderkatalogen Dünkirchen und Baden wartet Auktionshausinhaber Holger Thull auch mit zwei Hauptkatalogen auf. Über 4 000 Einzellose und gut 2 700 Sammlungen, dazu noch knapp 200 Münzlose warten auf Käufer, deren Kaufentscheidung durch die sorgfältige Beschreibung und zahlreichen Farbabbildungen werthaltiger Lose sicherlich erleichtert wird. Bei den Einzellosen fällt das weltweite Spektrum, Übersee - besonders Südamerika - ist ebenso reichlich vertreten wie Europa. Natürlich glänzt Deutschland mit zahllosen Raritäten. Wie überhaupt sich das Ettlinger Traditionshaus von zahlreichen seiner Wettbewerber deutlich durch Angebote in höheren Preisgrößen abhebt. Ausrufpreise in zweistelliger Größe finden sich kaum, in drei- und vierstelliger Größenordnung dafür häufig. Dem entspricht aber die Seltenheit der einzelnen Objekte, die man eben auch nicht alle Tage irgendwo im Angebot sieht. Kontakt: Tel. 0 72 43/561 740, E-Mail: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

375. Götz-Auktion am 29.-31. August 2017 in Oberkirch

wm Mehr als vier Wochen vor Auktionsbeginn lagen bereits die beiden Hauptkataloge gedruckt bei Interessenten und Kunden vor, was eher ungewöhnlich ist. So haben aber alle reichlich Zeit, die über 3 500 Einzellose und die über 3 000 Sammlungsangebote näher zu studieren. Gerade für Sammlungen und Nachlässe ist Götz seit Jahrzehnten eine erste Adresse. Für viele Sammler war eine bei Götz preiswert erworbene Kollektion der Anfang zu einem neuen Sammelgebiet, in das man einsteigen wollte. Kulante Preisansätze machten dies möglich und an dieser Firmenphilosophie hat sich auch bis zu dieser 375. Auktion nichts geändert. Dabei bedient das Auktionshaus alle Preissegmente, vom zwei- bis fünfstelligen Bereich. So kann jeder nach seiner Façon, besser gesagt nach seinen finanziellen Möglichkeiten, glücklich werden. Ein Blick in den Katalog dürfte dies beweisen. Kontakt: Auktionshaus Jürgen Götz, Tel. 0 78 02/9 34 40, www.goetz-auktion.de

214. Pfankuch-Auktion in Braunschweig am 2. August 2017

wm Knapp 3 500 Lose aus allen Bereichen der Philatelie, besonders mit Schwerpunkt der deutschen Gebiete ab Altdeutschland, offeriert die kommende Versteigerung. Mit enthalten sind einige hundert Lose Münzen, Sammlungen und Posten. Interessenten finden in dem über 200 Seiten starken Katalog der Auktion alle besseren Lose auf Farbtafeln präsentiert, werden aber sicherlich auch die vielfach sehr günstig und kleinpreisig angesetzten Lose nicht übersehen. Das bekannte Auktionshaus bietet damit jedem Sammler etwas, häufig schon mit kleineren zweistelligen Preisen. Kontakt: Karl Pfankuch & Co., Peter Sieberath, Hagenbrücke 19, 38100 Braunschweig, Tel. 05 31/4 58 07, E-Mail: info@karl-pfankuch.de, www.karl-pfankuch.de

174.-Loth-Auktion in Mainz vom 4.-5. August 2017

wm Bereits das Titelbild des Kataloges ist eine eindeutige Programmansage. Denn der 400-Seiten-Katalog offeriert weltweite Philatelie, neben guter Mittelware auch Spitzenstücke und Raritäten. Aus Deutschland ist z.B. der Bereich der Brustschild-Ausgaben hervorragend präsentiert, Mauritius glänzt mit Luxusstücken, Altdeutschland u.a. mit guten Frankaturen und wunderschönen "Bayern-Einsern". Gut besetzt ist die Nachkriegszeit, besonders mit Bizonen-Ausgaben, was man in dieser Reichhaltigkeit der Spezialisierung nur selten findet. Sammlungen, Dubletten, Posten und Wunderkisten, die zu hunderten angeboten werden, lassen Überraschungen noch offen, Literatur- und Münzensammler kommen ebenfalls dank eines guten Angebotes auf ihre Kosten. Ein näherer Blick in den Katalog lohnt. Kontakt: Auktionshaus Loth GmbH, Friedrich-Koenig-Str. 21, 55129 Mainz, Tel. 0 61 31/23 20 29, E-Mail: info@lothauktionen.de, www.lothauktionen.de

69. Briefmarkenauktion von Jennes & Klüttermann in Köln am 5. August 2017

wm (wm) 410 Seiten in einem A4-großen Katalog: Man ahnt, dass einen da viel erwartet. Gemäß der Zählung der Losnummern sind es fast 10 000 Lose, die die Welt der Philatelie breit abdecken. Übersee und Europa sind jeweils gemäß Alphabet sortiert und bieten bereits eine nennenswerte Zahl interessanter Marken und Belege. Erst recht Deutschland. Altdeutschland glänzt mit über 1 200 Losen, Deutsches Reich & Kolonien mit nahezu 3 000 und die Gebiete der Nachkriegszeit sind mit über 2 000 Positionen auch nennenswert. Hinzu kommen die zahlreichen Sondergebiete, von Thematik bis Flugpost. Aber auch der Sammlungs- und Nachlassteil ist mit fast 800 Losen gut besetzt. Kontakt:Wolfgang Jennes und Peter Klüttermann, Clarenbachstr. 182, 50931 Köln, Tel. 02 21/9 405 320, E-Mail: info@jennes-und-kluettermann.de, www.jennes-und-kluettermann.de

Nachbericht zur 159. Felzmann-Auktion - Philatelie

wm (Düsseldorf/aw) Bei der großen Sommerauktion vom Auktionshaus Felzmann ging es heiß her. Nicht nur die hohen Temperaturen sorgten für Hitze, auch die Telefon- und Internetleitungen liefen heiß und sorgten für heftige Bietergefechte, was die durchweg hohen Zuschläge widerspiegeln.

Die Versteigerung von Flug- und Zeppelinpost machte traditionell den Startschuss mit zwei außergewöhnlichen und sehr seltenen Zuleitungspost-Belegen: Eine Karte der Islandfahrt 1931 ab Portugal wurde für 3.600 € zugeschlagen (Los 3594). Und ein französisch-äquatorialafrikanischer R-Brief der 1. Südamerikafahrt 1935 wurde für 2.900 € verkauft (Los 3618).

Um einiges höher hinaus ging - nicht nur physikalisch - die Weltraumpost, bei deren Versteigerung die Zuschlagspreise explodierten: Ein geflogener APOLLO 13 Brief Nr. 36 von 50 mit Unterschriften aller drei Astronauten James Lovell, Fred Haise und John Swigert wurde sage und schreibe mit 33.200 € zugeschlagen (Los 5738). Ein weiteres Spitzenstück der Astro-Philatelie, der geflogene APOLLO 14 Mondlandebrief Nr. 5 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen mit Unterschrift des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell erzielte 23.000 € (Los 5739).

Bei der internationalen Philatelie stand Asien wieder einmal hoch im Kurs: Die beiden ungefalteten Fünferstreifen Maos Thesen I, aus der Volksrepublik China, komplett postfrisch in einwandfreier Prachterhaltung erhielten den Zuschlag bei 1.600 € (Los 4104). Eine aus Malaysia gelaufene Ganzsachenkarte Thailands wurde durch Bieter am Telefon, im Internet sowie im Saal auf 24.000 € in die Höhe getrieben (Los 4188). Auch die Europa-Philatelie konnte sich sehen lassen: Ein vollständiger Faltbrief mit zweitem Athener Druck in herrlich farbfrischer Vierfarben-Kombination aus den letzten Tagen des 144 L-Portos erzielte 1.100 € (Los 4235). Der gezähnte Einzelabzug 3 S "Der Kuss" von Gustav Klimt, im Blockformat samt handschriftlichem Genehmigungsvermerk des seinerzeitigen Generaldirektors der Österreichischen Postverwaltung, Dr. Benno Schaginger, wurde für 3.000 € zugeschlagen (Los 4398).

Auch altdeutsche Klassik ließ Sammlerherzen höherschlagen: In ihrer überaus attraktiven Luxuserhaltung bestach die 1/3 Sgr auf weiß als Einzelfrankatur auf tarifgemäß frankiertem Streifband BRAUNSCHWEIG 26 FEBR. 1861 mit zentrischem Nummernstempel "8" und erzielte 1.900 € (Los 4535). Die ungebraucht nur in wenigen Exemplaren registrierte Marke aus Württemberg, 6 Kr grün mit Plattenfehler "Einbuchtung in der linken Randlinie" mit guter Wappenprägung fand für stolze 3.200 € einen neuen Liebhaber (Los 4627).

Weiter ging es mit Top-Zuschlägen beim Deutschen Reich: Insgesamt vier verschiedenfarbige Farbproben der 54 Pfg zum Jahrestag der Machtergreifung, zusammen auf Kartonausschnitt mit Linien- statt Kammzähnung erzielten 4.200 € (Los 4914). Ebenso beeindruckend wie selten ist aus der Landespost in Belgien die 6 F 25 C auf 5 Mk im vollständigen 20er-Bogen mit allen Bogenrändern auf großformatigem Sammler-Kuvert STEMBERT 27 X 17, und dementsprechend ist auch der hervorragende Zuschlag von 4.000 € (Los 5059). Sicherlich das schönste der ohnehin nur ein Dutzend überhaupt bekannten gestempelten Exemplare der Saargebiets-Rarität 2 Mk Sarre/Ludwig schwarzpurpurviolett aus einem der wenigen überdruckten Friedensdruck-Bogen auf einmalig attraktivem Luxus-Briefstück erzielte 3.200 € (Los 5125).

Das gesamte Sudetenland-Angebot stand wieder einmal sehr hoch im Kurs: z.B. für eine 1.20 Kr Bild-Ganzsachenkarte mit dem Unikat der 50 H Dvorak, je im Paar 10 H Staatswappen und 50 H Pilsen, beide mit senkrechtem Aufdruck fiel der Hammer bei 12.000 € (Los 5293).

Bei den Kriegs- und Propagandafälschungen des 2. Weltkriegs ragte die britische Fälschung für außerhalb Deutschlands, die 50 C Hitler/Mussolini für Italien im kompletten 20er-Bogen in Luxuserhaltung für den Zuschlag von 7.000 € hervor (Los 5429).

Von der spektakulären Rarität, DDR-Blockausgabe Olympische Sommerspiele 1984 in Los Angeles, die bedingt durch den Boykott der Ostblockstaaten nicht zum Verkauf gelangte, sind bislang nur eine Hand voll postfrischer Exemplare bekannt, was den hohen Zuschlag von 13.750 € begründet (Los 5564).

Nach dem Medientrubel um diese zuletzt zurückgezogene Marke der Deutschen Bundespost zur Briefmarken-Messe in Essen war erneut ein schönes Exemplar im Angebot: Dieses Anfang des Jahres bedarfsmäßig verwendete Spitzenstück der 70 C "Kerstfest"-Marke der seltenen, vom Verkauf zurückgezogenen und bis auf wenige Exemplare vernichteten Auflage auf Briefstück mit voll aufsitzendem Stempel "BRIEFZENTRUM 21 18.1.17" wechselte für 1.500 € den Besitzer (Los 5702).

Die große Sammlungsauktion startete durchweg erfolgreich mit 60 Positionen "Glück Auf!"-Bestand, der Hinterlassenschaft eines hochrangigen Bergbau-Mitarbeiters, welcher über 50 Jahre Briefmarken sammelte. Der Gesamtausruf von 27.350 € konnte mehr als vervierfacht werden und endete in einem Gesamtzuschlag von 112.870 €. Werfen Sie einen Blick auf die zahlreichen hohen Top-Zuschläge für Spezial-Sammlungen.

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 159. Auktion können noch bis zum 6. August 2017 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit

Vorbericht zur 214. Karl Pfankuch-Auktion am 2. August 2017 in Braunschweig

wm In der diesjährigen Sommer-Auktion werden über 3.400 Lose aus zahlreichen Gebieten der Philatelie und Numismatik präsentiert. Einen Schwerpunkt bildet wie immer Altdeutschland mit 1084 Losen, mit zahlreichen Spezialitäten und selten angebotenen Stücken. Aber auch das moderne Deutschland kann unter anderem mit einem hervorragenden Angebotsteil Markenheftchen, Zusammendruck- und Markenheftchenbögen aufwarten.

Des Weiteren im Angebot sind über 350 Lose Deutsches Reich mit guten Stücken und geprüften Spezialitäten, Europa mit interessantem Abschnitt Russland sowie Übersee, u.a. mit teuren China Blöcken. Auch in dieser Auktion ist das Angebot Münzen, Medaillen, Orden und Banknoten mit über 260 Losen stark vertreten. Hervorzuheben die Auflösung einer hochwertige Sammlung Braunschweig. Erwähnenswert sind auch 380 Lose unberührte Sammlungen, Posten und Nachlässe.

Weitere nützliche Informationen rund um die Auktion finden Interessenten auf der Homepage www.pfankuch-briefmarken.de. Kontakt: Karl Pfankuch & Co, Inh. Peter Sieberath, Postfach 3749, Hagenbrücke 19, 38027 Braunschweig, Telefon: 05 31 / 4 58 07

157. Auktion Dr. Reinhard Fischer-Auktion am 14. Juli 2017 in Bonn

wm (Bonn) Traditionell findet am zweiten Juli Wochenende - in diesem Fall am Freitag, dem 14 Juli 2017 - die Sommer-Auktion des Bonner Auktionshauses Dr. Reinhard Fischer statt, inzwischen schon die 157. Auktion.

Ein umfangreiches Angebot mit über 8.000 Losen bietet für jeden engagierten Philatelisten zahlreiche interessante Stücke. Sei es ein Bayern Einser in tadelloser Erhaltung (Ausruf 1.500 Euro) oder aber die seltene Freimarke MiNr. 148 mit doppeltem Aufdruck "Freistaat Bayern" als postfrisches Luxusstück (Ausruf 700 Euro). Auch die anderen altdeutschen Staaten bieten Seltenheiten, u. a. Bergedorf MiNr. 3 mit seltener Entwertung "KIRCHWERDER" (Ausruf 900 Euro), Preußens MiNr. 19b in tadelloser postfrischer Erhaltung (Ausruf 280 Euro). Eine einwandfreie MiNr. 3 von Schleswig-Holstein startet mit 220 Euro. Ebenso interessant: Seltenheiten Württembergischer Freimarken mit u. a. MiNr.34 in gestempelter Erhaltung (Ausruf 200 Euro).

Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches finden sich zahlreiche Standards, gesuchte Abarten und Plattenfehler, u. a. Brustschilde 18 Kreuzer großer Schild (Ausruf 450 Euro), MiNr. 69b postfrisch (280 Euro), die seltene Germania 20 Pfg Marke in c-Farbe (MiNr. 72) mit einem Ausruf von 200 Euro, ein postfrischer Satz der Ausgabe "Wagner" startet mit 800 Euro Ausruf, der seltene Nothilfe-Block startet in einwandfreier postfrischer Erhaltung mit 2.000 Euro. Ein umfangreiches Angebot Markenheftchen und Zusammendrucke mit vielen Seltenheiten sowie eine reizvolle Offerte Zeppelinbelege schließen die Sektion Deutsches Reich eindrucksvoll ab.

Das umfangreiche Angebot der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien bringt zahlreiche Seltenheiten und Besonderheiten, dabei viele interessante Stücke vor allem im Bereich der Vorläufer-Ausgaben sowie eine hochwertige Strecke von Losen im Bereich Deutsch-Neu-Guinea mit kaum einmal angebotenen Stücken. Dabei unter anderem die seltene MiNr. 23IIBII in ungebrauchter Erhaltung (Ausruf 250 Euro).

Die Deutschen Nebengebiete präsentieren zahlreiche Untertypen, Farben, Plattenfehler und Besonderheiten - sehr umfangreich die Gebiete Danzig, Memel und Saargebiet sowie Saarland. Die Lose der Deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg beinhalten zahlreiche Standards und gesuchte Ausgaben - u. a. einen ungezähnten Eisbärblock in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1.500 Euro), wiederum ein umfangreiches Angebot der Deutschen Besetzungsausgaben in Frankreich - Dünkirchen und Festung Lorient mit zahlreichen Raritäten, Seltenheiten und einigen Unikaten - dabei u. a. Dünkirchen Sondermarken MiNr. 35II ungebraucht (Ausruf 900 Euro), MiNr. 43II ungebraucht (Ausruf 900 Euro) - Auflage je nur 80-100 Stück. Unter den Ausgaben der Festung Lorient sind neben postfrischen und gestempelten Hauptnummern zahlreiche Besonderheiten wie "Abart doppelter Aufdruck", Abart "Kopf stehender Aufdruck" sowie Leerfelder, Zwischenstegpaare und Druckdaten im Angebot - u. a. MiNr. 2KZW (nur in drei Exemplaren bekannt - tadellos postfrisch, Ausruf 1.500), MiNr. 5DD postfrisch (Ausruf 1.200 - Auflage nur wenige Stücke), MiNr. 6K postfrisch (Ausruf 700 Euro - Auflage nur wenige Stücke). Ebenso umfangreich sind die Gebiete Serbien mit zahlreichen Belegen und Abarten sowie Propagandafälschungen II. Weltkrieg vertreten, dabei z. B. seltene Mi.-Nr. 50 Propagandafälschung "Zwei Völker ein Krieg" (Ausruf 750 Euro).

Spezialisiert besetzt ist das Angebot Deutschland nach 1945 mit zahlreichen Plattenfehlern, gesuchten Standardausgaben und seltenen Abarten, Briefverwendungen, Wasserzeichenvarianten, etc. Dabei u. a. SBZ mit gesuchten Blockausgaben, Bundesrepublik Deutschland mit etlichen Abarten - verzähnte Bogen, ungezähnte Werte etc.

Europa und Übersee bieten eine feine Auswahl gesuchter Werte, dabei interessante Objekte der Gebiete, Schweiz, Österreich und Liechtenstein - hier u. a. MiNr. 211/13U postfrisch (Ausruf 1.200 Euro). Sehr umfangreich mit Abarten und Besonderheiten sind die Gebiete Kroatien und Jugoslawien vertreten.

Im Bereich Sammlungen werden fast 800 Lose - überwiegend aus Privathand stammend - angeboten, dabei interessante Länder- und Spezialsammlungen, Briefposten, Nachlässe und Fundgruben.

Das numismatische Angebot bietet über 600 Lose mit Gold- und Silberprägungen, dabei zahlreiche Sammlermünzen mit Seltenheiten vom Deutschen Kaiserreich, Antike sowie modernen Prägungen in Gold (kleine Auflagen).

Neben dem Printkatalog präsentiert das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer das umfangreiche Angebot in einem eigenen Onlinekatalog auf der Website www.ReinhardFischerAuktionen.de - dort finden Interessenten auch weitere Informationen zu den Losen, Besichtigungszeiten und der Versteigerungsfolge.

Kampf um jedes Los

Aachen Tolle Ergebnisse bei einer hohen Verkaufsquote - von 3701 Losen wurden auf Anhieb 3069 verkauft - brachte die 60. Aix-Phila-Briefmarken- und Münzauktion am letzten Mai-Wochenende in Aachen. Spitzenwerte des Deutschen Reiches erzielten zuverlässig beachtliche Preise wie z.B. Nothilfeblock mit 2000 Euro, Chicagofahrt mit 1400 Euro oder die sehr seltene 2 RM Lilienthal in waagerechter Riffelung mit 1850 Euro.

Besonders heiß begehrt waren Marken und Briefe deutscher Gebiete vor 1945: So schoss eine ungebrauchte Esperanto-Ganzsache aus Danzig von 100 Euro Startpreis auf 580 Euro oder ein Wertbrief aus dem Generalgouvernement auf 360 Euro. Ein Brief aus Piotrkow nach Warschau mit der ersten polnischen Marke katapultierte sich von den angesetzten 400 Euro auf sagenhafte 3200 Euro. Auch Marken und Blocks der VR China vervielfachten häufig ihre Startpreise.

Volles Haus bei Aix-Phila in Aachen (Foto: Wilhelm van Loo)
Volles Haus bei Aix-Phila in Aachen (Foto: Wilhelm van Loo)

So richtig los ging es allerdings am 2. Auktionstag bei den Sammlungen, Posten und Nachlässen. Ein Nachlass in Form eines ganzen Regals wurde bei einem Startpreis von 2000 Euro nach heftigem Bieterkampf mit 7000 Euro zugeschlagen - zum selben Preis übrigens wie eine Kollektion Altdeutschland. Eine Partie von 1700 Ersttagsbriefen Deutsches Reich erzielte die geforderten 20 000 Euro, eine Danzig-Sammlung mit vielen seltenen Stempeln brachte 4200 (2000) Euro. Den Vogel ab schoss eine Sammlung Sudetenland, die mit 10 500 Euro den Startpreis mehr als verzehnfachte!

Im vollbesetzten Auktionssaal ging es bei den Posten aus Europa und Übersee genauso weiter. Auffällig viele Teilnehmer aus dem benachbarten Ausland kämpften mit heimischen Sammlern, Händlern und Kommissionären um nahezu jede Position. Dabei erlösten Belgien 5000 (2000) Euro und Großbritannien 3000 (800) Euro. Kollektionen afrikanischer Länder vervielfachten in der Regel ihre Startpreise, ehe eine Partie VR China mit 27 000 Euro nach 10 000 Euro Startpreis den Tagesrekord aufstellte. Natürlich kamen auch die Sammler mit kleinerem Budget wiederum auf ihre Kosten, gab es doch diverse Angebote mit Startpreisen ab 10 Euro, die allerdings nicht minder umkämpft waren.

Internet: www.aixphila.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Sammlungen und Nachlässe besonders begehrt

Ettlingen Mit einem Gesamtergebnis von bislang über 2,2 Millionen Euro (Zuschlag zuzüglich Aufgeld, ohne Nachverkauf) konnte die 94. internationale Gert-Müller-Auktion, die am 19. und 20. Mai 2017 stattfand, erfolgreich abgeschlossen werden.

Zahlreiche herausragende Spitzenergebnisse kennzeichneten den Verlauf dieser außergewöhnlichen Versteigerung. So konnten über 400 Lose im vier- und fünfstelligen Preissegment verkauft werden, hiervon alleine 21 Positionen mit Zuschlagspreisen von 10.000 bis 40.000 Euro. Insbesondere gehaltvolle Kollektionen, reichhaltige Nachlässe, Spezialsammlungen und Briefposten waren begehrt und erreichten teils ein Mehrfaches der Schätzpreise.

Das bislang größte Angebot der Firmengeschichte im numismatischen Bereich wurde fast restlos abgesetzt und führte zu einem Gesamtergebnis von über 770.000 Euro (Zuschlagspreis zuzüglich Aufgeld). Zahlreiche kaufkräftige Bieter, insbesondere aus verschiedenen europäischen Ländern und Übersee, sorgten für ein sehr hohes Preisniveau.

Aber auch die Inlandsnachfrage ist aufgrund der aktuellen Zinssituation stark gestiegen. So erbrachte eine Einlieferung aus Mannheim einen Zuschlagspreis von 68.300 Euro (Lose 1-1S, Ausruf: 19.300 Euro), eine Kollektion Volksrepublik China erzielte 40.000 Euro (Los 2, Ausruf: 20.000 Euro). Eine umfangreiche Einlieferung aus Bayern erlöste enorme 92.000 Euro (Lose 3-4Q, Ausruf: 41.300 Euro), eine Einlieferung aus Düsseldorf 35.500 Euro (Lose 6-6L, Ausruf: 16.600 Euro). Eine Kollektion SBZ/Thüringen ging für 21.000 Euro (Los 35R, Ausruf: 12.000 Euro), eine Einlieferung aus Berlin für 25.200 Euro (Lose 3280-3290, Ausruf: 10.500 Euro). Eine weitere Kollektion Volksrepublik China wurde für 26.000 Euro zugeschlagen (Los 3299, Ausruf: 20.000 Euro), eine Sammlung Tiermotive für 18.000 Euro.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Bisher höchster Preis für eine einzelne DDR-Briefmarke!

Dresden Die 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 kann als erfolgreich bezeichnet werden. Rund 60 % der insgesamt 5596 Lose wurden verkauft, Sammlungen wiesen mit 70 % eine noch höhere Verkaufsquote auf.

Der Sonderkatalog mit der DDR-Dienstmarken-Sammlung von Dr. Hans-Karl Penning brachte es sogar auf eine verkaufte Loszahl von 81 %. Ein Teil der Lose konnte erstmals live im Internet mitbeboten werden, was 55 Kunden nutzten. Sehr hohe Verkaufsqouten im Einzellos-Bereich verbuchten Münzen, Ansichtskarten, Altdeutschland, Deutsche Auslandspostämter und Kolonien sowie DDR.

Im Europa-Teil überzeugte die Nordingermanland MiNr. 11 als Bedarfs-Einzelfrankatur mit 410 (100) Euro. Bei Übersee zog die chinesische Ganzsachenkarte MiNr. P 13 als Suchdienstkarte mit entsprechendem Zudruck und russischer Zensur aus TIENTSIN 28.7.16 via Bahnpost Peking-Moukoek und Manchouli nach Chemnitz von 120 auf 540 Euro.

Highlight in der Flugpost-Abteilung war ein Apollo-15-Mondbrief, der von 5000 auf 7600 Euro kletterte. 5000 bzw. 5600 Euro bei jeweils 5000 Euro Startpreis brachten Spezialsammlungen in je zwei Alben zur Katapultpost der Dampfer "Europa" und "Bremen". Ein zur Italienfahrt des LZ 127 im Jahre 1933 bei der Post in Italienisch-Tripolitanien aufgelieferter Brief mit komplettem Satz der Zeppelin-Sondermarken wurde für 1050 (950) Euro mitgenommen.

Mit 350 (80) Euro seinen Ansatz mehr als vervierfachen konnte ein postfrischer Eckrand-4er-Block der MiNr. VII des Deutschen Reiches. Eine Einzelfrankatur des Neuguinea-Vorläufers MiNr. V42c auf Nachsendebrief stieg von 1000 auf 2200 Euro. Für 1150 (700) Euro wurde die Marianen MiNr. 5 I auf Briefstück zugeschlagen.

Zur Taxe von 3000 Euro wechselten die SBZ Westsachsen MiNrn. 116 EX, 117 aEX, 118/ 19 EX, Gaschwitz 5 bis 12 Pf komplett gestempelt, den Besitzer. Die 3 Mark "Taube" mit Handstempel Bezirk 3 Berlin-Wilhelmsruh auf überfrankiertem Orts-R-Brief klettere von 550 auf 800 Euro. Bemerkenswerte 500 (60) Euro brachte die DDR MiNr. 242 I im waagerechten Paar aus rechter oberer Bogenecke. Ein gestempeltes Exemplar der Wasserzeichenvariante DDR MiNr. 453 YI war einem Liebhaber 1450 (1400) Euro wert.

Gespannt war man auf den Verkauf der DDR-Dienstmarken-Sammlung. Den bisher höchsten Zuschlag, den jemals eine einzelne DDR-Briefmarke brachte, erzielte Los 6049 mit 5200 (5000) Euro. Es handelte sich um ein postfrisches Exemplar der MiNr. D 14 YI. 3100 (3000) Euro erlöste die MiNr. D 32yII XII im postfrischen Viererstreifen aus der linken unteren Bogenecke mit komplettem Druckvermerk. Für zwei Exemplare der MiNr. D 40 mit Zusatzfrankatur als portorichtige Mischfrankatur auf Eilboten-R-Brief fiel der Hammer bei 3700 (3000) Euro. 440 (100) Euro war einem Bieter eine portogerechte Eilboten-Drucksache mit der MiNr. D 17 in Mischfrankatur mit zwei Exemplaren der MiNr. 405 wert. Es handelt sich um eine Verwendungsform-Rarität ersten Ranges, dazu noch als Mischfrankatur mit dem 84-Pf-Wert und Werten der Dauerserie, die vermutlich nicht wieder beschaffbar ist.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Gute Nachfrage für Polarpost

wm 3900 Lose, darunter ca. 900 Sammlungen und Lots, standen am 12. und 13. Mai bei der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig zum Verkauf. Diese wurden mit überwiegend beachtlichen Steigerungen an Bieter gebracht. Besonders reges Interesse fanden Lose im Polarpostbereich, denn dort wurde eine Sammlung mit Stücken aufgelöst, die man nicht alle Tage sieht. Bereits das Titelbild (eine Expeditionskarte der 1. Deutschen Südpolarexpedition 1901 von Teilnehmer Emil Kuhnert) war dafür ein guter Beleg. Maßvoll bei 700 Euro angesetzt, schoss sie auf 3600 Euro. Gefragt waren auch Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, Württemberg und Deutsches Reich. Wie immer im Fokus standen die Nachkriegsausgaben und DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerken.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Felzmann zum 159.: Mit allerlei Unikaten und Raritäten

wm Es ist doch bemerkenswert, dass fast 170 Jahre nach Aufgabe eines Briefes dieser erst in heutiger Zeit als Ersttagsbrief (!) der 1 Sgr. von Cöln nach Crefeld identifiziert werden kann. So nachzulesen in einem prächtig gestalteten Auktionskatalog des Düsseldorfer Auktionshauses Ulrich Felzmann, das vom 6.-8. Juli 2017 seine 159. Versteigerung durchführt. Prüferin Maria Brettl attestiert dem Brief: "Sehr seltenes Dokument preussischer Postgeschichte. Als Ersttagsbrief eine Rarität". Mit 7 500 Euro Ausruf sind Interessenten dabei, wohl auch mit der Erkenntnis, es gibt immer noch Neues zu entdecken. Das dürfte auch wohl für die über 7 000 weiteren Angebotslose gelten, die die Faszination der Briefmarken widerspiegeln.

Dem Team des rührigen Auktionators von Düsseldorf kann man - neben der Vielfalt des weltweiten Angebotes - eines kaum absprechen: Einen klugen Sinn für Design und Gestaltung. Der knapp 500 Seiten starke Katalog überzeugt mit seiner Aufteilung, der direkten Zuordnung von Farbabbildungen zur Beschreibung, den farbigen Randstreifen, die für die großen Angebotsgruppen unterschiedlich ausfallen sowie den Farbbalken für die Zwischengruppen. Abbildungen fallen bei bedeutenden Stücken entsprechend groß aus, so dass man als Bieter einen guten Eindruck erhält. Das kostet zwar alles Platz, verschafft dem Interessenten aber einen Mehrnutzen. Kataloganforderung bei: Tel. 02 11/550 440, E-Mail: info@felzmann.de oder www.felzmann.de

Herbert Geier-Auktion am 27. Mai 2017:
Zahllose Angebote zum günstigen Preis

wm Den aktuellen Auktionskatalog für die kommende Auktion in Bad Staffelstein kann man unter www.geier-auktionen.de abrufen. Auf der Homepage finden Interessenten nahezu alle Einzellose abgebildet, so dass mehrere tausend Scans von Marken, Belegen (vielfach Vorder- und Rückseite) und Auszüge aus diversen Sammlungslosen, sowie auch ggf. die Atteste bzw. Befunde, zur Verfügung stehen. Wie gewohnt findet sich wieder ein umfangreiches Angebot quer durch die Philatelie von Übersee über Europa, den versch. deutschen Gebieten bis zu den Heimat- und Motivlosen, Literatur und Sammlungen. Selbst ausgefallene Gebiete wie die Werbe- und Fiskalphilatelie oder auch Privatpostanstalten finden beim Auktionshaus Geier Beachtung.

Gerade Sammler mit kleinem Geldbeutel, Spezial- und Stempelsammler, Heimat- und Motivsammler finden jede Menge Lose gegen Gebot bzw. für ein paar Euro (alleine fast 3.000 Gebotslose, 2.400 Lose bis 10 Euro sowie ca. fast 2 000 Lose bis 20 Euro). Die ideale Möglichkeit zur Ergänzung der Sammlung.

Sensationeller Zuschlag bei der Internetauktion vom Auktionshaus Felzmann

(aw/wm) Ein Erfolg auf ganzer Linie war die letzte e@uction des Auktionshaus Felzmann, die im Internet und live auf der Briefmarkenmesse in Essen stattfand. An beiden Tagen tummelten sich die Besucher nicht nur auf der Internetseite des Unternehmens, sondern auch an Stand Nr. 45 in Essen. Denn eine Marke hatte es so manch einem besonders angetan: Die neueste "Unverausgabte" Sondermarke der Deutschen Post mit den Fehldrucken "Kerstfest" und "Jul" zum Weihnachtsfest 2016. Sogar das WDR-Fernsehen hatte sich angekündigt, um ein Interview mit Auktionator Ulrich Felzmann zu drehen. Dieser kennt sich bestens mit unverausgabten Briefmarken der Deutschen Post aus, hatte er doch einige der ebenfalls zurückgezogenen berühmten Audrey Hepburn-Marken in seinem Auktionshaus versteigert. Ulrich Felzmann ahnte schon, dass diese neue "Unverausgabte" hohe Wellen schlagen würde, aber mit solch einem Rummel und diesem Zuschlag hatte selbst er nicht gerechnet.

In der e@uction, dem etwas kleineren Pendant zur internationalen Saalauktion, befinden sich neben preisgünstigeren Briefmarken und Münzen auch immer wieder echte Raritäten, wie eben dieses Mal eine gestempelte "Kerstfest"-Marke (Los 12320) sowie ein komplettes Folienblatt mit zehn nassklebenden Marken dieses Fehldrucks (Los 12319). Bieter aus dem In- und Ausland, wie u.a. den USA und Australien, rangen um dieses einzigartige Folienblatt. Ein Kommissionär hatte gleich zwei Telefonbieter parallel am Ohr. Der Zuschlag von 1.500 € für die gestempelte Einzelmarke auf Briefstück wurde bei weitem noch von dem postfrischen Folienblatt getoppt: Für den sensationellen Zuschlag von 27.500 € wurde das Spitzenstück versteigert.

56. Auktion des Potsdamer Philatelistischen Büros am 3. Juni 2017

wm Titel und Inhalt des vorliegenden Auktionskataloges fallen bereits aus dem üblichen Rahmen, die rund 2 000 Lose noch mehr. Schwerpunkt ist die internationale Postgeschichte, was man bereits zu Beginn des Kataloges dem Titel "Transite und grenzüberschreitende Post" absehen kann. Exzellente Briefe in guter Erhaltung, interessante Frankaturen und Destinationen und so manches mehr - jeweils fachkundig beschrieben und zu "vernünftigen" Preisen angesetzt, wie die Auktionshaus-Inhaber Karlfried Kraus und Dr. Michael Jasch selbst formulieren. Neben Feldpost sind auch die deutschen Gebiete gut repräsentiert, darunter die SBZ z.B. mit dem 4. Teil der "Jade"-Sammlung, die eine unglaubliche Stempelfülle kleinster Postanstalten mit teils seltensten Abschlägen enthält. Ausland findet sich ebenso, natürlich auch Sammlungen und Lots - dieses Mal mit vielen Briefen von Übersee vor 1945. Zum Kataloginhalt und Angebot passt der repräsentative historische "Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am Neuen Markt in Potsdam, wo die Auktion stattfinden wird. Kontakt: www.potsdamer-phila-buero.de bzw. auktion@potsdamer-phila-buero.de

Deutschland-Philatelie mit hervorragenden Spitzenwerten

Aachen Im Vordergrund der 60. AIX-PHILA-Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen steht eindeutig die Deutschland-Philatelie mit zahlreichen Spitzenwerten in hervorragender Erhaltung.

Ein fast postfrisches Randstück des schwarzen Bayern-Einsers startet mit 400 Euro, ein Brief mit zwei Stück der bayerischen Portomarke MiNr. 1 mit 200 Euro. Beim Deutschen Reich ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat, beispielsweise ein Zeppelinsatz "Chicagofahrt" mit 1000 Euro, ein Nothilfeblock mit 1300 Euro oder die 2 RM Lilienthal mit waagerechter Riffelung für 1400 Euro. Alle Stücke sind postfrisch und mit Fotoattest "einwandfrei". Bei den Zusammendrucken ragt neben etlichen seltenen Markenheftchen eine Kombination MiNrn. S 65+66 heraus (Ausruf 800 Euro). Danzig trägt nicht nur das Titelstück bei, die MiNr. 101 X Top-gestempelt zum Startpreis von 1000 Euro, sondern weitere Seltenheiten und Belege. Nicht alltäglich dürften auch Lokal-Postkarten aus Tschenstochau während des Ersten Weltkrieges sein; mehrere davon sind bei Schätzpreisen bis 200 Euro mit von der Partie. Diverse Abarten und vor allem Bedarfsbelege gibt es vom Generalgouvernement, darunter einen großformatigen "Bahnhofsbrief", der mit 400 Euro ins Rennen geschickt wird.

Nachkriegsdeutschland hält die bekannten Highlights bereit wie z.B. diverse Berliner Währungsblocks (darunter ein Exemplar mit verschobener Marke zu 20 Pf, Ausruf 200 Euro) oder mehrere attestierte Posthornsätze.

Bei den ausländischen Sammelgebieten verdient Belgien mit allen guten Sätzen wie Rotes Kreuz, Stahlhelm, Orval und Mercier eine besondere Erwähnung, genauso wie Polen mit einem Brief der ersten Marke aus PIOTRKOW (Ausruf 400 Euro) oder die VR China mit zwei Pfingstrosen-Blocks ungestempelt und gestempelt zu 800 bzw. 500 Euro.

Fast 1800 Sammlungen, Posten und Nachlässe zum größten Teil aus Privathand bilden am 2. Tag den traditionellen Höhepunkt der Versteigerung. Hier ragt eine tolle Sammlung Drittes Reich mit mehr als 1700 Belegen, vielfach Ersttagsbriefen, heraus, wobei der Startpreis von 20 000 Euro eher moderat sein dürfte. Sehr gut bestückte Kollektionen Altdeutschland, Deutsches Reich, Gebiete, Zweiter Weltkrieg mit Sudetenland und Danzig (mit einer großen Briefe-Sammlung, Ausruf 1000 Euro) folgen bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro. Natürlich ist auch Nachkriegsdeutschland mit etlichen sauberen Komplettsammlungen mit von der Partie. Europa - Schwerpunkte sind Belgien, Luxemburg und die Schweiz - bietet diverse gut bestückte Sammlungen, ebenso Übersee mit fast allen afrikanischen Ländern oder auch einer Kollektion VR China aus der Zeit der Kulturrevolution, die mit 2500 Euro unter den Hammer kommt. Motive jeder Art ab 10 Euro runden das beste Sammlungsangebot seit Jahren bei AIX-PHILA ab.

Internet: www.aixphila.de

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Reichhaltiges Allround-Angebot

Leipzig Rund 3900 Lose aus fast allen Sammelgebieten verteilen sich auf die 172. Auktion der Firma Fortagne & Lipfert wie folgt: Den Auftakt bilden 360 Lose Zeppelinpost (1911-1939), davon Deutsches Reich 140, Europa 140 und Übersee 60 mit teils frühen Zeppelinbelegen und interessanten Zuleitungen. Topstück ist eine eingeschriebene Warenprobe zur 7. Südamerika-Fahrt 1934 mit rückseitig verklebtem Nothilfe-Block für 4800 Euro. Daran schließen sich ca. 170 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost und Luftpost-Lose aus Europa und Übersee an.

Aus den Bereichen Polarpost (von klassischen Belegen bis hin zu einer Schlittenhunde-Ansichtskarten-Kollektion), Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 120 Lose. Motive von Bahnpost (50) über Kosmos (mit Saljut-Bordpost), Propaganda, Tiere (Hunde) bis Zensur sind mit 140 Losen vertreten. Dazu gesellen sich 170 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 230 Lose mit über 6000 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. Eränzt wird das Angebot durch 100 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen sowie Siegel- und Gebührenmarken. Ins Auge fällt ein von Napoleon Bonaparte im Versailler Schloss geschriebener und mit seinem Namenssignum versehener Briefbogen (1350 Euro).

820 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (120 Lose) bieten eine reichhaltige Palette, mit dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und frühe Ganzsachen (60 Lose) sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg).

Gut bestückt zeigt sich die Nachkriegszeit mit 340 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Cottbus bis Storkow, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächsische Schwärzungen" (35), besseren Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehlern und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen (u.a. P31 II) und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR bringt 400 Lose, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen (45) und Dienst/ ZKD-Post. 110 Lose von Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließen den Deutschland-Teil ab.

Europa und Übersee zeigen ca. 150 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege. Mit 1500 Euro geht ein mit Sonderstempel entwerteter Block MiNr. 8 der VR China ins Rennen.

Den Abschluss bilden 800 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen der Gebiete Sachsen (Nummernstempel-Sammlung), Württemberg, Deutsches Reich, SBZ, DDR einschließlich Zusammendrucke und ZKD, Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Finnland, Grönland, Schweiz, Brasilien, VR China und USA.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gute Steigerungen bei Einzel- und Sammlungs-Losen

Berlin Die 20. Schlegel-Auktion am 3. und 4. April 2017 bestätigte mit starken Ergebnissen die Qualität und Bandbreite der halbjährlichen philatelistischen Angebote.

Das Auktionshaus Schlegel befriedigte das offensichtliche Marktinteresse mit einem erneut starken und ausgewählten Sammlungsangebot, was durch sehr gute Steigerungen und Zuschlagsraten bestätigt wurde. Der Sammlungsreigen kam spätestens mit einer umfangreichen Bayern-Sammlung 1849/1919 in gestempelter Erhaltung (Los 134) gehörig in Schwung, die für 13 000 Euro einen neuen Besitzer fand. Eine umfangreiche Sammlung aller Gebiete der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien 1887/1919 (Los 462) erzielte mit 11 500 Euro eine weitere Höchstmarke. Im Bereich China konnte sich erneut - sowohl im Sammlungs- als auch im Einzellosbereich - die Bilanz sehen lassen, angeführt von zwei Sammlungen VR China (Lose 1614 und 1615), die mit je 7200 Euro ihren Ausruf deutlich übertrafen. Alle Augen richteten sich zudem auf eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum (Los 1871) inklusive eines Mondbriefes der Apollo-15-Mission. Diese kletterte auf einen Zuschlag von 14.800 Euro.

Bei den Einzellosen zeigte sich erneut, dass auf Raritäten weiterhin Verlass ist. Starke Bietergefechte entbrannten im Bereich Militärluftfahrt (Spitzenlos 5479, eine Fotokarte mit Unterschrift und eigenhändigem Gruß von Manfred von Richthofen, Zuschlag 1500 Euro) sowie bei den Autographen (Lose 7778-7794). Philatelie aus dem deutschen Nachkriegszeitraum brillierte mit hohen Zuschlägen, u.a. zwei Theaterblocks (Lose 6682 und 6682 A, Zuschlag je 17.500 Euro), 1 M. Bandaufdruck als Einzelfrankatur auf überfrankiertem R-Ortsbrief für 14.000 Euro sowie ein Ortsbrief 1932 mit Aufdruckfehler "Rdf" auf Nothilfe-Marke (Los 4692 für 11.000 Euro). Zum Abschluss gab es pure Freude bei einem enthusiastischen Sammler, der einen Original-Markenheftchen-Automaten der Deutschen Post erstehen konnte, der gleiche Automat, aus dem jener Sammler als Kind teure Markenheftchen "Brandenburger Tor" zog.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Gutes Angebot deutscher Sammelgebiete

Dessau-Rosslau Mit etwas über 4600 Losen geht die 46. Hettinger-Auktion am 16. Mai 2017 an den Start. Sie zeichnet sich durch einen guten Anteil Altdeutschland (ca. 300 Lose) und einen starken Brustschild-Teil (ca. 60 Lose) aus. Gut besetzt sind auch Luft- und Zeppelinpost (ca. 120 Lose), Propagandakarten (ca. 140), Hamburger Straßenbahnpost (ca. 50), deutsche Nebengebiete (ca. 350 Lose), Lokalausgaben nach 1945 (ca. 130), SBZ (ca. 550) und DDR (ca. 500). 19 Lose mit Goldmünzen 20 Mark des Deutschen Reiches und Euromünzen sowie ein gehaltvoller Sammlungs-Teil mit ca. 800 Positionen runden die Versteigerung ab.

Einige interessante Einzellose seien beispielhaft genannt. So finden sich beim Deutschen Reich eine 10 Groschen Innendienst auf Paketbegleitbrief mit vollem Poststempel ohne Federzug (1200 Euro), eine 18 Kreuzer Großer Brustschild gestempelt mit Plattenfehler II (650 Euro) und eine 5 Mark Reichspost als Paar der Type II gestempelt, davon eine Marke mit Plattenfehler (900 Euro). Eine portofreie Dienstsache von Fredersdorf mit selbstgestaltetem Not-R- Zettel soll mindestens 250 Euro bringen. Bei der SBZ fallen ein postfrisches Kinderhilfe-Paar 6 Pf von Mecklenburg in der Fehlfarbe Rosa (1500 Euro), eine Thüringen 5-Pf-Freimarke in seltenem "z1"-Papier postfrisch (900 Euro), eine seltene portogerechte Einzelfrankatur der Kontrollrat 40 Pf auf Nachfrage-Einschreiben aus Ostsachsen (800 Euro) und eine 15-Pf-Freimarke der Provinz Sachsen in seltener "b"-Farbe mit Wasserzeichen "X" auf (800 Euro). Die DDR begeistert u.a. mit einem kompletten Satz "Köpfe II" in postfrischen 50er-Bogenteilen (2500 Euro), dem Thälmann-Block in der Erstauflage (700 Euro) und 5 Jahrplan Urdruck postfrisch (800 Euro).

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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177. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Einzigartige Sammlung der Inflationsausgaben

Mit der 177. Auktion des Hauses Rauhut & Kruschel fällt der Startschuss für den Verkauf einer wahrlich außergewöhnlichen Infla-Sammlung, die in zwei Teilen am 20. Mai sowie im Rahmen der Auktion am 1./2. September 2017 in Mülheim a.d. Ruhr ausgerufen wird. Seit der Versteigerung der legendären "Peschl-Sammlung" dürften Sammler kein vergleichbares Angebot dieses Sammelgebietes mehr gesehen haben! Auktionator und Firmeninhaber Harald Rauhut ist stolz, mit dieser Sammlung nicht nur das Lebenswerk eines begeisterten Philatelisten, sondern auch eine Ausnahmesammlung mit besonderem Anspruch und zahlreichen wertvollen Unikaten präsentieren zu dürfen.

Von selten bis einzigartig: Jeder Tag ein Höhepunkt

Das ebenso komplexe wie faszinierende Sammelgebiet der Inflationsausgaben bietet den Spezialisten ein weites Feld. Die zahlreichen Ausgaben, Aufdrucke, Portostufen, Erst- und Letzttage und vieles mehr laden dazu ein, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen und nach eigenen Vorstellungen eine Kollektion aufzubauen. Dies ist bei der vorliegenden Sammlung von Marken und Briefen in einem beeindruckenden Umfang mit Fokus auf den seltenen und wertvollen Stücken bis hin zu Unikaten dieses Sammelgebiets in herausragender Weise umgesetzt worden.

Nahezu unglaublich ist die Tatsache, dass der Sammler den Anspruch hatte, jeden Tag (!) mit einem besonderen Beleg zu dokumentieren und die diversen Ausgaben so zu einer einzigartigen Sammlung zusammenzustellen. Dadurch beinhaltet bereits der erste Teil der vorliegenden Kollektion in einem kaum vorstellbaren Umfang von knapp 500 Losen seltene und seltenste Marken und Briefe, diverse kleine und große Höhepunkte, die nicht nur den Infla-Sammler nachhaltig beeindrucken dürften.

Ein Blick in den Auktionskatalog lohnt sich!

Ein echtes Highlight ist das Titellos des Auktionskataloges (Los 138 - Ausruf: 6000 Euro), ein Brief mit portogerechter Mehrfrankatur der MiNr. 209 Y auf Brief vom 17. August 1923. Bereits als Mischfrankatur ist die 50-Mk.-Marke mit dem seltenen Vierpass-Wasserzeichen höchst selten. In Verwendung als Mehrfachfrankatur gehört diese Ausgabe zu den großen Infla-Raritäten (im MicheL-Katalog ohne Bewertung!), und der vorliegende Brief mit gleich 20 Exemplaren ist ein Unikat. Die lose gestempelten Marken werten schon mit 22 000 Euro. Zwei seltene portogerechte Einzelfrankaturen der MiNr. 67 zu 3 Mark locken mit den Losen 465 und 466 (Ausruf je 1000 Euro). Die Einzelfrankatur war nur in seltenen Verwendungsformen - hier auf Drucksache der 2. Gewichtsstufe aus Berlin bzw. auf Ortspostkarte aus München - für einen Zeitraum von ca. sechs Wochen möglich, und es sind nur sehr wenige Einzelfrankaturen dieser Marke bekannt. Zwei weitere, höchst seltene Marken bzw. Farben finden sich bei den Losen 144 und 146. Die Einzelfrankaturen der MiNrn. 216 b (2 Mk. Flugpost, dunkellilarot/mittelgrau) auf dekorativem Drucksachen-Couvert und 217 a (3 Mk. Flugpost, graublau/dunkelgrau) auf Postkarte starten mit jeweils 1200 Euro. Und dies sind nur einige wenige Beispiele.

Zahlreiche weitere attraktive Lose erwarten die Sammler - und nicht nur solche der Infla-Ausgaben, denn auch die weiteren deutschen Sammelgebiete beeindrucken mit einem hochwertigen Angebot von der Vorphilatelie über Altdeutschland und Deutsches Reich bis hin zu den modernen Sammelgebieten. Von Einzellosen über kleinere Lots und Posten ist für für jeden Geschmack etwas dabei.

Das vollständige Angebot der Auktion finden Interessenten online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com).

Internet: www.rauhut-auktion.de

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364. Heinrich-Köhler-Auktion:
Frühjahrsauktion setzte Maßstäbe an drei Standorten!

Mit der 364. Auktion vom 20. bis 25. März 2017 hat das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden einmal mehr die eigene Firmengeschichte um zahlreiche Bestmarken und unvergessliche Höhepunkte bereichert, die auch in der philatelistischen Szene noch lange in Erinnerung bleiben werden. Das sagenhafte Angebot der sieben Sonderkataloge sowie des Hauptkatalogs stieß auf eine herausragende Nachfrage, und am Ende waren es mehr als 6,5 Millionen Euro, die kauflustige Sammler und Händler bei der Auktion in Wiesbaden und den parallel dazu stattgefundenen Simultan-Auktionen in Stockholm und Hongkong ausgaben.

Blick hinter die Kulissen

Ebenso beeindruckend wie das Gesamtergebnis waren die mit der Auktion verbundenen "Details" - von der Auktionsvorbereitung bis zum Zuschlag -, die Geschäftsführer Dieter Michelson am 25. März 2017 während eines Festabends mit knapp 100 geladenen Gästen präsentierte.

Das Angebot der insgesamt acht Auktionskataloge umfasste Einlieferungen aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nordamerika). Zuvor waren 16 Auslandsreisen erforderlich, um das umfangreiche Material zu beschaffen, wobei die Einlieferer aus 19 Ländern kamen. Neun Mitarbeiter waren für die Bearbeitung und Katalog-Erstellung am Werk.

Bei der Auktion lieferten sich fünf Kommissionäre, die 312 Bieter repräsentierten, an sechs Auktionstagen heiße Bietergefechte. 120 Telefonbieter kämpften u.a. gegen 192 Saal-, 462 Online-, 579 Web- und 610 schriftliche Bieter.

Eine Gesamtbeteiligung von 2266 Bietern aus der ganzen Welt, die eines oder mehrere der 6417 Einzel- und Sammellose erwerben wollten, spricht wahrlich für sich. Bei einem Gesamtausruf von 3 864 410 Euro wurde ein Zuschlag 5 429 917 Euro erzielt, was einer Quote von hervorragenden 141 Prozent entspricht. Die Zuschläge für die verkauften Lose übertrafen die Startpreise insgesamt um durchschnittlich 96 Prozent. Die Verkäufe gingen zu ca. 2,6 Millionen Euro an deutsche, zu 1,65 Millionen an europäische und zu 1,17 Millionen an Übersee-Bieter. Etwa ein Viertel der Lose und des Umsatzes wurde an Online-Live-Bieter zugeschlagen - ein neuer Höchstwert! Dieser Trend zeichnet sich von Auktion zu Auktion deutlich stärker ab, was auch im bewährten Firmensystem zum "Online-Live-Bieten" begründet liegt, das Heinrich Köhler und die verbundenen Auktionsfirmen im Global Philatelic Network nutzen.

Spitzenergebnisse dank guter Vernetzung

Dass das Auktionshaus Heinrich Köhler weltweit Maßstäbe zu setzen vermag, haben in den letzten beiden Jahren bereits die erfolgreichen Auktionen an Standorten wie New York und London sowie Simultan-Auktionen mit John Bull in Hongkong eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die 364. Auktion setzte in diesem Kontext noch einen drauf, wurde hier doch bei gleich zwei Simultan-Auktionen an drei Standorten (Stockholm, Hongkong und Wiesbaden) zeitgleich versteigert. "Innereuropäisch-transpazifisch" boten die Sammlungen "Schweden" und "Post nach Fernost" Höhepunkte in Hülle und Fülle, und die Beteiligung der Sammler vor Ort in Wiesbaden, Stockholm und Hongkong war herausragend, wie die Zuschläge belegen. Ein Kurier-Brief aus dem Jahr 1591 vom schwedischen König Johan III an die englische Königin Elizabeth I (Los 6121) wurde von 4000 Euro Ausruf auf sagenhafte 20 000 Euro gesteigert. Ein Brief ab Welford (Großbritannien) nach Macau via Marseille und Bombay mit seltenem Handstempel "CARE OF MESSRS. WAGHORN & Co./LONDON.ALEXANDRIA" (Los 8060) erzielte einen sensationellen Zuschlag von 58 000 Euro (Ausruf: 10 000 Euro), um nur zwei Spitzenzuschläge zu nennen.

Mit dem Los 5087 wurde sogar eine historische Bestmarke geschaffen. Nach einem Ausruf von 15 000 Euro steigerte der Brief mit "TULCA 90"-Siegelstempel nach Istanbul auf 34 000 Euro, was das bis heute höchste Auktionsergebnis für türkische Postgeschichte in Rumänien darstellt! Aus der Sammlung "Post nach Fernost" sei noch ein Brief ab Lindau nach Manila (Philippinen) herausgegriffen (Los 8185), der nach einem Ausruf von 4000 Euro und spannender Bieterschlacht bei großartigen 25 000 zugeschlagen wurde.

Der erwähnte Festabend hielt für die anwesenden Gäste noch einen weiteren Höhepunkt bereit, der in Form einer Vorschau auf die Herbst-Auktion vom 26. bis 30. September 2017 daher kam. Diese wird neben den zweiten Teilen der Sammlungen Larsson (Schweden) und Esmer (Osmanisches Reich) unter anderem die einzigartige Sammlung "Markenheftchen des Deutschen Reiches" von Rudi van de Weyer sowie eine bedeutende Saarland-Sammlung offerieren. Mit Staunen und großer Vorfreude wurde außerdem die Ankündigung des Verkaufs einer Kollektion "BALLON MONTÉ" aus der Sammlung von Erivan Haub aufgenommen, die den Auftakt für zukünftige Versteigerungen aus dem Besitz von Deutschlands bedeutendsten Sammler markieren wird!

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Vorbericht zur 156. Dr. Reinhard Fischer-Auktion, Bonn, 26.-27. Mai 2017

wm (Bonn) Traditionell im Mai veranstaltet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn eine viel beachtete Auktion für Philatelie und Numismatik. Das umfangreiche Angebot mit über 8.000 Losen bietet zahlreiche Raritäten und Besonderheiten. Sehr umfangreich und auch für Fernbieter nachvollziehbar sind die ausführlichen Beschreibungen im Auktionskatalog.

Am Auktionsfreitag wartet ein wertvolles Angebot Münzen, Medaillen und Militaria mit zahlreichen Gold- und Silberprägungen in fast 1500 Losen im Gesamtwert von über 350.000 Euro auf. Neben Einzellosen werden auch zahlreiche Partien und Lots angeboten. Dabei u. a. ein großes Angebot Kaiserreich-Gold, DDR mit vielen Raritäten oder ein riesiges Angebot Goldmünzen Europa und alle Welt.

Aus dem umfangreichen Angebot Briefmarken am Auktionssamstag sticht vor allem Altdeutschland hervor, zahlreiche Seltenheiten wie Bayern Nr. 1 (1.200 € bzw. 1.600 €), Lübeck mit gestempelten Ausnahmestücken Mi.-Nr. 2 (Ausruf 750 €) und 4 (Ausruf 350 €) sowie Hamburg mit Mi.-Nr. 18 in gestempelter Top-Erhaltung (Ausruf 800), bei Oldenburg fallen die seltene Mi.-Nr. 1 und 8 je als Einzelfrankatur auf Brief auf (Ausruf 500 bzw. 750 €) oder aber ein literaturbekannter Sachsendreier (Ausruf 2.000 €). Ergänzt wird das umfangreiche Angebot altdeutscher Philatelie um zahlreiche Stempellose, sowie etliche Lose im Sammlungsteil.

Nicht weniger hochkarätig besetzt ist der Bereich des Deutschen Reiches von 1872-1945, dabei u. a. Mi.-Nr. 11 in postfrischer Erhaltung (Ausruf 1.100 €), seltene Plattenfehler, Abarten und Besonderheiten ergänzen das umfangreiche Angebot. Unter den gesuchten Standard-Ausgaben finden sich Sätze wie "Holztaube" ** (Ausruf 350 €), Iposta-Block als postfrisches Top-Stück (Ausruf 550 €) sowie ein postfrischer Satz "Chicacofahrt" (Ausruf 1.500.-). Ebenso sind einige hundert Lose der beliebten Markenheftchen und Zusammendrucke aus diesem Zeitraum im Angebot. Auch die Zeppelinbriefe dieser Epoche sind in reichhaltiger Auswahl mit vielen interessanten Stücken im Angebot.

Weiterhin sind die sogenannten Nebengebiete inklusive den Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien, Danzig, Memel und Saargebiet mit zahlreichen gesuchten Standard-Ausgaben und Besonderheiten im Angebot - dabei unter anderem Danzig mit einigen interessanten portogerechten Bedarfsbelegen, ein ungebrauchter Satz "Großer Innendienst" (Ausruf 1.200 €) oder Saargebiet mit Volkshilfe Satz Mi.-Nr. 128/34 inkl. Höchstwert "Braune Madonna" gestempelt in tadelloser Erhaltung (2.000.-).

Das Angebot Deutsche Besetzung II. Weltkrieg und Feldpostmarken ist sehr umfangreich und hochwertig besetzt, dabei u. a. Montenegro 10/19 ** (Ausruf 3.000 €) - Auflage nur 1.000 Sätze, Pleskau ** Blockausgaben etc., Litauen präsentiert neben der Landesausgabe Mi.-Nr. 10/18 ** (Ausruf 800.- €) auch zahlreiche Lokalausgaben inkl. Aledschen Mi.-Nr. 10 in tadelloser postfrischer Qualität (Ausruf 2.500.- €). Die Gebiete Dünkirchen und Festung Lorient - in der aktuellen Michel Deutschland Spezial 47. Auflage 2017 komplett überarbeitet - sind mit zahlreichen Besonderheiten und Seltenheiten im Angebot, dabei Eckrandstücke mit Druckdatum, Zwischenstegpaare, Druckdaten, Doppeldrucke, Paare "mit und ohne Aufdruck" um nur einige Highlights zu nennen. Alle Lose der Deutschen Besetzungsgebiete in Frankreich während des II. Weltkrieges sind aktuell attestiert vom Experten Lothar Herbst VP.

Das kenntnisreich zusammengestellte Angebot Deutschland nach 1945 bietet in großer Reichhaltigkeit und Tiefe praktisch für jeden Sammler dieser Epoche etwas, ob Abarten, Plattenfehler, Farbvarianten oder Besonderheiten - ebenso gesuchte Standard-Ausgaben sowie etliche Sammlungen und Posten im umfangreichen Sammlungsteil. Dabei u. a. Berlin Schwarzaufdrucksatz 1/20 als einheitlicher Oberrandsatz (Ausruf 500 €). Sehr umfangreich ist das Gebiet der Notopfermarken mit über 60 Losen vertreten, dabei seltene Zähnungen, Verwendungen etc. Angeboten wird unter anderem die seltene Mi.-Nr. 1BY gestempelt (Ausruf 100.- €), eine postfrische 1WDD (Doppeldruck) (Ausruf 120 €) oder aber die extrem seltene 1X gestempelt (Ausruf 400 €), weiterhin diverse Zähnungen, Verzähnungen, geklebte Papierbahn um nur einige Besonderheiten zu nennen.

In der Sektion "Europa" bildet ein Angebot Österreich mit vielen Besonderheiten und Seltenheiten einen Schwerpunkt, dabei ungezähnte Werte, seltene Typen und Besonderheiten, Unverausgabte "Gemeindetag 1974" (Ausruf 320 €), ebenso interessant besetzt sind Frankreich und die Schweiz, weiterhin Liechtenstein.

Die Ausgaben der Überseestaaten sind mit einer interessanten Offerte Volksrepublik China im Angebot, dabei u. a. Schauspielkunst-Block ** (Ausruf 6.250 €), Jugendblock 1979 ** (Ausruf 800 €). Der umfangreiche Sammlungsteil mit über 1.000 Positionen - überwiegend aus Privathand stammend bietet zahlreiche interessante Länder- und Generalsammlungen, Nachlässe, Briefposten, Wunderkisten etc.

Das umfangreiche Angebot können Interessenten online auf www.ReinhardFischerAuktionen.de studieren, ebenso kann man sich dort über die Besichtigungsmöglichkeiten im Auktionshaus informieren und Informationen über die Versteigerungsfolge einholen.

177. Harald Rauhut-Auktion in Mülheim/Ruhr am 20. Mai 2017

wm Bei dieser Auktion gelangt der erste von zwei Teilen der "Holthaus"-Sammlung Deutsche Inflation zum Ausruf. Diese Kollektion ist in zweierlei Hinsicht etwas Besonderes: Zum einen ist der Briefteil nach den einzelnen Tagesdaten aufgebaut und zeigt so sehr anschaulich die Entwicklung der Portostufen bis hin zur Vierfach-Aufwertung und den "Dezember-Briefe" 1923, die in großer Vielfalt - als Einzellose und in kleinen Sammlungen - vorhanden sind. Zum zweiten bilden die regionalen, kurzfristig vorgenommenen Aufdruck-Ausgaben, die sog. OPD-Drucke, einen Schwerpunkt, die sich besonders über die Oberränder darstellen lassen. Dem Sammler war es gelungen, bis auf weniger als fünf Rand-Varianten alle Oberränder der Inflationszeit zu dokumentieren. Dazu hatte es Jahrzehnte gebraucht, denn bereits 1970 begann der Sammler diese Kollektion zusammenzutragen, die heute wohl das Prädikat "einmalig" für sich beanspruchen darf. Natürlich bietet diese Versteigerung - wie bei Rauhut üblich - noch viel mehr: aus allen Gebieten Altdeutschlands, dem deutschen Reich, Europa und Übersee. Auch hier lohnt der Blick, zumal in dem umfangreichen Sammlungsteil. Kontakt: harald.rauhutrauhut-auktion.de, www.rauhut-auktion.de

94. Gert Müller-Auktion in Ettlingen 19.-20. Mai 2017

wm Mit gleich zwei umfangreichen Auktionskatalogen wartet dieses Mal Holger Thull auf interessierte Käufer. Besonders interessant für finanzkräftige Kunden dürfte der erste Katalog mit seinen rund 1 000 Einzellosen sein. Darunter zahlreiche Raritäten aus Übersee inkl. Seltenheiten aus China sowie ein reichhaltiger Europa-Teil mit zahlreichen Spitzenstücken aus der Klassikzeit. Besonders gehaltvoll ist allerdings der Deutschlandteil: Altdeutschland mit mehreren Schwarzen Einsern, aber auch mit seltenen Briefen und Marken der anderen Gebiete. Eben solches findet man auch beim Deutschen Reich ab der Brustschildausgabe. Besonders erwähnenswert hier ist ein hervorragendes Angebot der Propagandafälschungen Zweiter Weltkrieg, Deutsche Feldpost, Danzig sowie ein schöner Teil Nachkriegsdeutschland mit Auflösung einer Spezialsammlung von Abarten und Markenheftchen der BRD. Ein Blick lohnt sich also, ebenso in den zweiten Katalog mit seinen Sammlungen, denn es muss ja nicht gleich das legendäre Parahyba-Provisorium sein, bei dem man ab 28 000 Euro mitsteigern kann. Kontakt: info@gert-mueller-auktion.de, www.gert-mueller-auktion.de

DDR-Dienstmarken-Spezialitäten bei der 175. Dresdner Briefmarken-Auktion

wm Das bekannte Dresdner Briefmarken-Auktionshaus versteigert während der 175. Auktion am 17.-18. Mai 2017 die DDR-Dienstmarken-Sammlung des früheren BPP-Präsidenten und Prüfers Dr. Hans-Karl Penning. Bereits dessen Name lässt aufhorchen, denn Pennings Sammlungen waren stets für das Außergewöhnliche an Seltenheit und Qualität, aber auch für Ausgefallenes bekannt. Dies bestätigen die rund 250 Lose, die in einem Sonderkatalog vorgestellt und zu - so Auktionator Henry Biebaß - niedrig angesetzten Preisen ausgerufen werden, eindrucksvoll. Dass es neben den zahlreichen Belegen in zweistelliger Euro-Größenordnung aber auch einzelne Raritäten gibt, beweist allein Los 6115, ein Brief frankiert mit 2x 50 Pf. in Zeichnung 4 und Zusatzfrankatur als portogerechte Mischfrankatur auf Eilboten-R-Brief, gestempelt in Berlin am 21. April 1960. Von dieser Marke sind bis heute nur neun Ganzstücke bekannt, und nur dieses eine, bei dem sich gleich zwei dieser Marken befinden. Das Auktionshaus schreibt: "Absolute Deutschland-Rarität und möglicherweise der wertvollste Brief der DDR-Philatelie!" (Ausruf 3.000 Euro).

Sonder- und Hauptkatalog sind erhältlich bei: Dresdner Briefmarken-Auktion, Oschatzer Str. 32, 01127 Dresden, Tel. 03 51/8 48 93 67, Fax 03 51/8 48 87 88, E-Mail: info@dresdner-briefmarkenauktion.de. Alle Lose können auch auf www.philasearch.com eingesehen und beboten werden.

Und es gibt sie doch! Bei Ulrich Felzmann's 14. e@uction am 12. Mai 2017

aw/wm Seit Wochen und Monaten ist sie in aller Munde: Die neueste "Unverausgabte" der Deutschen Post, die es eigentlich nicht geben dürfte, da die komplette Auflage laut offizieller Verlautbarung vernichtet worden sein soll. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger und so gibt es sie doch!

Aufgrund fehlerhafter Inschriften, wie z.B. "Kerstfest" statt "kerstfeest", wurde die 70-Cent-Briefmarke "Weihnachtskugel" wenige Tage vor dem geplanten Erstausgabetag (2.11.2016) vom Verkauf zurückgezogen. Auf Anfrage der Fachpresse (Deutsche Briefmarken-Revue, 4.2017) erklärte Erwin Nier von der Pressestelle Süd der Deutschen Post München: "Nach unseren Unterlagen wurden alle Briefmarken dieses Fehldrucks noch vor einer möglichen Auslieferung an die Filialen vernichtet".

Dem widerspricht die Aussage eines Einlieferers des Düsseldorfer Auktionshauses Ulrich Felzmann, dass das postfrische Folienblatt Mi.-Nr. I am Postschalter in Hamburg-Harburg erworben wurde. Nachdem ein erstes gebrauchtes Exemplar bei ebay auftauchte und verkauft wurde, bietet das Auktionshaus Felzmann im Rahmen seiner kommenden Online-Auktion zur Messe Essen am 12. Mai 2017 neben einem weiteren gestempelten Exemplar gleich ein ganzes Folienblatt mit 10 (!) postfrischen Exemplaren an, laut Fotoattest H.-D. Schlegel BPP "... einwandfrei".

Die bedarfsmäßig verwendete Einzelmarke (Michel-Nr. XX) auf Briefstück startet mit 900 Euro, das vollständige Folienblatt mit 5 000 Euro Ausruf (Michel-Nr. I). Erste Vergleiche mit weiteren Unverausgabten wie "Roter Adenauer", "Pausbäckchen", "Gscheidle-Irrtum" oder gar "Audrey Hepburn" bieten breiten finanziellen Spielraum und lassen eine spannende Versteigerung erwarten!

Internet: www.felzmann.de

60. AIX-PHILA Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen

wm (ho) Im Vordergrund der 60. AIX-PHILA Auktion am 26. und 27. Mai in Aachen steht eindeutig die Deutschland-Philatelie mit zahlreichen Spitzenwerten in hervorragender Erhaltung.

Ein fast postfrisches Randstück des schwarzen Bayern-Einsers startet mit 400 €, ein Brief mit zwei Stück der bayer. Portomarke Nr. 1 mit 200 €. Beim Deutschen Reich ist fast alles vertreten, was Rang und Namen hat, wie z.B. ein Zeppelinsatz "Chicagofahrt" mit 1.000 €, ein Nothilfeblock mit 1.300 €, oder die 2 RM Lilienthal, waag. Riffelung, mit 1.400 € alle postfrisch und mit Fotoattest "einwandfrei". Bei den Zusammendrucken ragt neben etlichen seltenen Markenheftchen eine Kombination S 65+66 heraus (Ausruf 800 €). Danzig trägt nicht nur das Titelstück, die Nr. 101 X TOP-gestempelt, Startpreis 1.000 €, sondern weitere Seltenheiten und Belege bei. Nicht alltäglich dürften auch Lokal-Postkarten aus Tschenstochau während des 1. Weltkrieges sein, mehrere davon sind bei Schätzpreisen bis 200 € mit von der Partie. Diverse Abarten und vor allem Bedarfsbelege gibt es vom Generalgouvernement, darunter einen großformatigen "Bahnhofsbrief", der mit 400 € ins Rennen geschickt wird.

Nachkriegsdeutschland hält die bekannten Highlights bereit wie z.B. diverse Berliner Währungsblocks - darunter ein Exemplar mit verschobener Marke zu 20 Pf (Ausruf 200 €)- oder mehrere attestierte Posthornsätze.

Bei den ausländischen Sammelgebieten verdient Belgien mit allen guten Sätzen wie Rotes Kreuz, Stahlhelm, Orval und Mercier eine besondere Erwähnung, genauso wie Polen mit einem Brief der ersten Marke aus PIOTRKOW (Ausruf 400 €) oder die VR China mit 2 Pfingstrosenblöcken ungestempelt und gestempelt zu 800 bzw. 500 €.

Fast 1.800 Sammlungen, Posten und Nachlässe zum größten Teil aus Privathand bilden dann am zweiten Tag den traditionellen Höhepunkt der Versteigerung. Hier ragt eine tolle Sammlung III. Reich mit mehr als 1.700 Belegen, vielfach Ersttagssbriefen, heraus, wobei der Startpreis von 20.000 € eher moderat sein dürfte. Sehr gut bestückte Kollektionen Altdeutschland, Deutsches Reich, Gebiete, WK II mit Sudetenland und Danzig (mit einer großen Briefesammlung, Ausruf 1.000 €) folgen bei Startpreisen von 10 bis 5.000 €. Natürlich ist auch Nachkriegsdeutschland mit etlichen sauberen Komplettsammlungen mit von der Partie. Europa -Schwerpunkt Belgien, Luxemburg, Schweiz- bietet diverse gut bestückte Sammlungen, ebenso Übersee mit fast allen afrikanischen Ländern oder auch einer Kollektion VR China aus der Zeit der Kulturrevolution, welche mit 2.500 € unter den Hammer kommt. Motive jeder Art ab 10 € runden das beste Sammlungsangebot seit Jahren bei AIX-PHILA ab.

Internet: www.aixphila.de

Beste Stimmung bei der 20. Schlegel-Auktion in Berlin

wm (Berlin) Das Auktionshaus Schlegel befriedigte das derzeit offensichtliche Marktinteresse mit einem erneut starken und ausgewählten Sammlungsangebot, was durch sehr gute Steigerungen und Zuschlagsraten bei der am 3./4. April in Berlin stattgefundenen 20. Versteigerung des Hauses bestätigt wurde. Der Sammlungsreigen kam spätestens mit einer umfangreichen Bayern-Sammlung 1849/1919, gestempelt (Los 134) gehörig in Schwung, die für 13.000 EUR einen neuen Besitzer fand. Eine umfangreiche Sammlung aller Gebiete DEUTSCHE KOLONIEN & AUSLANDSPOSTÄMTER 1887/1919 (Los 462) erzielte mit 11.500 EUR eine weitere Höchstmarke. Im Bereich China konnte sich erneut - sowohl im Sammlungs- als auch im Einzellosbereich - die Bilanz sehen lassen, angeführt von zwei Sammlungen CHINA VR (Lose 1614 und 1615), die mit je 7.200 EUR ihren Ausruf deutlich übertrafen. Alle Augen richteten sich zudem auf eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum (Los 1871) inklusive eines Mondbriefes der Apollo 15-Mission. Diese kletterte auf einen Zuschlag von 14.800 EUR.

Bei den Einzellosen zeigte sich ebenfalls, dass auf Raritäten weiterhin Verlass ist. Starke Bietergefechte entfachen sich im Bereich Militärluftfahrt (Spitzenlos 5479 eine Fotokarte mit Unterschrift und eigenhändigen Gruß von Manfred von Richthofen, Zuschlag 1.500 EUR) sowie bei den Autographen (Lose 7778-7794). Philatelie aus dem deutschen Nachkriegszeitraum brillierte mit hohen Zuschlägen, u.a. zwei Theaterblöcke (Los 6682 und 6682A, Zuschlag je 17.500 EUR), 1 M. Bandaufdruck als Einzelfrankatur auf überfrankiertem R-Ortsbrief für 14.000 EUR sowie ein Ortsbrief 1932, Nothilfe mit Aufdruckfehler Rdf (Los 4692 für 11.000 EUR). Zum Abschluss gab es pure Freude bei einem enthusiastischen Sammler, der einen Original-Markenheftchen-Automat der Deutschen Post erstehen konnte, der gleiche Automat, aus dem jener Sammler als Kind teure Markenheftchen "Brandenburger Tor" zog.

Vorausschau: 172. Fortagne & Lipfert-Briefmarkenauktion in Leipzig (12.-13. Mai 2017)

(Leipzig/wm) Rund 3 900 Lose aus fast allen Sammelgebieten verteilen sich bei der kommenden Versteigerung des Leipziger Hauses wie folgt: Den Auftakt bilden 360 Lose Zeppelinpost (1911/1939) davon DR (140) Europa (140) Übersee (60), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen, daran anschließend ca. 170 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost, sowie Lose aus der Europa/Übersee-Luftpost.

Aus den Bereichen Polarpost (von klass. Belegen bis Schlittenhunde-Ansichtskarten-Sig.), Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 120 Lose. Motive von Bahnpost (50) über Kosmos (mit Saljut-Bordpost), Propaganda, Tiere (Hunde) bis Zensur sind mit 140 Losen vertreten, sowie 170 Lose Heimatphilatelie und Postgeschichte.

Es folgen 230 Lose mit über 6 000 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland. Dazu ergänzen 100 Lose mit Material zur Zeitgeschichte, Autographen und Siegel- und Gebührenmarken das Angebot. 820 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (120) bieten ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und frühe Ganzsachen (60), sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Gut besetzt ist auch die Nachkriegszeit: Mit 340 Losen Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (40) von Cottbus bis Storkow, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei "Sächs. Schwärzungen" (35), bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ -Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen (u.a. P31 II) und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR hat 400 Lose im Angebot, dabei Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen (45) und Dienst/ZKD-Post. 110 Lose von Berlin/WD/Bund und Franz. Zone schließen den Deutschlandteil ab.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 150 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege.

Den Abschluss bilden 800 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: Sachsen (Nummernstempel-S1g.), Württemberg, DR, SBZ, DDR einschließlich Zusammendrucke und ZKD, Berlin, Bund sowie Belgien, CSSR, Finnland, Grönland, Schweiz, und Brasilien, VR China, USA.

Interessenten fordern den Auktionskatalog an bei: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig, Str. des 18. Oktober Nr. 35, 04103 Leipzig, Tel. 0 34/22 16 446, Fax 03 41/99 39 784, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de, www.briefmarkenauktion-leipzig.de

175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: "Rekord-Start" in das Auktionsjahr 2017!

Die erste Rauhut-&-Kruschel-Auktion des Jahres 2017 lockte bereits im Vorfeld mit einem Spitzenprogramm und knapp 11 000 Losen von Altdeutschland bis Übersee, die Sammlerherzen höher schlagen ließen. Dementsprechend groß war das Bieterinteresse an der einzigartigen Auswahl attraktiver Einzellose - darunter ein umfangreicher Raritäten-/Sonderteil - sowie den angebotenen Lots, Sammlungen und Nachlässen, die am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim a. d. Ruhr ausgerufen wurden. Insbesondere der Samstag (18. Februar) bot höchstspannende Bietergefechte unter Beteiligung zahlreicher Sammler, Händler und Kommissionäre vor Ort, die es sich nicht nehmen ließen, der Auktion persönlich beizuwohnen und am Geschehen live teilzunehmen. Dank einer herausragenden Verkaufsquote schlossen die beiden Versteigerungstage mit einem Gesamtergebnis von rund 2 150 000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) - die bisher erfolgreichste Auktion der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel und ein mehr als gelungener Auftakt in das Jahr 2017!

Philatelistische "Juwelen" und gesuchte Einzellose

Rekordverdächtig war bereits das Angebot der Einzellose mit einer beeindruckend großen Auswahl wertvoller Marken und Briefe, gesuchter Stempel und zahlreicher Besonderheiten mit Schwerpunkt Altdeutschland sowie weiteren reizvollen Stücken der deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Der Raritätenteil präsentierte verschiedenste Spitzenstücke, die zu begeistern wussten, darunter die beiden einzigen bekannten Teilfranko-Briefe aus Barbados nach Preußen (Los 1/Zuschlag: 2500 Euro), ein wunderschönes Paar der 3 Pf Hannover (MiNr. 20, Los 276/Zuschlag: 1650 Euro), ein 3er-Streifen der ½ Schilling aus Helgoland (MiNr. 6 g) auf Brief (Los 293/Zu-schlag: 1500 Euro) oder ein rarer Ganzsachenausschnitt 1 Sgr. rosa aus Mecklenburg-Strelitz auf Brief (Los 368/Zuschlag: 2800 Euro), um nur einige Beispiele zu nennen.

Einen besonders starken Auftritt hatten die "Bremen-Lose", darunter zahlreiche attraktive und wertvolle Briefe, die beachtliche Steigerungen und Zuschläge erzielten. Ein prachtvoller Brief aus Vegesack nach Bremen mit Einzelfrankatur der 2 Gr. gelborange (MiNr. 5 a) steigerte auf 3200 Euro (Los 147), ein tadelloser Beleg mit Einzelfrankatur der 2 Gr. rotorange (MiNr. 10 b) wurde für 1700 Euro zugeschlagen (Los 168), und ein Paar der 10 Gr. schwarz (MiNr. 14) auf Transatlantikbrief nach New York erzielte 2200 Euro (Los 178).

Bemerkenswert auch die Steigerung einer Preußen 1 Sgr. karmin (MiNr. 16) als Teilfranko auf Streifband von Berlin nach Portugal (Los 490). Das einzigartige Stück wurde nach einem Ausruf von 150 Euro um mehr als das Vierfache gesteigert und bei sensationellen 660 Euro zugeschlagen. Ebenso selten - und begehrt - war eine Briefvorderseite mit nachverwendetem Thurn und Taxis K1 "Cassel Bahnhof" und vollständiger 14 ¼-Sgr.-Frankatur von Preußen nach Buenos Aires/Argentinien, die um mehr als das Dreifache auf 1250 Euro gesteigert wurde (Los 562). Eines der Titelstücke des Kataloges, eine einzigartige Thurn-&-Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575), erzielte beachtliche 5200 Euro, wobei sich immerhin fünf schriftliche Bieter um das Los bemühten. Einen der Spitzenzuschläge bei den Einzellosen des Deutschen Reiches sicherte sich ein "Vineta"-Provisorium auf Drucksache in besonders schöner Erhaltung, bei dem der Hammer bei 8800 Euro fiel (Los 675).

Dass es gerne auch etwas "moderner" sein durfte, bewiesen die Steigerungen und Zuschläge bei den Losen der Bauten-Serie, darunter eine 20-Pf-Marke im ungebrauchten Paar mit handschriftlich in die Platte geritzter HAN (Los 714/Zuschlag: 740 Euro) oder eine seltene gestempelte Einzelmarke der 40 Pf grauviolett, Type 1 a, in E-Zähnung (Los 719/Zuschlag: 2100 Euro).

Traditionell ist der Andrang am Auktionssamstag groß, wenn es um die die Nachlassabteilung und den Ausruf der Sammlungen und Posten geht. Und so wurden die Gäste auch bei der 175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion nicht enttäuscht: Den in großer Anzahl anwesenden Interessenten stand eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte mit zahlreichen attraktiven Losen gegenüber. Und so ging es heiß her mit spannenden Bietergefechten und Zuschlägen im Minutentakt, angefangen von den Münz- und Briefmarkennachlässen "gegen Gebot" bis zu den Sammlungen und Posten von Altdeutschland bis Alle Welt. Bei bester Stimmung im Auktionssaal und einem beeindruckenden Tempo wurden die 581 Lose der "Nachlass"-Abteilung mit einem Umsatz von 1,4 Millionen Euro (inkl. Aufgelder, ohne MwSt.) innerhalb von nur vier Stunden versteigert. Ein Ergebnis, das wahrlich für sich spricht. Am Ende des Tages durften sich Harald Rauhut und sein Team über einen verheißungsvollen Start in das Auktionsjahr 2017 und einen neue "Bestmarke" freuen.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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60. Deider-Auktion: Finder hielt "Gscheidle-Marke" 30 Jahre versteckt

Ein riesiger Presserummel begleitete im August 1983 die Versteigerung der ersten "Gscheidle-Marke" (Bund MiNr. XIII): Neben allen Fernsehprogrammen berichteten 240 (!) Zeitungen und Zeitschriften über die unverausgabte Sporthilfe-Marke, die für sensationelle 46 000 DM einen neuen Besitzer fand. Spätestens nach dem Auftauchen eines senkrechten 3er-Streifen Mitte der 1990er Jahre - der bis heute einzigen Einheit - glaubte man, dass es keine weiteren Neuentdeckungen mehr geben würde. Die 60. Deider-Auktion am 28. und 29. April belehrt uns nun eines besseren.

Schwerpunkt Bayern

Denn zum Startpreis von 15 000 Euro wird ein bisher nicht registriertes Exemplar der "Gscheidle-Marke" mit gut lesbarem Tagesstempel "8000 BPA München" vom 8. November 1982 ausgerufen. Sowohl vom Ort als auch vom Datum her passt diese Marke in die Chronologie der bekannten Stücke, die zu einem Gutteil 1982/83 in München in den Postkasten geworfen worden waren. Der Sammler, der das Stück nun abgibt, war sich der Seltenheit durchaus bewusst. Er fand die "Gscheidle-Marke" schon in den 1980er Jahren in der Kiloware, hielt seinen Fund aber geheim.

Mit weiteren Raritäten kann Deider vor allem in der Klassik und Semi-Klassik aufwarten. Stets sehr umfassend und anspruchsvoll ist das Bayern-Angebot. Diesmal sind es über 1000 Einzellose mit vielen Raritäten, guten Frankaturen und vielfältigsten Abstempelungen. Zu den Blickfängen gehört eine schräg halbierte 6 Kreuzer blau als 3-Kreuzer-Porto auf vollständigem Faltbrief von "211" HOF B.E. nach Zwickau/Sachsen, der ohne Nachtaxierung zugestellt wurde. Dies dürfte die einzige Halbierung in das Postvereins-Ausland sein. Da in dem oberfränkischen Raum Hof/ Münchberg akuter Mangel an Marken herrschte, wurde diese Notmaßnahme erforderlich. Erwähnung verdient auch ein waagerechtes Zwischenstegpaar der 3 Kreuzer blau der Platte 5 (1800 Euro). Der berühmte "Sachsen Dreier" darf ebenfalls nicht fehlen: Während für ein gestempeltes, breitrandiges Luxusstück der MiNr. 1 a mit Zwischenlinien im sächsischen System mindestens 3000 Euro verlangt werden, beginnt eines der schönsten Stücke der MiNr. 1 b auf kompletter Drucksache mit 15 000 Euro.

Das Deutsche Reich lockt mit einer Blockausgabe zu den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin mit spiegelverkehrtem Wasserzeichen (Block MiNr. 5 Y) und Sonderstempel "KIEL XI. Olympiade Segeln 1.8.1936". Es sind nur zwei gestempelte Olympia-Blocks mit spiegelverkehrtem Wasserzeichen bekannt, wobei dieser der qualitativ schönste und hochwertigste ist. Der Ausruf beträgt 25 000 Euro. Mit 6000 Euro geht ein waagerechtes Paar der Flugpostmarke 15 Pf '"Adler" von 1927 im markanten Doppeldruck (MiNr. A 379 DD) ins Rennen. Es stammt aus einem Markenheftchen, unten in typischer Zähnung zusammenhängend mit drei Stück 10 Pf und einem Einzelstück (aus Heftchenblatt 48) auf dekorativem Päckchen-Ausschnitt mit Stempel "BRAUNSCHWEIG 21.1.3". Ebenfalls im Angebot sind Vineta-Provisorium und "Burg Rheinstein".

Wie immer vielfältig mit vielen Raritäten und Besonderheiten zeigt sich Österreich, ein weiterer Schwerpunkt im Hause Deider. Aufgelöst werden große Österreich-Spezialsammlungen der Ausgaben 1850-1854 und 1867 und die Kollektion "Dr. Zoppelli" Tirol und Italien.

Viele Hochkaräter finden sich auch unter Europa und Übersee. Hervorzuheben ist eine Spezialabteilung Schweiz mit diversen Cantonal-Ausgaben wie Doppelgenf oder Basler Taube und einer diagonalen Halbierung der 10 Rp Kanton Glarus auf weißem Faltbrief an Egidius Trümpy in Glarus (18 000 Euro).

Ursprünglich und rahmensprengend präsentieren sich die Sammlungen, Posten und Nachlässe, die mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen bestückt sind.

Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.deider.de

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Deutschsprachige Gebiete als Schwerpunkt

Singen Die 98. Lenz-Auktion am 21. und 22. April 2017 wartet mit über 10 700 Losen auf. Unter den Einzellosen, die am Freitag (21. April) versteigert werden, sind 150 Positionen Übersee und ca. 2800 Positionen Europa (hier die Hauptgebiete deutschsprachige Länder wie Liechtenstein mit 160 Losen, Österreich mit 1000 und Schweiz mit 1100 Losen am stärksten vertreten).

Es folgt Deutschland von Altdeutschland bis zur Moderne mit über 5700 Einzellosen. Alle Lose sind detailliert beschrieben. Das breitgefächerte Angebot beinhaltet auch Spitzen von Marken/Blocks und Belegen aus allen Bereichen. Besonders hervorzuheben ist die große Offerte von Briefen und Stempeln, besonders geeignet für Heimat- und Spezialsammler, dazu Flugpost- und Zeppelin-Belege aus aller Welt.

Einige Highlights bei den Einzellosen seien beispielhaft vorgestellt: Japan Block MiNr. 1 mit den vier Flugpostwerten in seltener postfrischer Erhaltung (600 Euro), Großbritannien-Brief mit sehr seltener Mischfrankatur MiNrn. 1 und 3 von Warwick nach London (3600 Euro), Liechtenstein 1. Ausgabe MiNr. 1-3 y postfrisch komplett (Attest Marxer, 900 Euro), Vaduz-Block postfrisch und gestempelt, einige 100 Lose Österreich Vorphila und Stempel auf Briefen und Marken, darunter sogenannter "Rosa Merkur" (MiNr. 8 a) in hellrosa Type Ib (neues Attest Ferchenbauer, 4000 Euro) und die seltene 2 Schillinge Graugrün von 1934 im 4er-Block mit Zusatzfrankatur auf eingeschriebenem Luftpostbrief von Innsbruck nach Brasilien (500 Euro). Schweiz lockt mit der MiNr. 4 gestempelt (sog. "Winterthur", 950 Euro) und zweimal Pro-Juventute-Vorläufer MiNr. I-III im 4er-Block ungebraucht/postfrisch (750 Euro). Deutschland zeigt viele Spitzenstücke.

Am Samstag (22. April) werden über 1600 Sammlungen und Posten versteigert. Wie immer kommen in diesem Bereich enorm viele Objekte aus privater Hand bzw. aus Nachlässen direkt und teils unberührt mit in der Regel günstigen Ausrufen unter den Hammer. Darunter sind Ländersammlungen aus aller Welt (z.B. Sammlung Israel bis auf wenige Werte komplett postfrisch mit Tabs in fünf Alben ab MiNr. 1, 1000 Euro) und viele weitere Kollektionen von hochwertig bis zu vielen kleinen Lots mit Ausrufen ab "Gebot" (ab 10 Euro) sowie ganze Nachlässe. Erwähnung verdient die Auflösung einer großen Heimatsammlung aus dem Bodenseegebiet mit Schwerpunkten Friedrichshafen (17 Ringbinder), Tettnang (13 Ringbinder), Langenargen, Meckenbeuren und Kressbronn, die in dieser Form kaum mehr zusammenzutragen sein dürfte.

Auch unter den ca. 500 Positionen aus dem Münzen- und Medaillenbereich finden sich wieder viele kleine und hochwertige Einzelstücke und Sammlungen ab dem Altertum (Sammlung der Grafschaft Montfort aus 1571-1763) bis in die Neuzeit aus aller Welt. Große Vielfalt weisen die deutschen Gebiete ab Altdeutschland über Kaiserreich und Weimar auf. Hinzu kommen auch hier Lots und Posten in Alben und Kartons aus Nachlässen, die für Sammler wie Anleger gleichermaßen interessant sind.

Internet: www.briefmarken.com

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Auflösung interessanter Spezialsammlungen

Dresden Im Mittelpunkt der 175. Dresdner Briefmarken-Auktion am 17. und 18. Mai 2017 steht u.a. die Detaillierung von Spezialsammlungen "Deutsche Kolonien" und "SBZ-Handstempel: Bezirke 3 und 27" in mehreren hundert Losen mit vielen Seltenheiten. Des Weiteren wird eine Spezialsammlung Katapultpost-Dampfer "Bremen" und "Europa" in zwei Lose aufgeteilt, jeweils zum Ausruf von 5000 Euro. In einem Sonderkatalog wird die DDR-Dienstmarken-Sammlung von Dr. Hans-Karl Penning präsentiert.

Die Auktion startet mit einer umfangreichen Abteilung Münzen, Banknoten, Orden und Ehrenzeichen. Auch zahlreiche Aktien und Ansichtskarten finden sich im Angebot. Ein Blickfang bei der Zeppelinpost ist ein seltener Brief mit dem kompletten Satz der Zeppelin-Sondermarken 1933 sowie Zusatzfrankatur und entsprechenden Stempeln der tripolitanischen Post zur Italien-Fahrt des LZ 127 im Jahre 1933 (950 Euro).

Im Europa-Teil bietet Frankreich eine gestempelte 40 C. mit retuschierter 40 (breite 4) vom Feld 146 (MiNr. 5 R) für 500 Euro. Liechtenstein weist einen postfrischen Vaduz-Block auf (500 Euro), Österreich einen WIPA-Block 1933 postfrisch mit Originalumschlag (800 Euro). Beachtung verdient eine Probe der Österreich MiNr. 968, 20 S. ungezähnter Probedruck in Schwarz auf gestrichenem Kartonpapier ohne Gummi wie hergestellt. Diese Probedruckvariante ist bisher nicht katalogisiert. Laut Aussage des Prüfers Soecknick BPP ist dies der erste Probedruck, der ihm in dieser Form vorgelegen hat. Die hervorragende Qualität des Druckes könnte darauf schließen lassen, dass es sich hierbei um eine Art Vorabzug zur Beurteilung der Druckqualität handeln könnte (200 Euro). Tschechoslowakei lockt mit einem Briefstück mit den MiNrn. III a und IV (500 Euro).

Unter Übersee finden sich etliche Ausgaben der VR China, beispielsweise Block MiNr. 9 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro). Für Anleger ist ein Los mit je 1000 Stück der Philippinen-Blocks MiNrn. 9 a und 9 b jeweils mit Sonderstempeln interessant (600 Euro).

Bei Altdeutschland hervorzuheben sind ein senkrechter 3er-Streifen der Braunschweig MiNr. 4 auf portogerechtem Brief (300 Euro), eine Einzelfrankatur der Oldenburg MiNr. 13 (400 Euro), ein ungebrauchter 3er-Streifen der Preußen MiNr. 11 a (500 Euro) und eine gestempelte Schleswig-Holstein MiNr. 1 a (500 Euro). Sehr breit sind die Brustschildausgaben des Deutschen Reiches vertreten, u.a. mit einem Paketbegleitbrief von Eckernförde in die USA mit den MiNrn. 5 (2) und 12 (2) sowie NDP MiNr. 26 (2) für 500 Euro. Eine Einzelfrankatur der MiNr. 24 auf Ortsbrief geht mit 800 Euro ins Rennen. Zu den besseren Stücken im Infla-Teil gehört die MiNr. 319 AWb mit echtem Stempel von Wismar (450 Euro). Für einen in Friedrichshafen gestempelten Nothilfe-Block sind mindestens 3500 Euro zu bieten. Der Neuguinea-Vorläufer MiNr. V 42 c als Einzelfrankatur auf Nachsendebrief ist mit 1000 Euro taxiert. Auf diesen Ausruf kommt auch die 3 d. auf R-Zettel "Stephansort" der britischen Besetzung von Neuguinea, von der bisher nur 24 Stück registriert sind. Das Ponape-Provisorium MiNr. 7 Pv auf Ansichtskarte startet mit 1200 Euro. Auch die Nebengebiete enthalten etliche gesuchte Marken und Belege.

Sehr stark besetzt sind die deutschen Lokalausgaben ab 1945. Zu den Topstücken bei der SBZ zählen die MiNr. 22 c postfrisch (540 Euro), die MiNr. 31 ya im waagerechten 6er-Block aus der rechten oberen Bogenecke, dabei zweite Marke mit spektakulärem Druckausfall (440 Euro), die Seiffen MiNrn. 46 L und 47 aL (2) auf portorichtig frankiertem Scherwenke-R-Brief ab Lommatzsch Land (700 Euro), der Block MiNr. 4 S mit Vollgummierung (1600 Euro) und der Satz Gaschwitz MiNrn. 116 EX,117 a EX und 118/19 EX gestempelt (3000 Euro). Zu den Raritäten bei den Bezirksstempelaufdrucken gehören die MiNr. IIdII postfrisch von Heidersdorf/Neuhausen und die MiNr. InII aus Muskau ebenfalls postfrisch (1600 bzw. 3500 Euro). Stark spezialisiert zeigt sich auch die DDR, wo sich zum Beispiel die Wasserzeichenvariante MiNr. 453 YI gestempelt für 1400 Euro findet.

Eine gehaltvolle Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen markiert das Ende der zweitägigen Versteigerung.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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6,5 Millionen Euro fürs Hobby ausgegeben!

wm 6.515.900 Euro gaben kauflustige Händler und Sammler bei der 364. Heinrich-Köhler-Auktion vom 20.-25. März 2016 in Wiesbaden aus. Diese Zahl gab Geschäftsführer Dieter Michelson am Abend des 25. März während eines Festabends der Firma bekannt und die knapp 100 Gäste folgten aufmerksam seiner Rede, die er mit noch weit mehr interessanten Zahlen zu würzen verstand.

Vor der Auktion hatte es zwei Sonderbesichtigungen in London und Stockholm gegeben, die Auktion selbst fand an drei Standorten (Stockholm, Hong Kong und Wiesbaden) zeitgleich statt. Einlieferungen kamen aus vier Kontinenten (Europa, Asien, Australien, Nordamerika), fünf Kommissionäre, die 312 Bieter repräsentierten, lieferten sich an sechs Auktionstagen heiße Bietergefechte. Es gab sieben Sonderkataloge, dazu den Hauptkatalog, die neun Mitarbeiter erarbeitet hatten. Zuvor waren 16 Auslandsreisen erforderlich, um das umfangreiche Angebot zu beschaffen, wobei die Einlieferer aus 19 Ländern kamen. 120 Telefonbieter kämpften u.a. gegen 192 Saal-, 462 Online-, 579 Web- und 610 schriftliche Bieter; - insgesamt waren 2.266 Bieter aus der ganzen Welt beteiligt, die sich um 6.417 Einzel- und Sammellose bewarben. 10.775 Interessenten besichtigten den Online-Katalog und schauten sich 35 048 Fotos zum gesamten Material an, dessen Gesamtgewicht mit 20,48 Tonnen verzeichnet ist.

Der Gesamtausruf des angebotenen Materials betrug 3.864.410 Euro und dafür wurden 5.429.917 Euro erzielt, was einer Quote von 141 (!) Prozent entspricht, wobei die Zuschläge für die verkauften Lose die Startpreise insgesamt um 96 Prozent überschritten. Die Verkäufe gingen zu ca. 2.6 Millionen Euro an deutsche, zu 1,65 Mio. an europäische und zu 1,17 Mio. an Übersee-Bieter. Etwa ein Viertel der Lose und des Umsatzes wurde an Online-Live-Bieter zugeschlagen. "Dies ist ein neuer Höchstwert", resümierte ein zufriedener Dieter Michelson, "ich glaube, wir können insgesamt von einer gelungenen internationalen Auktion in Wiesbaden sprechen."

Michelson verstand es allerdings auch, den anwesenden Gästen den Mund mit Blick auf die kommende 365. Auktion im September 2017 wässrig zu machen: Neben den zweiten Teilen der Sammlungen Larsson (Schweden) und Esmer (Osmanisches Reich) kommt die bekannte Sammlung "Markenheftchen des Deutschen Reichs" von Rudi van de Weyer sowie eine bedeutende Saarland-Sammlung zum Angebot. Und - dies ließ dann endgültig alle Gäste noch aufmerksamer zuhören: "BALLON MONTÉ - Die Sammlung Erivan. Als Einstieg in zukünftige Versteigerungen von Sammlungen aus dem Besitz von Deutschlands bedeutendsten Sammler." - Dies war Michelsons Signal, das nicht nur für eine zuversichtliche Zukunft zu werten ist, sondern vielleicht auch als Beginn einer neuen legendären Auktionsserie, mit der die einmaligen Sammlungen von Erivan Haub in den kommenden Jahren neue Besitzer finden werden. Man darf gespannt sein, wie das Haus Heinrich Köhler, das bereits mit den unvergessenen Boker-Auktionen in den Jahren 1985-2000 dies auch literarisch umzusetzen verstand, es dieses Mal angehen wird.

Hans-Joachim Schwoon:
Die Briefsammlungen im Königreich Hannover

wm Wenn Harald Rauhut mit seinem Unternehmen Rauhut & Kruschel als Verlag antritt, dann darf man getrost eine philatelistische Delikatesse erwarten, die zum Format des bekannten Mülheimer Auktionshauses passt. Mit dieser Erwartung wird man bei dem jüngst erschienenen knapp 350 Seiten starken großformatigen Hardcoverbuch nicht enttäuscht. Denn der Autor Hans-Joachim Schwoon bietet mit seinem Thema "Hannoversche Briefsammlungen" - solche wurden vom Königreich Hannover 1853 in Gemeinden eingerichtet, die zwischen zwei Postanstalten lagen - Einblicke in ein postgeschichtlich schwieriges, deshalb umso reizvolleres Gebiet, das bislang in dieser Gründlichkeit noch nicht bearbeitet wurde. Schwierig ist der Stoff allein deshalb, weil einerseits die gesetzlichen Vorschriften mühevoll in Archiven als Primärquellen zu erschließen waren, andererseits eine Belegdokumentation der häufig seltenen und seltensten Belege schon an sich höchste Anforderungen an den Forscher stellen.

Dabei kam dem Autor Schwoon das Glück zur Hilfe, nämlich die im Februar vom Auktionshaus Rauhut & Kruschel versteigerte Dr. Blahak-Sammlung solcher Briefsammlungsbelege, die er zuvor auswerten konnte. Zusätzliche Forschungsunterlagen von Dr. Blahak ermöglichten neue Durchblicke, so dass Schwoon sich in der Lage sah, daraus ein umfassendes nach Regionen strukturiertes Bild zu schaffen. Zwar hätte eine alphabetische Bearbeitung für den Leser den Vorteil des schnellen Auffindens des gesuchten Ortes gehabt. Der Autor bevorzugte aber die regionale Zuordnung, die er bestens auch mit Kartenskizzen dem Betrachter näher bringt, um damit auch die jeweils dort typischen postalischen Gegebenheiten in einen verbindenden Kontext stellen zu können. Einen Index der Orte in alphabetischer Folge findet man zusätzlich am Schluss des Buches.

Den Leser erwartet eine gut verständlich geschriebene Übersicht zur Entwicklung der Postversorgung in Hannover, zu den gesetzlichen Grundlagen der Briefsammlung und eine Erörterung von deren Belegen aus philatelistischer Sicht. Knapp 1 000 Belege konnte er identifizieren, die meisten mit handschriftlichem Orts-Aufgabevermerk, teils mit Frankaturen, in seltenen Fällen sogar mit deren Halbierungen. Auf gut 250 Seiten stellt er dann die Briefsammlungen gegliedert nach Landdrosteien vor, also von Aurich, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Osnabrück und Stade. Dank zahlreicher Karten, Tabellen, Belegabbildungen etc. bleiben eigentliche keine Fragen offen. So fällt Hartmut Flöters, des Vorsitzenden der ArGe Hannover und Braunschweig Resümee auch eindeutig aus: "Hans-Joachim Schwoon hat mit Akribie und Leidenschaft ein Standardwerk geschaffen, das jedem Hannover-Sammler großen Nutzen bringt." - Dem ist nichts hinzuzufügen, vielleicht noch der Verweis auf die ansprechende generelle Ausführung des Werkes.

348 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Karten, in Farbe, Hardcover, VP: 99 Euro (portofrei). Bezug: Ausschließlich über Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr, Tel. 02 08/3 30 98, Fax 02 08/38 35 52, E-Mail: harald.rauhut@rauhut-auktion.de

Kontakt: Briefmarkenarbeitsgemeinschaft Hannover und Braunschweig, Hartmut Flöter, Helle 14, 59494 Soest, Tel. 0 29 21/333 32, E-Mail: hardy1941@web.de

"Grüße aus dem All" bei der 158. Felzmann-Auktion in Düsseldorf vom 9.-11. März 2017

wm Die Frühjahrsauktion des Auktionshauses Felzmann stand unter einem besonders guten Stern: Es wurde eine Vielzahl bedeutender, teils einzigartiger Belege und Artefakte der Astro-Philatelie von renommierten Sammlern präsentiert. Neben APOLLO-Briefen, die tatsächlich auf dem Mond waren, und einer Sammlung mit über 200 astrophilatelistischen Belegen zum Leben im Weltall waren weitere zahlreiche Originale insbesondere der russischen Raumfahrt im Angebot. Auf die Apollo-Briefe hatten es die Interessenten besonders abgesehen. Aus vielen Teilen der Erde beteiligten sich Kunden via Internet und Telefon, um ihr Glück zu versuchen, einen der raren Belege für die eigene Sammlung zu ersteigern. Bei Los 6238 handelte es sich um Mondlandebrief No. 54 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen der APOLLO 14-Mission, mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell. Für 24.000 Euro sicherte sich ein Liebhaber den seltenen Beleg. Noch begehrter war allerdings Los 6240, ein Mondlandebrief der APOLLO 16-Mission. Während dreier Ausstiege der Astronauten befand sich der Beleg tatsächlich im Vakuum der Mondoberfläche, mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Charlie Duke bestätigt. Für 45.000 Euro wechselte dieses Spitzenstück der Astro-Philatelie den Besitzer. Los 6251 hingegen präsentierte mit rund 210 kosmischen Belegen sowjetischer und russischer Missionen die faszinierende Kollektion "Leben im Weltall" aus der Hand des international renommierten Spezialisten Walter Hopferwieser. Die enorme Vielfalt dieser Sammlung überzeugte einen Liebhaber, der die Sammlung für 90.500 Euro erwarb.

Neben Flug- und Zeppelinpost sowie facettenreicher "irdischer" und klassischer Philatelie begeisterte ein kleiner, aber feiner Teil aus dem Nachlass des erst kürzlich verstorbenen BPP-Verbandsprüfers Hans-Hermann Paetow. Praktisch alle Lose wurden mit teils erheblichen Steigerungen abgesetzt, darunter ein Theresienstadt-Souvenirblock in grün sowie dessen Probedruck in schwarz (Lose 5665 und 5666), die jeweils mit 8.000 Euro zugeschlagen wurden.

Weitere Top-Zuschläge der Auktion, darunter die Äthiopien-Philatelie mit der "WAIZERO Collection", Übersee, Europa, Altdeutschland und Deutsches Reich sowie Deutschland ab 1945 finden Sie im Internet unter www.felzmann.de/top-zuschlaege.

Rückblick auf die 158. Felzmann Auktion, Teil Numismatik (7.-8. März 2017)

wm Die Frühjahrs-Auktion bei Felzmann erzielte im Bereich Numismatik herausragende Ergebnisse. Insbesondere das breit gefächerte Angebot an deutschen Prägungen überzeugte die internationalen Bieter. Aber auch reizvolle Münzen aus Übersee sorgten für Top-Zuschläge.

Traditionell begann die Auktion mit den antiken Münzen. Eine in dieser Erhaltung seltene Hemidrachme aus Lesbos, Mytilene aus dem 4.-3. Jhdt. v.u.Z. erhielt den Zuschlag bei 720 € (Los 27). Und ein echtes Schmuckstück war ein goldener Armreif aus der Zeit von ca. 50 v.Chr. bis 450 n.Chr. Diese vermutlich römische Kostbarkeit mit Kerbverzierungen und einem Durchmesser von ca. 65mm wurde für 2.200 € zugeschlagen (Los 74).

Eine äußerst attraktive und sehr seltene, preußische Preismedaille für die Wissenschaft von Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861) wechselte für 5.200 Euro den Besitzer (Los 231). Die höchste Steigerung der Auktion beanspruchte jedoch eine Panda-Münze aus China für sich: eine 1 Yuan Münze des sehr seltenen Jahrgangs 1985 machte das Rennen und wurde auf 16.000 Euro gesteigert (Los 1143). Eine silberne 12 oz Panda-Münze 100 Yuan 1994 in PP-Erhaltung erzielte 2.200 € (Los 1159).

Sehr gefragt waren Denare und Pennies der Alberich-Sammlung aus deutschen und europäischen Prägestätten des Mittelalters. Ein dänischer Denar von Magnus dem Guten (1042-1047) erhielt den Zuschlag bei 2.100 Euro (Los 543). Ein Sterling-Denar Ottos IV. (1198-1218) aus der königlichen Münzstätte Dortmund wurde für 900 Euro verkauft (Los 483) und ein weiteres Stück aus der Herzoglich Oberlothringischen Münzstätte Andernach für 540 Euro (Los 480). Ein britischer Penny von Harold I. (1035-1040) erzielte 1.300 Euro (Los 554) und ein weiterer britischer Penny des Cnut (1016-1035) 760 Euro (Los 552). Bei den jüngeren europäischen Münzen sind aus dem Königreich Ungarn ein Dukat Leopold I. (1657-1705) von 1684 für 1.250 Euro (Los 693) und eine portugiesische 6400 Reis-Münze von 1812 mit Abbild des Prinzregenten Joao (1799-1816) für 1.100 Euro verkauft worden (891).

Aus Russland fielen drei Lots besonders auf: Eine fünf PP-Münzen umfassende Moskau-Serie "Schützt unsere Welt" von 1993, 1. Ausgabe "Braunbär" mit einem Zuschlag von 3.100 € (Los 945), zudem 1 Rubel von 1834, St. Petersburg, Nikolaus I. (1825-1855) für 1.100 € (Los 908) und ein sehr selten angebotenes Set mit 8 x 1 Rubel Gedenkmünzen der Bank for foreign Trade of the USSR mit PP Stücken ex 1965-1982 für 1.050 € (Los 934). Aus Übersee stechen vor allem folgende Lose ins Auge: Eine australische 200 $-Münze Elizabeth II. seit 1952, The Australien Nugget mit rotem Riesenkänguruh (2000) (Los 1616, Zuschlag 2.900 €), ein amerikanisches, in dieser Erhaltung seltenes Prachtexemplar 20 $ (1884) San Francisco (Los 1308, Zuschlag 1.600 €) sowie 100 Pesos Republik Chile (1973) (Los 1170, Zuschlag 1.100 €). Für ein Set von fünf äthiopischen Münzen des Haile Selassie I. (1930-1936/1941-1974) von 1966 anlässlich des 50. Regierungsjubiläums des Negus und seines 75. Geburtstages, welches 10-20-50-100-200 Birr umfasste, fiel der Hammer bei 4.800 € (Los 1067). Eine Proof Serie der Gold-Libertad Ausgaben von 2013 wurde für 2.800 € verkauft (Los 1253).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 158. Auktion können noch bis zum 9. April 2017 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden.

Harmers Baby-Sale-Kataloge erzielten einen Rekordpreis!

wm Charles Freeland hatte es besser gewusst und genau dies hatte er den Berichterstatter auch wissen lassen. Denn der namhafte Literatursammler kannte die Seltenheit eines Literaturloses der Heinrich Köhler-Spezialauktion für Literatur, die am 21. März 2017 in Wiesbaden durchgeführt wurde. Dort waren 200 Kataloge der Fa. Harmers, London, aus den Jahren 1942-1946 für 200 Euro im Angebot, - also für nur ein Euro je Katalog im Kleinstformat DIN A6. Freeland sollte Recht behalten: Der Zuschlag wurde erst bei unglaublichen 7 500 Euro erzielt, so dass dem Käufer jeder Katalog im Schnitt - Aufpreis einberechnet - wohl mehr als 45 Euro wert war. Ähnlich verrückte Preise erzielten frühe Briefmarken-Kataloge aus den 1860er-Jahren (Moens, Potiquet, Dürr'sches Handbuch), die ebenfalls vierstellige Zuschläge erreichten. Zwei Luxusausführungen von Mirabauds/Reuterskiöld-Luxuswerk über die ersten Schweizer Briefmarken gingen mit 1000 bzw. 800 Euro Zuschlag auch gut weg. Unerwartete 4 800 Euro brachte ein Fälschungsalbum von Fournier (Ausruf 1 500 Euro). Vergleichbare Knüller waren Großlots mit Auktionskatalogen, die es in dieser Fülle und Umfang bei deutschen Auktionen wohl noch nie zuvor gegeben hatte: 60 von 78 möglichen Katalogen der legendären Burrus-Sammlung wurden von 800 auf 1 800 Euro hochgetrieben, drei Sets der Ferrari-Auktionen aus den 1920er-Jahren erzielten "standesgemäß" je zwischen 800 bis 900 Euro und ein Los mit 80 italienischen Auktionskatalogen schoss bei einem Startpreis von geringen 60 Euro auf unglaubliche 1 400 Euro hoch. Komplette "Runs" der Robson Lowe-Kataloge brachten bis zu 1 800 Euro, wohingegen Caspary- und Hind-Katalog-Zusammenstellungen, die schon einmal häufiger anzutreffen sind, deutlich weniger gefragt waren. Insgesamt gingen die Lose mit enormer Vielfalt häufig auch älterer Auktionskataloge prächtig, zumal die, die hierzulande nur selten erhältlich sind. Selbst Zeitschriften, die aufgrund ihres benötigten Platzumfanges zuweilen geringere Nachfrage finden, konnte das Wiesbadener Auktionshaus bestens verkaufen. So zum Beispiel einen nahezu kompletten Bestand des "Collector's Club Philatelist" ab 1922, der von 400 auf 1 200 Euro gesteigert wurde. Ein vergleichbares Los des noch umfangreicheren "London Philatelist" ab 1892 brachte es allerdings nur auf 1 000 Euro, was sicherlich auch der digitalen Fassung geschuldet ist, die man heute billig erwerben kann. Alles in allem war dies eine herausragende philatelistische Literaturauktion, die mit einem Erstverkauf von circa 80% mit überwiegend deutlichen Steigerungen der Ausrufpreise in die Geschichte eingehen wird. Im Nachverkauf dürfte sich diese Quote sicherlich noch deutlich erhöhen.

Marke edel: Die Sammlung Monplaisir und mehr

wm In diesen Tagen trafen die beiden neuen Auktionskataloge des Kölner Traditionshauses Dr. Wilhelm Derichs bei ihren Empfängern ein. Der erste Blick auf den dunkelgrün gehaltenen Hardcoverkatalog der "Monplasir"-Sammlung lässt bereits ahnen, was selbst ein zweiter in den Inhalt bestätigt: Bayern-Philatelie vom Feinsten. Knapp 300 Lose in jeweils drei- oder vierstelliger Größenordnung offerieren vor allem eines: Ausgesuchte Qualität! Schwarze Einser mit Farbprobe, Probedruck sowie exzellent geschnittenen Einzelstücken, lose und auf Brief, dazu eines schönes Paar und ein Dreierstreifen, jeweils bildschön entwertet - das ist nur der Anfang, wobei das Angebot insgesamt nur die MiNr. 1-36 umfasst, aber für nahezu jede Marke in ähnlicher Vielfalt vertreten ist.

Der sog. Hauptkatalog zählt 951 Lose aus allen deutschen Sammelgebieten. Hier verdient der Sonderteil "Auslandsbriefe der Brustschild-Ausgaben. Die Sammlung Klaus Bartl" besondere Beachtung, die allein 150 Lose zählt.

Interessenten können die Kataloge bei der Dr. Wilhelm Derichs GmbH in 50968 Köln, Bonner Str. 501, Tel. 02 21/2 57 66 02 bzw. per E-Mail an derichs_gmbh@web.de anfordern. Die Auktion findet am Samstag, den 22. April 2017 ab 10 Uhr im "Lindner Hotel City Plaza Köln", Magnusstraße 20 statt.

Bekannte Namen, unvergessene Sammlungen

wm Häufig findet man in den reichlich von zahlreichen namhaften Auktionshäusern angebotenen Sammlungen komplett belassene Kollektionen früherer Philatelisten, die es in sich haben. So manch einer hat diese auf Ausstellungen gesehen und bewundert, heute sind sie zu haben. Und dies nicht selten zu sehr günstigen Preisen. Beispiele lieferte die vor kurzem beendete 158. Felzmann-Auktion in Düsseldorf. Mit der Los-Nummer 7240 stand eine postgeschichtliche Heimatsammlung "Düsseldorf" zum Verkauf, die wie folgt beschrieben war:

"Ab früher Recepissen aus den Jahren 1593 und 1643, Vorphilabriefen ab 1636, handschriftlichen Ortsaufgaben, Armee-Briefen aus Napoleonischer Zeit, adligen und farbigen Stempeln, Preußens einzigem Manöverstempel ,P.E.D.VII.A.C. 27 8' (1842), gefolgt von frankierter Post aus Preußischer und früher Reichspostzeit inklusive aller drei Stadtpost-Unternehmen ,Courier', ,Kraus' und ,Hansa', verschiedener Sonderstempel, Schiffs- und Luftpost, etc. Auf über 70 Blatt wird der Reiz früher Postgeschichte spürbar, einiges zusätzliches Material beinhaltet noch Kriegsgefangenenpost, Notmaßnahmen 1945 wie Registrierkassenfreimachungen, Literatur und Dokumente. In dieser Form sicherlich einzigartige Darstellung früher Düsseldorf Postgeschichte mit zahlreichen Raritäten."

Diese Kollektion war die frühere Sammlung von Emil W. Mewes, dem ehemaligen Vizepräsidenten des BDPh. Angesetzt für 2 000 Euro fand sie für 3 800 Euro einen Liebhaber, dem sie inkl. Aufgeld ca. 4 500 Euro wert war. Noch weit höher ging eine Sammlung "Theresienstadt" weg. Diese Ausstellungssammlung war das Lebenswerk des ehemaligen BPP-Verbandsprüfers Hans-Hermann Paetows, der am 30. November 2016 in Bremen verstorben war. Während die Mewes-Sammlung offenbar noch viele Jahre irgendwo schlummerte, bis sie nun versteigert wurde, kam die Sammlung von Paetow vergleichsweise zügig zum Verkauf. Angesetzt auf 15 000 Euro erzielte sie einen Zuschlag von 20 000 Euro.

Dies sind keine Ausnahmen, wie die kommende 58. Hadersbeck-Auktion in Berlin beweist. Denn dort kommt Ende März 2017 mit Los 4081 die Spezialsammlung des früheren INFLA-Prüfers Albert Burneleit "Aufbau der deutschen Überdruck-Provisorien ab August 1923" (diese wurde als ,Schausammlung' bereits bei der BEPOSTA 1935 gezeigt) zum Angebot. Nach über 80 Jahren ist die Kollektion noch im ursprünglichen Zustand, nämlich auf 38 Kartonblättern der Größe 50 x 70 cm aufgezogen. Es handelt sich wahrlich um ein museales Exponat, das bei Inflationssammlern sicherlich Interesse finden wird, zumal der Ansatz von 3.000 Euro keine unüberwindbare Hürde darstellt.

58. Hadersbeck-Auktion in Berlin mit breitem Sortiment

wm Zur nächsten Versteigerung vom 29. bis 31. März 2017 offeriert das bekannte Berliner Auktionshaus über 5.700 Lose verschiedenster Sammelgebiete, darunter auch fast 500 Lose Münzen, Medaillen, Orden etc. sowie viele komplett belassene Nachlässe. Neben Einzelstücken - wie z.B. einem Helgoland-Vorphilabrief mit Lithografie und seltenem Hamburger Schiffspostbrief-Rundstempel - gelangen 90 Lose Mecklenburg-Schwerin mit interessanten Stempeln zum Ausruf. Zu Sachsen wird eine Sammlung Probedrucke aufgelöst, DDR glänzt mit einer großen postfrischen Spezialsammlung Druckvermerke, bei ZKD gibt es die Laufkontrollzettel nahezu komplett in bedarfsgestempelter Erhaltung usw. Einzelne Markenseltenheiten quer durch alle Gebiete sind ebenso vertreten und im Sammlungsteil sind komplette (!) Sammlungen Altdeutschland und Deutsches Reich, ebenso SBZ und viele andere präsent. Dies zu günstigen Startpreisen. Kontakt: Hadersbeck Auktionen Briefmarkenversteigerungen und -handels GmbH, Geschäftsführer: Thomas Wickboldt, Anschrift: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com, www.hadersbeck-auktionen.com

Über 11 000 Lose bei der 155. Dr. Reinhard-Fischer-Auktion in Bonn

wm Am 17. und 18. März bedarf Versteigerer Dr. Reinhard Fischer bester Muskelkraft, denn bis zu 11.000 Mal muss er seinen Hammer schwingen und - sofern alles beboten wird - Zuschläge an Meistbietende erteilen. Die Auktionslose sind bereits online einsehbar (siehe: www.reinhardfischerauktionen.de), Kunden haben die umfangreichen Kataloge bereits erhalten.

Der Sonderkatalog Numismatik bietet dieses Mal am 17. März neben antiken und modernen europäischen bzw. überseeischen Münzen, vor allem deutsche Taler und Doppeltaler, sowie 2-, 3- und 5 Mark-Stücke aus dem Kaiserreich. Insgesamt kommen 2 168 Lose mit über 780.000 EUR zum Ausruf.

Im Bereich Briefmarken geht es ebenso werthaltig her. Altdeutschland bietet ein interessantes Angebot mit u. a. mehreren Schwarzen Einsern, Sachsen Nr. 1a Luxusstück mit Entwertung "Leipzig", Sachsen Nr. 1c auf Streifband in vorzüglicher Luxuserhaltung - je Fotoattest Rismondo BPP: "echt und einwandfrei", aber auch seltene Werte anderer Gebiete wie Württemberg 70 Kreuzer, Thurn und Taxis hohe Kreuzer und Silbergroschen-Werte etc., dabei auch vielfach Briefverwendungen und Stempellose. Deutsches Reich und Deutsche Kolonien / Auslandspostämter sind gewohnt hochwertig mit Spezialitäten und Seltenheiten präsent, gleiches gilt für Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete / Danzig / Memel / Saar / II. Weltkrieg/Feldpost: Ein wertvolles Angebot mit vielen Standardausgaben und ausgesuchten Stücken lässt so manchen guten Fund zu. Bei Deutschland nach 1945 dominieren zahlreiche Besonderheiten, Abarten, Farben und Plattenfehlern.

Ein vielfältiges Sammlungsangebot vom Briefposten im Umschlag bis hin zu mehrbändigen Länder- und Spezialsammlungen in einem oder mehreren Kartons werden für zahlreiche deutsche, europäische und einige Überseeischer Sammelgebiete angeboten. Insgesamt allein über 1.000 Lose. 360 Sammlungen kann man davon komplett im Internet besichtigen.

Besonders erwähnenswert sind die Sonderkataloge zu den Sammlungen "Der Traum von Linz", "Reval", "Belgrad - die Markensammlung" und "Walter Dykierek".

Der Sammler der Sammlung "Reval" mit den Gebieten Grodno, Libau, Memel und Deutsches Besetzung II. Weltkrieg legte zum Beispiel Wert auf perfekte Erhaltung und optische Makellosigkeit - eine einwandfreie Marke genügte also nicht. Dabei größte Raritäten wie Memel Grünaufdruck mit deutschem Stempel "RUSS" oder aber Südukraine Mi.-Nr. 1/7 auf Bedarfsbriefen sowie Estland Elwa mit waagerechtem Zusammendruck der "Pavillion"-Ausgabe Mi. 28 und 32 sind einige Highlights dieser Sammlung.

Die Sammlung "Belgrad - die Markensammlung" stammt vom gleichen Einlieferer, wie die in vorherigen Auktionen schon durch das Auktionshaus versteigerte Briefe-Sammlung Serbien II. Weltkrieg und bringt alle Seltenheiten dieses Gebietes zum Ausruf, selbst dann, wenn es sich laut Fotoattest um Unikate handelt!

Unkonventionell aber mit dem Blick auf Besonderheiten - das war das Motto des Sammlers der Sammlung "Traum von Linz", die schon in zwei Generationen geführte Sammlung wurde von ihm weiter ausgebaut und spezialisiert und so entstanden über 250 Bände "Internationale Philatelie" mit Schwerpunkten bei den deutschsprachigen Ländern und vor allem Österreich - in dieser Auktion wird nur Teil I dieser spektakulären Sammlung versteigert.

Walter Dykierek: Schwerpunkt ist die umfangreiche und in extremem Vollständigkeitsgrad "infla-echt gestempelter Werte" zusammengetragene Sammlung Danzig 1920 - 1939. Das Angebot sollten Danzig-Sammler aufmerksam prüfen und sich nicht entgehen lassen.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

364. Heinrich-Köhler-Auktion:
Erlesene Philatelie in acht Katalogen

Die letzte März-Woche steht auch im Jahr 2017 wieder voll und ganz im Zeichen der Heinrich-Köhler-Frühjahrsauktion, die vom 20. bis 25. März in Wiesbaden stattfinden wird. Mit höchster Spannung erwarten die Sammler das sagenhafte Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, mit dem sich das Traditionshaus geradezu selbst übertrifft. Gleich sieben Sonderkataloge, dazu ein Hauptkatalog mit zahlreichen Sonderteilen, präsentieren die ebenso vielfältige wie erlesene Auswahl an hochwertigen Briefmarken, seltenen Belegen und spannenden Sammlungen.

Post nach Fernost

Bereits im vergangenen Jahr angekündigt, fiebern zahlreiche Sammler auf die Versteigerung der Sammlung "Post nach Fernost" hin, die auf eindrucksvolle Weise die Routen und Laufzeiten dokumentiert, die Briefe aus der Zeit vor der UPU auf ihrem Weg in den fernen Osten nahmen. Eine hochinteressante Kollektion, die den Betrachter mit nimmt auf eine (philatelistische) Reise von den Anfängen des Briefverkehrs nach Fernost ab der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Über verschiedenste Schiffsrouten und Landwege von Europa über Amerika und Afrika bis nach Asien, mit der Eisenbahn, per Pferd, Kamel und auch zu Fuß gelangte die Post an ihr Ziel. Neben den verschiedenen Stationen und Beförde rungs weisen werden natürlich auch die zu entrichtenden Entgelte und Portostufen mit dieser Ausnahmesammlung dokumentiert, deren Versteigerung Postgeschichtler aus aller Welt mit Spannung erwarten. Das herausragende Angebot umfasst ca. 200 Briefe, die am 25. März 2017 zeitgleich in Wiesbaden und Hongkong in einer Simultan-Auktion mit dem Auktionshaus John Bull versteigert werden.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Versteigerung der Sammlungen "Schweden Postgeschichte & Nachporto" des bekannten Ehepaars Kersti und Bertil I. Larsson FRPSL aus Schweden. In der Philatelie-Welt als leidenschaftliche Posthistoriker bekannt, hat das Ehepaar durch jahrelange Forschungen und ein beeindruckendes Wissen, vor allem im Bereich der Postgebühren innerhalb, von und nach Schweden, die besten Sammlungen der frühen schwedischen Postgeschichte und Nachporto zusammengestellt. Zahl reiche wertvolle Stücke höchster Seltenheit, wahre Juwelen der SchwedenPhilatelie und -Postgeschichte, finden sich in den Sammlungen der Larssons, wie der dazugehörige Sonderkatalog eindrucksvoll unter Beweis stellt. Am 21. März 2017 wird das Angebot - ebenfalls in einer Simultan-Auktion in Wiesbaden und zeitgleich in Stockholm - dem interessierten Publikum offeriert.

Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Teile der Sammlung "Bayern 1849-1875" von Hilmar Kraus dürfen sich die Bayern-Liebhaber auf weitere ausgewählte "Schmankerl" dieses beliebten Sammelgebietes freuen. Der in einem weiteren Sonderkatalog präsentierte dritte Teil dieser großartigen Sammlung umfasst zahlreiche weitere Stücke, die Kraus stets mit dem Auge für das Besondere zusammengetragen hat, darunter wunderschöne Marken und Belege, Einheiten und Blockstücke auf Briefen, seltene Stempel, interessante Frankaturen, seltene Destinationen und vieles mehr. Bei diesem 3. Teil kommen insbesondere die Heimatsammler zum Zuge.

Kollektionen und Sonder -kataloge zum Staunen

Auch das "restliche" Angebot hat es sprichwörtlich in sich. Herausragend sind sicherlich die ebenfalls in Sonderkatalogen dokumentierten Spezialsammlungen "Sudetenland - Sammlung Dr. Hugo Hörr" und "Deutsches Reich Markenheftchen und Zusammendrucke 1900-1941 - Sammlung Gerhard Korn". Gleiches gilt für die Sammlung "Osmanisches Reich" (Teil 1) von Dr. Esmer sowie das Angebot Preußen und Berliner Postgeschichte sowie die Sammlung "Allgäu - Private Stadtpost 1886- 1900". Schweden-Sammler dürfen sich neben der erwähnten Sammlung aus dem Hause Larsson übrigens auch auf einen Spezialteil "Schweden Überdruckausgabe 1889 - Die Sammlung Sjörgen" freuen.

Einzellose und Sammlungen Alle Welt in Hülle und Fülle versprechen die Sammlungen "Norris" sowie der sog. "Bodenseeschatz". Letzterer sorgte bereits im Vorfeld für Furore, denn einen derartigen Bestand an 50, 60 und 70 Jahre alter Kiloware - und dies in ungeöffnetem Zustand - sieht man wirklich nicht alle Tage. Der undurchsuchte Nachlass der Firma Hörr (früher COSMOPHIL) mit Kiloware aus aller Welt verspricht echte Schätze ans Licht zu bringen.

Über das außerordentliche Literaturangebot dieser Auktion wird an anderer Stelle in dieser Ausgabe berichtet.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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155. Auktion Dr. Reinhard Fischer:
Top-Angebote aus aufgelösten Sammlungen

Am 17. und 18. März veranstaltet das Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seine 155. Versteigerung. Insgesamt kommen über 10.000 Lose mit einem Ausruf von gut 3 Millionen Euro zum Verkauf. Interessierte Sammler und Händler erwartet nach Aussage des Auktionshauses eines der besten Angebote der Saison. In einem der bekannt aufwendigen Sonderkataloge werden die Sammlungen Walter Dykierek sowie "Traum von Linz", "Reval" und "Belgrad - die Markensammlung" präsentiert.

Raritäten der deutschen Besetzungsausgaben

Dykierek sammelte Deutschland general, aber entwickelte besonderen Ehrgeiz beim Sammelgebiet Danzig, wo er praktisch alle Werte Infla-geprüft zusammentragen konnte. Es werden zahlreiche Raritäten versteigert, die das Bonner Auktionshaus noch nie anbieten konnte - und das will etwas heißen bei einer Firma, die schon zahlreiche hochkarätige Danzig-Sammlungen versteigern durfte. Der Sammler verfügte übrigens testamentarisch, dass die Sammlung bei Dr. Reinhard Fischer versteigert werden soll.

"Der Traum von Linz": Unter diesem Pseudonym kommt die Kollektion eines österreichischen Hochschullehrers unter den Hammer. Er baute in gut 60 Jahren die von Vater und Großvater geerbte Sammlung aus: Das Ergebnis sind 250 Alben Deutschland, Österreich und Europa mit zahlreichen Raritäten und sogar Unikaten. Alles durfte äußerst günstig angesetzt werden, und der größte Teil des erwarteten Erlöses von mehr als 300.000 Euro soll wohltätigen Zwecken gespendet werden.

"Reval": Nur zwei Alben, aber was für ein Inhalt! Gesammelt wurde das Memelgebiet, Libau und Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg in äußerst geschmackvoller Erhaltung. Der Sammler legte Wert auf beste Qualität und schönste Stempel - und das auf häufig größten Raritäten wie z.B. Südukraine MiNrn. 1/7 komplett auf Briefen oder Elwa MiNr. 28 und 33 im Zusammendruck (Unikat, 10 000 Euro).

"Belgrad - die Markensammlung": In vorangegangenen Auktionen durfte Dr. Reinhard Fischer schon die vermutlich umfangreichste Sammlung Briefe der deutschen Besetzung in Serbien versteigern. Jetzt wurde dem Auktionshaus auch die Markensammlung - sowohl postfrisch als auch gestempelt - zur Versteigerung anvertraut. Die Kollektion ist natürlich in den Hauptnummern komplett - auch mit den zum Teil extrem seltenen gestempelten Ausgaben. Bei den postfrischen Marken finden sich aber auch praktisch alle Abarten - auch dann, wenn das Attest sagt: "einziges bekanntes Stück". So wird z.B. das einzige bekannte Stück der MiNr. 107 F postfrisch (ohne Aufdruck!) versteigert (2500 Euro) oder Block MiNr. 3 mit Kammzähnung rechts (statt Linien zähnung, optisch spektakulär, nur zwei Exemplare bekannt, 2000 Euro), genauso wie die unverausgabten MiNrn. I/IVB und 75 P U (1400 Euro) oder die Portomarke MiNr. 2 b postfrisch (2000 Euro). Eine seltene Gelegenheit, Weltra ritäten noch für vierstellige Zuschlagspreise zu erwerben.

Auch der Hauptkatalog wartet mit einem tollen Angebot auf. Altdeutschland zeigt z.B. zwei "Schwarze Einser", Sachsens MiNr. 1 a als Luxusstück (3500 Euro) oder die MiNr. 1 c Luxus sogar auf Streifband (15.000 Euro). Die Deutschen Kolonien begeistern beispielsweise mit Karolinen MiNr. 5 I postfrisch, Karolinen MiNr. 10 H und Kiautschou MiNr. 27 B auf Briefstück. Das Deutsche Reich ist sehr stark besetzt. Bei den deutschen Nachkriegs aus gaben findet man u.a. "Brot für die Welt" postfrisch (4000 Euro) und einen Bogen der Bund MiNr. 1223 G (Druck auf Gummiseite, 7500 Euro bei einem MICHEL-Ansatz von 50 000 Euro). Umfangreich bestückt ist auch wieder VR China, u.a. mit "Jahr des Affen" postfrisch (1100 Euro).

Die große Sammlungsofferte mit weit über 1000 Positionen enthält zahlreiche Länder-, Spezialsammlungen sowie Briefposten, Fundgruben und große Nachlässe. Dabei sind z.B. 14 Nachlässe mit Ausrufpreisen zwischen 1000 und 6000 Euro, tolle Sammlungen SBZ und Deutsches Reich sowie die beieindruckenden "Restsammlungen" ex Walter Dykierek und "Traum von Linz".

Sollten Sie das Angebot nicht im PrintKatalog studieren wollen, steht auf der Homepage www.ReinhardFischerAuktionen.de ein ausgefeilter Online-Katalog zur Verfügung. Hier sind neben allen Einzellosen - auch solchen, die im Printkatalog nicht abgebildet sind - auch alle vorliegenden Fotobefunde und Fotoatteste illustriert. Weiterhin sind über 400 Sammlungen komplett fotografiert und können so am heimischen Schreibtisch begutachtet werden. Außerdem finden Sie auf der Homepage Informationen zum Veranstaltungsort und der Versteigerungsfolge.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Heinrich Köhler präsentiert eine Literaturauktion "vom Feinsten"

Wiesbaden Am 2. November 2012 führte die Traditionsfirma Heinrich Köhler in Mainz zur IPHLA eine weltweit beachtete Spezialauktion für Literaturfreunde durch. Im Rahmen der Auktionswoche vom 21. bis 25. März 2017 folgt eine zweite Versteigerung dieser Art, die sogar ein noch breiteres An gebotsspektrum bringt. Dank der Einlieferungen vier namhafter Literatursammler, darunter solch große Namen wie Erivan Haub und insbesondere Charles Freeland, wurde ein einmaliges Angebot möglich.

Bibliophile finden Briefmarken-Kataloge von Alfred Potiquet, Paris 1862, aber auch den ersten deutschen Katalog der Dürr'schenBuchhandlung (2. Auflage 1863), mehrere Kataloge von Moens (1864), Bellars & Davie (1864), Zschiesches Katalog von 1872 so -wie eine große Anzahl weiterer aus dem 19. Jahrhundert, die heute allesamt als selten gelten.

Apropos J.-B. Moens: Seine legendäre Monografien-Reihe der 1880er Jahre ist mehr als vollständig, teils mit mehreren Exemplaren vertreten! Ebenso die frühen Handbücher der Philatelic Society London, von Stanley Gibbons etc., mehrere Ausgaben der Originaledition von E. D. Bacon zur Bibliothek von Lord Craw ford und Victor Suppantschitschs Bibliografie von 1892.

Wer mehr auf Fälschungen steht, hat die Gelegenheit, eines der wenigen noch komplett erhaltenen Original-Fournier-Alben von 1928 mit allen Facsimiles, teils in Bogenteilen und Einheiten, zu erwerben. Die bekannten BPA-Dokumentationswerke zu den Fälschungen von Sperati sind vorhanden, natürlich auch die Luxuswerke von Mirabaud/de Reuterskiöld, Sir John Wilson und von Walter Clarke Bellows.

Postgeschichtler dürften an drei Folianten mit allen Preußischen Postverordnungen aus der Zeit von 1687/1803 (!) ihre helle Freude haben, ebenso an einem umfassenden Angebot zum Deutsch-Französischen Krieg mit all seinen Aspekten zur Ballon-,Militär-, Feld- und Luftpost. Selbstverständlich sind von Deutschland, Europa und Übersee (!) nahezu alle Standardwerke und Monografien des 19./20. Jahrhunderts vertreten.

Bei den philatelistischen Zeitschriften findet man z.B. nahezu komplette "Runs" des "London Philatelist" (1892-ca. 2015) und des "Collectors Club Philatelist" (ab 1922). Wohl erstmals in Deutschland wird ein gigantischer Bestand internationaler Auktionskataloge aufgelöst, der nicht nur zahllose "name sales" und "special sales" enthält, sondern auch Großlots mit häufig nahezu vollständigen Runs mit bis zu 1000 und mehr Katalogen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Aufteilung hochwertiger Sammlungen

Mainz Zu den Besonderheiten der 173. Loth-Auktion am 17. und 18. März 2017 gehört die Auflösung einer seit vielen Jahrzehnten ruhenden Spezialsammlung Württemberg, die in 150 Lose detailliert wurde. Sie zeichnet sich durch sehr gut erhaltene Einzelmarken (z.B. viermal 70 Kreuzer) aus, aber auch durch tolle Briefe und Lots mit Stempeln. In dieser Konzentration und Qualität findet sich ein solches Angebot nicht häufig!

Ebenfalls hervorzuheben ist die Detaillierung einer umfangreichen CommonwealthSammlung mit vielen seltenen Ausgaben in der gesuchten postfrischen Qualität. Angeboten werden die Ausgaben u.a. nach Ländern.

Der Einzellos-Teil zeigt Standardausgaben und viele Seltenheiten von Deutschland, Europa und Übersee. Ein umfangreicher Sammlungs-Teil enthält viele hochwertige, gehaltvolle und unberührte Objekte. Beachtung verdient auch die Münz-Abteilung mit sehr vielen Münzen aus Polen und Kilo-Silbermünzen.

Internet: www.lothauktionen.de

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Seltene Zeppelin-Auflieferung zog ab

Dessau-Rosslau Ein insgesamt gutes Ergebnis brachte die 45. Hettinger-Auktion am 12. Januar 2017. Wie gewohnt gut nachgefragt waren Goldmünzen und Porpagandakarten. Vor allem die Nachlässe und Auflösungsposten überzeugten mit einer überdurchschnittlichen Verkaufsquote.

Einige bemerkenswerte Ergebnisse: Mit 280 Euro den Ansatz mehr als verdreifachen konnte die Bayern-Ganzsache MiNr. P 3 II mit hinzufrankierter MiNr. 32 a als wertstufengleiche Mischfrankatur. Von 500 auf 1100 Euro steigerte ein auf den Ägäischen Inseln aufgelieferter Zeppelinbrief zur Italien-Fahrt 1933. Mit 180 Euro beim dreifachen Ausruf landete ein ungebrauchter Propagandavordruck aus Kurland. Zur Taxe von 10.000 Euro wurde die seltene Papiervariante SBZ MiNr. 97 AX ar U in postfrischer Erhaltung mitgenommen. Eine gelaufene 12-Pf-Ganzsache mit Bezirkshandstempel von Wittstock und zusätzlichem Maschinenaufdruck kletterte von 1000 auf 1400 Euro. Ein gestempelter Engels-Block der DDR mit extrem seltenen Wasserzeichen YI (Block MiNr. 13 YI) wurde zur Taxe von 1800 Euro zugeschlagen. Eben falls selten ist das Wasserzeichen XI bei der DDR MiNr. 545. Ein gestempeltes Exemplar spielte den Ausruf von 1000 Euro ein.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Seltener Mondbrief

Berlin Die 20. Schlegel-Auktion am 3. und 4. April 2017 versammelt erneut Spitzenstücke der Philatelie und ein reichhaltiges Angebot aus fast allen Sammelgebieten.

Auffallend ist wiederum der starke Sammlungsteil mit hochwertigen Angeboten im Bereich Bayern, Preußen-Nummernstempel, VR China, Weltraum sowie Deutsche Kolonien und Auslandspostämter. Erwähnenswert ist außerdem eine umfangreiche Motivsammlung Raumfahrt/Weltraum mit zahlreichen seltenen Weltraumpostbriefen. Höhepunkt ist ein Apollo-15-Mondbrief, der auf Wunsch des Einlieferers ebenso wie alle anderen seltenen Stücke in der Sammlung verbleibt. Der Literaturteil der Auktion beinhaltet einen beachtenswerten Anteil deutsche Kolonial-Literatur mit Schwerpunkt Kamerun mit gesuchten Ausgaben und unverzichtbaren Standardwerken.

Im Einzellosteil hervorzuheben sind interessante Belege und Dokumentationen der frühen Luftschiffe, dabei auch Photographien und Literatur aus dem Bestand eines bekannten Sammlers, die sowohl für Luftschifffahrt-Experten als auch Berlin-Historiker gleichermaßen interessant seien sollten. Schöne Selektionen präsentieren sich dem geneigten Sammler weiterhin im Bereich Finnland, Island sowie Kap der Guten Hoffnung. Seltene Wasserzeichenvarianten DDR sowie z.B. eine Bizone 1 Mark Taube Posthörnchenbandaufdruck auf Brief (nur zwei Briefe und ein Einzelstück sind bekannt) ragen aus dem gewohnt facettenreichen und erlesenen Teil mit dem Deutschland-Material heraus.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Beachtliche Steigerungen

wm Vom 13. bis 14. Januar 2017 fand die 171. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Über 4000 Lose, darunter 900 Sammlungen und Lots, standen zum Verkauf und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen abgesetzt. Gefragt waren auch viele Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, NDP und DR, Besetzte Gebiete, Deutschland nach 1945 mit AM-Post, Lokal-, OPD- und SBZAusgaben, DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke. Steigerungen der Ausrufe bis zum sechsfachen und mehr waren keine Ausnahme.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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175. Rauhut & Kruschel Auktion am 17./18. Februar 2017: "Rekord-Start" in das Auktionsjahr 2017!

wm (Mülheim) Die erste Rauhut & Kruschel-Auktion des Jahres 2017 lockte bereits im Vorfeld mit einem Spitzenprogramm und knapp 11.000 Losen von Altdeutschland bis Übersee, die Sammlerherzen höher schlagen ließen. Dementsprechend groß war das Bieterinteresse an der einzigartigen Auswahl attraktiver Einzellose - darunter ein umfangreicher Raritäten-/Sonderteil - sowie den angebotenen Lots, Sammlungen und Nachlässen, die am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim a. d. Ruhr ausgerufen wurden. Insbesondere der Samstag (18. Februar) bot höchstspannende Bietergefechte unter Beteiligung zahlreicher Sammler, Händler und Kommissionäre vor Ort, die es sich nicht nehmen ließen, der Auktion persönlich beizuwohnen und am Geschehen live teilzunehmen. Dank einer herausragenden Verkaufsquote schlossen die beiden Versteigerungstage mit einem Gesamtergebnis von rund 2.150.000 Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) - die bisher erfolgreichste Auktion der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel und ein mehr als gelungener Auftakt in das Jahr 2017!

Beeindruckende Vielfalt: Philatelistische "Juwelen" und gesuchte Einzellose

Rekordverdächtig war bereits das Angebot der Einzellose mit einer beeindruckend großen Auswahl wertvoller Marken und Briefe, gesuchter Stempel und zahlreicher Besonderheiten mit Schwerpunkt Altdeutschland sowie weiteren reizvollen Stücken der deutschen Sammelgebiete von der Vorphilatelie bis zur Moderne. Der Raritätenteil präsentierte verschiedenste Spitzenstücke, die zu begeistern wussten, darunter die beiden einzigen bekannten Teilfranko-Briefe aus Barbados nach Preußen (Los 1/Zuschlag: 2.500 Euro), ein wunderschönes Paar der 3 Pf. Hannover, Mi.-Nr. 20 (Los 276/Zuschlag: 1.650 Euro), ein Dreierstreifen der½Schilling aus Helgoland, Mi.-Nr. 6g, auf Brief (Los 293/Zuschlag: 1.500 Euro) oder ein rarer Ganzsachenausschnitt 1 Sgr. rosa aus Mecklenburg-Strelitz auf Brief (Los 368/Zuschlag: 2.800 Euro), um nur einige Beispiele zu nennen.

Einen besonders starken Auftritt hatten die "Bremen-Lose", darunter zahlreiche attraktive und wertvolle Briefe, die beachtliche Steigerungen und Zuschläge erzielten. Ein prachtvoller Brief aus Vegesack nach Bremen mit Einzelfrankatur der 2 Gr. gelborange, Mi.-Nr. 5a, steigerte auf 3. 200 Euro (Los 147), ein tadelloser Beleg mit Einzelfrankatur der 2 Gr. rotorange, Mi.-Nr. 10b, wurde für 1.700 Euro zugeschlagen (Los 168) und ein Paar der 10 Gr. schwarz, Mi.-Nr. 14, auf Transatlantikbrief nach New York erzielte 2.200 Euro (Los 178).

Bemerkenswert auch die Steigerung einer Preußen 1 Sgr. karmin, Mi.-Nr. 16, als Teilfranko auf Streifband von Berlin nach Portugal (Los 490). Das einzigartige Stück wurde nach einem Ausruf von 150 Euro um mehr als das Vierfache gesteigert und bei sensationellen 660 Euro zugeschlagen. Ebenso selten - und begehrt - war eine Briefvorderseite mit nachverwendetem Thurn und Taxis K1 "Cassel Bahnhof" und vollständiger 14 ¼-Sgr.-Frankatur von Preussen nach Buenos Aires, Argentinien, die um mehr als das Dreifache auf 1.250 Euro gesteigert wurde (Los 562). Eines der Titelstücke des Kataloges, eine einzigartige Thurn & Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575), erzielte beachtliche 5.200 Euro, wobei sich immerhin fünf schriftliche Bieter um das Los bemühten. Einen der Spitzenzuschläge bei den Einzellosen des Deutschen Reiches sicherte sich ein "Vineta"-Provisorium auf Drucksache in besonders schöner Erhaltung, bei dem der Hammer bei 8.800 Euro fiel (Los 675).

Dass es gerne auch etwas "moderner" sein darf, bewiesen die Steigerungen und Zuschläge bei den Losen der Bauten-Serie, darunter eine 20 Pf.-Marke im ungebrauchten Paar mit handschriftlich in die Platte geritzter HAN (Los 714/Zuschlag: 740 Euro) oder eine seltene gestempelte Einzelmarke der 40 Pf. grauviolett, Type 1a, in E-Zähnung (Los 719/Zuschlag: 2.100 Euro).

"Schlag auf Schlag" - Nachlässe, Posten und Sammlungen mit großer Nachfrage

Traditionell ist der Andrang am Auktionssamstag groß, wenn es um die die Nachlassabteilung und den Ausruf der Sammlungen und Posten geht. Und so wurden die Gäste auch bei der 175. Rauhut & Kruschel-Auktion nicht enttäuscht: Den in großer Anzahl anwesenden Interessenten stand eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte mit zahlreichen attraktiven Losen gegenüber. Und so ging es heiß her mit spannenden Bietergefechten und Zuschlägen im Minutentakt, angefangen von den Münz- und Briefmarkennachlässen "gegen Gebot" bis zu den Sammlungen und Posten von Altdeutschland bis Alle Welt. Bei bester Stimmung im Auktionssaal und einem beeindruckenden Tempo wurden die 581 Lose der "Nachlass"-Abteilung mit einem Umsatz von 1,4 Mio. Euro (inkl. Aufgelder, ohne Mwst.) innerhalb von nur vier Stunden versteigert. Ein Ergebnis, das wahrlich für sich spricht. Am Ende des Tages durften sich Harald Rauhut und sein Team über einen verheißungsvollen Start in das Auktionsjahr 2017 und einen neue "Bestmarke" freuen.

Ergebnisse und Nachverkauf

Alle Ergebnisse der Auktion können direkt beim Auktionshaus Rauhut & Kruschel angefordert werden und sind online unter www.rauhut-auktion.de einzusehen. Interessenten haben ab sofort die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben. Die nächste Rauhut & Kruschel Auktion findet am Samstag, dem 1. April 2017 statt. Weitere Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Vorbericht zur 158. Felzmann-Auktion - Philatelie 9.-11. März 2017

wm (aw/Düsseldorf) Die Frühjahrsauktion im Auktionshaus Felzmann lockt im März mit spannenden Spezialthemen wie Weltraumpost und Äthiopien Philatelie neben dem üblichen hochwertigen Angebot an Einzelstücken und begehrten Sammlungen internationaler und deutscher Philatelie. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich ein "Blaue Mauritius"-Liebhaberbeleg der zweiten Serie "Post Paid" sowie ein einmaliges Qualitätsstück der seltenen Braunroten aus Sachsen.

Ein einmaliges Dokument mit musealem Charakter der frühen Zeppelin-Geschichte wird im Rahmen der Zeppelin-Flugpost-Auktion am 9. März angeboten. Es handelt sich um einen Ordner mit Fahrtberichten sämtlicher Fahrten des Luftschiffes LZ 11 "Viktoria Luise" vom 19.8.1913 bis 29.10.1913, welches in dem Zeitraum in Oos und in Frankfurt stationiert war. Dokumentiert wird die 317. bis zur 375. Fahrt jeweils mit Fahrtbericht und detaillierten Angaben z.B. zum mitgeführten Öl und Benzin, Wasser-Ballast, Streckenführung, Anzahl der Passagiere, Anzahl und Namen der Besatzung, Wetterbedingungen und weiteren interessanten allgemeinen und technischen Details, und zu fast jeder Fahrt ist eine Barographenkurve vorhanden. Dieses absolute Spitzenobjekt für Forscher und Sammler wird mit 13.500 Euro ausgerufen (Los 3074).

Im Anschluss an die Zeppelin-Flugpostauktion wird die Waizero-Sammlung versteigert, der das Auktionshaus einen Sonderkatalog gewidmet hat. Die Sammlung wird detailliert in 378 Losen angeboten und spiegelt die Postgeschichte des ostafrikanischen Landes Äthiopien wider. Sie zeichnet sich durch seltene Auslandsverwendungen mit entsprechenden Frankaturkombinationen der Pre-UPU- Zeit und durch Essays verschiedener Postperioden mit entsprechenden Unikaten aus. Auch die UPU-Zeit ab 1908 wird durch viele interessante Ausgaben inklusive sehr seltener Handstempel-Aufdrucke für Präsentationszwecke sowie anhand von Flug- und Zeppelinbelegen dargestellt. Hervorzuheben ist eine ebenso reichhaltige wie umfangreiche 13 Alben umfassende Pracht-Sammlung UPU-Zeit 1909-1996 (Los 4364, Ausruf: 5.000 Euro), die u.a. seltene Überdruckausgaben wie Diredaua-Provisorien 1911, Provisorien 1921-1928 mit seltenen Varianten, Einheiten und Frankaturen, Freimarken sowie OBELISK 1943, weiterhin spezialisiert Eisenbahn, UNO, Befreiung, Dahlak-Expedition 1961, Rotes Kreuz, von Entwerfern eigenhändig signierte Stücke, FDCs etc. beinhaltet.

Im Sammelgebiet Übersee sticht ein altbekannter, vielfach signierter Liebhaberbeleg mit blauer Mauritius, post paid, 2 d blau von stark abgenutzter Platte, farbfrisch und ringsum gleichmäßig breitrandig mit klar und übergehend aufsitzendem Stempel "9" sowie daneben "Poudre d'Or 1857 DE 13" auf naturbelassener Faltbriefhülle nach Port Louis hervor. Diese Rarität, die bereits die Sammlungen Burrus und Kanai schmückte, wird mit 7.500 Euro in die Auktion starten.

In herrlicher Liebhaberqualität präsentiert sich die norwegische Markenausgabe 3 Sk. Oscar grau im Viererblock mit zwei klar und vollständig aufsitzenden K1 CHRISTIANIA 6/10 1860, oben minimal wellig und fast alle Marken tadellos gezähnt. Das schöne Stück wird als Los 4737 mit 3.000 Euro ausgerufen.

Ein Spitzenstück der Oldenburg-Philatelie (Los 5021) und Zierde einer jeden ambitionierten Sammlung ist die Markenausgabe 1/3 Gr. blaugrün mit links ca. 5 mm breitem Bogenrand (!) sowie ideal zentrisch, klar und gerade aufsitzendem K2 OLDENBURG 27 9 auf portogerecht frankierter Drucksachenschleife nach Strückhausen bei Ovelgönne. Dieser ausgesprochen seltene Beleg mit dem Bogenrand und einem idealen Stempelabschlag startet mit 5.000 Euro. Ein weiteres Luxusstück im Sammelgebiet Altdeutschland ist die Sachsen-Markenausgabe 3 Pfg lebhaftbräunlichrot, Platte III, Type 19, hervorragend farbintensiv, ringsum voll- bis breitrandig in besonders sattem Druck (!) mit klarem Teil-K2 LEIPZIG. Das in derart intensiver Farbe wohl einmalige Qualitätsstück der seltenen Braunroten (Los 5049) wird mit 9.000 Euro ausgerufen.

Am Freitag, den 10. März folgt der zweite Teil der deutschen Einzellose, darunter Top-Lose wie der Theresienstadt Rot-Kreuz-Souvenir-Block in grün mit 4 ungezähnten Zulassungsmarken auf ungummiertem Papier, ungebraucht in voller Originalgröße 170 x 130 mm mit Laufnummer "096". Das tadellos erhaltene Prachtstück (Los 5665) in der Rubrik Böhmen und Mähren startet mit 3.000 Euro. Als Sudetenland-Unikat wird der Bratislavablock mit ebenfalls überdrucktem Zierfeld ungebraucht in vollformatiger Prachterhaltung für 7.500 Euro angeboten (Los 5685). Ein Topstück der Bizone ist Los 6164, 1-5 Mk Taube mit Netzaufdruck in gestempelter Top-Erhaltung, jeder Wert zentrisch entwertet mit SST STUTTGARTER JUGENDAUSSTELLUNG BAD CANNSTATT MESSETURM 25.8.48 (Ausruf: 4.000 Euro).

Zum krönenden Abschluss der Philatelie-Einzellose präsentiert das Auktionshaus Felzmann das Spezialgebiet "Weltraumpost". Gleich zwei herausragende Weltraumpost-Sammlungen werden hier versteigert. Eine von Walter Hopferwieser persönlich zusammengetragene Sammlung umfasst über 200 oftmals einmalige Belege und wird auf Wunsch des Einlieferers geschlossen mit 100.000 Euro angeboten (Los 6251). Die zweite Sammlung von Mario Villa konzentriert sich ebenfalls auf die russische Raumfahrt, beinhaltet aber auch zahlreiche unwiederbringliche Artefakte, und wird in der Versteigerung detailliert angeboten.

Alle weiteren Lose und Informationen zur 158. Felzmann-Auktion (7.-11.3.2017) finden Interessenten in den aktuellen Auktionskatalogen und im Internet unter: www.felzmann.de. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 13. Februar 2017 auf der Homepage abrufbar. Die Numismatik-Auktion findet vor der Briefmarkenauktion am 7. und 8. März in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden unter: 0211 / 550 440.

Felzmann-Spezialauktion "Weltraumpost" am 10. März 2017

(aw/Düsseldorf) In der Frühjahrsauktion (7.-11. März 2017) hat das Auktionshaus Felzmann ein ganz besonderes Thema im Angebot: Weltraumpost. Am 10. März 2017 werden gleich zwei herausragende Weltraumpost-Sammlungen versteigert. Eine von Walter Hopferwieser persönlich zusammengetragene Sammlung umfasst über 200 oftmals einmalige Belege und wird auf Wunsch des Einlieferers geschlossen mit 100.000 Euro angeboten. Die zweite Sammlung von Mario Villa konzentriert sich ebenfalls auf die russische Raumfahrt, beinhaltet aber auch zahlreiche unwiederbringliche Artefakte, und wird in der Versteigerung detailliert angeboten.

In dieser Spezialauktion geht es um ferne Galaxien, unendliche Weiten und faszinierende technologische Errungenschaften. Aber allem voran geht es um Menschen, die das Abenteuer und die Gefahren der bemannten Raumfahrt im Namen aller auf sich nahmen, um Wissenschaft und Fortschritt voranzutreiben. Dem Auktionshaus Felzmann ist es gelungen, eine faszinierende Bandbreite an philatelistischen Belegen und Artefakten dieser "Post aus dem All" zusammenzutragen. Zu einem Teil offiziell von den Raumfahrtagenturen ausgegebene Belege, zum anderen Teil Dokumente privaten Charakters, die intime Einblicke in die Gefühlswelt der Raumfahrer und deren Herausforderungen gewähren.

Herausragend ist ein Mondlandebrief der U.S. amerikanischen Mondmission APOLLO 16 aus dem Jahr 1972 (Los 6240). Es handelt sich um No. 14 von 25 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Astronautenbelegen, die sich während dreier Ausstiege der Astronauten sogar im Vakuum der Mondoberfläche befanden. Der einmalige Beleg mit vollständigem Namenszug und handschriftlicher Notiz des Mondlandefähren-Piloten Charlie Duke wird für 50.000 Euro angeboten. Ein weiteres Spitzenstück lunarer Astro-Philatelie (Los 6238) ist der ein Jahr jüngere Mondlandebrief (USA 1971) No. 54 von 55 illustrierten, tatsächlich auf den Mond beförderten Belegen. Dieser stammt aus der Mondmission APOLLO 14 und ist mit vollständigem Namenszug des Mondlandefähren-Piloten Edgar Mitchell, allen Stempeln sowie zugehöriger, notariell beglaubigter Bestätigungskarte versehen und wird mit 18.000 Euro ausgerufen.

Faszinierend und einmalig in ihrer Zusammenstellung ist eine Sammlung (Los 6251) von über 200 astrophilatelistischen Belegen von 1972 bis 2016 zum "Leben im Weltall - VISION / REALISATION / KOMMUNIKATION" sowjetischer und russischer Missionen ab Sojus 12, gefolgt von Saljut-3/Sojus 15 und den weiteren Raumstationen Saljut 4-7, deren Entwicklungen und teilweise nur kurze Lebenszeiten reichhaltig dokumentiert werden. Chronologisch folgen die verschiedenen MIR-Etappen und die internationale Zusammenarbeit in der ISS - jedes Stück war im Weltraum! Eine einzigartige Sammlung, über die neben vollständigen Abbildungen im Online-Katalog, auch eine detaillierte Aufstellung zur Verfügung steht.

Ein Top-Beleg der russischen Raumfahrt (Los 6275) ist ein zweiseitiger, handgeschriebener Brief Erde-Weltall von Georgi Timofejewitsch Beregowoi, dem Leiter des Kosmonautentrainingszentrums, samt Umschlag an Anatoli Beresowoj, den Kommandanten der Raumstation SALJUT 7 / SOJUS T-7, mit dessen Bestätigung "This is one of fifty-nine letters that I has received on board of the orbital station Salyut-7" datiert am 20. August 1982. Der blaue Stationsstempel befindet sich sowohl auf dem Kuvert als auch auf dem Briefinhalt, zudem schmücken den Beleg die Tagesstempel Baikonur 13.5.82 (Starttag Sojus T-5) und 10.12.82 (Landetag Sojus T-7) sowie die eigenhändigen Signaturen von Anatoli Beresowoj und von Valentin Lebedew. Der Ausruf für dieses Unikat liegt bei 30.000 Euro.

Zu den frühest bekannten Belege, die in den freien Weltraum mitgenommen wurden, gehört ein EVA-Ausstiegsbeleg (Extra Vehicular Activity), den die Kosmonauten der Raumstation MIR / SOJUS TM-19 Juri Malentschenko und Talgat Mussabajew anlässlich ihres Reparaturausstieges mit in den freien Weltraum nahmen. Es handelt sich um No. 2 von insgesamt zehn Exemplaren dieses Datums mit Stationsstempel, rotem Rundstempel mit dem Wappen Kasachstans und Bordpoststempel 09.09.94. Der Ausstiegsbeleg ist von beiden Kosmonauten sowie Waleri Poljakows unterschrieben und eine zugehörige Bestätigung ist eigenhändig von J.I. Malentschenko und T.A. Mussabajew mit dessen violettem Stempel signiert. Die Rarität wird als Los 6295 mit 1 500 Euro angeboten.

Ein einzigartiges Spitzenstück der gesamten Weltraum-Philatelie ist der in dieser Form einzig bekannte Rundreise-Brief Weltraum-Erde-Weltraum-Erde (Los 6296), noch dazu zwischen zwei verschiedenen Raumstationen, mit Inhalt und "irdischem" R-Zettel. Der Brief von Waleri Tokarew wurde an den befreundeten Kommandeur der MIR, Victor Afanassjew mit ISS-Bordstempel, am 6. Juni 1999 zur Erde befördert, dann am 15. Juni 1999 per US-Einschreiben von Nassau via Jamaica nach Russland mit allen Stempeln weitergeleitet. Sodann wurde der Beleg am 16. Juli 1999 per Progress M42 wieder in den Weltraum geschossen, mit MIR Bordstempel und nach über einem Monat erneutem Aufenthalt im All kam er am 28. August 1999 an Bord der Sojus TM-29 endgültig wieder zurück zur Erde. Ein absolutes Ausnahmestück der Weltraumpost, das für 50.000 Euro unter den Hammer kommt.

Alle weiteren Lose und Informationen zur 158. Felzmann-Auktion (7.-11.3.2017) finden Interessenten im aktuellen Auktionskatalog und im Internet unter: www.felzmann.de. Das Auktionshaus Felzmann hat der Thematik "Weltraumpost" eine eigene Online-Rubrik gewidmet, die man unter www.felzmann.de/weltraumpost einsehen kann.

Vorbericht zur 155. Dr. Reinhard Fischer Auktion in Bonn

(wm/rf) Am 17. und 18. März veranstaltet das Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer seine 155. Versteigerung. Insgesamt über 10 000 Lose mit einem Ausruf von gut drei Millionen Euro kommen zum Aufruf. Interessierte Sammler und Händler erwartet eines der besten Angebote der Saison.

In einem der bekannt aufwändigen Sonderkataloge des Bonner Auktionshauses werden die Sammlungen Walter Dykierek, "Traum von Linz", "Reval" und "Belgrad - die Markensammlung" präsentiert. Walter Dykierek, Jahrgang 1928, Diplom-Ingenieur bei Siemens, sammelte Deutschland allgemein, entwickelte aber besonderen Ehrgeiz beim Sammelgebiet Danzig, wo er praktisch alle Werte Infla-geprüft zusammentragen konnte. Es werden zahlreiche Raritäten versteigert, die das Bonner Auktionshaus noch nie anbieten konnte - und das will etwas heißen bei einem Auktionshaus, das schon zahlreiche hochkarätige Danzig-Sammlungen versteigern durfte.

"Der Traum von Linz": Unter diesem Pseudonym kommt die Sammlung eines österreichischen Hochschullehrers zur Versteigerung. Er baute in gut 60 Jahren die von Vater und Großvater geerbte Sammlung aus - das Ergebnis sind 250 Alben Deutschland, Österreich und Europa mit zahlreichen Raritäten und sogar Unikaten. Alles durfte äußerst günstig angesetzt werden und der größte Teil des erwarteten Erlöses von mehr als 300 000 Euro soll wohltätigen Zwecken gespendet werden.

"Reval": Nur zwei Alben, aber was für ein Inhalt! Gesammelt wurde das Memelgebiet, Libau und Deutsche Besetzung im Zweiten Weltkrieg in äußerst geschmackvoller Qualität. Der Sammler legte Wert auf beste Qualität und schönste Stempel - und das auf häufig größten Raritäten wie z.B. Südukraine 1/7 kpl. auf Briefen oder Elwa 28 und 33 im Zusammendruck - Unikat! (Ausruf 10 000 Euro)

"Belgrad - die Markensammlung": In vorangegangenen Auktionen durfte das Auktionshaus Reinhard Fischer schon die vermutlich umfangreichste Sammlung Briefe der deutschen Besetzung in Serbien versteigern. Jetzt wurde dem Auktionshaus auch die Markensammlung - sowohl postfrisch als auch gestempelt - zur Versteigerung anvertraut. Die Sammlung ist natürlich in den Hauptnummern komplett - auch mit den z.T. extrem seltenen gestempelten Ausgaben. Bei den postfrischen Ausgaben finden sich aber auch praktisch alle Abarten - auch dann, wenn das Attest sagt "einziges bekanntes Stück". So wird z.B. das einzige bekannte Stück der 107F ** (ohne Aufdruck !) versteigert (Ausruf 2 500 Euro) oder Bl.3 mit Kammzähnung rechts (statt Linienzähnung, optisch spektakulär, nur 2 Stück bekannt, Ausruf 2 000 Euro), genauso wie die unverausgabten I/IVB, 75PU (1 400 Euro) oder die Portomarke 2b ** (2 000 Euro). Eine seltene Gelegenheit, Weltraritäten noch für vierstellige Zuschlagpreise zu erwerben !

Auch der Hauptkatalog bietet ein beachtenswertes Angebot. Altdeutschland z.B. mit zwei schwarzen Einsern oder Sachsen 1a als Luxusstück (Ausruf 3 500 Euro) oder 1c Luxus sogar auf Streifband (Ausruf 15 000 Euro). Deutsche Kolonien z.B. mit Karolinen 5I **, Karolinen 10H oder Kiautschou 27B auf Briefstück. Deutsches Reich ist sehr stark besetzt, bei den Nachkriegsausgaben findet man u.a. "Brot für die Welt" postfrisch (Ausruf 4 000 Euro) oder einen Bogen der 1223G (Druck auf Gummiseite) für den Ausruf von 7 500 Euro, bei Michel mit 50 000 Euro notiert. Im Angebot auch wieder VR China umfangreich, u.a. "Jahr des Affen" postfrisch (Ausruf 1 100 Euro).

Das umfangreiche Sammlungsangebot mit weit 1 000 Positionen bringt zahlreiche Länder-, Spezialsammlungen sowie Briefposten, Fundgrube und große Nachlässe zum Angebot, dabei z.B. 14 Nachlässe mit Ausrufpreisen zwischen 1 000 und 6 000 Euro, tolle Sammlungen SBZ und Deutsches Reich sowie die beieindruckenden "Restsammlungen" ex Walter Dykierek und "Traum von Linz".

Das Auktionshaus stellt auf seiner Homepage www.ReinhardFischerAuktionen.de einen ausgefeilten Online-Katalog zur Verfügung. Hier sind neben allen Einzellosen - auch solcher, die im Printkatalog nicht abgebildet sind - auch alle vorliegenden Fotobefunde und Fotoatteste abgebildet. Weiterhin sind über 400 Sammlungen komplett fotografiert und können so am heimischen Schreibtisch begutachtet werden. Außerdem finden Interessenten auf der Homepage Informationen zum Veranstaltungsort und der Versteigerungsfolge.

Beachtliche Steigerungen bei der 171. Leipziger Briefmarkenauktion

wm Vom 13. bis 14. Januar 2017 fand diese Auktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Über 4 000 Lose, darunter 900 Sammlungen und Lots, standen zu Verkauf und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft. Gefragt waren auch viele Einzellose aus den Bereichen deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, sowie Marken und Belege von Bayern, Sachsen, NDP und DR, Besetzte Gebiete, Deutschland nach 1945 mit AM-Post, Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben, DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke. Steigerungen der Ausrufe bis zum sechsfachen und mehr waren keine Ausnahme.

Vorschau zur 158. Felzmann Auktion (7.-11.3.2017) Äthiopien Sammlung - The Waizero Collection

(Düsseldorf/aw) Eine wahre Grande Dame ostafrikanischer Philatelie bietet das Auktionshaus Felzmann in der kommenden Frühjahrsauktion (7.-11. März 2017) an. Sammler aus aller Welt können auf die Sammlung Waizero gespannt sein. Der Name der Sammlung - WAIZERO - lässt Kenner schon erahnen, welche philatelistischen Glanzstücke es in dieser einmaligen Kollektion zu entdecken gibt. Denn "Waizero" war zu Zeiten des Abessinischen Kaiserreichs in Äthiopien ein Titel für eine noble Dame des kaiserlichen Hofes, den der Herrscher nur zu bestimmten Anlässen an würdige Damen verlieh. Äthiopien konnte sich als Nation während des gesamten 19. Jahrhunderts bis 1936 kolonialen Eroberungen widersetzen und trat erst spät, nämlich 1908, dem Weltpostverein, auch Union Postal Universal (UPU) genannt, bei. Die Waizero-Sammlung wurde über Jahrzehnte von einem versierten Sammler zusammengetragen und spiegelt die posthistorische Geschichte des ostafrikanischen Landes wider. Sie zeichnet sich durch seltene Auslandsverwendungen mit entsprechenden Frankaturkombinationen der Pre-UPU- Zeit und durch Essays verschiedener Postperioden mit entsprechenden Unikaten aus. Auch die UPU-Zeit ab 1908 wird durch viele interessante Ausgaben inklusive sehr seltener Handstempel-Aufdrucke für Präsentationszwecke sowie Flug- und Zeppelinbelege dargestellt.

Das Düsseldorfer Auktionshaus Felzmann hat der Sammlung, die am 9. März versteigert wird, einen Spezial-Katalog gewidmet, der unter www.felzmann.de/epaper-und-downloads.aspx bereits einsehbar ist und per Tel. 02 11 / 550 440 bestellt werden kann. Bereits ein paar Tage zuvor, am 7. März, werden 20 hervorragende äthiopische Münzen aus der Zeit von 1889 bis 1970 bei Felzmann angeboten. Die Highlights der Sammlung und weitere Informationen finden sich auch unter www.felzmann.de/sammlung-waizero.aspx

93. Gert-Müller-Auktion:
Einmaliger Dienstbrief mit der ersten Briefmarke der Welt!

Die 93. internationale Gert-Müller-Auktion, die am 17. und 18. Februar 2017 durchgeführt wird, bringt ein sehr umfangreiches Angebot von über 4000 Einzellosen sowie mehr als 3500 Sammlungen, Partien und Nachlässen. Im Einzellos-Teil stehen zahlreiche Seltenheiten der weltweiten Philatelie bis hin zu großen Raritäten zum Verkauf.

Spitzenauswahl bei Deutschland

Die schöne Abteilung von Großbritannien enthält den einzig bekannten gedruckten Dienstbrief vom War Office, der mit der ersten Briefmarke der Welt, einer "Penny Black", frankiert wurde. Der auf dem Katalogtitel abgebildete Beleg ist mit Fotoattesten von Alberto Diena und Karl Albert Louis versehen und startet mit einem Schätzpreis von 25 000 Euro. Von Italien kommt ein spektakulärer klassischer Farbfehldruck, die ½ Tornese 1861 in Schwarz statt Grün, zum Ausruf. Die nur in sehr wenigen Exemplaren bekannte Abart, die zu den ganz großen europäischen Raritäten zählt, geht mit 15 000 Euro ins Rennen. Zahlreiche weitere Seltenheiten von Europa und Übersee, oft im vier- und fünfstelligen Preissegment, werden offeriert.

Auch die deutschen Einzellose sind traditionell hervorragend besetzt, dabei ein sehr schöner Teil Altdeutschland mit mehreren Schwarzen Einsern u.a. auf Briefen, Sachsen-Dreiern, dem berühmten Lübeck-Fehldruck gestempelt in perfekter Erhaltung mit neuem Fotoattest Mehlmann BPP (8000 Euro) und vielen weiteren seltenen Briefmarken und Briefen der verschiedenen Gebiete. Das Deutsche Reich ist ebenfalls bestens bestückt. Hier finden sich die seltene 50 Pf Krone/Adler (MiNr. 50 ab) in perfekter postfrischer Erhaltung mit Fotoattest Jäschke-Lantelme BPP (10 000 Euro), zwei Vineta-Provisorien auf Streifbändern, ein Nothilfeblock in perfekter Erhaltung mit Ostrosa-Sonderstempel und zahlreiche weitere Spitzenstücke. Die Deutschen Kolonien beinhalten ebenfalls viele seltene Markenausgaben, Briefe und Abstempelungen. Kamerun lockt mit einem wundervollen Einschreibe-Vorläuferbrief nach St. Petersburg gelaufen und einer sehr seltenen Halbierung der 10 Pf auf Streifband. Deutsch-Ostafrika zeigt u.a. die Stempel-Seltenheit von Kisaki auf Karte. Auch Nachkriegsdeutschland ist sehr reichhaltig mit zahlreichen kleinen und großen Seltenheiten, teils aus den Beständen von Gerd Bennewirtz, ausgestattet.

Der Sammlungsbereich ist wie gewohnt sehr umfangreich und hochwertig. Er umfasst zahlreiche gehaltvolle Länder- und Spezialsammlungen der verschiedensten Gebiete, umfangreiche Großposten in bis zu sieben Regalen bzw. 33 Umzugskartons sowie ganze Nachlässe. Dazu gehören schöne Spezialsammlungen der Alt- und Neusaarzeit, eine umfangreiche Briefsammlung Baden mit Seltenheiten (8000 Euro), eine besonders gehaltvolle Sammlung Deutsche Lokalausgaben (12 000 Euro), viele Kollektionen Deutsches Reich, Nachkriegsdeutschland sowie europäische Länder und Übersee.

In einem gesonderten Liquidationskatalog kommen Sammlungen unter den Hammer, die auf Wunsch der Einlieferer möglichst vollständig verkauft werden sollen. Hier sind ausnahmsweise stärkere Untergebote möglich, obwohl die Startpreise oft schon sehr günstig angesetzt sind.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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175. Rauhut-&-Kruschel-Auktion:
Altdeutschland für Liebhaber

Mit insgesamt 10 000 Losen und einem Gesamtausruf von 3 Millionen Euro wartet die 175. Versteigerung der Firma Rauhut & Kruschel am 17. und 18. Februar 2017 in Mülheim an der Ruhr auf. Durch die Auflösung zweier Sammlungen besticht sie durch ein starkes Altdeutschland-Angebot. Beide Objekte ergänzen sich durch unterschiedliche Schwerpunkte ideal, so dass nahezu jedes Teilgebiet gut und hochwertig besetzt ist. Die Sammler dürfen sich auf marktfrisches Material freuen, das über Jahrzehnte zusammengetragen wurde.

Seltenes Oldenburg-Paar

Vier Spitzenstücke, die auf der Vorder- und Rückseite des Katalogumschlages abgebildet sind, sollen im Folgenden etwas ausführlicher besprochen werden.

In einer ursprünglichen, absolut fehlerfreien Kabinetterhaltung zeigt sich ein Vordruckbrief aus dem Jahre 1872 von Helgoland an den Zeitschriftenverleger Werninck in London, der mit einem waagerechten Paar der MiNr. 3 sowie Einzelexemplaren der MiNrn. 6 e und 7 a frankiert ist. Auktionator Harald Rauhut weist in seiner Beschreibung darauf hin, dass ihm die Portorate von 5 ½ Schillingen - 3 ½ Schillinge Briefgebühr plus 2 Schillinge Seezuschlag - nur in dieser Frankatur bekannt ist. Der Beleg, der zu den schönsten aus der Schilling-Zeit zählt, hat mit König Faruk von Ägypten und "Romanow" edle Provenienzen und startet mit 9000 Euro. Gar nicht so häufig sieht man von Helgoland die amtlichen Berliner Neudrucke MiNrn. 19-20 ND, die nur in kleiner Stückzahl in den Verkehr gelangten. Rauhut kann einen Satz der 1 und 5 Mark in ungebrauchter Erhaltung ausrufen (700 Euro).

Ein Hingucker ist ein senkrechtes Paar der Oldenburg MiNr. 9 auf kleinem Nahbereichs-Briefchen mit zweizeiligem Rahmenstempel von Friesoythe. Das Paar ist zwar repariert, was aber damit zusammenhängt, dass durch Klischeeverschiebungen eine fehlerfreie Trennung kaum möglich war. Paare der Oldenburg MiNr. 9 werden sehr selten angeboten. Bei insgesamt nur elf registrierten Briefen mit Paaren - neun waagerechten und zwei senkrechten - ist das auch keine Wunder. Es handelt sich also um eines der beiden senkrechten Paare auf Brief, der dementsprechend mit 7000 Euro angesetzt ist.

Ein Liebhaberstück ist ein breitrandiges und farbfrisches Exemplar der Schleswig-Holstein MiNr. 2 b mit klarem, zentrischem Roststempel "12" von Hamburg - die "mit größter Wahrscheinlichkeit schönste existierende Einzelmarke", wie das Attest Möller ausdrücklich bestätigt. Die dekorative Marke ist "ex Romanow" und geht mit 10 000 Euro ins Rennen.

Ein Unikat ist eine Fünf-Farben-Kombination mit den Kreuzer-Höchstwerten von Thurn und Taxis, die Weihnachten 1866 als Paketbegleitbrief von Rudolstadt nach Essen lief. Auf einer 9-Kreuzer-Ganzsache kleben die MiNrn. 51/52 in Mischfrankatur mit den MiNrn. 24/25, was die portogerechte 58-Kreuzer-Frankatur für ein Paket bis 9 Pfund Gewicht und 40 bis 44 Meilen Entfernung ergibt. Mindestens 4500 Euro müssen für diesen Beleg geboten werden.

Wer den mehrere Hundert Lose umfassenden, wie immer sehr ansprechend präsentierten Sonderteil zu Beginn des Kataloges durchsieht, wird noch eine ganze Reihe interessanter Stücke entdecken. Ergänzt wird das Altdeutschland-Angebot u.a. durch Auflösung von Sammlungen bayerischer Mühlradstempel und preußischer Nummernstempel.

Auch die deutsche Semi-Klassik ist gut besetzt und lockt mit etlichen Seltenheiten. Neben hübschen Brustschild-Frankaturen verdienen zwei Vineta-Provisorien Beachtung, einmal die linke Hälfte auf Drucksachen-Streifband aus der bekannten Korrespondenz "Dr. zur Vieth" (6000 Euro) und ein Pendent auf Briefstück (5000 Euro). Zu den Infla-Raritäten gehören eine gestempelte MiNr. 278 Y und die MiNr. 315 b auf Briefstück (2000 bzw. 3200 Euro). Nachkriegsdeutschland begeistert mit seltenen Zähnungs- und Wasserzeichenvarianten der Bautenserie. Im Europa-Teil fällt schönes Material von Finnland, Großbritannien und der Schweiz ins Auge.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Das Auktionshaus Heinrich Köhler präsentiert eine Literaturauktion "vom Feinsten" (21.-25. März 2017)

wm (Wiesbaden) Am 2. November 2012 führte Heinrich Köhler in Mainz zur IPHLA eine weltweit beachtete Spezialauktion für Literaturfreunde durch. Ende März 2017 folgt eine zweite Versteigerung dieser Art, die sogar ein noch breiteres Angebotsspektrum offeriert. Dank der Einlieferungen vier namhafter Literatursammler, darunter solch große Namen wie Erivan Haub und insbesondere Charles Freeland, wurde ein einmaliges Angebot möglich.

Bibliophile finden Briefmarken-Kataloge von Alfred Potiquet, Paris 1862, aber auch den ersten deutschen Katalog der Dürr'schen-Buchhandlung (2. Aufl. 1863), mehrere Kataloge von Moens (1864), Bellars & Davie (1864), Zschiesches Katalog von 1872 sowie eine große Anzahl weiterer aus dem 19. Jh., die heute allesamt als selten gelten.

Apropos J.-B. Moens: Seine legendäre Monografien-Reihe der 1880er-Jahre ist mehr als vollständig, teils mit mehreren Exemplaren vertreten! Ebenso die frühen Handbücher der Philatelic Society London, von Stanley Gibbons etc., mehrere Ausgaben der Originaledition von E. D. Bacon zur Bibliothek von Lord Crawford und Victor Suppantschitschs Bibliografie von 1892.

Wer mehr auf Fälschungen steht, hat die Gelegenheit, eines der wenigen noch komplett erhaltenen Original-Fournier-Alben von 1928 mit allen Facsimiles, teils in Bogenteilen und Einheiten, zu erwerben. Die bekannten BPA-Dokumentationswerke zu den Fälschungen von Sperati sind vorhanden, natürlich auch die Luxuswerke von Mirabaud/de Reuterskiöld, Sir John Wilson und von Walter Clarke Bellows.

Postgeschichtler dürften an drei Folianten mit allen Preußischen Postverordnungen aus der Zeit von 1687/1803 (!) ihre helle Freude haben, ebenso an einem umfassenden Angebot zum Deutsch-Französischen Krieg mit all seinen Aspekten zur Ballon-, Militär-, Feld- und Luftpost. Selbstverständlich sind von Deutschland, Europa und Übersee (!) nahezu alle Standardwerke und Monografien des 19./20. Jh. vertreten.

Bei den philatelistischen Zeitschriften findet man z.B. nahezu komplette "Runs" des "London Philatelist" (1892-ca. 2015) und des "Collectors Club Philatelist" (ab 1922). Wohl erstmals in Deutschland wird ein gigantischer Bestand internationaler Auktionskataloge aufgelöst, der nicht nur zahllose "name sales" und "special sales"enthält, sondern auch Großlots mit häufig nahezu vollständigen Runs mit bis zu 1 000 und mehr Katalogen.

Das komplette Angebot der Heinrich Köhler Literatur-Auktion ist ab 15. Februar 2017 mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Facettenreiche Philatelie und Postgeschichte bei Rauhut & Kruschel am 17./18. Februar 2017

wm (Mühlheim) Am 17. und 18. Februar startet das Auktionshaus Rauhut & Kruschel mit seiner 175. Auktion in das neue Jahr 2017. Die Firma aus Mühlheim a.d. Ruhr präsentiert ein gewaltiges Spitzenangebot mit fast 11 000 Losen, darunter zahlreiche Glanzstücke der deutschen Sammelgebiete mit hochwertigen Einzellosen, spannenden Lots, Posten und Nachlässen von Deutschland bis Übersee. Trotz des enormen Pensums - auch für das Jahr 2017 stehen gleich sieben (!) Auktionen im Terminkalender - haben Auktionator Harald Rauhut und sein Team erneut ein großartiges Angebot hochwertiger Philatelie und Postgeschichte mit vielen kleinen und größeren Höhepunkten zusammengestellt.

Altdeutschland: "Titelstücke" und weitere Highlights

Traditionell überaus stark besetzt sind die altdeutschen Sammelgebiete mit wertvollen Marken und Briefen, seltenen Stempeln und zahlreichen Besonderheiten. Gleich die Titelseite des Auktionskataloges zeigt eine Rarität ersten Ranges, die 2 Schilling in dunkelrosarot (MiNr. 2b) von Schleswig Holstein als vorzügliches Luxusexemplar mit einmalig klarem Roststempel "12" von Hamburg. Das Liebhaberstück, Los 541 der 175. Auktion, gilt als die "mit größter Wahrscheinlichkeit schönste existierende Einzelmarke der Michel-Nr. 2" (Zitat: Attest Möller). Ebenfalls auf der Titelseite zu sehen ist eine einzigartige Thurn & Taxis-Fünffarbenfrankatur auf Ganzsache als Paketbegleitbrief ab Rudolstadt nach Essen (Los 575). Als frankierter Paketbegleitbrief ohnehin sehr selten, vereint der Beleg die beiden Kreuzer-Höchstwerte zu 15 und 30 Kreuzer auf Beleg - ein Unikat und ein wahres Liebhaberstück!

Die Katalogrückseite steht dem in Nichts nach! Der den Kennern sicherlich nicht unbekannte Helgoland-Brief nach London (Los 291), freigemacht mit der seltenen Mischfrankatur von MiNr. 3, 6e und 7a zu einer Portorate von 5 ½ Schilling, gilt als eines der Spitzenstücke dieses Sammelgebiets (ex König Faruk von Ägypten und "Romanow"). Vergleichbares ließe sich auch über Los 384 - ebenfalls auf der Rückseite des Kataloges zu sehen - sagen. Der Oldenburg-Brief mit einem senkrechten Paar der MiNr. 9 aus Friesoythe kennt "kaum" Vergleiche. Nur ein weiterer Beleg mit einem senkrechten Paar ist bekannt (Michel: 40.000 Euro).

Sozusagen "in Gänze" hervorzuheben ist das Bremen-Angebot dieser Versteigerung. Selten trifft man eine solch große Anzahl an Briefen, Briefstücken, Einzelmarken und ungebrauchten Einheiten dieses Sammelgebietes bei einer Auktion an. Die Bremen-Liebhaber dürfen sich unter anderem auf eine prachtvolle Einzelfrankatur der MiNr. 5a auf Brief aus Vegesack nach Bremen (Los 147) oder eine Mehrfachfrankatur der MiNr. 14 auf Übersee-Brief nach New York freuen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die "Nordlichter" werden ferner auch das Sammelgebiet Bergedorf, deren Auswahl unter anderem einen seltenen Halbbogen der MiNr. 3 (Los 89) sowie einen kompletten Bogen der Nr. 5 (Los 102) umfasst, mit Spannung erwarten. Zahlreiche weitere Spitzenlose mit einer beeindruckenden Vielfalt erwartet auch die Sammler der anschließenden Gebiete Altdeutschlands von Baden bis Württemberg, egal ob Marke, Brief oder Stempel gesucht sind. Gleiches gilt für das große Angebot an Losen Deutsches Reich über die deutschen Gebiete bis hin zu Bund/Berlin und DDR. In jedem Fall gilt: ein Blick in den Auktionskatalog lohnt sich!

Nachlässe und Posten: ein Angebot der Spitzenklasse

Insgesamt 581 Lose umfasst allein die "Nachlass-Abteilung" der bevorstehenden Auktion - eines der umfangreichsten Angebote der Firmengeschichte von Rauhut & Kruschel. Die am Samstag den 18. Februar 2017 gegen Gebot ausgerufenen Lose sind traditionell heiß begehrt und man darf so manche Bieterschlacht erwarten. Ebenfalls herausragend sind die weiteren Posten und Sammlungen von Altdeutschland bis Alle Welt, die am selben Tag ausgerufen werden. Auch hier ist mit großem Andrang und starkem Bieterinteresse zu rechnen, angesichts der zahlreichen, günstig angesetzten Lots und Sammlungen.

Die Kataloge zur Auktion sind ab sofort erhältlich sowie online unter www.rauhut-auktion.de und über Philasearch (www.philasearch.com) verfügbar. Katalogbestellungen und weiterführende Informationen bei: Rauhut & Kruschel Briefmarkenauktionshaus GmbH, Harald Rauhut, Werdener Weg 144, 45470 Mühlheim a.d. Ruhr, Tel. +49 (0)208 33098, E-Mail: info@rauhut-auktion.de, Internet: www.rauhut-auktion.de

Dr. Derichs Köln mit neuer Adresse

rm/wm Das Auktionshaus Dr. Derichs in Köln wurde 1957 gegründet und feiert in diesem Jahr sein 60jähriges Firmenjubiläum. Pünktlich zu diesem Anlass hat das Traditionshaus in Köln neue Räume bezogen:

    Dr. Wilhelm Derichs GmbH
    Bonner Straße 501
    50968 Köln (Marienburg)
Die Anschrift der Berliner Niederlassung des Hauses bleibt unverändert, ebenso wie die Telekommunikations-Anschlüsse des Kölner Stammhauses.

Roland Meiners, der alleingeschäftsführende Gesellschafter des Hauses, hatte in den letzten Jahren immer wieder einmal nach einem Ersatz für die heute nicht mehr zeitgemäßen Räume in der Kölner Innenstadt gesucht und wollte mit dem Auktionshaus in den Kölner Stadtteil "Marienburg", der ca. fünf Kilometer vom Dom entfernt liegt. Dabei wurde eine ganze Reihe von Objekten besichtigt, über die zum Teil auch ernsthaft überlegt wurde. Keines dieser Objekte war jedoch "ideal", bis jetzt in der Nachbarschaft von Meiners' Privathaus ein Neubau entstand, in dem das Auktionshaus das knapp 200 qm große Penthouse bezieht, von dessen Terasse aus man einen wunderbaren Blick über die Marienburger Gärten bis in die Baumwipfel des Südparks hat. Anders als in der Innenstadt stehen auch ausreichend Parkplätze in der nahen Umgebung zur Verfügung. Alben können entweder vor der Haustüre oder in der Tiefgarage des Hauses be- und entladen werden, von wo aus man ebenerdig zum Aufzug gelangt, der direkt in das Penthouse fährt, ohne dass man auch nur eine Stufe überwinden muss.

Für die Vorbesichtigungen der bekannten Kölner Auktionen bietet der neue Firmensitz ideale Lichtverhältnisse für alle Sammler und Händler und der größte Raum der Etage bietet sich an, um hier Auktionen durchzuführen, wobei Meiners diese zunächst weiter an der angestammten Hoteladresse machen möchte und einen Shuttle-Dienst zwischen Hotel und Büro anbieten wird.

Die 149. Auktion findet am 22. April 2017 statt. Neben dem Hauptkatalog wird es dafür auch den Sonderkatalog "Königreich Bayern - die Sammlung 'Monplaisir'" geben. Vier weitere Objekte für sog. "Name Sales" liegen dem Auktionshaus vor und über das weitere Auktionsprogramm für 2017 wird zum gegebenen Zeitpunkt berichtet werden.

Original-Kiloware - nach 60, 70 und mehr Jahren?

wm Viele ältere Sammler erinnern sich heute noch gerne an die Kiloware, die die Deutsche Bundespost in den 1950er-Jahren verkaufte. Schatzsucher fanden damals seltenere Marken und Einheiten, zuweilen solche mit Plattenfehlern und anderen Abarten. Solche Angebote sind heute Geschichte, längst vorbei und von vielen vergessen. Eher eine kleine Sensation ist es dann, wenn ein vielleicht vergleichbarer Fundus einmal wieder - weitgehend unberührt - aus einem umfangreichen Nachlass auf den Markt kommt. Zwar nicht von der Deutschen Bundespost, sondern von einem Unternehmen, das bereits in den 1930er-Jahren für Kiloware weltbekannt wurde.

Die Rede ist von der Firma COSMOPHIL und deren Besitzer, Dr. rer. pol. J. Hugo Hörr. Eigentlich hatte der um 1900 geborene aus Litzelstetten-Mainau am Bodensee stammende spätere Jurist nach seinem Volkswirtschaftsstudium Wirtschaftsprüfer werden wollen. Dies wurde er zunächst auch, entschied sich aber 1931 für eine andere Karriere, nämlich die des Berufsphilatelisten. Entscheidend dürfte seine Liebe zur Philatelie gewesen sein. Bereits an der Oberrealschule hatte er einen Tauschzirkel gegründet, wenige Jahre später spezialisierte er sich als Sammler auf die Hermesköpfe Griechenlands, aber auch auf die Ausgaben der Hochinflation und der Türkei. 1941 gab er unter Mitwirkung von Dr. Emil Dub die erste Auflage seines Buches "Die Postwertzeichen des Sudetenlandes" heraus, ein Standardwerk, das 1963 in der vielen bekannten zweiten Auflage erschien.

Da war Hörr bereits eine Legende. Denn mit seinem Kilowarenhaus COSMOPHIL (später hieß es Haus Hörr am See) war es ihm gelungen, Kiloware in den 1930er-Jahren und in den Jahren der Nachkriegszeit hoffähig zu machen. Er stand mit Lieferanten in hundert und mehr Ländern in Verbindung, die ihm regelmäßig Original-Kiloware per Paket zuschickten, Marken auf Briefstücken, die sie irgendwo und bei irgendwem ergattert hatten. Nicht nur die damals gängigen Frankaturen; es konnte auch so manch ältere Stück dabei sein. Das machte diese Kiloware zum "Original", das für andere Händler nachzuahmen, wegen des Aufwandes fast unmöglich war. Hörr - und nach seinem Tod am 27. September 1965 - sein ihm nachfolgender Sohn sammelten und bevorrateten das schier unüberblickbare Material in der Firma in Konstanz. Vieles wurde geordnet und länderweise in Kisten sortiert, aber so manches blieb auch in den Originalpaketen, - bis heute nicht geöffnet und tiefergehend erschlossen.

In dritter Generation nutzte Gernot Hörr mit seinem Verlag Dr. J. Hugo Hörr Nachf. den Riesenfundus vorwiegend für Kalender mit echten Briefmarken, außerdem zu philatelistischen Visitenkarten, in die eine solche eingelegt war. Verständlich, dass dabei das Riesenlager nur vergleichsweise wenig abnahm und deshalb heute noch viel erhalten blieb. Eben dieses Lager kommt vom 21.-25. März 2017 - nach vielen Jahrzehnten des "Schlummerschlafes" - beim Wiesbadener Auktionshaus Heinrich Köhler wieder auf den Markt, aufgeteilt in hunderte Lots, in denen forschende und suchende Philatelisten als Schatzsucher fündig werden können. Original-Kiloware gibt es also noch. Aber nur im Ausnahmefall!

Heiße Bieterkämpfe bei vielen Losen

Aachen Tolle Ergebnisse bei oftmals spektakulären Steigerungen sind von der 59. AIX-PHILA Auktion am 25. und 26. November 2016 zu vermelden. Ob Einzelmarken, Briefe oder Sammlungen, kaum ein Los blieb unverkauft.

Über 80% der 3424 Lose konnten auf Anhieb an den Mann gebracht werden. Der Gesamtschätzpreis von 425 810 Euro wurde mit einem Gesamtzuschlag von 711 176 Euro vor Nachverkauf deutlich übertroffen.

Eine bedarfsmäßig gebrauchte Wasserzei-chenbesonderheit aus dem Deutschen Reich (MiNr. 425 X) verdoppelte den Ausruf von 400 Euro, die rare MiNr. 538 y erzielte 1500 Euro, zwei ungebrauchte Esperanto-karten aus Danzig, die bei einem Katalogwert von 500 Euro mit 100 Euro ins Rennen geschickt worden waren, landeten bei jeweils 410 Euro. Die Zeppelinvignette DNG MiNr. II von 1913 im Viererblock kam auf 4800 Euro, ein R-Brief aus SCHREITLAUGKEN (Memel) verzehnfachte den Ausruf von 30 Euro! Eine französische Ceres 1 Fr. "Vermillon" mit kleinen Beanstandungen steigerte von 800 auf 2400 Euro, ein Brief aus dem litauischen Telsiai mit Gebührenzettel sprang von 200 auf 900 Euro sowie eine polnische MiNr. 1 auf Brief von KIBARTY an die Gräfin Zamoyska in Warschau von 400 auf 1300 Euro.

Sammlungen und Nachlässe waren durchweg heiß begehrt: Eine Kollektion Altdeutschland schoss von 4000 auf 12 700 Euro, eine Ausstellungssammlung Französische Zone auf 4200 (2000) Euro.

Entgegen dem allgemeinen Trend wurden die reichlich angebotenen Sammlungen und Posten Bundesrepublik, Berlin und DDR fast restlos mit teils beachtlichen Steigerungsraten zugeschlagen. Ein große Zahl ausländischer Teilnehmer unter den rund 270 anwesenden Bietern sorgte im vollbesetzten Auktionssaal für heiße Kämpfe bei der internationalen Philatelie: Ganzsachen aus Luxemburg erzielten 1300 (500) Euro, eine Sammlung Niederlande 3600 (1500) Euro, und bei einem Album der britischen Commonwealth-Regierungszeit Georg VI fiel der Hammer erst bei 6000 (2000) Euro! Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die Nachlässe und Wunderkartons samt und sonders zugeschlagen wurden und auch hier jeder Teilnehmer zum Zuge kam - egal ob er 30 oder 3000 Euro investierte.

Internet: www.aixphila.de

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Besonderheiten aus vielen Gebieten

Dessau-Rosslau Die 45. Hettinger-Auktion am 12. Januar 2017 startet mit 13 Losen Goldmünzen/Medaillen, dabei ein sehr seltener Medaillensatz zur Lutherehrung aus der DDR.

Bayern zeigt einen ungebrauchten 4er-Block der 18 Kreuzer und die vier Luit-pold-Markwerte ungezähnt. Beim Deutschen Reich fallen ein guter Teil Rhein-Main Flugpost mit u.a. E.El.P-Briefstück und ein starkes Angebot Zusammendrucke auf, dabei viele bessere Zusammendrucke mit Germania-Reklamen (z.B. Lose 824/832 fünf bzw. sechs Zusammendrucke mit HAN und Randleisten auf Beleg). Bei der Zeppelinpost finden sich seltene Zuleitungen von Rhodos zur Italienfahrt oder aus Bulgarien. Die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien warten mit ca. 100 Positionen - mit gutem Anteil Vorläufer - auf, die deutschen Nebengebiete mit rund 300 Losen. Hier lohnt ein Blick auf die Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg mit Schwerpunkt Russland (Pleskau-Probeaufdruck sowie seltene Belege und Briefstücke Sarny) und Zara.

Bei den Lokalausgaben (ca. 200 Lose) sticht Fredersdorf heraus. Der große SBZ-Teil enthält Besonderheiten wie Mecklenburg Abschied 4 Pf. in seltener Farbe "c" (Abbildung, seit 2010 nur zweimal versteigert), die Postmeistertrennung Görzke in seltener "c"-Farbe und die thüringische 12-Pf-Freimarke auf "r"-Papier (nur drei Exemplare bekannt). Eine Reihe von Wasserzeichenvarianten hat die DDR vorzuweisen, zum Beispiel 20 Pf Köpfe II mit seltenem Wasserzeichen "YI" im gestempelten 4er-Block oder 25 Pf Urlauberschiffe mit seitenverkehrtem Wasserzeichen.

Auch europäische und überseeische Gebiete sind gut besetzt. Zu den Raritäten der altitalienischen Staaten zählen die Modena 80 C (MiNr. 11) und Parma 5 C (MiNr. 12 a), jeweils mit aktuellem Fotoattest.

Eine gute Abteilung mit hochwertigen Sammlungen, u.a. mit einer Westsachsen-Bogen-Kollektion, bildet den Abschluss.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Schwerpunkt Deutschland

Leipzig Auf der 171. Briefmarkenauktion in Leipzig am 13. und 14. Januar 2017 kommen über 4000 Lose aus fast allen Sammelgebieten unter den Hammer.

Den Auftakt bilden 480 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon 220 aus dem Deutschen Reich, 190 aus Europa und 70 aus Übersee mit teils frühen Zeppelinbelegen und interessanten Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 75 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus Europa/ Übersee das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 120 Positionen und 150 mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heimatphilatelie/Postgeschichte (160 Lose) zum Verkauf. Über 140 Lose mit über 3800 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte mit Siegelmarken, Heimatphilatelie und 30 Lose historische Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) vervollständigen die Angebotspalette.

770 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (150) zeigen ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg).

Es folgen 360 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (30) von Bad Saarow bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler, viel Attestware) und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen (auch im Lot-Bereich gut vertreten). Einige bessere Stücke AM-Post/Westdeutschland warten auf neue Besitzer. Das Sammelgebiet DDR bringt 380 Lose, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhalten ca. 230 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege.

Den Abschluss bilden über 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen. Vertreten sind u.a. Sachsen (Nummernstempel-Kollektion), Deutsches Reich, Kolonien, Memel, DDR mit Dienst/ZKD, Berlin/Bund sowie Frankreich, Italien, Lettland, Österreich, Schweiz, UdSSR, VR China und Philippinen.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Gute Steigerungen für Material ab 1945

Dresden

Mit einem guten Ergebnis endete die 174. Dresdner Briefmarken-Auktion am 23. und 24. November 2016. Rund 70% aller Lose konnten verkauft werden. In der Sammlungs-Abteilung lag die Verkaufsquote mit 83% sogar noch höher.

Mit 103% wurde der Gesamtausruf knapp übertroffen. Stark umkämpft waren vor allem die Bereiche Münzen, Ansichtskarten, Übersee, China. Altdeutschland, Lokalausgaben und DDR.

Mit 2600 (1500) Euro setzte eine ungebrauchte Frankreich MiNr. 8 im waagerechten Paar mit Originalgummi ein erstes Ausrufezeichen. Von 60 auf 2500 Euro schoss ein in Shanghai 1896 aufgegebener Einschreibebrief mit den Hongkong MiNrn. 36 und 44.

1650 (1000) Euro wurden für eine gestempelte Bayern MiNr. 1 geboten. Eine Braunschweig MiNr. 1 ungebraucht ohne Gummi steigerte von 80 auf 1350 Euro. Die Feldpost-Marke MiNr. 7 mit kopfstehendem Aufdruck auf Brief war einem Bieter 3800 (3500) Euro wert.

Ein Schwerpunkt waren die deutschen Lokalausgaben ab 1945. Die Birkenfeld MiNrn. 1-13 I postfrisch zogen von 500 auf 1000 Euro, die Frankenberg MiNr. 1 F postfrisch im waagerechten Paar mit und ohne Aufdruck von 250 auf 860 Euro. Für 3200 (1000) Euro wurde der unten abgebildete Großbogen von Storkow Block MiNr. 2 zugeschlagen. Von 1200 auf 1550 Euro kletterten die Spremberg MiNrn. 15 und 16 B jeweils geschnitten auf Briefstück.

Für 1900 (500) Euro wechselte das bislang einzig bekannte Exemplar einer 30 Pf Ziffer mit Bezirkshandstempel Saßnitz den Besitzer. 1600 (400) Euro brachte die 84 Pf Ziffer aus derselben Stadt. Zur Taxe von 2700 bzw. 2850 Euro wurden die DDR MiNrn. 332 vaYI gestempelt und Block MiNr. 12 F III (siehe DBR 11/16, S. 58) mitgenommen. Eine portogerechte Mehrfachfrankatur der DDR MiNr. 1367 A, 14 Exemplare vorder- und rückseitig auf Paketkarte, sprang von 20 auf 310 Euro. Begehrt war auch ein Lot mit allen vier ZKD-Ausgaben (C) MiNrn. 1-60 auf 182 Briefstücken und neun Briefen, das für 3500 (3000) Euro in neue Hände ging.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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4.000 Lose bei der Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig (13.-14.1.2017)

wm Zum Jahresbeginn wartet das bekannte Leipziger Auktionshaus mit seiner 171. Versteigerung auf, die zu fast allen Sammelgebieten wieder vieles zu bieten hat. Den Auftakt bilden 480 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon DR (220), Europa (190), Übersee (70), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Anschließend ergänzen 75 Flugpost-Lose mit DR-Pionierluftpost sowie Lose aus Europa/Übersee das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 120 Lose und 150 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte (160 Lose) unter den Hammer. Über 140 Lose mit über 3 800 alten Ansichtskarten überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte mit Siegelmarken, Heimatphilatelie und 30 Lose Historische Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) ergänzen die Angebotspalette.

770 Lose sind für Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (150) zu zählen, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg). Es folgen 360 Lose Deutschland nach 1945 mit Lokalausgaben (30) von Bad Saarow bis Strausberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler, viel Attestware und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen (auch im Lot-Bereich gut vertreten). Einige bessere Stücke AM-Post/WD warten auf neue Besitzer. Das Sammelgebiet DDR hat 380 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Markenheftchen, Belege, Ganzsachen und Dienst/ZKD-Post.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 230 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege. Den Abschluss bilden über 850 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: Sachsen (Nummernstempel-S1g.), DR, Kolonien, Memel, DDR mit Dienst/ZKD, Berlin/Bund sowie Frankreich, Italien, Lettland, Österreich, Schweiz, UdSSR und VR China, Philippinen.

Tolle Ergebnisse bei oftmals spektakulären Steigerungen auf der 59. AIX-PHILA Auktion in Aachen!

wm (Aachen/ho) Ob Einzelmarken, Briefe oder Sammlungen, kaum ein Los blieb unverkauft. Eine bedarfsmäßig gebrauchte Wasserzeichenbesonderheit aus dem Deutschen Reich (Mi.-Nr. 425 X) verdoppelte den Ausruf von 400 €, die rare Nr. 538 y erzielte 1.500 €, zwei ungebrauchte Esperantokarten aus Danzig, die bei einem Katalogwert von 500 € mit 100 € ins Rennen geschickt worden waren, landeten bei jeweils 410 €. Die Zeppelinvignette DNG Nr. II von 1913 im Viererblock kam auf 4.800 €, ein R.-Brief aus SCHREITLAUGKEN (Memel) verzehnfachte den Ausruf von 30 €! Eine französische Ceres 1 Fr. "Vermillon" mit kleinen Beanstandungen steigerte sich von 800 auf 2.400 €, ein Brief aus dem litauischen Telsiai mit Gebührenzettel von 200 auf 900 € sowie eine polnische Nr. 1 auf Brief von KIBARTY an die Gräfin Zamoyska in Warschau von 400 € auf 1.300 €.

Sammlungen und Nachlässe waren durchweg heiß begehrt: Eine Kollektion Altdeutschland schoss von 4.000 € auf 12.700 €, eine Ausstellungssammlung französische Zone auf 4.200 € (Ausruf 2.000 €). Entgegen dem allgemeinen Trend wurden die reichlich angebotenen Sammlungen und Posten Bundesrepublik, Berlin und DDR fast restlos mit teils beachtlichen Steigerungsraten zugeschlagen. Ein große Zahl ausländischer Teilnehmer sorgte im vollbesetzten Auktionssaal für heiße Bieterkämpfe bei der internationalen Philatelie: Ganzsachen aus Luxemburg erzielten 1.300 € (Ausruf 500 €), eine Sammlung Niederlande 3.600 € (Ausruf 1.500 €) und bei einem Album engl. Commonwealth Regierungszeit Georg VI. - Ausruf 2.000 € - fiel der Hammer erst bei 6.000 €! Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass die Nachlässe und Wunderkartons samt und sonders zugeschlagen wurden und auch hier jeder Teilnehmer zum Zuge kam -egal ob er 30 oder 3.000 € investierte.

Internet: www.aixphila.de

Nachlese zur 157. Felzmann-Auktion (10.-12. November 2016)

wm (Düsseldorf/aw) Das hochkarätig besetzte Angebot der Herbstauktion lockte zahlreiche Teilnehmer in den Auktionssaal, ans Telefon und an den heimischen PC. So übertrafen die Zuschläge ein ums andere Mal die Erwartungen von Einlieferern und Experten.

Einen gelungenen Start legte die Auktion gleich mit der Versteigerung begehrter Stücke aus der Ausstellungssammlung "Deutsche Aerophilatelie 1888 - 1938" von Graham Cosh hin. Bei einigen herausragenden Stücken griffen die Auktionsteilnehmer entschlossen zu und ließen die Ausrufpreise schnell in Vergessenheit geraten. Besonders Los 3049 hatte es den Bietern angetan, eine Abwurfkarte des LZ 8 "Deutschland" zur Rundfahrt ab und bis Düsseldorf von 1911. Ein glücklicher Saalbieter sicherte sich das Prachtstück für 3.200 Euro (Ausruf 2.000 Euro). Auch Los 3116 weckte Begehrlichkeiten, eine Fotokarte des Luftschiffs "Bodensee" zur Sonderfahrt nach Stockholm. Nach ausgerufenen 1.000 Euro kam der Zuschlag erst bei 2.100 Euro. Eine Karte mit einmaliger Kombination des "Graf Zeppelin" und eines Ganzmetallflugzeugs zur Südamerikafahrt 1932 brachte es auf 2.800 Euro (Los 3123, Ausruf 1.200 Euro).

Wenig Zeit zum Durchatmen gab es bis zum nächsten Highlight der Auktion. Der Teil Europa und Übersee wartete mit der seltensten Briefmarke Österreichs auf, einer 12 Kr. in blau mit abgeschlagenem "Franco" Versuchstempel. Für 95.000 Euro wechselte das erhabene Prachtstück seinen Besitzer (Los 4102, Ausruf 100.000 Euro). Weiter ging es mit zwei modernen Österreich-Raritäten, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit auf sich zogen. Dabei handelt es sich um zwei zurückgezogene Ausgaben anlässlich des 70. Geburtstags des Dalai-Lama, die auf Druck Chinas nicht veröffentlicht wurde. Der Zuschlag für diesen postfrischen Kleinbogen lag bei 5.800 Euro (Los 4139, Ausruf 4.000 Euro), ein weiterer, sogenannter "Blumen"-Kleinbogen erbrachte 5.400 Euro (Los 4140, Ausruf 4.000 Euro).

Gleich das Zehnfache des Startpreises erzielte eine schweizerische Marke. Die 15 Rp Rayon III mit seltenem Stempel "DE BULLE" war einem Kommissionärsbieter glatte 2.000 Euro wert (Los 4176, Ausruf 200 Euro).

Der Bereich Altdeutschland hatte mit einem senkrechten Dreierstreifen des berühmten "schwarzen Einser" einen echten Klassiker zu bieten. Der Zuschlag lag bei 14.000 Euro. (Los 4220, Ausruf: 12.000 Euro)

Besonders starke Ergebnisse lieferten aber die Marken aus dem Gebiet des ehemaligen Sudetenlandes. Darunter auch drei Lose aus Reichenberg-Maffersdorf. Einmal Los 5230, ein Masaryk Trauerblock in seltener Auflage, der einen Zuschlag von 4.000 Euro erzielte, dann ein Satz Legionärsmarken, der von 4.000 Euro auf 15.000 Euro gesteigert wurde (Los 5233) und zudem eine komplette Garnitur Masaryks Geburtstag, die für 7.500 Euro einen neuen Besitzer fand (Los 5242, Ausruf 3.000 Euro). Noch höher gingen die Gebote bei einer seltenen 25 L Marke aus Zara, die für 17.000 Euro versteigert wurde (Los 5419).

Aus dem Bereich der SBZ stach besonders ein Messeblock Sonderdruck im Großformat und steigendem Wasserzeichen heraus. 70 Jahre nach Verausgabung erstmalig angeboten, erzielte die Spitzenrarität 19.000 Euro (Los 5646, Ausruf 15.000 Euro).

Die herausragende Qualität eines angebotenen Posthornsatzes beeindruckte die Sammler des philatelistischen Nachkriegsdeutschlands und gipfelte in einem Endpreis von 3.800 Euro (Los 5810, Ausruf 2.000 Euro). Im Bereich thematischer Philatelie erwachte die Kauflaune der Sammler insbesondere bei einem Mondphasen-Brief der 15. Apollo-Mission von 1971 mit eigenhändigen Unterschriften der Besatzung. Die ausgerufenen 2.800 Euro konnte die Seltenheit mit 6.200 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln. Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 157. Auktion können noch bis zum 9. Dezember 2016 mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden.

Qualitativ hochwertiges Angebot aller Gebiete

Aachen Ein qualitativ hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie bietet die 59. AIX-PHILA-Briefmarkenauktion am 25. und 26. November in Aachen.

Vom Deutschen Reich z.B. kommen alle guten Blocks und Zeppelinsätze teils mehrfach unter den Hammer. Die rare MiNr. 24 großes Brustschild auf Brief wird mit 1500 Euro ins Rennen geschickt. Der Fehldruck "Huna" statt "Hund" im Paar mit Normalmarke postfrisch startet mit 2500 Euro, und die gesuchte Flugpostmarke MiNr. 538 y mit waagerechter Riffelung soll wenigstens 1300 Euro bringen. Deutsche Gebiete wie Besetzungsausgaben Erster und Zweiter Weltkrieg, Danzig, Memel oder Oberschlesien sind mit etlichen Besonderheiten und Briefen vertreten; eine seltene MiNr. 1 Ie aus Kiautschou beginnt mit 1500 Euro. Bei der deutschen Nachkriegsphilatelie ist praktisch alles vertreten, was in Sammlerkreisen Rang und Namen hat, beispielsweise Posthornsätze, gestempelte Währungsblocks usw.

Die Schwerpunkte bei Europa liegen auf Frankreich mit u.a. MiNr. 6 Ceres 1 Fr vermillon (800 Euro) und Napoleon 1 Fr (500 Euro) sowie Luxemburg mit zahlreichen Besonderheiten wie Probedrucken u.ä. Die erste Marke Polens auf Briefen aus Warschau bzw. Kibarty soll wenigstens je 400 Euro einspielen, eine postfrische MiNr. 99 der Niederlande 300 Euro.

Den Höhepunkt der Auktion bilden traditionell mehr als 1400 Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe, die zu Startpreisen von 10 bis 2000 Euro unter den Hammer kommen. Dabei ist von Heimatpost über Briefepartien bis hin zu gut ausgebauten Länder- und Motivsammlungen alles vertreten, was das Sammlerherz begehrt, dazu natürlich auch jede Menge Wühlkisten sowie ganze Regale voll mit Briefmarken.

Münzen von der Antike bis hin in die Eurozeit stehen ebenfalls auf dem Programm: Ein Sesterz aus der Zeit Neros startet mit 200 Euro, ein Denar mit der Abbildung Caesars mit 150 Euro. Eine Rarität aus der deutschen Kaiserzeit wie ein Fünfmarkstück aus Sachsen-Coburg-Gotha (Jäger Nr. 146) soll wenigsten 1500 Euro einspielen, eine ähnliche Münze aus Waldeck-Pyrmont 2000 Euro (Jäger Nr. 171). Eine Münze aus Deutsch-Neuguinea mit der Abbildung eines Paradiesvogels (Jäger Nr. 707) beginnt bei 1500 Euro, ein Fünfmarkstück Goethe aus der Weimarer Zeit bei 2000 Euro.

Wertvolle Sammlungen und Anlegerpartien bestimmen den 2. Teil der Münzauktion. Hierbei ragt vor allem eine Kollektion mit mehr als 50 Goldmünzen und -medaillen aus Luxemburg heraus, deren Startpreis bei 8000 Euro liegt. Eine tolle Sammlung Geldscheine ebenfalls aus dem Großherzogtum wird wohl kaum zum Ausruf von 1500 Euro zu haben sein ebenso wenig wie diverse Motivgebiete aus Österreich, die mit 1000 bis 2500 Euro angesetzt sind.

Internet: www.aixphila.de

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Seltenheiten der deutschen Lokalausgaben ab 1945

Dresden Die 174. Dresdner Briefmarken-Auktion am 23. und 24. November 2016 begeistert mit einem starken Angebot der deutschen Lokalausgaben ab 1945.

Nur sieben Belege sind von der Brackwede MiNr. 1 mit handschriftlichem Vermerk bekannt. Im Angebot ist ein Bedarfs-Einschreibebrief nach Homburg (Saar) vom 6. April 1946 mit Ankunftsstempel (1000 Euro). Mit 400 Euro startet ein Bedarfsbrief nach Leipzig mit der Hitlerkopf-Schwärzung von Braunsbedra MiNr. 7. Eine absolute Seltenheit ist der Gebührenzettel MiNr. 2 von Husum, hier vorliegend auf Packpapier mit Stempel vom 13. Mai 1946. Der Poststempel wurde allerdings vor dem Aufkleben des Gebührenzettels angebracht, so dass er nicht auf das Packpapier übergeht (500 Euro). Nur wenige gestempelte Exemplare sind von dem Handstempelaufdruck Meißen MiNr. B 1 auf Hitlerkopf-Ausgabe bekannt. Die Dresdner Briefmarken-Auktion kann eine 6 Pf auf nachträglich beschrifteter Karte für 1000 Euro anbieten. Für einen 3er-Streifen des Gebührenzettels MiNr. Vb von Spremberg mit MiNr. III auf portogerechtem Bedarfs-Einschreibebrief müssen mindestens 800 Euro geboten werden. Wahrscheinlich ein Unikat ist ein Großbogen von Storkow auf grünlichem Papier mit je viermal Block MiNrn. 2 B X und 2 C Y postfrisch (1000 Euro).

Nach einer größeren Offerte Münzen und Banknoten sowie Ansichtskarten fallen einige Seltenheiten von Europa ins Auge, beispielsweise Frankreich MiNr. 8 im ungebrauchten waagerechten Paar mit Originalgummi (1500 Euro) oder bei Polen alle zehn nicht ausgegebenen Werte des Generalgouvernements mit Handstempelaufdruck während des Warschauer Aufstandes 1944 postfrisch (400 Euro). China bietet Block MiNr. 8 zweimal gestempelt (2000 bzw. 2500 Euro).

Mit gleich vier Exemplaren ist der "Schwarze Einser" von Bayern vertreten (ab 300 Euro). Der "Sachsen Dreier" steht dem mit drei Exemplaren kaum nach (ab 600 Euro). Thurn und Taxis weist einige seltene große Einheiten auf, z.B. die MiNr. 10 aII im 7er-Streifen mit Nummernstempel "134" und einen 4er-Block der MiNr. 27 mit Nummernstempel "51" (1500 bzw. 2000 Euro). Eine Drei-Farben-Frankatur der 4. Ausgabe von Württemberg mit u.a. zwei Exemplaren der 18 Kreuzer blau soll mindestens 2100 Euro bringen. Hingucker beim Deutschen Reich sind die MiNr. 81 Bb gestempelt und eine MeF 8 der MiNr. 245 auf portogerechter Karte (900 bzw. 400 Euro). Mit 1600 Euro startet ein Lot mit den MiNrn. 24-25 B und 26-27 A gestempelt von Kiautschou. 3500 Euro werden für die Feldpostmarken-Abart MiNr. 7 AK auf Brief gefordert. Danzigs Großer Innendienst ist postfrisch (ein Wert nachgummiert) und jeweils auf Prachtbriefstück für 1200 bzw. 2000 Euro zu haben.

Gewohnt reichhaltig präsentiert sich die SBZ mit u.a. der Seiffen MiNr. 47 aL im senkrechten 3er-Streifen auf leicht überfrankiertem Einschreibebrief (800 Euro), dem Block MiNr. 2 SI postfrisch (2950 Euro), einer postfrischen 5 Mark "Taube" vom linken Rand mit Bezirkshandstempel "14/(Heidersdorf) Neuhausen" (1800 Euro), einer 25 Pf "Ziffer" postfrisch mit Bezirkshandstempel "14/Muskau" (3900 Euro) und einer 24 Pf mit Bezirkshandstempel "14/Torno" auf portogerechtem Brief (800 Euro). Auch die DDR wartet mit etlichen Besonderheiten auf. Mit jeweils 2850 Euro gehen die postfrischen Blocks MiNrn. 12 FI und 12 F III ins Rennen. Gestempelt bisher nicht katalogisiert ist der Zusammendruck MiNr. WZd 162 F, der mit 700 Euro ausgerufen wird. Eine absolute Deutschland-Rarität, weil bis jetzt nur einmal bekannt, ist die Dienstmarke MiNr. D 14xYI postfrisch (10 000 Euro). Diese Marke, deren Existenz bisher angezweifelt wurde, wurde in einer Sammlung durch Zufall entdeckt.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Bietergefechte um Raritäten

Zweimal im Jahr locken die Versteigerungen des Berliner Auktionshauses Schlegel Käufer aus der ganzen Welt an. Auch die jüngste Auktion spornte viele Bieter an und brachte sensationelle Zuschläge. Besonders die Einzellose im Bereich Deutschland waren heiß begehrt und eröffneten mit Höchstpreisen den zweiten Auktionstag.

Angeführt wurde die Spitzenparade von Los 4269, dem postfrischen Olympia-Block von 1936 aus dem Deutschen Reich mit verkehrt stehendem Wasserzeichen. Dieses spektakuläre Unikat - angesetzt mit 40.000 Euro - übertraf die hochgesteckten Erwartungen mit einem Ergebnis von 107.000 Euro. Im Bereich Deutsche Kolonien spielte die Kiautschou MiNr. 26 B postfrisch (Los 4794), die erstmalig in dieser Erhaltung auf einer Auktion angeboten wurde, hervorragende 78.500 Euro ein. Ein extrem seltener Memel-Fehldruck in postfrischer Luxusqualität (Los 4932) übertraf den Schätzpreis und endete bei 26.000 Euro. Abgerundet wurde das Ganze durch eine "Basler Taube" (Los 3381) auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem, rotem Zweikreisstempel, die für 22.000 Euro zugeschlagen wurde.

Für Aufmerksamkeit sorgten schon traditionell die Sammlungen mit Steigerungen allerorten. Besonders Brasilien und China (mit überraschend hohen Steigerungsraten) fanden großen Anklang. Auch die Zuschläge des Sonderkataloges konnten sich sehen lassen: Mit einem Gesamtergebnis von weit über 100.000 Euro wurde das Lebenswerk des Sammlers Rainer Ihlenburg auch von den Bietern entsprechend gewürdigt. Dieses außerordentliche Angebot glänzte durch hervorragende Zuschläge sowohl bei kompletten Sammlungsteilen als auch bei zahlreichen Einzellosen.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Gebieten

Singen Seit nunmehr 47 Jahren veranstaltet die Firma Lenz Auktionen ganz im Süden Deutschlands. Auch bei der 97. Versteigerung am 4. und 5. November 2016 stehen neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein im Blickpunkt.

Bei diesen Gebieten liegen die Stärken in der Detaillierung für den Spezialsammler ab der Vorphilatelie, verschiedenen Stempelverwendungen, Portostufen und vieles mehr - gespickt mit seltenen Raritäten im Briefteil wie auch bei den Marken. Diese sehr aufwendige Detaillierung in den Hauptgebieten kommt spezialisierten und Heimatsammlern entgegen, die über die Suchmaschine auf der Web-Seite das Angebot ganz gezielt nach Gebieten/Orten etc. durchsuchen können. Insgesamt kommen über 11 500 Positionen unter den Hammer, davon ca. 8800 Einzellose, 2100 Sammlungen und Posten/Lots sowie über 500 Münzenpositionen.

Im Übersee-Teil ist China mit allen Blocks ab MiNr. 1 bis 23 mit den Spitzen Schauspielkunstblock (7500 Euro) und "Affe" mit Unterrand (1000 Euro). Bei Europa fällt Italien mit vielen guten Ausgaben bei Ausrufen bis 500 Euro auf. Die Länder Liechtenstein, Österreich und Schweiz warten jeweils mit einem breiten Angebot ab Vorphila auf, darunter diverse Abstempelungen, ein gut sortierter Markenteil ab Alt bis in die Moderne, dabei auch viele Briefe mit Frankaturen und Verwendungen.

Liechtenstein bringt u.a. den Vaduz-Block auf Brief (600 Euro). Österreich begeistert mit einem Brief mit einer Vier-Farben-Mischfrankatur aus 1873 mit den MiNrn. 36 und 39-40 von Wien nach Paris auf (600 Euro). Die Schweiz lockt mir einer "Zürich" MiNr. 2 I auf Briefstück (500 Euro), vielen Rayon- und Strubel-Ausgaben sehr spezialisiert und einigen schönen Buntfrankaturen nach England (z.B. Drei-Farben-Frankatur mit den MiNrn. 24, 25 und 35 aus 1862, 900 Euro). Die seltene MiNr. 73 III postfrisch mit Attest Rellstab ist mit 400 Euro angesetzt. Von der Klassik bis zur Moderne ist das Gebiet mit guten Marken und Stempeln besetzt, die Blocks sind in allen Erhaltungen vorhanden.

Altdeutschland beginnt mit Baden Vorphila und der MiNr. 1 b als 3er-Streifen mit Bogenrand auf Briefstück (250 Euro). Bei Bayern fällt ein schöner Stempelteil auf, bei Schleswig Holstein eine Halbierung der MiNr. 7 auf Briefstück mit Attest Rellstab (600 Euro). Württemberg zeigt zweimal die 18 Kr. MiNr. 20 y gestempelt (Atteste Thoma/Irtenkauf). Ein Blickfang ist ein Brief mit einem glasklaren Hufeisenstempel von Strasburg (500 Euro). Das Deutsche Reich ist mit allein über 1100 Einzelpositionen ist sehr stark vertreten, dabei MiNr. 66 II auf Brief (400 Euro), Flugpost Nr. VI auf Karte (echt und fehlerfrei laut Attest Jäschke, 500 Euro), Holztaube MiNrn. 344-50 im waagrechten Paar postfrisch (500 Euro) und Nothilfeblocks postfrisch und gestempelt mit Attesten (1000 bzw. 2300 Euro). Hervorzuheben ist ein schöner Teil Zusammendrucke und Markenheften. Die Saar bietet u.a. die MiNr. 264 auf FDC (500 Euro). Über 200 Zeppelin-Belege mit Ausrufen bis 1500 Euro verdienen außerdem Erwähnung.

Deutschland ab 1945 bringt ein breites Angebot, dabei viele Spitzenstücken in den über 1800 Losen aus Lokalausgaben, Alliierte Besetzung, SBZ, DDR, Berlin, Französische Zone, Bizone und Bund. Bei der SBZ finden sich ein postfrischer Viererblock der "POTSCHTA" (600 Euro) und ein Nähmaschinendurchstich der MiNrn. 116-119 gestempelt mit Attest Ströh (2000 Euro). Berlin enthält den Währungsgeschädigten-Block zweimal auf Brief und die seltene MiNr. 58 X ungebraucht mit Attest Schlegel (1000 Euro). Die Französische Zone wartet mit Konstanz II zweimal gestempelt und einmal auf Brief sowie dem Württemberg-Block MiNr. 1 I auf Brief mit Befund Schlegel (500 Euro) auf. Bund zeigt sich mit vielen guten Anfangsausgaben - teils auch auf Brief. Bei der Posthorn-Marken finden sich nicht nur einige komplette Serien, sondern auch die 80 Pf ungezähnt in postfrischer Erhaltung mit Attest Schlegel (700 Euro).

Am 2. Versteigerungstag machen die Münzen den Auftakt. Hier kommen Einzelstücke von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer, ebenfalls ganze Sammlungen und Nachlässe. Nicht nur Sammler, sondern auch Anleger dürften hier fündig werden. China beinhaltet ein gutes Angebot Panda-Münzen, die 50 Yuan, 5 Unzen Silber, Volleyballspielerinnen von 1988 in PP (170 Euro) und die Serie Olympisches Komitee für China 1980 1-300 Yuan in Messing, Silber und Gold. Das Altdeutschland-Angebot startet im Bereich Baden und Preußen ab 1745. Kaiserreich und Weimar sind gut bestückt. Bei der Bundesrepublik Deutschland finden sich 50 Pf Bank Deutscher Länder (100 Euro) und 5-DM-Kurs- und Sondermünzen wie Germanisches Museum mehrfach (200-270 Euro) bis hin zu den neuen 20-Euro-Goldmünzen.

Am Nachmittag kommen über 2100 Sammlungen und Posten und teils unberührte Nachlasse zum Ausruf: von Übersee-Sammlungen, Wühlkisten, Motivposten bis hin zu Sammlungen und Posten Europa und Deutschland in jeder Größenordnung und Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.

Internet: www.briefmarken.com

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363. Heinrich-Köhler-Auktion: Beste Verkaufsquote seit Jahrzehnten!

Sommerliche Temperaturen begleiteten die Woche der Heinrich-Köhler-Herbstauktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden. Doch nicht nur in Celsius gemessen glänzte der in Philateliekreisen gerne zitierte "heiße Herbst" mit Spitzenwerten. Das anhaltende "philatelistische Hoch" schlug sich wie auch in den zurückliegenden Versteigerungen in einer beeindruckenden Nachfrage quer durch alle Sammelgebiete nieder. Die Beteiligung der Bieter - vom Saal bis zum Internet - ließ kaum Wünsche übrig, und so stand nach vier Tagen Auktion mit zahlreichen spannenden Bietergefechten und beeindruckenden Steigerungen unterm Strich ein großartiges Gesamtergebnis mit der besten Verkaufsquote bei einer internationalen Heinrich-Köhler-Auktion seit Jahrzehnten!

Gesuchte Raritäten von Europa bis Übersee

Bereits im Vorfeld sorgte die Vielfalt des Angebots weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog für Aufsehen. Kleine und große Raritäten von Europa bis Übersee erwarteten die Sammler, die mit Begeisterung an der Versteigerung teilnahmen, um das ein oder andere Stück für ihre Sammlung zu gewinnen. So fand zum Beispiel ein ungebrauchtes "Basler Täubchen" (Los 24), eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke, für 9500 (3000) Euro eine neue Heimat. Ein gestempelter Farbfehldruck "blau statt braun" der Schweizer 5-Rappen-Strubel-Marke von 1854 (Los 28) wechselte für beachtliche 12.000 (4000) Euro den Besitzer. Aus der "Sammlung Larsson", einer Spezialsammlung der Marken der unabhängigen Republik Irland, wurde eine ungebrauchte Versuchs-Rollenmarke von 1935 (Los 477) für sagenhafte 10.000 (4000) Euro zugeschlagen.

Das Sammelgebiet Großbritannien hatte mit der ersten Dienstmarke der Welt, der unverausgabten Penny Black VR 1d, ein weiteres Highlight zu bieten (Los 814). Das hervorragend erhaltene Stück wurde bei 8000 Euro zugeschlagen. Beispielhaft genannt sei an dieser Stelle auch eine wunderschöne gestempelte British-Guiana 4-Cent-Marke von 1856 (Los 825), die für 9.000 Euro eine neue Sammlung bereichern wird.

Die deutschen Sammelgebiete vereinten wie gewohnt zahlreiche hochwertige und außergewöhnliche Lose, die nachhaltig beeindrucken konnten. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich Bayerns Schwarzer Einser auf Drucksache mit Fingerhutstempel "WUNSIEDEL" (Los 2211). Bei einem Ausruf von 3000 Euro wurde die Drucksache fast um das Siebenfache gesteigert und bei sensationellen 20.000 Euro zugeschlagen. Eine prächtige Vier-Farben-Mischfrankatur von Sachsen nach Indien (Los 2305) sieht man auch nicht alle Tage. Hier fiel der Hammer bei starken 14.000 (5000) Euro.

Ausnahmesammlungen von Finnland und Bayern

Auch die in den Sonderkatalogen präsentierten Spezialsammlungen "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" und "Bayern 1849-1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus (II)" konnten nahtlos an die starken Ergebnisse anknüpfen. Die Finnland-Spezialsammlung bewies mit zahllosen prächtigen Stücken ihre große Klasse, darunter ein 5 penni Kehrdruck-Paar im 3er-Streifen mit Einzelmarke auf Briefstück (Los 8047), das für 13.000 Euro zugeschlagen wurde. Der berühmte "Fehldruck auf beiden Seiten" 20 penni mit 40 penni blau auf der Rückseite in gebrauchter Erhaltung (Los 8105) wechselte bei einem Zuschlag von 8000 Euro den Besitzer. Bei einem Brief aus Abo mit einem Paar sowie zwei Einzelmarken der 1 Mark (Los 8130) fiel der Hammer bei fantastischen 12.000 Euro.

Wie erwartet war die Nachfrage beim Verkauf des zweiten Teils der Sammlung Hilmar Kraus groß, um nicht zu sagen riesig. Bereits die im Vorfeld eingetroffenen schriftlichen Gebote bewiesen das enorme Interesse der Sammler. Als Beispiel mag Los 9265 dienen, ein Brief mit der 9-Kreuzer-Marke lebhaftgrün von 1854 als waagerechter 3er-Streifen und waagerechtes Paar mit 3 Kreuzer blau nach Großbritannien an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Gemahl der britischen Königin Victoria. Das Stück wurde 2009 bei Heinrich Köhler im Rahmen der legendären Fritz-Kirchner-Versteigerungen für 3300 Euro verkauft und nun - nur sieben Jahre später - waren bei einem moderat angesetzten Ausruf von 2500 Euro noch mindestens vier Bieter am Telefon und im Internet bereit, mehr als das Doppelte des damaligen Zuschlages zu bieten. Das Rennen machte dennoch ein Saalbieter, der sich gegen besagte Konkurrenz mit einem Höchstgebot von 9000 Euro durchsetzte und dieses einzigartige Stück nun sein Eigen nennen darf.

Diesem Höhepunkt stehen zahllose weitere zur Seite, darunter auch das Titelstück des Sonderkatalogs, eine einmalige Mischfrankatur 18 Kreuzer orangerot und 12 Kreuzer violett auf traumhaft schönem Brief nach Frankreich (Los 9257), das bei einem Ausruf von 10.000 Euro für 22.000 Euro zugeschlagen wurde. Ein Brief mit dem Schwarzen Einser im Paar plus Einzelmarke als 3-Kreuzer-Frankatur aus Wallerstein (Los 9019) startete bei 8.000 Euro und sicherte sich mit 26.000 Euro den Spitzenzuschlag. Weiterhin erwähnenswert auch zwei höchst dekorative Auslandsbriefe nach Indien bzw. Finnland: Der Brief nach Bombay (Los 9303) zeigt eine seltene Mischfrankatur der 3 Kreuzer blau mit 9 Kreuzer gelbgrün im 3er-Streifen (Zuschlag: 12.000 Euro). Die nicht minder rare wertstufengleiche Mischfrankatur der 9 Kreuzer gelbgrün mit 9 Kreuzer braun und weiterer Zusatzfrankatur auf Brief nach Helsingfors (Los 9245) wurde bei 10.000 Euro zugeschlagen. Alle genannten Zuschläge sind übrigens ohne Aufgeld.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Vorschau: 59. AIX-PHILA Briefmarkenauktion am 25. und 26. November in Aachen

wm (Aachen) Vom Deutschen Reich gelangen bei dieser Versteigerung alle guten Blöcke und Zeppelinsätze teils mehrfach unter den Hammer. Die rare Mi.-Nr. 24 großes Brustschild auf Brief wird mit 1.500 Euro ins Rennen geschickt. Der Fehldruck "Huna" statt "Hund" im Paar mit Normalmarke postfrisch startet mit 2.500 Euro und die gesuchte Flugpostmarke Nr. 538 y mit waagerechter Riffelung soll wenigstens 1.300 Euro bringen. Deutsche Gebiete wie Besetzung 1. und 2. Weltkrieg, Danzig, Memel oder Oberschlesien sind mit etlichen Besonderheiten und Briefen vertreten, eine seltene Nr. 1 Ie aus Kiautschou beginnt mit 1.500 Euro

Bei der deutschen Nachkriegsphilatelie ist praktisch alles vertreten, was in Sammlerkreisen Rang und Namen hat, wie z.B. Posthornsätze, gestempelte Währungsblöcke usw., die Schwerpunkte bei Europa liegen auf Frankreich mit u.a. Nr. 6 Ceres 1 Fr vermillon (Ausruf 800 Euro) und Napoleon 1 Fr (Ausruf 500 Euro) sowie Luxemburg mit zahlreichen Besonderheiten wie Probedrucken u.ä.

Die erste Marke Polens auf Briefen aus Warschau bzw. Kibarty soll wenigstens je 400 Euro einspielen, eine postfrische Nr. 99 der Niederlande 300 Euro.

Den Höhepunkt der Auktion bilden traditionell mehr als 1.400 Sammlungen, Partien und ganze Nachlässe, welche zu Startpreisen von 10 bis 2.000 Euro unter den Hammer kommen. Dabei ist von Heimatpost über Briefepartien bis hin zu gut ausgebauten Länder- und Motivsammlungen alles vertreten, was das Sammlerherz begehrt, dazu natürlich auch jede Menge Wühlkisten sowie ganze Regale voll mit Briefmarken.

Münzen von der Antike bis hin in die Eurozeit stehen ebenfalls auf dem Programm der 59. AIX-PHILA Versteigerung am 25. November in Aachen: Ein Sesterz aus der Zeit Neros startet mit 200 Euro, ein Denar mit der Abbildung Caesars mit 150 Euro. Eine Rarität aus der deutschen Kaiserzeit wie ein Fünfmarkstück aus Sachsen-Coburg-Gotha (Jäger Nr. 146) soll wenigsten 1.500 Euro einspielen, eine ähnliche Münze aus Waldeck-Pyrmont 2.000 Euro (Jäger Nr. 171). Eine Münze aus Deutsch-Neuguinea mit der Abbildung eines Paradiesvogels (Jäger Nr. 707) beginnt bei 1.500 Euro, ein Fünfmarkstück Goethe aus der Weimarer Zeit bei 2.000 Euro.

Wertvolle Sammlungen und Anlegerpartien bestimmen den 2. Teil der Münzauktion. Hierbei ragt vor allem eine Kollektion mit mehr als 50 Goldmünzen und -medaillen aus Luxemburg heraus, deren Startpreis bei 8.000 Euro liegt. Eine tolle Sammlung Geldscheine ebenfalls aus dem Großherzogtum wird wohl kaum zum Ausruf von 1.500 Euro zu haben sein ebenso wenig wie diverse Motivgebiete aus Österreich, welche mit 1.000 bis 2.500 Euro an den Start gehen. Weitere Info/Katalog: siehe www.aixphila.de

Vorschau: 157. Felzmann-Auktion - Philatelie - am 10.-12. November 2016

wm (Düsseldorf/aw) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 10.-12.11.2016 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich die seltenste Briefmarke Österreichs sowie eine bislang noch nicht katalogisierte Berliner Neu-Entdeckung.

Die Flug- und Zeppelinpost-Auktion steht dieses Mal ganz im Zeichen der vielfach prämierten Ausstellungssammlung "Deutsche Aerophilatelie 1888-1938" von Graham Cosh. Unmöglich, alle Glanzstücke dieser erstklassigen Sammlung en détail vorzustellen. Eines der Highlights ist aber sicherlich Los 3163, ein deutscher Zuleitungsbrief zum Balbo Geschwaderflug von 1933, mit Zeppelin- und Flugpostmarken frankiert. Das seltene Stück, von dem lediglich 20 Belege registriert wurden, ist ab 5.000 Euro zu ersteigern.

Das Gebiet Europa und Übersee wird in dieser Auktion von prächtigen Marken aus Österreich dominiert. Allen voran steht die seltenste Briefmarke Österreichs, eine 12 Kr. blau mit vollständig abgeschlagenem "Franco" Versuchsstempel. Zudem noch ein Stück, das einst die größten und bedeutendsten Sammlungen ihrer Zeit zierte, u.a. bis 1947 die des legendären Baron Alfons de Rothschild, Wien. Eine einmalige Gelegenheit, sich die größte Rarität der gesamten Österreich-Philatelie zu sichern, deren wenige weitere Exemplare sich unerreichbar in Stiftungs- und Museums-Sammlungen befinden. Der Ausrufpreis für diese außergewöhnliche Rarität liegt bei 100.000 Euro (Los 4102).

Nicht ganz so rar, aber mindestens so attraktiv, präsentiert sich ein österreichischer Blumen-Kleinbogen, der, obwohl unverausgabt, dennoch in den philatelistischen Umlauf geriet. Bei 4.000 Euro liegt hier der Startpreis (Los 4140).

Zahlreiche Spitzen bietet der Bereich Altdeutschland. Repräsentativ sei hier ein bemerkenswertes Exemplar der legendären Baden Landpostporto 12 Kr. genannt. Das überdurchschnittlich dekorative Stück dieser Altdeutschland-Rarität wird für 12.000 Euro ausgerufen (Los 4200).

Das Deutsche Reich präsentiert sich ebenfalls gewohnt reichhaltig und besticht mit einer 10 Pfg Reichsadler im waagerechten Kehrdruckpaar. Von dieser Ausgabe sind nur sehr wenige Tête-bêche-Paare bekannt, der Ausruf liegt bei 15.000 Euro (Los 4780).

Das Sudentenland sowie die Besetzungsgebiete WK II sind gespickt mit Raritäten. Darunter Legionärsmarken von 1919 aus Reichenberg mit vier vollständigen Sonderstempeln, zum Ausrufpreis von 4.000 Euro zu ersteigern (Los 5233). Die Besetzungsausgaben Zaras halten mit einer 10 L Flugpostmarke mit markantem Plattenfehler sogar ein Unikat bereit. Mit 10.000 Euro ist dieses Stück taxiert (Los 5425). Auch der Bereich Feldpost WK II ist außerordentlich gut bestückt. Beispielhaft steht ein Brief mit Marke Kreta durchstochen mit FP-Normstempel "d" und dem bis dato frühesten bekannten Verwendungsdatum 4.11.1944. Bei 5.000 Euro startet dieses seltene Stück mit einmaligem Dokumentationscharakter (Los 5454).

Die SBZ hält zahlreiche, teils museale Raritäten für Liebhaber dieses Gebietes bereit. Zu nennen sind insbesondere Essays zur Ausgabe Opfer des Faschismus von 1945 mit 36 verschiedenen Entwürfen, teils handgezeichnet vom Gestalter der Marken. Bei diesen Originalentwürfen, inklusive der gesuchten Bleistiftzeichnungen, handelt es sich um eine Zierde für jede SBZ-Sammlung. Für 7.000 Euro ist diese einmalige Garnitur zu ersteigern (Los 5581). Herausragend ist auch Los 5646, ein Messeblock Sonderdruck mit steigendem Wasserzeichen, der 70 Jahre nach Verausgabung erstmalig angeboten wird. Das Startgebot liegt bei 15.000 Euro.

Los 5698 dürfte bei DDR-Sammlern für Entzückung sorgen. Es handelt sich um eine 10 Pfg Volkssolidarität in schwarzblaugrün als ungezähnter Probedruck. Der Ausrufpreis beträgt 5.000 Euro.

Eine Neuentdeckung wird im Bereich Berlin präsentiert: 10 und 30 Pfg Philharmonie je mit fehlerhaftem Wasserzeichen "fehlender Ring". Ist der 10 Pfg Wert mit dieser markanten Abart bereits seit einiger Zeit in wenigen Exemplaren bekannt und hin und wieder auf Auktionen zu finden, handelt es sich bei dem 30 Pfg Wert um eine bislang noch nicht katalogisierte Neu-Entdeckung. Dieses bis dato Unikat ist ab 10.000 Euro zu ersteigern.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Angebot der 157. Felzmann-Auktion. Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 14. Oktober 2016 auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vor der Briefmarkenauktion am 8. und 9. November in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden unter: 0211 / 550 440.

19. Schlegel-Auktion in Berlin: Bietergefechte um Raritäten

wm (Berlin/ls) Zweimal im Jahr locken die Auktionen des Berliner Auktionshauses Schlegel Käufer aus der ganzen Welt an. Auch die jüngste Auktion des Berliner Auktionshauses Schlegel vermeldete reges Bieten und brachte sensationelle Zuschläge. Besonders die Einzellose im Bereich Deutschland waren heiß begehrt und eröffneten mit Höchstpreisen den zweiten Auktionstag.

Angeführt wurde die Ergebnisliste von Los 4269, dem postfrischen OLYMPIABLOCK von 1936 aus dem Deutschen Reich mit verkehrt stehendem Wasserzeichen. Dieses spektakuläre Unikat - angesetzt mit 40.000 EUR - übertraf die hochgesteckten Erwartungen mit einem Ergebnis von 107.000 EUR. Im Bereich Deutsche Kolonien spielte KIAUTSCHOU, Michel-Nr. 26B** (Los 4794), die erstmalig postfrisch in einer Auktion angeboten wurde, hervorragende 78.500 EUR ein. Ein extrem seltener Memel-Fehldruck in postfrischer Luxusqualität (Los 4932) übertraf den Schätzpreis und endete bei 26.000 EUR. Abgerundet wurde das ganze durch eine BASLER TAUBE (Los 3381) auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem roten Zweikreisstempel, die für 22.000 EUR zugeschlagen wurde.

Für Aufmerksamkeit sorgten traditionell die Sammlungen mit Steigerungen allerorten. Besonders Brasilien und China (mit überraschend hohen Steigerungsraten) fanden großen Anklang. Auch die Zuschläge unseres Sonderkataloges konnten sich sehen lassen: Mit einem Gesamtergebnis von weit über 100.000 EUR wurde das Lebenswerk des Sammlers Rainer Ihlenburg auch von den Bietern entsprechend gewürdigt. Dieses außerordentliche Angebot glänzte durch hervorragende Zuschläge sowohl bei kompletten Sammlungsteilen als auch bei zahlreichen Einzellosen.

Auktionshaus Peter F. Harlos bietet Postgeschichte weltweit

wm Der neue Auktionskatalog Nr. 36 für die Auktion am 19. November in Wunstorf liegt vor und ist auch auf der Webseite der Firma unter www.harlos-auktion.de einzusehen. Dort sind auch alle 6 000 Lose abgebildet, teils auch mit ihren Rückseiten. Auf der Internetseite von www.philasearch.com kann man ebenfalls den Auktionskatalog recherchieren. Wie immer ist das Angebot breit: Bedarfsbriefe aus aller Welt mit Schwerpunkten Deutsches Reich, Zensuren, Militärpost, Österreich, Polen, Kolonien, China, Britisch Commonwealth.

Pink-Magenta und Luxus der außerirdischen Art

wm Auffallen ist angesagt, mag sich Roland Meiners, der Kölner Auktionator und Inhaber des Auktionshauses Dr. Wilhelm Derichs gedacht haben, als er die Farbauswahl für seinen Hardcover-Luxuskatalog "Altdeutsche Staaten - Gem Quality Stamps" festlegte. Der Katalog zur 147. Auktion am 22. Oktober 2016 sticht ins Auge, aber bei weitem nicht allein wegen seines Umschlages. Denn das, was da im ersten Katalogteil geboten wird, hat der Autor nur selten so geballt und konzentriert in einem Katalog gesehen. John R. Boker wäre neidisch geworden - und hätte fleißig mitgeboten!

Dabei sind es "nur" 212 Lose. Aber was für welche! Klassische Marken. Nein, "Riesenexemplare" ihres Genres, wie man sie kaum kennt. Jedes Stück ein absolutes Luxusstück, häufig mit Teilen der Nachbarmarken, zentrisch sauber entwertet und bestens erhalten. Wenn man also künftig Abbildungen für die bei Auktionatoren vergleichsweise nicht so häufig vorkommende Qualitätsstufe "Luxus" benötigt, wird man hier fündig. Jedes Exemplar ist eine Augenweide, sicherlich auch für die Sammlungen von Philatelisten, die bei Ausstellungen zeigen wollen, was wirklich unübertrefflich ist. US-Amerikaner würden hier "grading"-Qualitätsstufen einführen, die ein Vielfaches bisheriger Katalogpreise notieren. Meiners hält seine Ansätze vergleichsweise moderat, was allerdings auch viel Luft nach oben lässt.

Vorbericht zur 57. Hadersbeck-Auktion

wm "Von Altitalien bis Altentreptow" lautet das Motto der 57. Hadersbeck-Auktion, die vom 26. bis 28. Oktober in Berlin stattfindet. Insgesamt kommen rund 6.400 Lose zum Ausruf, die die ganze Bandbreite der Philatelie spiegeln, aber auch einen interessanten Teil Numismatik enthalten. Der Überseeteil ist gewohnt gut besetzt, dieses Mal allein mit 60 Losen China. Bei Altdeutschland erfolgt die Auflösung einer Spezialsammlung Ganzsachen/frankierte Briefe in ca. 90 Losen, Deutsches Reich bietet einen ansprechenden Brustschild-Teil. Daneben kommen fast 300 Lose Münzen, Medaillen, Orden etc. zum Ausruf, am letzten Versteigerungstag auch über 2.000 Sammlungen, Posten und Partien. Weitere Informationen und Katalog sind beim Auktionshaus Hadersbeck, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Deutschland, Telefon: +49 30 29 49 13 90, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com erhältlich.

Internet: hadersbeck-auktionen.com

"Heißer Herbst" bei der Heinrich Köhler September-Auktion 2016 in Wiesbaden

wm (Wiesbaden) Sommerliche Temperaturen begleiteten die Woche der Heinrich Köhler-Herbstauktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden. Doch nicht nur in Celsius gemessen glänzte der in Philateliekreisen gerne zitierte "heiße Herbst" mit Spitzenwerten. Das anhaltende "philatelistische Hoch" schlug sich wie auch in den zurückliegenden Versteigerungen in einer beeindruckenden Nachfrage quer durch alle Sammelgebiete nieder. Die Beteiligung der Bieter - vom Saal bis zum Internet - ließ kaum Wünsche übrig und so stand nach vier Tagen Auktion mit zahlreichen spannenden Bietergefechten und beeindruckenden Steigerungen unterm Strich ein großartiges Gesamtergebnis mit der besten Verkaufsquote bei einer internationalen Heinrich Köhler Auktion seit Jahrzehnten!

Gesuchte Raritäten von Europa bis Übersee

Bereits im Vorfeld sorgte die Vielfalt des Angebots weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog für Aufsehen. Kleine und große Raritäten von Europa bis Übersee erwarteten die Sammler, die mit Begeisterung an der Versteigerung teilnahmen, um das ein oder andere Stück für ihre Sammlung zu gewinnen. So fand zum Beispiel ein ungebrauchtes "Basler Täubchen" (Los 24), eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke, für 9 500 Euro eine neue Heimat (Ausruf: 3.000 Euro). Ein gestempelter Farbfehldruck "blau statt braun" der Schweizer 5 Rappen-Strubel-Marke von 1854 (Los 28) wechselte für beachtliche 12.000 Euro den Besitzer (Ausruf: 4.000 Euro). Aus der "Sammlung Larsson", einer Spezialsammlung der Marken der unabhängigen Republik Irland, wurde eine ungebrauchte Versuchs-Rollenmarke von 1935 (Los 477) für sagenhafte 10.000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 4.000 Euro).

Das Sammelgebiet Großbritannien hatte mit der ersten Dienstmarke der Welt, der unverausgabten Penny Black VR 1d, ein weiteres Highlight zu bieten (Los 814). Das hervorragend erhaltene Stück wurde bei 8.000 Euro zugeschlagen. Beispielhaft genannt sei an dieser Stelle auch eine wunderschöne gestempelte British-Guiana 4-Cent-Marke von 1856 (Los 825), die für 9.000 Euro eine neue Sammlung bereichern wird.

Die deutschen Sammelgebiete vereinten wie gewohnt zahlreiche hochwertige und außergewöhnliche Lose, die nachhaltig beeindrucken konnten. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich Bayerns Schwarzer Einser auf Drucksache mit Fingerhutstempel "WUNSIEDEL" (Los 2211). Bei einem Ausruf von 3.000 Euro wurde die Drucksache fast um das sieben-fache gesteigert und bei sensationellen 20.000 Euro zugeschlagen. Eine prächtige Vierfarben-Mischfrankatur von Sachsen nach Indien (Los 2305) sieht man auch nicht alle Tage. Hier fiel der Hammer bei starken 14.000 Euro (Ausruf: 5.000 Euro).

Finnland und Bayern: Zwei Ausnahmesammlungen unter dem Hammer

Auch die in den Sonderkatalogen präsentierten Spezialsammlungen "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" und "Bayern 1849-1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus (II)" konnten nahtlos an die starken Ergebnisse anknüpfen. Die Finnland-Spezialsammlung bewies mit zahllosen prächtigen Stücken seine große Klasse, darunter ein 5 penni Kehrdruck-Paar im 3er-Streifen mit Einzelmarke auf Briefstück (Los 8047), das für 13.000 Euro zugeschlagen wurde. Der berühmte "Fehldruck auf beiden Seiten" 20 penni mit 40 penni blau auf der Rückseite in gebrauchter Erhaltung (Los 8105) wechselte bei einem Zuschlag von 8.000 Euro den Besitzer. Bei einem Brief aus Abo mit einem Paar sowie zwei Einzelmarken der 1 Mark (Los 8130) fiel der Hammer bei fantastischen 12.000 Euro.

Wie erwartet, war die Nachfrage beim Verkauf des zweiten Teils der Sammlung Hilmar Kraus groß - um nicht zu sagen riesig. Bereits die im Vorfeld eingetroffenen schriftlichen Gebote bewiesen das enorme Interesse der Sammler. Als Beispiel mag Los 9265 dienen, ein Brief mit der 9 Kreuzer-Marke lebhaftgrün von 1854 als waagerechter 3er-Streifen und waagerechtes Paar mit 3 Kreuzer blau nach Großbritannien an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Gemahl der britischen Königin Victoria. Das Stück wurde 2009 bei Heinrich Köhler im Rahmen der legendären Fritz Kirchner-Versteigerungen für 3 300 Euro verkauft und nun - nur sieben Jahre später - bei einem moderat angesetzten Ausruf von 2 500 Euro waren noch mindestens vier Bieter am Telefon und im Internet bereit, mehr als das Doppelte des damaligen Zuschlags zu bieten. Das Rennen machte dennoch ein Saalbieter, der sich gegen besagte Konkurrenz mit einem Höchstgebot von 9.000 Euro durchsetzte und dieses einzigartige Stück nun sein Eigen nennen darf.

Diesem Höhepunkt stehen zahllose weitere zur Seite, darunter auch das Titelstück des Sonderkatalogs, eine einmalige Mischfrankatur 18 Kreuzer orangerot und 12 Kreuzer violett auf traumhaft schönem Brief nach Frankreich (Los 9257), das bei einem Ausruf von 10.000 Euro für 22.000 Euro zugeschlagen wurde. Ein Brief mit dem Schwarzen Einser im Paar plus Einzelmarke als 3 Kreuzer-Frankatur aus Wallerstein (Los 9019) startete bei 8.000 Euro und sicherte sich mit 26.000 Euro den Spitzenzuschlag. Weiterhin erwähnenswert auch zwei höchst dekorative Auslandsbriefe nach Indien bzw. Finnland. Der Brief nach Bombay (Los 9303) zeigt eine seltene Mischfrankatur der 3 Kreuzer blau mit 9 Kreuzer gelbgrün im Dreierstreifen (Zuschlag: 12.000 Euro). Die nicht minder rare wertstufengleiche Mischfrankatur der 9 Kreuzer gelbgrün mit 9 Kreuzer braun und weiterer Zusatzfrankatur auf Brief nach Helsingfors (Los 9245) wurde bei 10.000 Euro zugeschlagen.

Nachverkauf und alle Ergebnisse im Internet

Alle Zuschläge der Auktion sind als Ergebnislisten sowie im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Noch bis zum 7. Oktober 2016 besteht zudem die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen unter www.heinrich-koehler.de oder bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

* alle Zuschläge ohne Aufgeld

Spitzenpreise für Nachlässe und Sammlungen

Ettlingen Ein großes internationales Publikum war anlässlich der 90. internationalen Auktion für Briefmarken und Münzen des badischen Traditionshauses Gert Müller besonders motiviert und kauflustig.

Außergewöhnlich viele Gebote aus dem Ausland erreichten die Firma anlässlich dieser Versteigerung. Der Frankenau-Nachlass Flugpost, der weltweit beworben wurde, erzielte einen enormen Zuschlagpreis von 76 600 Euro (Lose 1-1P, Ausruf 24 600 Euro). Die Sammlungen Europa eines mittlerweile 98-jährigen Sammlers erzielten großartige 79 760 Euro (Lose 2-21, 3, Ausruf 25 700 Euro). Hierbei erbrachte alleine eine Kollektion Deutsche Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg einen Zuschlag von 14.000 Euro (Los 2, Ausruf 5000 Euro). Eine Sammlung Volksrepublik China kostete beeindruckende 18.000 Euro (Los 5, Ausruf 3000 Euro). Ein umfangreicher Restbestand in 14 Regalen erzielte 17.000 Euro (Los 6D, Ausruf 2000 Euro). Eine weitere Kollektion Volksrepublik China kam auf 21.000 Euro (Los 8, Ausruf 3000 Euro). Viele weitere hohe Zuschläge kennzeichneten die Auktion, wobei oft ein Mehrfaches der angesetzten Schätzpreise erzielt wurde - bis hin zum 19-fachen Startpreis. Viele zufriedene Einlieferer konnten den Verkauf ihrer Sammlungen im vollbesetzten Auktionssaal selbst mitverfolgen.

Der umfangreiche Münzteil wurde nahezu restlos verkauft mit oft erheblichen Steigerungen. Ein Bestand Münzen inklusive Goldmünzen erlöste 46.000 Euro (Los 200, Ausruf 35.000 Euro), ein weiterer Bestand Münzen erbrachte 37.500 Euro (Los 201, Ausruf 30.000 Euro). Ein umfangreicher Bestand Münzen und Medaillen lief für 14.500 Euro (Los 204, Ausruf 5000 Euro). Ein Bestand moderner Münzen ging für enorme 32.000 Euro (Los 3215, Ausruf 25.000 Euro) in neue Hände, und ein weiterer Münzposten aus Rheinland-Pfalz kostete 14.500 Euro (Los 3224, Ausruf 10.000 Euro).

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Bayerisches Frankatur-Unikat!

München Zu den Blickfängen der 59. Deider-Auktion am 21. und 22. Oktober 2016 gehört ein Bischofsbrief mit zwei als Paar geklebten Exemplaren der Bayern MiNr. 6 mit dem Mühlradstempel "515" von Teisendorf nach München.

Es handelt sich um ein enorm seltenes Unikat in der 4. Gewichtsstufe und 2. Entfernungszone. Der Brief, der vor Jahrzehnten eines der Lieblingsstücke von Rudi Oppenheimer/London war, ist mit einem Fotoattest Brettl versehen und startet mit 5000 Euro. Auch das restliche Bayern-Angebot kann sich sehen lassen: Über 1300 Einzellose enthalten weitere Raritäten, gute Frankaturen, seltene Destinationen und vielfältigste Abstempelungen aus Spezial-Sammlungen. Die in der letzten Versteigerung begonnene Auflösung der Heimat-Sammlung "Augsburg" wird fortgesetzt. Auch die anderen altdeutschen Gebiete begeistern mit schönen Luxusstücken und Briefen, ebenso das Deutsche Reich. Hier finden sich u.a. gute Brustschild-Briefe oder die "Burg Rheinstein". Ein Liebhaberstück ist ein portogerechter Einschreibebrief aus Gera mit fünf Werten der Nothilfemarke von 1932 12+3 Rpf auf 15+5 Rpf, wovon eine den seltenen Aufdruckfehler "Rdf" statt "Rpf" aufweist (Deutsches Reich MiNr. 464 F). Laut Fotoattest Schlegel ist nur ein weiterer Brief mit dieser Abart bekannt. Der Brief geht mit 6000 Euro ins Rennen. Das Angebot des Deutschen Reiches wird mit gesuchten Besetzungsausgaben sowie Feldpost mit guten Inselpost-Briefen ergänzt.

Zu den Schwerpunkten bei Deider gehört traditionell die österreichische Philatelie, die wert- und reichhaltig mit klassischen Ausgaben und Abstempelungen, herausragenden Einzellosen "Destinationen", sehr guten Frankaturen sowie Lombardei, Levante und Bosnien aus mehreren Spezial-Sammlungen bestückt ist. Erwähnung verdienen eine MiNr. 3 X III auf Damen-Zierbrief mit vorder- und rückseitigen Blumen-Ranken und Ovalstempel "PRESSBURG" nach Wien (1800 Euro) und eine äußerst dekorative Dreifarben-Frankatur aus den MiNrn. 13 II, 14 II und 15 II auf vorgedrucktem Briefumschlag von "ESSEGG" nach Pest (1500 Euro). Auch andere europäische Gebiete und Übersee sind mit vielen Hochkarätern der klassischen Ausgaben, auch auf Brief, besetzt.

Die Sammlungs-Abteilung präsentiert sich ursprünglich und rahmensprengend mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen.

Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.deider.de

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Die schönsten Münzen hat der Herbst

wm (Düsseldorf) Eine enorme numismatische Vielfalt bietet die kommende 157. Herbstauktion des Auktionshauses Felzmann am 8.-9. November 2016 in Düsseldorf. Über 2 500 Positionen an seltenen Münzen, Geldscheinen, Medaillen, Orden und unberührten Sammlungsaufgaben erwarten die Teilnehmer an beiden Auktionstagen. Unter den zahlreichen Kostbarkeiten befinden sich diesmal ein echtes Schwergewicht deutscher Numismatik sowie eine rare Begräbnismünze aus Fernost.

Den Anfang der Auktion machen Münzen aus der Antike, wobei ein AR Miliarense aus der Kaiserzeit des Theodosius II. beispielhaft für viele weitere Glanzstücke aus dieser Zeit steht. Vorderseitig ist die drapierte Büste des Herrschers mit Perldiadem zu sehen, rückseitig steht der Kaiser mit dem Kopf nach links gewandt, einen Globus in der Linken haltend. Der Ausrufpreis für dieses schöne Stück liegt bei 1.000 Euro.

Das Gebiet Deutschland bis 1799 wird in dieser Auktion von einer prächtigen Münze aus Hannover dominiert. Angeboten wird ein Vierfach-Löser zu Ehren des Regierungsantritts von Herzog Ernst August und dessen Huldigung in Hannover. Mit dem vierfachen Gewicht eines Talers handelt es sich wahrlich um ein Schwergewicht der Numismatik. Aber nicht nur die materielle Wertigkeit macht dieses Pfundsstück so überaus interessant, vielmehr ist es die symbolträchtige Gestaltung. Auf der Vorderseite zeigt der Löser den Herzog mit Allongeperücke und auf der Rückseite steht illustriert mit einem aussagekräftigen Emblem das Motto von Ernst August I. geschrieben: "VARIIS IN MOTIBUS EADEM" - "In verschiedenen Gemütsbewegungen der Gleiche". Das Startgebot für dieses äußerst seltene Prachtstück liegt bei 10.000 Euro.

Der Bereich der Weimarer Republik ist in dieser Auktion besonders gut bestückt. So finden sich zahlreiche Münzen in außergewöhnlich guter Erhaltung. Etwa 50 Reichspfennig von 1924 in vz+, ein 3 RM-Stück von 1931 in PP oder ein 5 RM-Stück von 1932 in st. Die Gebote starten bei 2.000 Euro bzw. 1.000 Euro und 2.200 Euro.

Ein 2 DM Stück der Bundesrepublik aus dem Jahr 1951 ist ab 500 Euro zu erwerben. Die vorliegende PP Erhaltung wurde nur 33-mal geprägt.

Auch das Angebot internationaler Münzen enthält zahlreiche spannende Ausgaben. Eines der Highlights ist eine goldene Begräbnismünze aus der nördlichen Sòng Dynastie des Kaiserreichs China. Diese, im Stil des Tàizong (990 - 994) gefertigte, überaus seltene Münze, ist mit 15.000 Euro taxiert. Besonders reizvoll ist auch eine 1 Omani Rial Münze des Sultanats Oman von 1996. Auf den 26. Jahrestag der Regentschaft von Quabus bin Sa'id wurden nur 645 Exemplare geprägt. Der Ausruf liegt bei 1 300 Euro.

Repräsentativ für das umfangreiche Angebot an Geldscheinen ist ein 50 DM-Schein der Bank deutscher Länder von 1948 zu nennen, der nur in sehr geringer Zahl ausgegeben wurde. In dieser guten Erhaltung liegt der Startpreis bei 2.000 Euro. Ein 1.000 Francs Schein der parlamentarischen Monarchie Luxemburgs ist ab 800 Euro zu ersteigern.

Dies ist nur ein kleiner Einblick in das Angebot der 157. Felzmann-Auktion. Der Online- Katalog mit allen Losen und Fotos ist ab dem 11. Oktober 2016 auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Briefmarkenauktion findet im Anschluss an die Münzauktion vom 10. bis 12. November in Düsseldorf statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können telefonisch bestellt werden: 02 11 / 550 440.

363. Heinrich-Köhler-Auktion: Internationale Spitzenphilatelie mit zahlreichen Höhepunkten

Die diesjährige Herbst-Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler steht ganz im Zeichen der Internationalen Philatelie. Vom 21. bis 24. September 2016 erwartet die Sammler und Händler aus aller Welt erneut eine unglaubliche Vielfalt seltener und wertvoller Einzellose und Sammlungen von Deutschland über Europa bis Übersee. Erstmals in der Firmengeschichte kommen mehr internationale Lose als "deutsche" Lose zum Ausruf.

Hochwertige Philatelie Altdeutschlands

"Die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt ist quer durch alle Sammelgebiete extrem hoch", so Köhler-Geschäftsführer Dieter Michelson. "Diesem Trend trägt die enorme Vielfalt unseres internationalen Spitzenangebots Rechnung. Wir freuen uns natürlich, unseren Kunden darüber hinaus ein gewohnt stark besetztes Angebot der deutschen Sammelgebiete in dieser Auktion zu präsentieren."

Bereits der Auftakt ist reich an Höhepunkten! Den Anfang machen zwei große Schweiz-Raritäten, die am ersten Versteigerungstag, dem 21. September, unter den Hammer kommen: ein "Basler Täubchen" in ungebrauchter Erhaltung mit Originalgummi - eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke - sowie eine "Münchener Druckprobe" der blauen 5-Rappen Strubel-Marke. Ebenfalls an diesem Tag kommt ein Spezial- angebot Estland mit Essays, Probedrucken, unverausgabten Marken u.v.m. zum Ausruf. Darüber hinaus wird eine Spezialsammlung "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" einschließlich sechs (!) Briefen mit der 1-Mark-orange-Zungenmarke versteigert, die sicherlich zahlreiche Interessenten auf den Plan rufen dürfte.

Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstürmung des irischen General Post Office gelangt mit der "Sammlung Larsson" eine Spezialkollektion der Aufdruckmarken ab 1922 - den ersten Marken der unabhängigen Republik Irland - auf den Markt. Das Sammelgebiet Großbritannien und Commonwealth ist insgesamt mit vielen hochwertigen und außergewöhnlichen Losen vertreten, darunter Mauritius mit einer der frühesten Verwendung der FOUR PENCE grün von 1858 auf Brief nach Bordeaux. Südamerika beeindruckt mit den international ausgestellten Spezialsammlungen Dr. Oschmann "SCADTA" und "Ecuador", die ebenfalls viele Prachtstücke für die interessierten Sammler bereithalten.

Altdeutschland glänzt mit dem 2. Teil der Sammlung Hilmar Kraus "Bayern 1849-1875", die erneut in einem Sonderkatalog präsentiert wird. Als eines der Spitzenlose wird unter anderem ein Brief mit einer Mehrfachfrankatur der 1 Kr. tiefschwarz im waagerechten Paar plus Einzelmarke angeboten. Daneben werden zwei spektakuläre Auslandsbriefe nach Frankreich bzw. Indien für Begeisterung unter den Bayern-Liebhabern sorgen. Ein imponierender Teil "Sachsen" inklusive einer Vier-Farben-Frankatur der König-Johann-Ausgabe nach Peshawar/Indien sticht ebenfalls heraus. Darüber hinaus erwartet die Sammler eine große Vielfalt wertvoller Briefmarken und Briefe mit zahlreichen weiteren kleinen und großen Höhepunkten!

Starke Sammlungen und besondere Liebhaberstücke

Das Angebot hochwertiger Sammlungen auf höchstem Niveau bietet die ideale Gelegenheit, einen Grundstock für eine neue Sammlung zu erwerben. Interessenten finden in der kommenden Heinrich-Köhler-Auktion verschiedenste attraktive Kollektionen aus aller Welt ab der Klassik. Viele Sammlungen werden nach und nach im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de mit zusätzlichen Bildern zu besichtigen sein!

Ein außergewöhnliches Angebot für philatelistische Memorabilien-Sammler oder all jene, die einem Philatelisten ein Geschenk machen möchten, findet sich in über 170 klassischen "Briefmarkendosen", die ebenso dekorativ wie selten sind und das Herz eines jeden Liebhabers höher schlagen lassen. Gleiches gilt für diverse klassische Accessoires für Philatelisten, die zum Ausruf kommen - eine kleine Sensation, wurde doch bislang noch nie in Deutschland ein vergleichbares Angebot bei einer Auktion gesehen!

Das komplette Angebot der 363. Heinrich-Köhler-Auktion ist ab sofort mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Weiter auf Einkaufstour:
Auktionshaus Stade übernimmt Handelshaus Spevacek

In der Philatelie- und Ansichtskartenszene ist Jörg Spevacek aus dem niederbayerischen Vilshofen kein Unbekannter. Seit mehr als 30 Jahren zählte sein Geschäft zum festen Bestandteil von vielen Messen und Ausstellungen. Zum Unternehmen gehörte auch ein über Jahre erfolgreicher Versandhandel, der im Zeitalter der modernen Kommunikation natürlich auch in einen Onlinehandel umgewandelt wurde. Unter www.an sichtskartenversand.de haben die Sammlerinnen und Sammler ihre oft lange gesuchten Stücke gefunden.

Potential der Ansichtskarten erkannt

Nun wechselte dieses bekannte Handelshaus in jüngere Hände. Daniel Stade aus Grenzach-Wyhlen, der zuletzt auch das Traditionshaus Hartmut Raith übernommen hatte und erfolgreich ein Auktionshaus für historische Ansichtskarten und Philatelie betreibt, hat die Firma kürzlich gekauft. Seit Juni führt Stade die Firma weiter und ist jetzt in der Lage, ein noch größeres und interessanteres Angebot zu präsentieren. Gerade im Teilbereich der Ansichtskarten aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten wird er eine deutlich größere Palette bereitstellen können.

Wir hatten die Gelegenheit, mit Jörg Spevacek ein Gespräch zu führen. Dabei haben wir erfahren, dass er schon in den 1970er Jahren - inspiriert durch den Vater - zum Briefmarkensammler wurde. Zunächst baute er eine Heimatsammlung "Bad Hersfeld" auf; in diesem Zusammenhang entdeckte er auch die Ansichtskarten, die er wunderbar in eine solche Sammlung einbauen konnte. Zu dieser Zeit war dies noch eher ungewöhnlich, und so betrachtete er die Ansichtskarten eher als schmückendes Beiwerk zu seiner Stempelsammlung.

Ende der 1970er Jahre absolvierte Spevacek eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann (Philatelie) bei der damals sehr bekannten Firma "Briefmarken Krüger" in München, bei der er später zum Abteilungsleiter aufstieg. Ganz in der Nähe befand sich das bekannte Fachgeschäft "Philatelie und Ansichtskarten Hiller". Dort lernte er die Ansichtskartenlegende Karl Stehle kennen, mit dem er einige Jahre erfolgreich zusammenarbeitete. 1986 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit - sein Weg war erfolgreich und sein eigenes Unternehmen wurde im Prinzip zu seinem Lebenswerk.

Nach seinen eigenen Hobbys gefragt, antwortet Spevacek, dass er sich für frühe Ansichtskarten weltweit interessiere. Neben dem Sammeln gehören aber auch Reisen, gutes Essen sowie besondere Weine zu seinen Liebhabereien.

Veränderungen im Sammelverhalten hat er in den vergangenen 30 Jahren deutlich wahrgenommen. Früher zählten Generalsammler zu seinen Kunden die u.U. ganze Landkreise sammelten. Heute sind es eher kleine abgegrenzte Gebiete. Zudem hätten sich die Bezugsquellen völlig verändert. Früher wurden von den Sammlern Ansichtskartenbörsen und Großtauschtage der Briefmarkenvereine besucht - heute sind es überwiegend die verschiedenen Handelsplattformen im Internet.

Neueinsteigern rät Spevacek, sich zunächst einen preisgünstigen Grundstock in Form eines Postens zu kaufen, wenn sie sich für ein bestimmtes Sammelgebiet entschieden haben. Seltene und entsprechend teurere Karten könnten nach und nach die Sammlung ergänzen. Dem eigenen Geschmack seien keine Grenzen gesetzt, da eine solche Sammlung nie vollständig sein könne und man nicht nach Katalognummern sammeln müsse.

Wir fragten ihn auch, ob es in seiner langjährigen Tätigkeit besonders schöne Erinnerungen oder Erlebnisse gegeben hat. Dies sei für ihn besonders der Entschluss gewesen, nicht nur an Ansichtskartenbörsen in Deutschland, sondern auch an Messen im Ausland (so z.B. in London, Paris, Verona, Wien, Brüssel, Genua, Utrecht und Prag) teilzunehmen. Daraus hätten sich viele Kontakte und Freundschaften entwickelt, die über Jahre hielten und teilweise noch bestehen.

Abschließend wollten wir noch erfahren, warum beim Verkauf die Wahl auf Daniel Stade fiel. Es war die langjährige Bekanntschaft zur Familie Stade; man kannte sich schon, als Stade noch gemeinsam mit seinem Vater Tauschtage und Börsen besuchte. Spevacek schätzt an ihm seine Seriosität, sein nettes und positives Auftreten sowie nicht zuletzt seinen Optimismus und den Mut, auch neue Wege zu gehen. Bevor es zu einem Verkauf der Firma kam, bestanden schon langjährige geschäftliche Beziehungen - immer zu beiderseitigen vollsten Zufriedenheit.

Von der "Bildfläche" wird Jörg Spevacek aber sicher nicht verschwinden. Wir werden ihn als Besucher und Sammler auf einer der vielen Messen und Börsen wiedersehen. Nur die Seiten haben sich geändert: Er wird nun vor dem Stand stehen und kann sich ganz entspannt seinem Hobby widmen.

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Abwechslungsreiche Angebots-Palette

Leipzig 3800 Lose aus fast allen Sammelgebieten bringt die 170. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig am 9. und 10. September 2016. Den Auftakt bilden 390 Lose Zeppelinpost (1912- 1939), davon Deutsches Reich (130), Europa (120) und Übersee (80), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 110 Flugpost-Lose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1911/12 und "Rhein-Main-Flugpost" sowie Lose aus Europa/Übersee das "luftige" Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenen-Post kommen ca. 115 Positionen und 170 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heimatphilatelie/Postgeschichte (110 Lose) unter den Hammer.

Über 140 Lose mit über 3000 alten Ansichtskarten - überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte und 30 Lose historischer Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) - ergänzen die Angebotspalette.

720 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschließlich Altdeutschland (170) bieten eine reichhaltige Palette, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/ Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg.

Es folgen 260 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Altdöbern bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und ein SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belegen. Das Sammelgebiet DDR hat 420 Lose im Gepäck, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienstmarken/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 160 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege, u. a. Frankreich (sechs Lose Ballonbriefe 1870/71). Den Abschluss markieren über 950 Lots/Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen von u.a. Altdeutschland, Sachsen (Nummernstempel-Sammlung), Deutsches Reich, Deutschland nach 1945 mit Saarland, SBZ mit Lokalausgaben, DDR, Berlin/Bund sowie Italien, Malta, Slowakei, UdSSR und Burundi, Israel, Neuseeland.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Neuentdeckte DDR-Abart

Dessau-Roßlau Zu den Highlights der 44. Hettinger-Auktion am 1. September 2016 gehört die Auflösung eines Ladengeschäftes mit größeren Posten Briefmarken und Münzen sowie Zubehör, ein guter Anteil SBZ und DDR, eine schöne Abteilung mit Zusammendrucken und Markenheftchen des Deutschen Reiches, ein interessantes Angebot Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg, ein guter Teil Feldpost und Inselpost und eine schöne Zensurpostsammlung.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe interessanter Einzellose, die Beachtung verdienen:

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Ganzsachen und Briefe aus allen Epochen Deutschlands

Berlin Auf der 19. Auktion des Berliner Auktionshauses Schlegel am 30 September und 1. Oktober 2016 kommen innerhalb des gewohnt facettenreichen Angebotes erneut hochkarätige Einzelstücke und interessante Sammlungen unter den Hammer.

So folgt dem überaus erfolgreichen Verkauf der Dr.-Niesel-Sammlung in der letzten Versteigerung die nächste Attraktion: Die Rainer-Ihlenburg-Sammlung mit Ganzsachen und Briefen aus allen Epochen der deutschen Philatelie, die in einem Sonderkatalog präsentiert wird. Zwei weitere Sonderteile erwarten den geneigten Sammler im Hauptkatalog: Der Abschnitt "Europäische Transite" dokumentiert grenzüberschreitende Post verschiedener Länder mit dem Schwerpunkt Vorphilatelie. Weiterhin umfasst der Sonderteil "Internationale Schiffspost" die verschiedenen Aspekte der deutschen Schiffspost sowie die der Anrainerstaaten des Ostseeraumes mit diversen Losen für den Kenner der maritimen Postgeschichte.

Das insgesamt sehr reizvolle Angebot dieser Auktion deckt den Bereich von der Klassik bis hin zur Philatelie der Gegenwart facettenreich ab. Gute Steigerungen erhofft man sich auch von der außergewöhnlichen Offerte SBZ mit seltenen Marken, Blocks und Belegen.

Wie die letzten Auktionen zeigten, standen vor allem ausgewählte und seltene Stücke hoch im Kurs. Auch diesmal gibt es einige ausgesprochene Seltenheiten. Dazu gehört der Olympia-Block von 1936 des Deutschen Reiches mit verkehrt stehendem Wasserzeichen, ein Unikat des internationalen Sport-/Thematikbereichs in postfrischer Erhaltung. Eine Bereicherung für jede Sammlung, aber insbesondere für Kollektionen Deutsches Reich/ Olympia. Auch von der 40-Pf-Flugpostmarke in Blassgrün (Deutsches Reich MiNr. 112 b) in Mischfrankatur auf einem Luftpostbrief von Berlin nach Leipzig sind nur wenige Belege bekannt. Im Bereich der Deutschen Kolonien stechen mit der Türkei MiNr. VI/I und der Kiautschou MiNr. 26 B (Unikat), beide in postfrischer Erhaltung, zwei weitere Raritäten hervor. Das Gebiet Altdeutschland glänzt mit einem Sachsen-Dreier auf Chemnitzer Stadtpostbrief mit einem sehr seltenen Rautengitterstempel. Abgerundet wird das Ganze durch eine 2½ Rp. "Basler Taube" auf vollständigem Lokal-Faltbrief mit großem roten Zweikreisstempel "BASEL 6 NOV 1849 NACHMITTAG'", ein farbfrisches Exemplar mit ungewöhnlich schönem Reliefdruck.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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Internationale Spitzenphilatelie vom Feinsten bei der 363. Heinrich-Köhler-Auktion vom 21. bis 24. September 2016 in Wiesbaden

wm (Wiesbaden) Die diesjährige Herbst-Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler steht ganz im Zeichen der Internationalen Philatelie. Vom 21. bis 24. September 2016 erwartet die Sammler und Händler aus aller Welt erneut eine unglaubliche Vielfalt seltener und wertvoller Einzellose und Sammlungen von Deutschland über Europa bis Übersee. Erstmals in der Firmengeschichte kommen mehr internationale Lose als "deutsche" Lose zum Ausruf.

"Die Nachfrage nach hochwertiger Philatelie und Postgeschichte aus aller Welt ist quer durch alle Sammelgebiete extrem hoch", so Heinrich Köhler Geschäftsführer Dieter Michelson. "Diesem Trend trägt die enorme Vielfalt unseres internationalen Spitzenangebots Rechnung. Wir freuen uns natürlich, unseren Kunden darüber hinaus ein gewohnt stark besetztes Angebot der deutschen Sammelgebiete in dieser Auktion zu präsentieren."

Internationale Spitzenphilatelie mit zahlreichen Höhepunkten

Bereits der Auftakt ist reich an Höhepunkten! Den Anfang machen zwei große Schweiz-Raritäten, die am ersten Versteigerungstag, dem 21. September, zur Versteigerung kommen: ein "Basler Täubchen" in ungebrauchter Erhaltung mit Originalgummi - eines der schönsten Stücke dieser legendären Marke - sowie eine "Münchener Druckprobe" der blauen 5-Rappen Strubel-Marke. Ebenfalls an diesem Tag kommt ein Spezialangebot Estland mit Essays, Probedrucken, nicht herausgabten Marken u.v.m. zum Ausruf. Darüber hinaus wird eine Spezialsammlung "Finnland - Wappenausgabe 1860 bis 1866" inklusive sechs (!) Briefen mit der 1-Mark-orange-Zungenmarke versteigert, die sicherlich zahlreiche Interessenten auf den Plan rufen wird.

Pünktlich zum 100-jährigen Jubiläum der Erstürmung des irischen General Post Office kommt mit der "Sammlung Larsson" eine Spezialsammlung der Aufdruckmarken ab 1922 - den ersten Marken der unabhängigen Republik Irland - unter den Hammer. Das Sammelgebiet Großbritannien und Commonwealth ist insgesamt mit vielen hochwertigen und außergewöhnlichen Losen vertreten, darunter Mauritius mit einer der frühesten Verwendung der FOUR PENCE grün von 1858 auf Brief nach Bordeaux. Südamerika beeindruckt mit den international ausgestellten Spezialsammlungen Dr. Oschmann SCADTA und Ecuador, die ebenfalls viele Prachtstücke für die interessierten Sammler bereithalten.

Hochwertige Philatelie Altdeutschlands

Altdeutschland glänzt mit dem zweiten Teil der Sammlung Hilmar Kraus "Bayern 1849-1875", die erneut in einem Sonderkatalog dokumentiert wird. Als eines der Spitzenlose wird unter anderem ein Brief mit Mehrfachfrankatur der 1 Kr. tiefschwarz im waagerechten Paar plus Einzelmarke angeboten. Daneben werden zwei spektakuläre Auslandsbriefe nach Frankreich bzw. Indien für Begeisterung unter den Bayern-Liebhabern sorgen. Ein imponierender Teil "Sachsen" inklusive einer 4-Farben-Frankatur der König-Johann-Ausgabe nach Peshawar/Indien sticht ebenfalls heraus. Darüber hinaus erwartet die Sammler eine große Vielfalt wertvoller Briefmarken und Briefe mit zahlreichen weiteren kleinen und großen Höhepunkten!

Starke Sammlungen, philatelistische Memorabilien und besondere Liebhaberstücke

Das Angebot hochwertiger Sammlungen auf höchstem Niveau bietet die ideale Gelegenheit, einen Grundstock für eine neue Sammlung zu erwerben. Interessenten finden in der kommenden Heinrich Köhler Auktion verschiedenste attraktive Kollektionen aus aller Welt ab der Klassik. Viele Sammlungen werden nach und nach im Online-Katalog unter www.heinrich-koehler.de mit zusätzlichen Bildern zu besichtigen sein!

Ein außergewöhnliches Angebot für philatelistische Memorabilien-Sammler oder all jene, die einem Philatelisten ein Geschenk machen möchten, findet sich in über 170 klassischen "Briefmarkendosen", die ebenso dekorativ wie selten sind und das Herz eines jeden Liebhabers höher schlagen lassen. Gleiches gilt für diverse klassische Accessoires für Philatelisten, die zum Ausruf kommen - eine kleine Sensation, wurde doch bislang noch nie in Deutschland ein vergleichbares Angebot bei einer Auktion gesehen!

Das komplette Angebot der 363. Heinrich Köhler Auktion ist ab sofort mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Flug & Zeppelinpost-Spezialauktion am 10. November 2016

wm (wm) Das Düsseldorfer Auktionshaus Ulrich Felzmann vermag einmal mehr mit einer besonderen Spezialauktion zur Aerophilatelie aufwarten. Angeboten wird dieses Mal die Sammlung von Graham Cosh, die sich durch eine Fülle von Raritäten der Pionier- und Zeppelinpost auszeichnet. Selbst der Lakehurst Absturz von 1937 ist mit Belegmaterial dokumentiert.

Graham Cosh hat seine Forschungssammlung über mehr als 30 Jahre aufgebaut und diese immer wieder auf nationalen und internationalen Ausstellung gezeigt. Sie erhielt mehrfach die Prämierung Gold und Groß-Gold. Abgerundet wird das Angebot durch eine exquisite Sammlung sog. Zeppelin-Memorabilien.

Vorschau: 170. Briefmarkenauktion von Fortagne & Lipfert in Leipzig am 9./10. September 2016

(f-l/wm) 3 800 Lose aus fast allen Sammelgebieten bietet die bekannte Leipziger Firma dieses Mal an. Den Auftakt bilden 390 Lose Zeppelinpost (1912/1939), davon DR (130) Europa (120) Übersee (80), teils frühe Zeppelinbelege und interessante Zuleitungen. Daran anschließend ergänzen 110 Flugpost-Lose Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1911/12 und "Rhein-Main-Flugpost" und Lose aus Europa/Übersee das "luftige" Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kgf.-Post kommen ca. 115 Lose und 170 Lose mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte (110 Lose) unter den Hammer.

Über 140 Lose mit über 3 000 alten Ansichtskarten - überwiegend aus Deutschland sowie Material zur Zeitgeschichte und 30 Lose historischer Wertpapiere (Aktien, Banknoten, Notgeld) - ergänzen die Angebotspalette.

720 Lose Deutsches Reich mit Gebieten einschl. Altdeutschland (170) bieten ein reichhaltiges Angebot, dabei Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler und Ganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg).

Es folgen 260 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Altdöbern bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ Teil mit interessanten Ausgaben, Ganzsachen und Belege. Das Sammelgebiet DDR hat 420 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 160 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege, u. a. Frankreich (sechs Lose Ballonbriefe 1870/71). Den Abschluss bilden über 950 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen dabei: AD, Sachsen (Nummernstempel-S1g.), DR, Deutschland nach 1945 mit Saarland, SBZ mit Lokalausgaben, DDR, Berlin/Bund sowie Italien, Malta, Slowakei, UdSSR und Burundi, Israel, Neuseeland.

Rückblick zur 156. Felzmann-Auktion vom 30. Juni-2. Juli 2016: Top-Zuschläge für Sammlungen und Einzelstücke

(aw) Die Jubiläumsauktion zum 40. Firmenjubiläum von Auktionator Ulrich Felzmann ließ bereits im Vorfeld hohe Gebote erwarten. So konnte das Auktionshaus zahlreiche hochkarätige Top-Stücke der Philatelie seinen treuen Sammlern und Händlern bereits im Printkatalog und im Internet präsentieren und schmackhaft machen. An drei spannenden Tagen im hauseigenen Auktionssaal in Düsseldorf zeigte sich wieder einmal, dass seltene Qualitätsstücke immer gefragt sind und sehr hohe Preise erzielen können.

Asiatische Briefmarken standen wieder einmal hoch im Kurs: Eine große Seltenheit der Japan-Philatelie (Los 4038), die Hochzeitsausgabe zur Vermählung des Kronprinzen Hirohito, komplett vier Werte in ungebrauchter Prachterhaltung, erzielte 14.000 Euro. Es handelt sich hierbei um einen der ganz wenigen geretteten Sätze, die vor dem verheerenden Kanto-Erdbeben am 1. September 1923 bereits verschickt waren und anschließend an hohe Hochzeitsgäste verteilt wurden. Und eine Sammlung China - VR, 1949-2007 mit allen Blocks in drei Schaubek Vordruckalben wurde auf 28.000 Euro hoch gesteigert (Los 6896).

Außerordentlich stark war das Sammelgebiet Altdeutschland vertreten und glänzte nicht nur mit traumhaft schönen Belegen, sondern auch mit hohen Zuschlägen für Klassik. Immer überaus begehrenswert: Die kirschrote "Sachsen Dreier" (Los 4777), ein sehr schönes Stück dieser seltenen Nuance in einwandfreier Erhaltung, wurde für 11.500 Euro zugeschlagen. Für einen sehr attraktiven Oldenburg-Beleg (Los 4686) mit der 3 Sgr. auf hellgelb im äußerst seltenen, senkrechten Kabinett-Dreierstreifen, auf einer ursprünglich erhaltenen Auslands-Briefvorderseite fiel der Hammer bei 10.000 Euro. Unter den Top-Zuschlägen finden sich auch einzigartige Belege aus Baden (Los 4450, Zuschlag 5 200 Euro), aus Bayern (Los 4470, Zuschlag 5 400 Euro) und Braunschweig (Los 4586, Zuschlag 6 400 Euro), die ihren Ausruf um ein Vielfaches erhöhen konnten. Auch bei den Sammlungen weckte eine herrliche alte Partie mit über 45 Preußen-Briefen sehr großes Interesse und wurde schließlich für 15.000 Euro verkauft (Los 7233). Eine Altdeutschland-Luxus-Sammlung BADEN bis WÜRTTEMBERG 1849-1875 in drei urigen KA-BE-Alben erzielte 12.000 Euro (Los 7198).

Aber auch die nachfolgenden Angebote des Deutschen Reiches erzielten in der Spitze beachtliche Ergebnisse, darunter eine Infla-Rarität, 5 Mrd auf 2 Mio. Mk dunkelpurpur im gestempelten Viererblock in tadelloser Top-Qualität, sie wurde für 23 000 Euro versteigert (Los 4995). Eine Sammlung BOGEN GERMANIA 1900-1922 mit insgesamt ca. 135 kompletten postfrischen Bogen ab Reichspost bis zur letzten Ausgabe 11/4 Mk mit Wz 2 erhielt den Zuschlag erst bei 14 000 Euro (Los 7276). Die Kolonialausgaben erzielten für die Halbierung einer 10 Pfg Krone/Adler "Jaluit-Ausgabe" auf eingeschriebener Ansichtskarte aus der kurzen, anerkannten Verwendungszeit, 17 000 Euro (Los 5318). Adäquat verlief bis dato auch der aus Sicht des Hauses Felzmann nicht minder erfreuliche Nachverkauf bei der Auktion nicht direkt zugeschlagener Lose. Hier konnten einige schnelle Käufer selbst Raritäten zum "Schnäppchenpreis" erstehen (obligatorisch sind bei Felzmann Gebote 10 % unter Ausruf möglich): Ein glücklicher Sammler konnte sich ein Unikat der Deutschen Post in China, 5 Pfg Handstempelaufdruck in abweichender Stellung von links oben nach rechts unten, für nur 13 500 Euro sichern (Los 5203). Teuer aber dennoch günstig gab es eine andere Rarität: Zara, 50 L schwärzlichgrauviolett in postfrischer Top-Erhaltung für 16.200 Euro (Los 5634). Und auch die 12 Gr. Panjewagen dunkelgrün, postfrisch in unsignierter Luxuserhaltung, ging noch für 8.500 Euro über den Tisch (Los 5476).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar.

Vorschau: 151. Dr. Reinhard Fischer-Auktion Bonn, 16. Juli 2016

wm (Bonn/rf) Der Katalog zu der 151. Auktion am 16. Juli 2016 ist online. Für sämtliche Einzellose (7707 Stück) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden sämtliche (1 100) Atteste und Befunde abgebildet. Zum Aufruf kommen über 8.500 Lose siehe: hwww.reinhardfischerauktionen.de

Altdeutschland: ca. 900 Lose mit u. a. Bayern 1Ia gestempelt (1.600.-), 148DD ** (700), Braunschweig 11B gestempeltes Kabinettstück (850.-), Hannover mit Luxusstück Nr. 19b (600.-) sowie Schleswig-Holstein mit tadelloser Nr. 1a in gestempelter Erhaltung (3.500.-). Weiterhin vielfach Stempellose und zahlreiche Briefe, ebenso Abarten und Plattenfehler.

Deutsches Reich: umfangreiches stark spezialisiertes Angebot mit vielen Farben, Typen, Abarten, Plattenfehlern und Besonderheiten, dabei u. a. Nr. 32D ** (1.000), 38b ungebraucht (500.-), Nr. 66II - 5 Mark Reichspost postfrisch (600.-), Nr. 118c als gestempeltes Kabinettstück (500.-), Nothilfe-Block postfrisch mit Fotoattest Schlegel BPP "einwandfrei" (2.000.-), abgerundet wird das umfangreiche Angebot mit einer großen Auswahl Markenheftchen, Zusammendrucken und Zeppelinbelege.

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: großes Angebot mit u. a. China 50 Pfg Handstempel gestempelt (3.500.-), Marokko Nr. VII postfrisch (1.000.-), Türkei Nr. 3b ungebraucht (750.-), 9a postfrisch (1000.-), Deutsch-Neuguinea 23IIBII postfrisch (1.000.-) oder aber Togo Britische Besetzung Nr. 4II PF F in gestempelter Erhaltung (2.000.-), weiterhin zahlreiche postfrische Werte und großes Stempelangebot.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: umfangreiches Angebot mit vielen Farben, Typen, Plattenfehlern und Besonderheiten, dabei u. a. Danzig Portomarken - sehr seltenes Essay mit 10 Marken in Einheit mit blauem Aufdruck auf dem oberen sowie schwarzem Aufdruck auf den unteren Marken (vermutlich Unikat) mit neuem Fotoattest Soecknick BPP (5.000.-) Deutsche Besetzung II. Weltkrieg/Feldpost: interessantes Angebot mit u. a. MH Dänische Legion ** (2.200.-), Pernau 5/10I ** (1.200.-), ungezähntem postfrischen Eisbärblock (1.500.-), Dünkirchen mit Frei- und Sondermarken (Auflage teils nur 80 - 100 Stück) mit neuen Attesten Herbst VP, Lorient mit zahlreichen Besonderheiten wie kopfstehende Aufdrucke, Doppelaufdrucke, gestempelte Werte etc., Litauen mit postfrischer Landesausgabe Nr. 10/18 (1.000.-), Zara mit seltenem Probeaufdruck Nr. I in postfrischer Erhaltung (2.000.-), weiterhin Feldpostmarken mit Belegen sowie ein umfangreiches Angebot Kriegspropagandafälschungen.

Deutschland nach 1945: stark differenziertes Angebot mit über 1.200 Losen, dabei gesuchte Standard-Ausgaben, Plattenfehler, Abarten und Briefe, u. a. Auflösung einer Spezialsammlung Allierte Besetzung mit 916b ** (3.500), 941IEZ ** (500), 953F ** (600.-) um nur einige Raritäten zu nennen. Unter den Ausgaben der SBZ präsentieren sich Seltenheiten wie Nr. 54b ** (600.-), 80XaI ** (500.-), 135XwaU gestempelt (850.-). Bundesrepublik Deutschland mit zahlreichen Verzähnungen, aber selbstverständlich auch postfrischem Posthornsatz (600.-).

Europa: ausgewähltes Angebot mit Schwerpunkten Liechtenstein mit u. a. Vaduz Block ** (800), weiterhin umfangreiches Angebot Schweiz.

Übersee: interessante Offerte "Volksrepublik China" mit zahlreichen hochwertigen Ausgaben und gesuchten Blockausgaben, dabei u. a. Schauspielkunst-Block (Bl. 8) postfrisch und 8 F. Jahr des Affen (MiNr. 1594) postfrisch.

Außerdem: ein vielfältiges Sammlungsangebot, ca. 500 Lose mit Nachlässen, Fundgruben, Briefposten, Spezial- und Ländersammlungen, dabei u. a. Briefposten Feldpost 1 Weltkrieg (500.-), diverse Altdeutschland-Generalsammlungen (1.500 - 3.000.-). Liquidation: 555 Lose bei denen der Zuschlag 30 % unter Schätzwert erfolgen kann, sofern niemand anderes mehr bietet.

Numismatik: ca. 900 Lose mit Prägungen aus über 2.500 Jahren Münzgeschichte, dabei viele Gold- und Silbermünzen, auch Anlagemünzen.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

Tolle Steigerungen für viele Sammelgebiete

Aachen Mit einer Verkaufsquote von 83 % bei durchschnittlich 165 % der Schätzpreise bewegte sich die 58. AIX-PHILA Auktion am 20. und 21. Mai in der guten Tradition ihrer Vorgängerversteigerungen.

Besonders ausgefallene und qualitativ überdurchschnittliche Marken und Briefe standen im Fokus der wiederum reichlich anwesenden Bieterschar: So landete der Reichspostsatz DR MiNrn. 63-66 postfrisch nach einem Ausruf von 900 Euro bei 1800 Euro, die Germania 20 Pfennig (MiNr. 87 II b) bei 1000 Euro oder eine Serie Polarfahrt bei 1300 Euro. Bedarfsbelege aus Oberschlesien vervielfachten zumeist ihre Startpreise. Die Berliner Schwarzaufdrucke mit Luftbrückenstempel kamen auf 920 Euro, und ein österreichischer WIPA-Block wurde mit 1250 Euro zugeschlagen. Polens Nummer 1 auf Brief aus Mlewa, mit 250 Euro ins Rennen geschickt, schoss nach heftigem Bieterkampf hoch auf unglaubliche 3700 Euro!

Ein gut gefüllter Auktionssaal erlebte am 2. Versteigerungstag ein Feuerwerk an Steigerungen: Eine Sammlung Deutsches Reich kletterte von 4000 auf 6500 Euro, eine Kollektion Deutsche Kolonien von 2000 auf 5700 Euro und eine Zusammenstellung mit Marken aus dem Zweiten Weltkrieg von 2000 auf 5200 Euro. Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ verfünffachten ihren Startpreis von 500 Euro, Zusammendruckbogen der DDR stiegen von 1000 auf 3500 Euro, eine Sammlung Österreich von 2000 auf 4400 Euro. Ähnliche Steigerungsraten verzeichneten auch Sammlungen exotischer Gebiete: zwei alte Schwarten Übersee wurden mit 3300 (1000) Euro zugeschlagen, eine 30-bändige Blocksammlung mit 3700 Euro. Dass eine Kollektion Volksrepublik China den Startpreis von 15 000 Euro schnell zur Makulatur werden ließ und mit 40 000 Euro zugeschlagen wurde, war eigentlich erwartet worden. Dass aber eine kleine Partie Briefe aus Übersee von 100 Euro auf sage und schreibe 3800 Euro hochkatapultiert wurde, wohl eher nicht! Natürlich kamen auch die vielen Sammler, die zwei- und dreistellige Beträge investieren wollten, wiederum voll auf ihre Kosten, gab es doch auch dieses Mal wieder reichlich Briefmarken, die gegen "Gebot" ins Rennen geschickt wurden.

Internet: www.aixphila.de

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Besonderheiten gesucht

Dessau-Rosslau Ein insgesamt gutes Ergebnis mit über 1500 verkauften Losen lieferte die 43. Hettinger-Auktion am 20. Mai 2016. Der Trend zu Besonderheiten hält weiter an. Einige bemerkenswerte Ergebnisse seien im Folgenden aufgeführt:

Bayern 18 Kreuzer als Einzelfrankatur auf Brief 1500 (1200) Euro, DR MiNr. 826 als Einzelfrankatur auf Zahlkarte 155 (100) Euro, DR ZD MiNr. RL 10 HAN 460 (200) Euro (auch andere Zusammendrucke brachten gute Ergebnisse), Liegnitz Zeppelinmarke 1400 (1000) Euro, Propagandakarte Wallonien 650 (200) Euro, Besetzungsausgabe Serbien MiNrn. 58/61 FDC 250 (40) Euro, Kontrollrat MiNr. 922 F 200 (150) Euro, Thüringen-Block Kleinbogen 1400 (1000) Euro, Bezirkshandstempel "Schlotheim" 400 (180) Euro, DDR Messe 1952 mit besserem Wasserzeichen 1890 (1000) Euro, DDR Block MiNr. 12 F II 160 (Gebot) Euro und Bundestag Bogensatz 1600 (1300) Euro.

Gute Steigerungen bis zu 100 % gab es für Lagerpost Sudetenland sowie weitere Sudetenlandausgaben, bei der Flämischen Legion und weiteren Privatausgaben während des Zweiten Weltkrieges.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Oberschlesische Stempel-Seltenheit zog ab

Dresden 62 % aller 4406 Lose konnten auf der 173. Dresdner Briefmarken-Auktion am 1. und 2. Juni 2016 auf Anhieb (d.h. ohne Nachverkauf) abgesetzt werden. In einzelnen Bereichen lag die Quote sogar noch deutlich höher, etwa bei den Sammlungen (74 %/103 % Zuschlagssumme vom Gesamtausruf), Ansichtskarten (82 %/147 %), Russland/UdSSR (93 %/119 %) oder China (100 %/189 %). Aber auch Gebiete wie Übersee, Altdeutschland, Besetzungsausgaben und DDR sowie Münzen lieferten gute Ergebnisse.

Eine wunderschöne, ausstellungsmäßig aufgezogene Heimatsammlung von Königsberg mit 170 Belegen stieg von 1500 auf 2200 Euro. Für 440 (220) Euro wurde die Sowjetunion MiNr. 527 X zugeschlagen, für 3900 (2500) Euro der China-Block Schauspielkunst von 1962 mit Ersttagssonderstempel. Trotz Bugspuren wurde die China MiNr. 1594 gestempelt für 400 (50) Euro mitgenommen. Bei Altdeutschland setzten eine Bayern MiNr. 1 I a gestempelt mit 1600 (1000) Euro und eine Sachsen MiNr. 1 a gestempelt mit 2250 (1800) Euro Akzente. Die MiNr. 13 des Deutschen Reiches im senkrechten, getrennten Paar auf kleinem Briefstück mit nicht der Vorschrift entsprechendem Stempel "BRESLAU OBERSCHL. BAHNF. 24.5.72" konnte mit 1550 (800) Euro den Ansatz fast verdoppeln. 420 (250) Euro brachte die selten angebotene Dienstmarke DR MiNr. D 117 gestempelt.

Auch Nachkriegsdeutschland machte mit bemerkenswerten Resultaten auf sich aufmerksam. Für 460 (220) Euro wurde die SBZ MiNr. 179 V mit Handstempel von Burgstädt auf kleinem Briefstück zugeschlagen. Eine gestempelte MiNr. 170 X von Schwarzenberg-Neuwelt mit großer violetter 12 in gestempelter Erhaltung fand für 1050 (700) Euro einen neuen Liebhaber. 1550 (1000) Euro wurden für ein Spezialistenlot Karl-Marx-Blockpaar der DDR von 1953 mit allen erdenklichen Wasserzeichen-Abarten geboten. Ein vermutlich einmaliges postfrisches Paar aus der linken unteren Bogenecke der DDR MiNr. D 32 yl XI erzielte 5500 (5000) Euro. Zur Taxe von 10 000 Euro lief eine Sammlung postfrischer ZKD-Seltenheiten.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Vorbericht zur 156. Felzmann-Auktion (28.6.-2.7.2016): Eine Jubiläumsauktion mit Raritäten

wm (Düsseldorf) Während das Auktionshaus Felzmann in den letzten 40 Jahren stets größer und international bekannter wurde, reifte die Briefmarkensammlung eines Blechschild-Fabrikanten aus Wuppertal-Barmen unerkannt im Schrank. Deren Auflösung bestreitet einen Großteil des besonders spannenden Altdeutschland-Angebotes. Die wohl schönste und mit Abstand farbintensivste Frankatur der lebhaftroten Sachsen Dreier-Marke (Los 4774, Ausruf: 30.000 Euro) sowie die gelbe Bayern 1 Kr. der späteren Druckperiode mit 22 mm breitem Zwischensteg (Los 4484, Ausruf: 24.000 Euro) seien hier nur stellvertretend genannt. Nicht ganz so klassisch, jedoch mindestens so begehrenswert präsentieren sich die Deutschen Auslands-Postämter und Kolonien, unter anderem mit der China-Spitzenrarität 30 Pfg mit kopfstehendem Handstempelaufdruck (Los 5207, Ausruf: 20.000 Euro). Das Sudetenland glänzt mit zahlreichen Spitzenstücken und Unikaten, wie dem sehr seltenen kompletten 3-Werte-Satz 50 H - 2 Kc Kinderhilfe auf Briefteil aus Reichenberg-Maffensdorf (Los 5542, Ausruf: 3.000 Euro). Liebhaber der Klassik und ausgefallener Weltraritäten werden mit Japans "Erdbeben-Ausgabe" (Los 4038, Ausruf: 6.000 Euro), einer der legendären "Mauritius"-Marken (Los 4052, Ausruf: 15.000 Euro) oder im besonders breit gefächerten Österreich-Angebot fündig, hierunter eine blaue 9 Kr. mit ganzem, unten anhängendem Andreaskreuz in phantastischer Optik (Los 4237, Ausruf: 1.500 Euro).

Am Auktionssamstag (2. Juli 2016) kommen insgesamt 1.125 Sammlungen, Konvolute und Händlerposten unter den Hammer. Eine unübertreffliche, mit ebenso großer Sachkenntnis wie Liebe aufgebaute, weitgehend spezialisierte Top-Sammlung LUXEMBURG WAPPENAUSGABEN 1865-1880 mit ungebrauchten Einzelstücken und Einheiten bis hin zu teils postfrischen Bogenteilen, immer wieder angereichert mit Belegen inklusive z.B. 37½ C., lässt das Sammlerherz höherschlagen (Los 7056, Ausruf: 20.000 Euro). Durch ihre enorme Reichhaltigkeit besticht eine ausstellungsmäßig aufgezogene Spezialsammlung INSELPOST 1942-1945. Anfangs finden sich einige Inselpost-Vorläufer, Leitvermerke, seltene Einheiten und Funkmitteilungs-Postkarten. Der sehr gehaltvolle Markenteil präsentiert sich u.a. mit einer postfrischen Nr. 6 (Vukovar), sowie Rhodos 8 A und 9 auf Brief. Neben diversen Spitzenstücken stechen dem Philatelisten die insgesamt 47-mal vorhandenen Agram (Nr. 10) ins Auge (Los 7404, Ausruf: 10.000 Euro). Nachdem der erste Teil des jahrzehntelang unberührten MARKEN BELO AACHEN-Bestandes im März 2015 überaus erfolgreich versteigert wurde, bietet das Auktionshaus Felzmann nun 30 weitere grob portionierte Positionen an. Dabei handelt es sich um altgewachsene Lagerware, wie sie heutzutage kaum noch in unberührtem Zustand zu finden ist. Die persönliche Besichtigung und Kalkulation für jeden ernsthaften Interessenten ist unumgänglich (Lose 6696 - 6725). Der Printkatalog kann unter Tel. 0211-550 440 kostenlos angefordert werden. Alle Lose sind im Online-Katalog unter: www.felzmann.de zu finden.

58. AIX-PHILA Auktion in Aachen mit Superquote

wm (Aachen) Mit einer Verkaufsquote von 83 % bei durchschnittlich 165 % der Schätzpreise bewegte sich die 58. AIX-PHILA Auktion in der guten Tradition ihrer Vorgängerversteigerungen.

Besonders ausgefallene und qualitativ überdurchschnittliche Marken und Briefe standen im Fokus der wiederum reichlich anwesenden Bieterschar: So landete der Reichspostsatz DR Nr. 63/66 postfrisch nach einem Ausruf von 900 € bei 1.800 €, die Germania 20 Pfennig (Mi.-Nr. 87 IIb) bei 1.000 € oder eine Serie Polarfahrt bei 1.300 €. Bedarfsbelege aus Oberschlesien vervielfachten zumeist ihre Startpreise, die Berliner Schwarzaufdrucke mit Luftbrückenstempel kamen auf 920 € und ein Österreichischer Wipablock wurde mit 1.250 € zugeschlagen. Polens Nummer 1 auf Brief aus Mlewa - mit 250 € ins Rennen geschickt - schoss nach heftigem Bieterkampf hoch auf unglaubliche 3.700 €!

Ein gut gefüllter Auktionssaal erlebte am 2. Versteigerungstag ein Feuerwerk an Steigerungen: Eine Sammlung Deutsches Reich kletterte von 4.000 € auf 6.500 €, eine Kollektion Deutsche Kolonien von 2.000 € auf 5.700 € und eine Zusammenstellung mit Marken aus dem 2. Weltkrieg von 2.000 € auf 5.200 €. Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ verfünffachten ihren Startpreis von 500 €, Zusammendruckbögen der DDR stiegen von 1.000 € auf 3.500 €, eine Sammlung Österreich von 2.000 € auf 4.400 €. Ähnliche Steigerungsraten verzeichneten auch Sammlungen exotischer Gebiete: Zwei alte Schwarten Übersee wurden mit 3.300 € zugeschlagen (Ausruf 1.000 €), eine 30-bändige Blocksammlung mit 3.700 €. Dass eine Sammlung Volksrepublik China den Startpreis von 15.000 € schnell zur Makulatur werden ließ und mit 40.000 € zugeschlagen wurde, war eigentlich erwartet worden, dass aber eine kleine Partie Briefe aus Übersee von 100 € auf sage und schreibe 3.800 € hochkatapultiert wurde, wohl eher nicht! Natürlich kamen auch die vielen Sammler, die 2- und 3-stellige Beträge investieren wollten wiederum voll auf Ihre Kosten, gab es doch auch dieses Mal wieder reichlich Briefmarken, die gegen "Gebot" ins Rennen geschickt wurden.

Internet: www.aixphila.de

Rückblick zur 169. Fortagne/Lipfert-Auktion in Leipzig

wm 4.000 Lose, davon über 800 Sammlungen und Lots wurden bei der Auktion des bekannten Leipziger Hauses vom 13.-14. Mai 2016 angeboten - und wurden überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft. Besonders gefragt waren gesuchte Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere/Notgeld, Sachsen und DR mit privatganzsachen, Bes. Gebiete 2. WK, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerke. Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.briefmarkenauktion-leipzig.de, wo dann ab Mitte Juni auch bereits die Auktionsvorschau für die 170. Auktion vom 9.-10. September einzusehen ist.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Irland im Fokus

Wiesbaden Das Jahr 1916 gilt als Wendepunkt in der Geschichte Irlands. Mit dem Eintritt der Engländer in den Ersten Weltkrieg witterten einige Iren ihre Chance, sich von der britischen Besatzung zu befreien. Doch in Irland gab es zwei Lager: die gewaltbereiten Republikaner auf der einen Seite, die passiveren Nationalisten, die erst kürzlich auf politischem Weg die Home Rule erreicht hatten, auf der anderen.

Ein Teil der Republikaner und viele kleinere Gruppen nahmen am Ostermontag, dem 24. April 1916, gewaltsam verschiedene Gebäude in Dublin ein und proklamierten die unabhängige irische Republik. Das Zentrum der Aufständischen wurde das General Post Office. Das geschichtsträchtige Gebäude ist heute noch Hauptsitz der irischen Postverwaltung und damit die weltweit älteste noch in ursprünglicher Verwendung existierende Posthauptverwaltung. Der Aufstand dauerte fünf Tage an und forderte mehrere hundert Opfer auf Seiten der Republikaner, der Briten sowie der irischen Bevölkerung. Am 29. April 1916 kapitulierten die Aufständischen. Die Rebellen wurden von ihren Landsleuten zum Teil wegen ihrer aussichtslosen Vorgehensweise ausgelacht. Die Drahtzieher der Rebellion, u.a. Thomas Clarke, Patrick Pearse und Thomas MacDonagh, wurden festgenommen und erschossen. Erst mit Bekanntwerden dieser Exekutionen schwenkte die Sympathie der irischen Bevölkerung auf die Seite der Republikaner über. Damit gilt der Osteraufstand als größter Meilenstein der Endphase der irischen Bemühungen nach Unabhängigkeit, die 1922 endlich größtenteils erreicht wurde.

Das Auktionshaus Heinrich Köhler trägt dem Jubiläum Rechnung und präsentiert auf der 363. Versteigerung vom 20. bis 24. September 2016 ein exklusives Angebot der ersten irischen Briefmarken nach der Unabhängigkeit. Mit dabei sind postfrische Marken in verschiedenen Einheiten in bester Qualität. Insbesondere die britischen Marken mit dem Abbild von König George V mit Überdruck des jungen Freistaates sind in allen Varianten zu haben.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Spitzenpreise für seltene Deutschland-Marken

Berlin Das Auktionhaus Schlegel blickt hochzufrieden auf seine 18. Auktion am 11. und 12. April zurück. Das reichhaltige philatelistische Angebot lockte ein internationales Publikum an, und die teils hervorragenden Ergebnisse konnten Zuversicht in anhaltendes Käuferinteresse vermitteln. Für den Höhepunkt sorgte die fast siebenstündige Versteigerung der außergewöhnlichen Sammlung Dr. Niesel.

Der Auftakt am ersten Auktionstag bewies, dass das Auktionshaus Schlegel für die Auflösung vielseitiger und außergewöhnlicher Sammlungen geschätzt wird: Die Nachlässe wurden nahezu komplett umgesetzt, und auch im Bereich der Sammlungen wurden gute Verkaufsquoten und Steigerungen eingespielt. Nennenswert ist u.a. eine Ausstellungssammlung Polen (Los 2666) mit einem Zuschlag von 6900 Euro, was die traditionell hohen Zuschläge bei polnischer Philatelie im Hause unterstreicht.

Bei den Einzellosen von Europa und Übersee punktete zum wiederholten Male der Bereich Russland, angeführt von der Russischen Post in der Levante mit hohen Zuschlägen für Los 4045 (3100 Euro), Los 4054 (2500 Euro) sowie 4057 (2500 Euro). Auch der Bereich Japan bestach mit hervorragenden Quoten und hohen Steigerungen.

Der zweite Auktionstag wurde durch den Münzteil eingeläutet, fast schon wie gewohnt erfuhr selbiger eine starke Nachfrage. Insbesondere chinesische Münzen überzeugten. In die Höhe ging es dann bei den Einzellosen Deutschland. Ein hochkarätiges Angebot mit vielen seltenen Einzelstücken war wohl die richtige Voraussetzung für den Erfolg: Spannend wurde es, als das einzig bekannte Exemplar der Danzig MiNr. 68 aY (liegendes Wasserzeichen - Los 5940) zum Ausruf kam. Diese vor 30 Jahren durch einen Sammler entdeckte Marke erzielte schließlich 21 000 Euro. Atemberaubende Spitzen wurden noch mit zwei anderen Losen erreicht: Ein seltenes postfrisches Vineta-Provisorium vom Oberrand wechselte für 40 000 Euro den Besitzer. Die 3 M. Kaiserdenkmal ohne Wasserzeichen, mit Zähnung A und in der äußerst seltenen Farbe Violettschwarz, war einem Sammler 47 000 Euro wert.

Den krönenden Abschluss bildete der Verkauf des Sonderteils Dr. Niesel. Schon während der Vorbesichtigung der Lose deutete sich das starke Interesse von Sammlern und Berufsphilatelisten an, zahlreiche neue Kunden aus dem In- und Ausland konnten mithin gewonnen werden. Die inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80 000 Bedarfsbelegen spornte den Saal und unzählige Telefonbieter an. Fast sieben Stunden und bis in die Nacht dauerte dieser letzte Teil der Versteigerung an. Zum teuersten Stück dieser Sammlung wurde eine japanische Ganzsache von Tientsin 15.1.1897 nach Aachen (Los 8979). Hier konkurrierten zwei internationale Telefonbieter sowie ein Sammler im Saal. Erst bei 8200 Euro fiel der Hammer. Insgesamt wurden 80 Prozent des Niesel-Sonderteils veräußert.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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150. Auktion Dr. Reinhard Fischer: Exquisite Sammlungen

Ein Doppeljubiläum kann Dr. Reinhard Fischer im Wonnemonat Mai feiern: die 150. Versteigerung am 27. und 28. Mai und sein 25-jähriges Jubiläum als Auktionator. Die Auflösung hochkarätiger Sammlungen zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte. Die Jubiläumsauktion macht da keine Ausnahme: In einem Sonderkatalog werden drei hochwertige und spezialisierte Sammlungen dem Publikum präsentiert.

Münzschatz versteigert

Mit 20 Jahren, zu Beginn seines VWL-Studiums, stieg Dr. Reinhard Fischer ins Briefmarkengeschäft ein. Leser der Fachzeitschriften lernten sein Unternehmen zunächst als Versandhaus kennen, das mit einem sehr umfangreichen Angebot anspruchsvoller Philatelie aufwartete. 1991 führte er seine 1. Auktion durch, und das Angebot mit 2300 Losen traf den Nerv des Publikums. 1998, die Auktionen waren längst zum Wachtumsfaktor der Firma geworden, begründete er mit der Versteigerung der "Mannstaedt"-Sammlung den Ruf als eines der führenden Häuser für Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs. Weitere Sammlungsauflösungen, zum Beispiel die "Mayflower"-Kollektionen, schrieben die Erfolgsgeschichte fort. Mit dem Umzug in die ehemalige Berliner Landesvertretung in der Bonner Joachimstraße 7 standen nun auch repräsentative und größere Räumlichkeiten zur Verfügung. Bei der 112. Auktion im Mai 2010 konnte erstmals die Millionengrenze bei einer einzelnen Versteigerung überschritten werden. Für Schlagzeilen vor einigen Jahren sorgte der "Schatz von Beuel". Bei Ausschachtungsarbeiten im Jahr 1958 wurde in Limperich ein Münzenschatz mit insgesamt 75 Münzen gefunden, die wohl 1619 versteckt worden waren. Der Schatz enthielt Münzen aus einer Prägezeit von mehr als 100 Jahren und aus zahllosen verschiedenen Ländern, vom Osmanischen Reich bis Großbritannien. 32 Münzen aus diesem Schatz kamen in der 134. Auktion am 16. November 2013 zur Versteigerung und brachten 50 080 Euro plus Aufgeld.

Besetzungsausgaben wieder ein Schwerpunkt

Zur Jubiläumsauktion wird neben dem Haupt- noch ein aufwändiger Sonderkatalog aufgelegt. Enthalten sind drei Sammlungen, die dem Auktionshaus anlässlich des Jubiläums zum Verkauf anvertraut wurden:

"Alsterdorf" ist eine sehr stark spezialisierte Sammlung Deutschland von 1872 bis 1948 mit über 2 Millionen Euro Katalogwert. Dabei sind u.a. der "Große Innendienst" von Danzig postfrisch, Deutsches Reich MiNr. 56 b postfrisch und Saar MiNr. 7 cIII gestempelt, um nur einige der Highlights zu nennen.

"Eifelperle" enthält Material des Deutschen Reiches und Gebiete sowie der Besetzungen im Zweiten Weltkrieg in Vollendung mit einem Katalogwert von über 1 Million Euro. Darunter finden sich zahlreiche Seltenheiten wie beispielsweise Deutsches Reich MiNr. 37 a im ungebrauchten 4er-Block, MiNr. 56 c postfrisch, Vineta-Provisorium ungebraucht (3000 Euro, Abbildung), Besetzungen Zweiter Weltkrieg mit Montenegro 19I/19 postfrisch im Paar (Unikat), Zara MiNr. 16 III, Pleskau mit seltenen Probedrucken und Blockausgaben sowie Feldpost mit großen Raritäten wie MiNr. 12 II ungebraucht, ausgestattet mit einem Fotoattest Petry BPP.

"Deutsche Besetzung Dünkirchen und Festung Lorient". Dahinter verbirgt sich eine der größten Spezialsammlungen dieser Gebiete, alles mit neuesten Attesten Lothar Herbst VP. Enthalten sind zahlreiche portogerechte Frankaturen, seltene Freimarken und Sondermarken mit Aufdruck in Type II. Die Sondermarken sind bis auf drei Werte vollständig! Die Auflagen dieser seltenen Stücke liegen oft unter 100 Exemplaren pro Katalognummer. Dabei sind auch Raritäten wie kopfstehende Aufdrucke, Leerfelder, Bogenecken etc.

Der Hauptkatalog bietet ein ausgewähltes Angebot deutscher und internationaler Philatelie. Hervorzuheben sind die Auflösung einer Qualitätssammlung Markenausgaben "Altdeutsche Staaten Baden - Württemberg" in über 300 Einzellosen sowie ein reichhaltiges Angebot Deutsche Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg mit zahlreichen aktuell attestierten Besonderheiten und gesuchten Standard-Ausgaben. Dazu zählt u.a. der 2. Teil der Serbien-Sammlung "Belgrad" mit über 500 marktfrischen Losen Bedarfsbriefe. Im Bereich Übersee sind interessante Lose Volksrepublik China mit gesuchten Blockausgaben zu erwähnen.

Das umfangreiche Sammlungsangebot zeigt gehaltvolle Kollektionen und ursprüngliche Nachlässe. Zu den Blickfängen gehört der "Friesdorf"-Nachlass mit Ausnahmesammlungen deutscher Sammelgebiete mit Ausruf je "Gebot", dabei u.a. herausragende Kollektionen Deutsches Reich, Deutsche Kolonien, Saar, Danzig, Memel oder Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg. Weiterhin verdienen interessante Ländersammlungen Deutsches Reich, eine Sammlung Deutschland nach 1945 (dabei alles nötige geprüft, ca. 140 000 Euro Michel), Österreich sowie eine umfangreiche Sektion mit Luxemburg Beachtung.

In einem eigenen Katalog kommen Münzen mit einem Ausruf von mehr als 600.000 Euro unter den Hammer.

Internet: www.reinhardfischerauktionen.de

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Große DDR-Dienstmarken-Rarität auf Brief

Dresden Die 173. Dresdner Briefmarkenauktion am 1. und 2. Juni startet mit einem größeren Angebot Münzen, Medaillen und Banknoten, das auch zahlreiche Stücke aus Europa und Übersee enthält.

Eine umfangreiche Rubrik Ansichtskarten (Topographie und Motive) schließt sich an. Zu den Blickfängen im Luftpost-Teil zählt ein Brief zur Polarfahrt 1931, sowjetische Post ab Leningrad bis Eisbrecher Malygin, mit den seltenen gezähnten Zeppelinmar-ken (300 Euro). Eine moderne Rarität ist ein Monaco-Block-FDC vom 3. Dezember 2015 mit Fürstenblock und Polarexpedition, der portogerecht als R-Brief nach Deutschland lief. Der Fürstenblock durfte nur auf Bedarfspost gestempelt werden (Auflage 2800 Stück), hatte keine Frankaturgültigkeit. Zusammen mit einer offiziellen Ausgabemappe zur Monacophil 2015 sind dafür mindestens 200 Euro zu bieten. Auffallend sind frühe Ausgaben Russlands auf etlichen Briefen. Im Übersee-Teil locken Ausgaben der VR China, z.B. der Satz MiNrn. 100-105 ohne Gummi wie verausgabt (1600 Euro) oder Block MiNr. 8 mit Ersttags-Sonderstempel (2500 Euro).

Im Altdeutschland-Teil ist Bayern u.a. mit tadellosen gestempelten MiNrn. 1 Ia und 1 IIa vertreten (1000 bzw. 1400 Euro). Ein Stück nicht nur für die Ausstellungssammlung ist eine MiNr. 2 a des Deutschen Reiches mit Ersttagsstempel aus Dresden (400 Euro). Überhaupt sind die ersten Ausgaben des deutschen Kaiserreiches mit losen Marken und Belegen reichlich besetzt. Gut bestückt sind auch die Inflationsausgaben, wobei man beispielsweise auf eine gestempelte MiNr. 307, echt und einwandfrei, für 380 Euro stößt. Beachtet werden sollten zudem die Dienstmarken-Abteilung und die Nebengebiete.

Zu den Schwerpunkten bei Nachkriegsdeutschland gehören die SBZ und die DDR. Zu den Topstücken der SBZ zählt die MiNr. 47 aL Seiffen im senkrechten 3er-Streifen auf leicht überfrankiertem R-Brief (1000 Euro), die MiNr. 79 Yb im waagerechten Paar auf Briefstück (750 Euro) und die MiNr. 98 AY y im gestempelten 4er-Block (700 Euro). Fündig werden dürfte man auch bei den Bezrikshandstempelaufdrucken. Das breite DDR-Angebot zeigt viele Varianten, Bogenrandsignaturen, Abarten und andere Besonderheiten. Die MiNr. 439 aIIg XI ist beispielsweise postfrisch (550 Euro), im senkrechten Paar auf Briefstück (500 Euro) und als portogerechte Einzelfrankatur (800 Euro) zu haben. Ein Beleg für die DDR-Ausstellungssammlung sind die MiNrn. 548-550 auf zurückgezogenem amtlichen Ersttagsbriefumschlag (500 Euro). Eine der größten Raritäten der DDR-Philatelie ist die ZKD(B) MiNr. 26 Y zweimal auf Brief. Die Gesamtauflage dieses Wertstreifens betrug 94 Stück, davon sind lediglich drei postfrische, 16 nachgestempelte sowie vier bedarfsverwendete Exemplare bekannt geworden. Somit befindet sich die Hälfte des verfügbaren Gesamtbestandes an bedarfsgestempelten Wertstreifen auf diesem Brief, der deshalb auch mit 4000 Euro startet. Die Verwaltungspost B Zentraler Kurierdienst ist darüber hinaus mit weiteren gesuchten Stücken ausgestattet.

Zu den etwas über 3100 Einzelosen kommen noch knapp 800 Positionen mit Sammlungen, Nachlässen und Partien, die durchweg günstig angesetzt sind.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Sammlungen und Nachlässe für jedermann

Aachen Mit qualitativ hochwertiger Standardware aus Deutschland eröffnet die 58. AIX-PHILA-Auktion am 20. und 21. Mai in Aachen.

Dabei kommen u.a. alle Zeppelinsätze postfrisch mit Attesten zu je 800 bis 1000 Euro unter den Hammer. Highlight bei den Ausgaben vor 1945 dürfte eine Marke aus Oberschlesien zu 75 Pf sein, die einen kopfstehenden Aufdruck trägt und mit 2500 Euro ins Rennen geschickt wird (Abbildung unten). Der seltene Weihnachtsblock MiNr. 2 v aus der Sowjetischen Besatzungszone startet mit 1000 Euro, ein gestempelter Währungsblock mit 600 Euro und der begehrte Posthornsatz der Bundesrepublik zweimal mit 500 bzw. 600 Euro sowie als Viererblocksatz mit 1500 Euro. Aus einem starken Europa-Angebot ragt ein österreichischer WIPA-Block mit einem Startpreis von 800 Euro heraus. Auf großes Interesse dürften zahlreiche Blockausgaben der VR China stoßen, angefangen bei den Pfingstrosen (700 Euro) bis zum Jahr des Kindes (500 Euro).

Den traditionellen Höhepunkt wird dann sicherlich der Samstag mit der Versteigerung von mehr als 1500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässen liefern. Bei 10 Euro bis 15 000 Euro Ausruf ist für garantiert jeden Sammler ein Schnäppchen zu machen. Kollektionen des Deutschen Reiches zum Beispiel beginnen mit 4000 oder 3500 Euro, bei den Kolonien kann man bei 2000 Euro einsteigen, bei der Deutschen Lokalpost nach 1945 mit 1500 Euro, und für eine komplette Sammlung Bundesrepublik wird man wenigstens 1000 Euro hinblättern müssen. Im Europa-Teil wird eine Spezialsammlung französischer Automatenmarken mit 4000 Euro ins Rennen geschickt, eine Kollektion Österreich mit 2000 Euro und eine weitere aus Russland mit 1500 Euro. Zwei alte Alben mit Marken aus Übersee erwarten wenigstens 1000 Euro, und bei einer nahezu kompletten Sammlung der VR China dürfte der Startpreis von 15 000 Euro schnell Makulatur sein. Ganze Regale und Nachlässe sind teilweise schon ab 10 Euro zu haben, was nicht zuletzt wieder eine große Zahl in- und ausländischer Sammler nach Aachen locken dürfte.

Internet: www.aixphila.de

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Preußen-Spezial bei Rauhut & Kruschel

Preußen, das mit Abstand größte altdeutsche Sammelgebiet, ist aufgrund seiner Breite und der Spezialisierungs-Möglichkeiten sehr anspruchsvoll. Proben, Farben, Einheiten, Plattenfehler, Frankaturen, die Integration ehemals selbstständiger Gebiete wie Hannover, Schleswig-Holstein und Thurn & Taxis sowie Orts- und Nummernstempel in großer Vielfalt bieten dem Philatelisten ein großes Betätigungsfeld.

Auf seiner 170. Versteigerung am 21. Mai kann Harald Rauhut den 1. Teil einer Preußen-Sammlung anbieten, die alle vorgenannten Bereiche abdeckt und somit einen wunderbaren Querschnitt durch das Sammelgebiet darstellt. Ausgestattet mit großen Kenntnissen und im Gedankenaustausch mit vielen Mitgliedern der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft, hat der Sammler viele gute Stücke privat erwerben können, so zum Beispiel größere Teile der Sammlung Stautz. Fast alle Stücke sind mindestens von zwei verschiedenen Experten kompetent signiert oder attestiert worden. Rauhut konnte übrigens vom selben Sammler schon vor 20 Jharen einen ersten, kleineren Teil dieser Kollektion versteigern.

Die 192 Positionen des 1. Teils starten mit Vorphilatelie und Ortsstempeln, gefolgt von den Markenausgaben. Ein erster Blickfang ist eine gestempelte MiNr. 1, rechts mit breitem Bogenrand mit fast vollständiger Platten-Inschrift "Platte No. 8". Rauhut hat fünf gebrauchte lose Exemplare der MiNr. 1 mit dieser Plattennummern registriert, die jedoch teilweise fehlerhaft sind. Der Startpreis beträgt 1800 Euro. Es ist bei weitem nicht die einzige Marke mit Bogenrand. Dazu gesellen sich zahlreiche Abarten und andere Besonderheiten oder Einheiten.

Ein herausragender Brief soll ebenfalls stellvertretend für die vielen anderen Belege vorgestellt werden. Es handelt sich um einen Auslandsbrief, aufgegeben am 6. April 1865 in Elberfeld, nach Palermo/Italien. Er ist mit allen Marken der Wappen-Ausgabe (MiNrn. 14 a bis 19 a, teils mehrfach) frankiert. Als weitere Besonderheit liegt hier die früheste bekannte Verwendung einer MiNr. 19 vor. Diese Preußen-Rarität geht mit 2000 Euro ins Rennen.

Alle Preußen-Einzellose können ohne Voranmeldung am Stand der Firma Rauhut & Kruschel (Stand Nr. 4) auf der 26. Internationalen Briefmarken-Messe Essen vom 12. bis 14. Mai 2016 besichtigt werden. Der 2. Teil der Preußen-Kollektion kommt auf der 172. Versteigerung am 26. und 27. August 2016 unter den Hammer.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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Großes Zeppelin-Angebot

Leipzig Am Pfingstwochenende 13. und 14. Mai 2016 wartet die 169. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert mit einem umfassenden Angebot von über 4000 Losen auf.

Den Auftakt bilden 470 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1911 bis 1939, darunter interessanten Zuleitungen wie die rechts abgebildete. 220 Positionen davon entfallen auf das Deutsche Reich, 100 auf Europa und 150 auf Übersee. Viele Flugpost-Lose, u.a. Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912-1914 sowie Europa und Übersee, aber auch Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost ergänzen das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost kommen ca. 115 Lose unter den Hammer. 125 Positionen mit Motiven von Bahnpost, Propaganda, Sport bis Zensur sowie Heinmatphilatelie und Postgeschichte (130 Lose) schließen sich an. Des weiteren Ansichtskarten, Material zur Zeitgeschichte und historische Wertpapiere.

830 Lose Deutsches Reich einschließlich Gebieten und Altdeutschland bringen eine breite Palette, dabei die frühen Dauerserien mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern und Ganzsachen. Auch die späteren Abschnitte und Kolonien/Nebengebiete sind gut besetzt.

Deutschland nach 1945 startet mit Lokalausgaben (u.a. Bünde-Brief mit Gebührenzettel MiNr. 2), OPD- und Kontrollsrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen und Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Mit 440 Losen stark besetzt ist DDR, wo sich gesuchte Ausgaben, Abarten und andere Besonderheiten, Belege und Dienstmarken/ZKD entdecken lassen.

Europa und Übersee beinhalten in 220 Losen klassische Ausgaben und Belege, beispielsweise Frankreich mit acht Ballonpost-Briefen.

Den Abschluss bilden über 800 Sammlungen und Posten.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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362. Heinrich-Köhler-Auktion: Rekordbeteiligung dank Spitzenphilatelie

Einen mehr als gelungenen Einstand in das Auktionsjahr 2016 konnte das Traditionshaus Heinrich Köhler nach seiner erfolgreichen Frühjahrsauktion, die vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden stattfand, vermelden. Dem Spitzenangebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte stand eine ebenso starke Nachfrage gegenüber, die von Altdeutschland bis Übersee bei allen Gebieten spürbar war und zu herausragenden Ergebnissen führte. Einen Rekordzuwachs gab es bei der Beteiligung der Online-Bieter zu verzeichnen: Im Vergleich zur vorangegangenen Auktion schalteten sich nochmal rund 50% mehr Nutzer über die Möglichkeit des Systems zum "Online-Live-Bieten" ins Auktionsgeschehen ein! Die begeisterten Sammler sorgten für teils spektakuläre Bietergefechte mit beeindruckenden Steigerungen bei zahlreichen Losen.

Altdeutschland-Spezial: die Sammlungen "Kraus" und "Sanders"

Für diverse kleine und große Höhepunkte sorgten die Versteigerungen der Sammlungen "Bayern 1849 bis 1875" (Teil 1) von Hilmar Kraus und "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Die im Vorfeld in zwei Sonderkatalogen präsentierten Ausnahme-Kollektionen riefen zahlreiche Liebhaber der altdeutschen Sammelgebiete auf den Plan, die es sich nicht nehmen ließen, ihrer Begeisterung in Form von Geboten Ausdruck zu verleihen.

So erzielte Los 8242, ein wunderschöner Einschreibe-Brief mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaftgrün, der zugleich Titelstück des Sonderkataloges der Sammlung Hilmar Kraus war, einen Zuschlag von 12 000 (5000) Euro. Der legendäre Schwarze Einser lockte im waagerechten Paar auf selbst gefertigtem Streifband (Los 3978). Der Beleg wurde bei sage und schreibe 20 000 (8000) Euro zugeschlagen. Los 7227, ein Bremen-Brief der Sammlung Heinrich Sanders, wechselte für 13 000 (10 000) Euro in die Hände eines glücklichen Sammlers. Das Liebhaberstück ex Boker und Salm schmückt eine dekorative Buntfrankatur der 2-Grote-Marke gelborange (MiNr. 5 a) zusammen mit einer 5-Grote-Marke in mattgraubraun (MiNr. 7 A) ab Bremen nach Kiel. Los 7014, ein Briefstück mit der Landpostmarke Badens zu 12 Kreuzern in allerfeinster Erhaltung, fand für 16 000 (8000) Euro einen neuen Besitzer. Bei diesen Beispiele handelt es sich nur um einige herausragende Ergebnisse.

Philatelie aus aller Welt mit großer Nachfrage

Auch das Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog wusste die Sammler zu überzeugen. Egal ob Einzelmarken, Belege oder Sammlungen, größere Posten oder Nachlässe - die starke Beteiligung und die daraus resultierenden Zuschlagsergebnisse sprachen eine eindeutige Sprache!

Für Aufsehen sorgte unter anderem die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der berühmten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Die beiden Briefe wurden zusammen für insgesamt 33 000 Euro zugeschlagen! Eine gewaltige Steigerung konnte Los 470 verzeichnen. Die sog. Krakauer Ausgabe Polens von 1919 zu 10 Kronen (MiNr. 47 a) in einwandfreier postfrischer Erhaltung wurde bei einem Ausruf von 2000 Euro um das Sechsfache auf 12 000 Euro gesteigert.

Viele Einlieferer werden mit den Gesamterlösen bis zum Fünfzehnfachen des Startpreises glücklich sein. Alle Zuschläge der Auktion (die in diesem Artikel genannten sind Hammerpreise, d.h. ohne Aufgeld) sind online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Postgeschichte weltweit bei Peter F. Harlos in Wunstorf

wm Der neue Auktionskatalog Nr. 35 für den 23. April 2016 wurde Ende März in den Postversand gegeben. Seitdem steht er auch auf der homepage www.harlos-auktion.de zur Verfügung. Dort sind alle 4.800 Lose abgebildet, teils auch mit Ihren Rückseiten. Auf den Seiten von philasearch ist der Katalog ebenfalls einzusehen.

Harlos bietet Tausende von Bedarfsbriefen aus aller Welt an mit Schwerpunkten Deutsches Reich, Zensuren, Militärpost, Österreich, Polen, Kolonien, China, British Commonwealth. Kontakt: Peter F. Harlos KG, Geschäftsführer Peter Harlos, Maxstr. 20, D-31515 Wunstorf, info@harlos-auktion.de

Vorschau: 58. AIX-PHILA-Auktion am 20.-21. Mai 2016 in Aachen

wm (Aachen) Mit qualitativ hochwertiger Standardware aus Deutschland eröffnet die 58. AIX-PHILA Auktion am 20. und 21. Mai in Aachen. Dabei kommen u.a. alle Zeppelinsätze postfrisch mit Attesten zu je 800 bis 1.000 Euro unter den Hammer. Highlight bei den Ausgaben vor 1945 dürfte eine Marke aus Oberschlesien zu 75 Pf. sein, die einen kopfstehenden Aufdruck trägt und mit 2.500 Euro ins Rennen geschickt wird. Der seltenen Weihnachtsblock 2v aus der sowjetischen Besatzungszone startet mit 1.000 Euro, ein gestempelter Währungsblock mit 600 Euro und der begehrte Posthornsatz der Bundesrepublik 2x mit 500 bzw. 600 Euro sowie als Viererblocksatz mit 1.500 Euro. Aus einem starken Europaangebot ragt ein österreichischer WIPA-Block mit einem Startpreis von 800 Euro heraus. Auf großes Interesse dürften zahlreiche Blockausgaben der VR China stoßen angefangen bei den Pfingstrosen (700 Euro) bis zum Jahr des Kindes (500 Euro).

Den traditionellen Höhepunkt wird dann sicherlich der Samstag mit der Versteigerung von mehr als 1.500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässen liefern. Bei 10 Euro bis 15.000 Euro Startpreis ist dann für garantiert jeden Sammler ein Schnäppchen zu machen. Kollektionen des Deutschen Reiches zum Beispiel beginnen mit 4.000 oder 3.500 Euro, bei den Kolonien kann man bei 2.000 Euro einsteigen, bei der Deutschen Lokalpost nach 1945 mit 1.500 Euro, und für eine komplette Sammlung Bundesrepublik wird man wenigstens 1.000 Euro hinblättern müssen. Im Europateil wird eine Spezialsammlung französischer Automatenmarken mit 4.000 Euro ins Rennen geschickt, eine Kollektion Österreich mit 2.000 Euro und eine weitere aus Russland mit 1.500 Euro. 2 alte Alben mit Marken aus Übersee erwarten wenigstens 1.000 Euro und bei einer nahezu kompletten Sammlung der VR China dürfte der Startpreis von 15.000 Euro schnell Makulatur sein. Ganze Regale und Nachlässe sind teilweise schon ab 10 Euro zu haben, was nicht zuletzt wieder eine große Zahl in- und ausländischer Sammler nach Aachen locken dürfte.

Internet: www.aixphila.de

18. Schlegel-Auktion: Einmalige Deutschland-Raritäten

Das Auktionshaus Schlegel bietet auch in seiner 18. Versteigerung am 11. und 12. April 2016 eine beachtliche philatelistische Auswahl aus allen Sammelgebieten. Liebhaber verschiedenster Sparten werden auf ihre Kosten kommen: Vom klassischen Marken bis hin zur Moderne, vom umfangreichen Sammlungsteil bis hin zu ausgewählten Einzellosen wird viel geboten.

Erfolgreiche jahrelange Suche

Die Auktion wird - schon fast traditionell - von drei Sonderteilen eingeleitet. "Die Altdeutschland/Baden-Sammlung Roberto Hoffmann" (Lose 1-230) aus dem Nachlass des weltweit geachteten argentinischen Philatelisten präsentiert sich unberührt mit u.a. Nummernstempeln, Uhrrad-Stempeln, späten Postorten sowie Postablagen. Im Bereich der Deutschen Kolonien reüssiert der Sonderteil "Kamerun" (Lose 301-783) mit einem umfangreichen Angebot mit Vorläufern, Postagenturen, Stempeln von A-Z, Zensurpost, Interniertenpost, Besetzung, diversen Dokumenten/Autographen sowie zahlreichen Ansichtskarten dieses interessanten Kolonialgebietes. Der vielseitige Posten "Deutsche Feldpost 1700-1945" (Lose 1001-1382) umfasst diverse Aspekte postalischer und posthistorischer Behandlung von Briefen/Poststücken und spiegelt verschiedene militärische Auseinandersetzungen mit dem Schwerpunkt beim Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 wider.

Bei den Einzellosen sticht unter anderem hervor: das einzig bekannte Exemplar der Danzig MiNr. 68 aY. Anfang der 1990er Jahre machte sich ein deutscher Sammler in den USA auf die Suche nach der 1 Mark mit Wasserzeichen 2Y, waren doch schon seit über 50 Jahren alle anderen Marken dieser Ausgabe mit liegendem Wasserzeichen bekannt. Nach jahrelanger Sucharbeit fand er schließlich das nun zur Auktion vorliegende Exemplar, sandte es zum seinerzeit zuständigen BPP-Prüfer Karl Kniep, der ein entsprechendes Attest ausstellte. Die einmalige Danzig-Rarität startet mit 15 000 Euro.

Weiterhin beachtenswert ist die 30 Pf Ottomotor von 1952 im ungezähnten Bogen zu 100 Marken mit Originalgummierung. Erwähnenswert ist außerdem Los 4750, eine sehr seltene Einheit der Schleswig-Holstein MiNr. 2 im Paar gestempelt sowie ein postfrisches Vineta-Provisorium (Los 4969).

Außerdem gelang es, ein breites Angebot Bizone und Band-/ Netzaufdrucke mit vielen Abarten (Lose 6326- 6628) zu akquirieren, dessen Erlöse dem Berliner Zoo zugutekommen. Zudem wartet Schlegel abermals mit einem starken Abschnitt Russland/Sowjetunion sowohl bei den Sammlungen als auch bei den Einzellosen auf.

Das Beste kommt zum Schluss - in diesem Fall die "Sammlung Dr. Niesel" (Lose 8001-9117). Diese inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80 000 Bedarfsbelegen wird detailliert in über 1000 mehrheitlichen Sammellosen in dem zweiten Sonderkatalog offeriert. Die Kollektion mit den Schwerpunkten Feld- & Kriegsgefangenenpost Erster und Zweiter Weltkrieg, Europa und Übersee dürfte sowohl für Sammler als auch für Händler gleichermaßen interessant sein.

Internet: www.auktionshaus-schlegel.de

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355. Schwanke-Auktion: Die verschwundene Elizabeth

"Album de Grand Luxe" - 105 Einzeldrucke der Gemeinschaftsausgaben des französischen Weltreichs "Du Tchad au Rhin" und "Victoire", auf hochwertigem Bütten gedruckt und als Luxusausgabe im Halbledereinband gebunden. Eine bibliophile Rarität, die im Jahre 1946 vom Institut de Gravure (Paris) in einer Auflage von nur 30 Exemplaren produziert wurde, ist ein Highlight der 355. Schwanke-Auktion, die am 22. und 23. April in Hamburg stattfindet.

Buch-Raritäten und seltene Postgeschichte

Diese Luxusedition wurde damals nur an hochgestellte Persönlichkeiten verschenkt. Etliche Stücke wurden in den vergangenen 70 Jahren "zerlegt" und die Einzeldrucke dann stückweise verkauft. Es dürften heute nur noch ganz wenige komplette Alben existieren. Eine weitere bibliophile Rarität ist ein Kartenatlas, der insbesondere die Schlachtfelder des Siebenjährigen Krieges (1756- 1763) darstellt. Er erschien 1807 in Paris als "Atlas du traité de grandes opérations militaires ... Carte Générale pour l'Intelligence de la Guerre de Sept- Ans". Ein interessierter Postgeschichtler kann darin z.B. Truppenbewegungen und Aufmarschpläne der Schlachten um Breslau, Leuthen, Cunersdorf oder Rosbach verfolgen. Verfasser war Baron Antoine-Henri Jomini, ein einflussreicher Militärtheoretiker, der unter Marschall Ney und später unter Napoléon Bonaparte als Brigadegeneral diente. Daneben stehen in der Literaturabteilung gut 300 weitere Positionen (Allgemeine Werke, Monographien, Handbücher und Kataloge, Periodika und Auktionskataloge) zur Disposition.

"The Disappearing Queen" von Singapur ist im Übersee-Angebot sicherlich eines der verrücktesten Stücke. Ein Bogenteil von zehn Stück des Dauerserienwertes zu 30 Cents, bei dem das Bild der jungen Königin Elizabeth II langsam verschwindet. Sehr eindrucksvoll - die Fachliteratur nennt nur einen Bogen, der dieses Kuriosum zeigt. 1903, 30. Juni: "This is the first set of postmarked stamps posted at Aitutaki", dies vermerkte der Absender eines Briefes nach Rarotonga, frankiert mit der ersten Markenausgabe des Landes, auf der Vorderseite. Für heutige Südseereisende sind die Cook-Inseln fast schon im "All inclusive"-Programm enthalten. Vor über 100 Jahren, als dieser Brief versandt wurde, war Aitutaki für die meisten noch "Terra incognita".

Und "Terra incognita" war es auch, als die Sowjetunion im Jahre 1961 den ersten bemannten Weltraumflug wagte. Aus diesem Anlass erschien eine 6-Kopeken-Marke mit der Abbildung des Sputniks. Als einzelne Marke ist diese MiNr. 2474 auch heute noch Massenware. Die damals mit Zierfeldern gedruckten Kleinbogen sind jedoch von großer Seltenheit und werden im Michel nur ohne Preis, in den russischen Standardkatalogen mit Notierungen jenseits der 20 000 Euro gelistet. Schwanke kann einen solchen Kleinbogen jetzt ausrufen.

Von Hamburg-Harburg nach Südamerika - eine erst kürzlich entdeckte Geschäftskorrespondenz aus den Jahren 1860-1875 kommt im Deutschland-Teil unter den Hammer. Der Mitinhaber der Firma "Blech Dampfmühlenfabrik" war in dieser Zeit für seine Firma in Valparaiso und Santiago de Chile unterwegs und aus der an ihn gerichteten Firmenkorrespondenz sind einige wenige Poststücke erhalten geblieben. Der wertvollste Brief zeigt eine Mischfrankatur aus Brustschildmarken und der "50 Pfennige" (MiNr. 36). Diese hohe Wertstufe wurde vornehmlich auf Paketkarten verwendet. Bei dieser Markenkombination darf man sicherlich von einem "Liebhaberstück" sprechen. Da es hier um Destinationen geht: Wie wäre es 1867 "von Altona nach Hongkong"? Viele von derartigen Belegen dürfte es kaum geben. Der Empfänger war ein Seemann auf der Hamburger Bark "Hans", und er wird sich gefreut haben, seine Grüße aus der Heimat in Hongkong entgegennehmen zu dürfen.

Preußen-Sammler dürfen sich auf ein Postinsinuationsdokument an das Amtsgericht Anklam freuen. Eigentlich wäre es portofrei gewesen, doch es kam aber aus St. Petersburg zurück (wo ein Kaufmann zum Gerichtstermin geladen wurde), und der russische Markenanteil musste in Freimarken entrichtet werden. In jedem Fall eine postgeschichtliche Delikatesse. Ein Traumstück für Thurn-&-Taxis-Sammler bzw. Liebhaber klassischer Philatelie ist ein Brief von Frankfurt nach Dünkirchen, der mit einem Ganzsachenausschnitt zu 9 Kreuzer frankiert wurde, auf dem noch eine 3-Kreuzer-Marke aufgeklebt wurde.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Gert-Müller-Auktion meldet großen Erfolg

wm Die 87. Auktion des Traditionshauses in Ettlingen, die am 19./20. Februar 2016 stattfand, konnte - so Inhaber Holger Thull - mit "großem Erfolg und zahlreichen außergewöhnlichen Zuschlagspreisen" abgeschlossen werden.

Verantwortlich sei ein großes internationales Publikum gewesen, dessen hohe Gebote viele Spitzenpreise gebracht hätte. So erreichte eine Kollektion Deutsche Kolonien bei Ausruf von 70 000 Euro letztendlich 103 000 Euro (inkl. Aufgeld), eine Sammlung Zeppelinpost 20 000 (12 000) Euro und eine Sammlung China bei einem Ansatz von 10 000 Euro immerhin stolze 25 000 Euro. Münzen und Geldscheine wurden nahezu restlos verkauft und dies mit teils enormen Steigerungen, die nicht selten ein Mehrfaches des Ausrufpreises waren. Es wurden mehrere hundert Zuschläge im vier- und fünfstelligen Bereich erzielt.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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58. Deider-Auktion: Viele Hochkaräter der Klassik!

München Ein umfassendes Angebot bringt die 58. Deider-Auktion am 15. und 16. April.

Traditionell gut besetzt ist Bayern mit über 960 Einzellosen, darunter viele Raritäten, gute Frankaturen und vielfäl-tigste Abstempelungen. Blickfang und Topstück zugleich ist ein waagerechtes Luxuspaar der 1 Kreuzer gelb mit 22 mm breitem Zwischensteg und links anhängender Marke vom oberen Bogenrand, abgestempelt mit dem Mühlradstempel "508" von Straubing (Foto oben rechts). Die Tatsache, dass nur noch ein weiteres Zwischenstegpaar bekannt ist, unterstreicht die Seltenheit. Der Startpreis beträgt 14 000 Euro. Beachtet werden sollte auch eine 1 Kreuzer gelb in enorm seltenem Klischeetypzwitter mit den drei runden und einer stumpfen Ecke in besonders tiefer Farbe auf kompletter Luxus-Drucksache von Augsburg nach Bamberg (800 Euro). Erwähnenswert sind außerdem eine Heimat-Sammlung "Augsburg" und eine Sammlung Probedrucke und Essays, die mit raren Vorlagekartons glänzt. Dazu gehören ein Vorlagekarton mit je drei kleinen und großen ungezähnten 10-Pf-Werten in grün, rot und blau der Siegesausgabe von 1916 (1200 Euro), ein Vorlagekarton mit einem im Auftrag der bayerischen Regierung von Oswald Kresse gezeichneten und in Holz geschnittenen 5-Pf-Probedruck in schwarz (200 Euro), ein Vorlagekarton aus 1914 mit sieben unverausgabten Ludwig-Werten in verschiedenen Farben und Wertstufen mit halbkreisförmigem Aufdruck "Dienstmarke" (nur noch ein weiteres Mal im Postmuseum bekannt, 1200 Euro) und ein Vorlagekarton aus 1916 mit dem 15-Pf-Wert in vier kleinen und vier großen Formaten, jeweils in braun, grün, rot und blau von Otto Hupp (1200 Euro).

Die restlichen altdeutschen Gebiete und das Deutsche Reich locken mit schönen Luxusstücken und Briefen vieler Staaten, u.a. Hannover-Essays und Vineta-Provisorium. Bei den Nebengebieten finden sich gesuchte Besetzungsausgaben, u.a. Farbproben Generalgouvernement, bessere Werte von Montenegro und Zara, Feldpost mit guten Inselpost-Ausgaben und eine MiNr. 1 Ia der Deutschen Post China im postfrischen Paar.

Eine Spezialabteilung Belgien mit vielen frühen Ausgaben, Russland u.a. Lewanewskij-Brief und klassische Ausgaben vieler Länder (auch auf Brief) suchen bei Europa und Übersee neue Liebhaber. Wie immer wert- und reichhaltig ist Österreich mit klassischen Ausgaben und Abstempelungen. Zu den herausragenden Einzellosen dieses Gebietes zählen eine 5 Kreuzer rot (MiNr. 37 II) auf komplettem Telegramm-Formular aus Bubenz in Böhmen nach Gartenau bei Salzburg (1200 Euro) und eine 2 Piaster auf 20 Kreuzer grau zusammen mit waagerechtem Paar der 5 Piaster auf 50 Kreuzer braunlila auf Luxus-Leinen-R.-Brief in der 11. Gewichtsstufe von "SMIRNE 23/11. 89" nach Braunschweig (1500 Euro). Des Weiteren kommt eine Spezial-Sammlung Levante und Bosnien zur Auflösung.

Die Abteilung mit Sammlungen, Posten und Nachlässen präsentiert sich ursprünglich und rahmensprengend mit vielen hochwertigen Ländersammlungen aus aller Welt, undurchsuchten Fundgruben und umfangreichen Nachlässen. Ein feines Angebot Gold- und Silbermünzen rundet die Palette ab.

Internet: www.deider.de

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Handgezeichnete Bauhaus-Ansichtskarte übertraf alle Erwartungen

wm Am 12./13. Februar versteigerte das Auktionshaus Stade in Grenzach-Wyhlen eine "Künstler-Postkarte", die der fachkundige Auktionator mit 1000 Euro angesetzt hatte und die dann auf - manche würden sagen - schwindelerregende 7500 Euro Zuschlag stieg, den Käufer also letztlich rund 9000 Euro kostete. Bereits das ist außergewöhnlich und überstieg die Erwartungen von Daniel Stade, der - wie er später zugab - zwar mit um drei- bis viertausend Euro gerechnet hätte, aber von dem Zuschlag ebenfalls überrascht war.

Was war der Grund, mag sich der Sammler fragen, was sind die Hintergründe dieses interessanten Loses? Es hat eine recht außergewöhnliche Geschichte. Die Karte fand vor rund 20 Jahren ein normaler Briefmarkensammler in einer Rundsendung. Sie sollte damals 30 DM, also circa 15 Euro, kosten und gefiel dem Sammler aufgrund der außergewöhnlichen modernen Zeichnung so gut, dass er sie - eigentlich als Geschenk gedacht - kaufte. Sie verschwand dann in einer Kiste, wurde vergessen, bis eben zwei Jahrzehnte später der Sohn des Sammlers diese sah und meinte, man müsste sie einmal einem Fachmann vorlegen. Immerhin sei es ein handgezeichnetes Original, das vielleicht "künstlerischen" Ursprungs sein könnte. So kam der Kontakt zu dem Auktionator Daniel Stade zustande, der die Karte sah und sich sofort bereit erklärte, diese in seine kommende Auktion aufzunehmen, allerdings noch keine Angabe machen wollte, zu welchem Ausrufpreis. Dafür seien noch Recherchen erforderlich. Stade fand heraus, dass der auf der Rückseite dieser einmaligen "Ansichtskarte" grüßende Künstler - man liest nur dessen Vorname "Werner" - vermutlich Werner Graeff aus der Bauhaus-Schule in Weimar war, der hier zum Drachenfest 1921 seine einmalig kunstvolle Handschrift hinterließ.

Stade setzte die Karte daraufhin mit 1000 Euro an, was dem Einlieferer bereits "mutig" erschien. Ob die Karte zu diesem Preis denn überhaupt verkauft würde, wagte er zu zweifeln. Der Einlieferer gab aber auch freimütig zu, dass er eben keine Ahnung habe, schöne Kunst - was immer man darunter verstehen möge - ihm einfach nur gefalle. Der Kenner, zumal Daniel Stade, aber wusste, welches Potential solch eine Karte hat, was mit dem Begriff "seltene Ansichtskarte" in der Losbeschreibung stark untertrieben ist, denn diese Karte ist einmalig, ein Unikat, wie Sammler solche Stücke bezeichnen.

Daniel Stade, er ist mit seinem Unternehmen übrigens auch Mitglied des APHV, zeigte sich hoch erfreut, der Einlieferer ebenfalls, denn dieser hatte mit dem Ergebnis bei weitem nicht gerechnet. Ein kleiner Kistenfund entwickelt sich zum Highlight! Aus 30 DM wurden 7500 Euro (abzgüglich Einlieferergebühr). Dennoch ein schöner "Batzen", der nun fein zwischen Vater und Sohn geteilt wird. Was wiederum zeigt: Mit Kenntnis und etwas Glück sind auch heute noch Schatzfunde möglich. Dabei muss es eben nicht immer Picasso sein!

Internet: www.stade-auktionen.de

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Spitzenphilatelie und Rekordbeteiligung bei der Heinrich Köhler

Frühjahrsauktion 2016 in Wiesbaden

(hk/Wiesbaden) Einen mehr als gelungenen Einstand in das Auktionsjahr 2016 konnte das Traditionshaus Heinrich Köhler nach seiner erfolgreichen Frühjahrsauktion, die vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden stattfand, vermelden. Dem Spitzenangebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte stand eine ebenso starke Nachfrage gegenüber, die von Altdeutschland bis Übersee bei allen Gebieten spürbar war und zu herausragenden Ergebnissen führte.

Einen Rekordzuwachs gab es bei der Beteiligung der Online-Bieter zu verzeichnen: Im Vergleich zur vorangegangenen Auktion schalteten sich nochmal rund 50% mehr Nutzer über die Möglichkeit des Systems zum "Online-Live-Bieten" ins Auktionsgeschehen ein! Die begeisterten Sammler sorgten für teils spektakuläre Bietergefechte mit beeindruckenden Steigerungen bei zahlreichen Losen.

Altdeutschland-Spezial: die Sammlungen "Kraus" und "Sanders"

Für diverse kleine und große Höhepunkte sorgten die Versteigerungen der Sammlungen "Bayern 1849 bis 1875" (Teil 1) von Hilmar Kraus und "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Die im Vorfeld in zwei Sonderkatalogen präsentierten Ausnahme-Kollektionen riefen zahlreiche Liebhaber der altdeutschen Sammelgebiete auf den Plan, die es sich nicht nehmen ließen, ihrer Begeisterung in Form von Geboten Ausdruck zu verleihen.

So erzielte Los 8242, ein wunderschöner Einschreibe-Brief mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün, der zugleich Titelstück des Sonderkataloges der Sammlung Hilmar Kraus war, einen Zuschlag von 12 000 Euro (Ausruf: 5 000 Euro). Der legendäre Schwarze Einser lockte im waagerechten Paar auf selbst gefertigtem Streifband (Los 3978). Der Beleg wurde bei sage und schreibe 20 000 Euro zugeschlagen (Ausruf: 8 000 Euro). Los 7227, ein Bremen-Brief der Sammlung Heinrich Sanders, wechselte für 13 000 Euro (Ausruf: 10 000 Euro) in die Hände eines glücklichen Sammlers. Das Liebhaberstück ex Boker und Salm schmückt eine dekorative Buntfrankatur der 2 Grote-Marke gelborange (MiNr. 5a) zusammen mit einer 5 Grote- Marke in mattgraubraun (MiNr. 7A) ab Bremen nach Kiel. Los 7014, ein Briefstück mit der Landpostmarke Badens zu 12 Kreuzern in allerfeinster Erhaltung, fand für 16 000 Euro (Ausruf 8 000 Euro) einen neuen Besitzer. Diese Beispiele nur, um einige herausragende Ergebnisse zu nennen.

Philatelie aus aller Welt mit großer Nachfrage

Auch das Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte im Hauptkatalog wusste die Sammler zu überzeugen. Egal ob Einzelmarken, Belege oder Sammlungen, größere Posten oder Nachlässe -die starke Beteiligung mit dementsprechenden Zuschlagsergebnissen sprachen eine eindeutige Sprache!

Für Aufsehen sorgte unter anderem die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der berühmten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Die beiden Briefe wurden zusammen für insgesamt 33 000 Euro zugeschlagen! Eine gewaltige Steigerung konnte Los 470 verzeichnen. Die sog. Krakauer Ausgabe Polens von 1919 zu 10 Kronen (MiNr. 47a) in einwandfreier postfrischer Erhaltung wurde bei einem Ausruf von 2 000 Euro um das 6-fache auf 12 000 Euro gesteigert.

Viele Einlieferer werden mit den Gesamterlösen ihrer eingelieferten Bestände glücklich sein. Einige brachten es bis auf das 15-fache des Startpreises.

Nachverkauf und alle Ergebnisse im Internet

Alle Zuschläge der Auktion sind online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Noch bis zum 1. April 2016 besteht zudem die Möglichkeit, unverkaufte Lose im Nachverkauf zu erwerben.

New York, New York!

Mit der bevorstehenden Weltausstellung in New York, der World Stamp Show NY 2016, bietet das philatelistische Jahr ein attraktives Reiseziel, das in Kürze Sammler aus aller Welt vereinen wird. Als offizieller Auktionator der Ausstellung wird Heinrich Köhler gemeinsam mit seinen Partnerunternehmen des Global Philatelic Network am 3. Juni 2016 eine Raritätenauktion der Extraklasse durchführen, die mit ebenso außergewöhnlichen wie wertvollen Seltenheiten aus Philatelie und Postgeschichte für Furore sorgen wird. Sammler weltweit erwarten bereits mit Vorfreude den offiziellen Auktionskatalog, der voraussichtlich ab Mitte April erhältlich sein wird.

Aktuelle Informationen unter www.heinrich-koehler.de oder bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet

* alle Zuschläge ohne Aufgeld

4 500 Lose bei der 355. Auktion von Schwanke, Hamburg, am 22.-23. April 2016

wm (hs/wm) Insgesamt 4 500 Lose mit einem Schätzwert von rund 1,2 Mio. Euro kommen in den beiden Apriltagen zum Ausruf, davon allein gut 1 800 Lose Sammlungen, Posten, Münzen und Banknoten. Der Katalog wird ab dem 19.März online sein, der gedruckte Katalog wird am 22. März 2016 von der Druckerei versandt.

Dieses Mal gibt es wieder viel Literatur, eine Reihe von Raritäten und stark nachgefragte Titel, die mit insgesamt 350 Positionen (Allgemeine Werke, Monographien, Handbücher und Kataloge, Periodika und Auktionskataloge) angeboten werden. Dieses Angebot wird auch als kleines Sonderheft für Freunde und Liebhaber philatelistischer Literatur zu haben sein.

Natürlich steht aber generell Philatelie im Vordergrund. So werden eine reihe von Sammlungen aufgelöst, die man nicht alle tage sieht. Ein Beispiel: Albanien und seine Postgeschichte - das heißt in diesem Falle die Abstempelungen der österreichischen Levantepost in Albanien aus den Jahren 1854 bis 1918 und die Dokumentation der italienischen Präsenz von 1901-1922 - das ist das Thema einer Ausstellungssammlung, die Schwanke geschlossen anbietet. Mit über 350 Belegen werden die Postorte und die Postwege eindrucksvoll dokumentiert. Viele in der Sammlung enthaltenen Stücke haben Unikatcharakter und wurden auf Auktionen einzeln erworben. Dazu hat der Vorbesitzer viele Hintergrundinformationen zusammengetragen und dargestellt, und es gibt auch heute noch viele ungeklärte Fragen. Ein für Postgeschichtler ungemein reizvolles Projekt, zu dem diese Sammlung eine ideale Basis bietet. (Schätzpreis 7000 Euro).

Italiens "Soziale Republik" bestand, als Vasallenstaat des deutschen Naziregimes, nur ganz kurze Zeit, von 1943-1945. Für Philatelisten dennoch ein hervorragendes Betätigungsfeld, gab es doch in dieser Zeit viele Notmaßnahmen und Provisorien. Dazu zählt auch die Verwendung von Paketmarken, die als normale Freimarken verwendet wurden. Die Paketmarken mit dem Aufdruck REPUBLICA SOCIALE sind gebraucht sehr selten zu finden. Das von Schwanke angebotene Poststück, eine Ansichtskarte, die von "Desenzano" nach "Salo", also am Ufer des Gardasees entlang, lief, trägt zwei Exemplare der Wertstufe zu 5 centisimi in Kombination mit einem 10 centisimi-Wert ohne Überdruck, aus der Zeit des Königreiches. Derartige Kombinationen sind größte Raritäten, dem renommierten Prüfer Enzo Diena sind nur vier derartiger Belege bekannt. (Schätzpreis 2200 Euro)

Ein unbekannter Fehldruck? Ein Probedruck? Schweden verausgabte im Jahre 1981 eine Freimarke mit dem Motiv "Tag und Nacht". Die Wertstufe war 1.65 Kronen, und dies war das normale Porto für einen Brief. Dies ist zwar die gleiche Marke, jedoch die Wertangabe ist eindeutig "1.75" (Kr). Nach vorliegenden Information soll es sich um das bisher einzig aufgefundene Exemplar handeln - nach der 3 Skilling banco in gelb also erneut ein schwedisches Weltwunder? Im Vergleich zur goldgelben 3 Skilling ist der Schätzpreis von Euro 2000 dagegen ziemlich bodenständig.

CHINA wartet erneut mit einem umfangreichen Angebot auf. Sowohl die Ausgaben des Kaiserreiches als auch der Volksrepublik sind gut vertreten. Besonders beliebt in China sind rote Briefmarken, davon zeugt nicht nur der "Rote Affe" aus dem Jahre 1982, sondern schon in früher Zeit die "Red Revenues" aus dem Jahre 1897. Eine Reihe dieser beliebten Marken ist im Angebot, darunter auch der Wert zu "1 Dollar" in feinster gebrauchter Erhaltung. Schätzpreis 500 Euro.

Indien, 1854. Die ½ Anna-Marke mit dem Kopfbild der jungen Königin Victoria erschien in blauer Farbe. Nicht verausgabt wurde diese Marke in zinnoberrot, der Farbe des 1-Anna-Wertes. Von der vorbereiteten ½-Anna-Marke in rot war jedoch schon ein größerer Bestand nach Bombay versandt worden und dort wurden auch einige wenige Exemplare mit dem "B/1"-Stempel von Bombay (versuchsweise) entwertet. Eine solche "trial cancellation" ist zum Schätzpreis 500 Euro angesetzt.

Von Hamburg-Harburg nach Südamerika - eine erst kürzlich entdeckte Geschäftskorrespondenz aus den Jahren 1860-1875 kommt im Deutschland-Teil zum Angebot. Der Mitinhaber der Firma "Blech Dampfmühlenfabrik" war in dieser Zeit für seine Firma in Valparaiso und Santiago de Chile unterwegs und aus der an ihn gerichteten Firmenkorrespondenz sind einige wenige Poststücke erhalten geblieben. Der wertvollste Brief zeigt eine Mischfrankatur aus Brustschildmarken und der "50 Pfennige" (Michel Nummer 36). Diese hohe Wertstufe wurde vornehmlich auf Paketkarten verwendet. In der hier gezeigten Markenkombination darf man sicherlich von einem "Liebhaberstück" sprechen. (Schätzpreis 3000 Euro)

Dies waren nur einige Beispiele aus dem einmal mehr sehr interessanten und ungewöhnlichen Angebot des Hauses. 4 500 Lose erwarten also die Interessenten und dabei dürfte so mancher Manches finden!

Frühlingsgefühle bei Felzmann: Top-Zuschläge für Sammlungen und Einzelstücke

wm (Düsseldorf/rr) Die große Frühjahrs-Auktion des Traditionshauses Felzmann fand an drei spannenden Tagen vom 2.-4. März 2016 im hauseigenen Auktionssaal in Düsseldorf statt. Dem Publikum wurde ein umfassendes Angebot aus allen philatelistischen Sammelgebieten geboten. Durch die anhaltend starke Nachfrage nach chinesischen Briefmarken war das Interesse an Sammlungen und Einzelstücken aus dem Reich der Mitte besonders groß. Aber auch philatelistische Kostbarkeiten aus deutschen Gebieten standen bei den Käufern hoch im Kurs.

Aus der Heimatstadt des Auktionshauses stammte eines der beliebtesten Lose des Bereichs Flug- und Zeppelinpost. Die attraktive Ansichtskarte des Zeppelins LZ 8 "Deutschland" zum Blumentag in Düsseldorf am 7.5.1911 erzielte einen Zuschlag von 2.500 Euro (Los 3157, Ausruf 2.000 Euro).

Große Gebotssteigerung gab es dann wie erwartet im Bereich Europa und Übersee. Hier stand einmal mehr China im Fokus, dessen Briefmarken in den letzten Jahren immer stärkere Nachfrage erfuhren. Ein Pfingstrosenblock samt Pfingstrosen-Satz steigerte sich von angesetzten 800 Euro auf 1.500 Euro (Los 4006). Der beliebte "Rote Affe" erreichte sogar fast das Dreifache seines Ausrufpreises. Ob Liebhaber oder Spekulant - für 1.400 Euro erhielt ein Internetbieter den Zuschlag (Los 4016). Überzeugen konnte auch eine österreichische 4-Kr-Marke mit kopfstehendem Mittelstück auf Brief. Das seltene Glanzstück österreichischer Philatelie ging für 17.000 Euro zurück ins Land an der Donau (Los 4290).

Erfreuliche Ergebnisse lieferte auch der gut besetzte Sektor Altdeutschland. Neben einer Vielzahl reizvoller Lose stachen besonders Markenausgaben aus Lübeck und Schleswig-Holstein hervor. Allen voran ein blauer 1-S-Dreierstreifen mit besonders deutlich erkennbarer Wappenprägung, der für 17.000 Euro zugeschlagen wurde (Los 4494) sowie eine dunkelrosarote 2 S auf kleinem Luxusbriefstück für 9.500 Euro (Los 4495). Für eine ½ S lila und eine 1 S orange in phantastisch frischer Luxuserhaltung lag das Höchstgebot bei 5.200 Euro (Los 4464). Den Top-Zuschlag der Philatelie-Einzellose beanspruchte unangefochten die 5 Mk Germania "Kriegsdruck" mit kopfstehendem Mittelstück für sich. Glatte 50.000 Euro brachte die legendäre Deutschland-Rarität. Beachtlich war auch die Steigerung einer 1 PIA auf 20 Pfg Krone/Adler der Deutschen Post in der Türkei. Von 2.800 Euro kletterten die Gebote hoch bis auf 4.200 Euro.

Im mit Spannung erwarteten Sammlungsteil sorgten vor allem zwei eindrucksvolle China-Sammlungen für Aufsehen. Die erste war eine außerordentlich gut besetzte Sammlung des Kaiserreichs aus den Jahren 1878-1949, zeitgenössisch ab der Jahrhundertwende vor Ort zusammengetragen und mit etlichen Spitzen gespickt (Los 6315). Die zweite eine Kollektion Shanghai Local-Post von 1865-1897, einzigartig besetzt mit zahlreichen Raritäten und von Anfang an spezialisiert aufgebaut (Los 6318). Zum Zeitpunkt des Ausrufs waren im gut gefüllten Auktionssaal zusätzlich internationale Telefonbieter aus Großbritannien, den USA, Hongkong und natürlich China zugeschaltet. Die moderat taxierten Startpreise von jeweils 10.000 Euro waren in diesem Fall nur Formalität. Binnen Sekunden ließen beide Sammlungen die Ausrufpreise hinter sich und gipfelten in beiden Fällen in echten Bieterschlachten. Saal-, Online- und Telefonbieter feuerten gleichermaßen Gebote ab. Bei der Sammlung des Kaiserreichs bewies schlussendlich ein Saalbieter das längste Durchhaltevermögen und sicherte sich diese für 34.000 Euro Zuschlag. Noch höher gingen die Gebote bei der Shanghai Local-Post. Letzten Endes fiel der Hammer des Auktionators hier bei stattlichen 84.000 Euro.

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar. Unverkaufte Lose der 155. Auktion können ab sofort mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme limitierter Lose - im Nachverkauf erstanden werden. Die Besichtigung von unverkauften Losen ist ausschließlich am Nachverkaufstag, dem 18. März 2016 im Düsseldorfer Auktionshaus möglich. Der Nachverkauf endet am 1. April 2016.

Vorschau auf die 18. Schlegel-Auktion, Berlin, 11.-12. April 2016

wm (Berlin/ls) Das Auktionshaus Schlegel bietet auch in seiner 18. Auktion am 11. und 12. April 2016 eine beachtliche philatelistische Auswahl aus allen Sammelgebieten. Philatelie-Liebhaber verschiedenster Sparten dürften auf ihre Kosten kommen: vom klassischen Marken bis hin zur Moderne, von unserem umfangreichen Sammlungsteil bis hin zu ausgewählten Einzellosen wird viel geboten.

Die Auktion wird - schon fast traditionell - von drei Sonderteilen eingeleitet. DIE ALTDEUTSCHLAND/BADEN-SAMMLUNG ROBERTO HOFFMANN (Lose 1-230) aus dem Nachlass des weltweit geachteten argentinischen Philatelisten präsentiert sich unberührt mit u.a. Nummernstempeln, Uhrrad-Stempeln, späten Postorten sowie Postablagen. Im Bereich der Deutschen Kolonien reüssiert der Sonderteil KAMERUN (Lose 301-783) mit einem umfangreichen Angebot mit Vorläufern, Postagenturen, Stempeln von A-Z, Zensurpost, Interniertenpost, Besetzung, diversen Dokumenten/Autographen sowie zahlreichen Ansichtskarten dieses interessanten Kolonialgebietes. Der vielseitige Posten DEUTSCHE FELDPOST 1700-1945 (Lose 1001-1382) umfasst die diversen Aspekte postalischer und posthistorischer Behandlung von Briefen/Poststücken und spiegelt verschiedene militärische Auseinandersetzungen mit dem Schwerpunkt Deutsch-Französischer Krieg 1870/71 wider.

Bei den Einzellosen stechen unter anderem hervor: Das einzig bekannte Exemplar der DANZIG Mi. 68 aY (liegendes Wasserzeichen - Los 5940). Diese vor 30 Jahren durch einen Sammler entdeckte Marke wird für einen Preis von 15.000 ? ausgerufen. Weiterhin beachtenswert ist die 30 Pfennig 1952, sogenannter Ottomotor als ungezähnten Bogen zu 100 Marken mit Originalgummierung (Los 7430) an. Erwähnenswert außerdem Los 4750, eine sehr seltene Einheit Schleswig Holstein Nr. 2 im Paar gestempelt sowie ein postfrisches Vineta-Provisorium (Los 4969).

Bei dieser Auktion gelang es zudem, ein breites Angebot Bizone und Bund-/Netzaufdrucke mit vielen Abarten (Lose 6326-6628) zu akquirieren, dessen Erlöse dem Berliner Zoo zugutekommen. Zudem wartet SCHLEGEL abermals mit einem starken Abschnitt RUSSLAND/SOWJETUNION sowohl bei den Sammlungen als auch bei den Einzellosen auf.

Das Beste kommt zum Schluss... wie in diesem Fall die SAMMLUNG DR. NIESEL (Lose 8001-9117): Diese inhaltlich wie stilistisch außergewöhnliche Sammlung mit über 80.000 Bedarfsbelegen wird detailliert in über 1.000 mehrheitlichen Sammellosen in dem zweiten Sonderkatalog offeriert. Die Sammlung mit den Schwerpunkten Feld- & Kriegsgefangenenpost I. und II. Weltkrieg, Europa und Übersee dürfte sowohl für Sammler als auch für Händler gleichermaßen interessant sein.

Gert Müller-Auktion meldet großen Erfolg

wm Die 87. Auktion des Traditionshauses in Ettlingen, die am 19./20. Februar 2016 stattfand, konnte - so Inhaber Holger Thull - mit "großem Erfolg und zahlreichen außergewöhnlichen Zuschlagspreisen" abgeschlossen werden. Verantwortlich sei ein großes internationales Publikum gewesen, dessen hohe Gebote viele Spitzenpreise gebracht hätte. So erreichte eine Kollektion Deutsche Kolonien bei Ausruf von 70 000 Euro letztendlich 103.000 Euro (inkl. Aufgeld), eine Sammlung Zeppelinpost 20.000 Euro (Ausruf: 12.000 Euro) und eine Sammlung China bei einem Ansatz von 10.000 Euro immerhin stolze 25.000 Euro. Münzen und Geldscheine wurden nahezu restlos verkauft, und dies mit teils enormen Steigerungen, die nicht selten ein Mehrfaches des Ausrufpreises waren. Es wurden mehrere hundert Zuschläge im vier- und fünfstelligen Bereich erzielt.

362. Heinrich-Köhler-Auktion: Philatelie und Postgeschichte "vom Feinsten"

Die Frühjahrsversteigerung vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden verheißt einen spektakulären Start in das Heinrich-Köhler-Auktionsjahr 2016. Sammler aus aller Welt erwarten mit Spannung die Versteigerung des weltweiten Angebotes, das mit einem gewichtigen Hauptkatalog und zwei Sonderkatalogen mit Schwerpunkt auf den altdeutschen Sammelgebieten erneut eine herausragende Auswahl feinster Philatelie und Postgeschichte präsentiert.

Bayern und Altdeutschland im Fokus

Insbesondere die Bayern-Sammler fiebern schon der Auktion entgegen, denn mit dem ersten Teil der Kollektion "Bayern 1849 bis 1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus" kommt eine ebenso einzigartige wie wertvolle Sammlung unter den Hammer. Die Titelseite des Sonderkataloges schmückt ein Brief von Augsburg nach Lyon von 1853, frankiert mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün - eine echte Augenweide! Das Prädikat "Erste Klasse" verdienen zahlreiche Lo-se dieser Ausnahmesammlung, die mit weiteren Auslandsdestinationen, aber auch einer stattlichen Anzahl "Schwarzer Einser" sowie einem großartigen Bereich Nummernstempel beeindruckt.

Einen weiteren, nicht minder spektakulären Teil der Auktion bildet die Auflösung der Kollektionen "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Der Sonderkatalog umfasst nahezu 900 Einzellose, darunter hochwertige Marken, seltene Stempel und zahlreiche fantastische Belege. Schwerpunkte dieser Sammlungen sind die Gebiete Braunschweig, Bremen, Hannover und Oldenburg. Heinrich Sanders hat über Jahrzehnte die Marken und Stempel, aber insbesondere die Belege der ihm am Herzen liegenden norddeutschen Gebiete zusammengetragen. Kenntnisreich hat er die gesammelten Stücke - stets in Verbindung zur Geschichte der Region - recherchiert und auf individuell gestalteten Albumblättern aufgezogen, wodurch eine einzigartige Sammlung entstanden ist. Die Versteigerung dieser Sammlung wird den kompletten Freitag (18. März) in Anspruch nehmen!

Das ganze Spektrum der Philatelie im Hauptkatalog

Ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte mit einer großen Vielfalt an wertvollen Marken, Belegen und Sammlungen präsentiert auch der Hauptkatalog. Höhepunkte der Auktionswoche werden sicherlich die Versteigerungen der Heimatsammlung Stettin von Klaus Eitner mit exquisiten Stücken der deutschen und internationalen Schiffspost sowie die Auflösung einer Spezialkollektion Germaniamarken von 1920 von Dieter Kamradt sein. Ein Spezialangebot Markenheftchen Bayern bis Bundesrepublik bietet ausschließlich hochwertige Markenheftchen in bester Qualität. Dabei ist ein erstes Danziger Markenheftchen von 1925, welches in dieser hervorragenden Erhaltung erstmals seit Jahrzehnten angeboten wird.

Thematik-Sammler dürfen sich auf die Sammlung "Die Luft über den Olympiastadien" von Charly Biernat freuen, die themenbezogene Flugpostbelege ab 1912 präsentiert. Die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" beeindruckt mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der bekannten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Fortsetzung finden auch die Sammlungen Luxemburg Klassik (Teil II), die Tony-Zonneveld-Sammlung Iran/Persien (letzter Teil) sowie die Jan-Frijling-Sammlung mit Briefen der Klassik und Semi-Klassik aus aller Welt.

Alle Einzellose und Sammlungen mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern sind unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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DDR-Spezialitäten gesucht

Leipzig Mitte Januar fand die 168. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. Es standen über 3800 Lose zum Verkauf, davon fast 900 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden.

Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere und Notgeld, Sachsen und Deutsches Reich mit Privatganzsachen, Besetzte Gebiete Zweiter Weltkrieg, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, besseren Wasserzeichen und Druckvermerken. Von 160 auf 410 Euro sprang eine Einzelfrankatur der 1 Mark "Zeppelin" mit Bordpoststempel vom 9. März 1936 von einer Probefahrt (Sieger 0344I). Eine Ganzsachenkarte mit Flugpostmarke MiNr. V mit Stempel "Darmstadt 23.6.12" wechselte zur Taxe von 1200 Euro den Besitzer. Einen kräftigen Sprung von 50 auf 360 Euro machte ein Lot mit fünf Belegen aus Deutsch-Südwestafrika. Für 1050 (1000) Euro wurde eine DDR MiNr. 329 vb YI, die in gestempelter Erhaltung bisher im MICHEL-Deutschland-Spezial nicht aufgeführt wird, zugeschlagen. 820 (700) Euro bot ein Käufer für eine DDR MiNr. 439 aIIg XI auf Briefstück.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Stade-Auktion: Handgezeichnete Bauhaus-Ansichtskarte übertraf alle Erwartungen

wm Am 12./13. Februar versteigerte das Auktionshaus STADE in Grenzach-Wyhlen eine "Künstler-Postkarte", die der fachkundige Auktionator mit 1.000 Euro angesetzt hatte und die dann auf - manche würden sagen - schwindelerregende 7.500 Euro Zuschlag stieg, den Käufer also letztlich rund 9.000 Euro kostete. Bereits das ist außergewöhnlich und überstieg die Erwartungen von Daniel Stade, der - wie er später zugab - zwar mit um drei- bis viertausend Euro gerechnet hätte, aber von dem Zuschlag ebenfalls überrascht war.

Was war der Grund, mag sich der Sammler fragen, was sind die Hintergründe dieses interessanten Loses? Es hat eine recht außergewöhnliche Geschichte. Die Karte fand vor rund 20 Jahren ein normaler Briefmarkensammler in einer Rundsendung. Sie sollte damals 30 Mark, also circa 15 Euro, kosten und gefiel dem Sammler aufgrund der außergewöhnlichen modernen Zeichnung so gut, dass er sie - eigentlich als Geschenk gedacht - kaufte. Sie verschwand dann in einer Kiste, wurde vergessen, bis eben zwei Jahrzehnte später der Sohn des Sammlers diese sah und meinte, man müsste sie einmal einem Fachmann vorlegen. Immerhin sei es ein handgezeichnetes Original, das vielleicht "künstlerischen" Ursprungs sein könnte. So kam der Kontakt zu dem Auktionator Daniel Stade zustande, der die Karte sah und sich sofort bereit erklärte, diese in seine kommende Auktion aufzunehmen, allerdings noch keine Angabe machen wollte, zu welchem Ausrufpreis. Dafür seien noch Recherchen erforderlich. Stade fand heraus, dass der auf der Rückseite dieser einmaligen "Ansichtskarte" grüßende Künstler - man liest nur dessen Vorname "Werner" - vermutlich Werner Graeff aus der Bauhaus-Schule in Weimar war, der hier zum Drachenfest 1921 seine einmalig kunstvolle Handschrift hinterließ.

Stade setzte die Karte daraufhin mit 1.000 Euro an, was dem Einlieferer bereits "mutig" erschien. Ob die Karte zu diesem Preis denn überhaupt verkauft würde, wagte er zu zweifeln. Der Einlieferer gab aber auch freimütig zu, dass er eben keine Ahnung habe, schöne Kunst - was immer man darunter verstehen möge - ihm einfach nur gefalle. Der Kenner, zumal Daniel Stade, aber wusste, welches Potential solch eine Karte hat, was mit dem Begriff "seltene Ansichtskarte" in der Losbeschreibung stark untertrieben ist, denn diese Karte ist einmalig, ein Unikat, wie Sammler solche Stücke bezeichnen.

Daniel Stade, er ist mit seinem Unternehmen übrigens auch Mitglied des APHV, zeigte sich hoch erfreut, der Einlieferer ebenfalls, denn dieser hatte mit dem Ergebnis bei weitem nicht gerechnet. Ein kleiner Kistenfund entwickelt sich zum Highlight! Aus 30 DM wurden 7.500 Euro (abzgl. Einlieferergebühr). Dennoch ein schöner "Batzen", der nun fein zwischen Vater und Sohn geteilt wird. Was wiederum zeigt: Mit Kenntnis und etwas Glück sind auch heute noch Schatzfunde möglich. Dabei muss es eben nicht immer Picasso sein!

Rauhut-Literaturpreis geht in die nächste Runde!

wm Im vergangenen Jahr war die Beteiligung von Arbeitsgemeinschaften des BDPh, die sich mit ihren Rundbriefen und Forschungsberichten um den mit insgesamt 2 500 Euro dotierten und seit 2011 vergebenen Literaturpreis beworben hatten, mehr als beachtlich. Das große Interesse dürfte nicht nur darauf zurückzuführen sein, dass erstmals zehn Platzierungen genannt wurden, sondern vielmehr darauf, dass man sich mit seinen Literaturobjekten jährlich bei dem Preis bewerben kann. Damit bieten sich auch Chancen auf eine wiederholte Auszeichnung.

Mit dem "Rauhut-Literatur-Preis" werden jährlich bis zu zwei Arbeitsgemeinschaften im BDPh e.V. geehrt, deren regelmäßig erscheinenden Rundbriefe/Forschungsberichte sich im vorhergehenden Jahr durch besonders hochwertige Gestaltung und inhaltliche Ausprägung hervorgetan und qualifiziert haben. Die Ehrung ist speziell für besondere Beiträge zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte, für eigenständige intellektuelle und forschungsbasierte Gehalte der Arbeiten vorgesehen, wobei aber auch die optische Präsentation, Typografie, Druck und Layout eine mitentscheidende Bedeutung haben. Die auszuzeichnenden Arbeitsgemeinschaften erhalten eine Urkunde, verbunden mit einem Geldpreis in Höhe von 1 500 Euro für den Erstplatzierten bzw. von 1 000 Euro für den Zweitplatzierten.

Die Preise werden wie gewohnt auch 2016 bei der Internationalen Briefmarkenbörse im Oktober in Sindelfingen während einer kleinen Feier vergeben. Neu ist, dass der Preisstifter, Harald Rauhut, ab diesem Jahr selbst die Organisation in die Hand nimmt, tatkräftig unterstützt von den bereits bisher bewährten Juroren Heinrich Mimberg und Rainer von Scharpen.

Arbeitsgemeinschaften, die an diesem Wettbewerb teilnehmen wollen, müssen bis zum 15. Mai 2016 den letzten Jahrgang ihrer Rundbriefe/Forschungsberichte bei Harald Rauhut, Fa. Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr einreichen.

Vorschau: 155. Felzmann Auktion 2. bis 4. März 2016

wm (rr) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 2.-4. März 2016 vor einem internationalen Publikum versteigert. Unter den zahlreichen Highlights befinden sich auch einige legendäre "Kopfsteher".

Mit dem 5 Mk Kriegsdruck aus dem Deutschen Reich mit kopfstehendem Mittelstück versteigert das Traditionshaus in seiner Frühjahrsauktion eine wahre Deutschland-Rarität (Los 4575). Es handelt sich um das Pendant zum legendären, im Jahre 2006 durch Felzmann versteigerten Colonel-Green-Brief, der mit einer Marke aus dem in Stralsund verkauften Bogen freigemacht war. Das nun angebotene Stück stammt ganz offensichtlich aus dem zweiten, in Hamburg verkauften Bogen. Der Startpreis für dieses Spitzenstück liegt bei 50.000 Euro.

Nicht minder hochkarätig besetzt präsentiert sich der Bereich der internationalen Philatelie. Unter anderem ist eine besonders attraktive 1 Fr in lebhaft-vermillon auf Luxus-Briefstück im Programm (Los 4140). Die Marke überzeugt mit ausgesprochen kräftiger Farbe und ist ringsum breit- bis überrandig mit klar und zentrisch aufsitzender Gitterraute. Die Frankreich-Rarität startet bei 12.500 Euro. Faszination für österreichische Philatelie geht von fünf angebotenen "kopfstehenden Parlamenten" aus. Eines der Top-Stücke, 4 Kr auf Orts-R-Brief WIEN 10.V.21 an prominente Adresse "Rudolf Friedl" liegt in einwandfreier, unbehandelter Erhaltung vor (Los 4290). Ab 15.000 Euro können Gebote für diese legendäre Seltenheit abgegeben werden.

Der Bereich Altdeutschland wartet u.a. mit der seltensten Marke Württembergs auf. Es handelt sich um eine ungebrauchte 6 Kr grün mit Plattenfehler "Einbuchtung in der linken Randlinie" (Los 4506). 150 Jahre nach Erstaufgabe wird diese seltene Neuentdeckung erstmalig in einer Auktion angeboten. Ausgerufen wird diese rare Marke für 5.000 Euro.

Das Deutsche Reich besticht durch ein 8 Pfg Stück Nothilfe "Aachen" (Los 4736). Durch Bogenumschlag rechts ungezähnt mit Bogenrand handelt es sich wohl um ein seit Jahrzehnten nicht mehr angebotenes Unikat. Der Startpreis für dieses einmalige Exemplar liegt bei 8.000 Euro.

Ein museales Exponat erwartet Zeppelin-Begeisterte bei einem großformatigen Fotoalbum aus dem Nachlass des Bordfunkers Willy Speck (Los 3129). Dokumentiert werden anhand von weit über 240 Fotos die Jahre des Luftschiffbaus ab 1900 bis zur Übergabe des LZ-126 - ZR III in Lakehurst an die USA 1924. Dabei sind viele selten gesehene Aufnahmen und Motive, Baudetails, Katastrophen, frühe Luftaufnahmen, Fotos der Mannschaft, technische Details und vieles mehr. Ab 6.000 Euro werden Gebote für dieses einmalige Objekt entgegengenommen.

Exotik versprechen im nicht minder gut ausgestatteten Sammlungsteil u.a. China-Sammlungen aus dem Besitz einer lippischen Unternehmerfamilie, sowohl Kaiserreich (Los 6315) als auch Shanghai Local-Post (Los 6318) sind mit jeweils 10.000 Euro bewusst zurückhaltend getaxt.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 155. Auktion ist seit dem 5. Februar auf www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vom 1.-2.3. 2016 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 02 11/550 440.

354. Schwanke-Auktion: Seltenheiten der norddeutschen Klassik

Zu den Blickfängen der nächsten Schwanke-Auktion am 5. und 6. Februar gehört die "Sammlung Martina", deren Inhalt in einem Sonderkatalog nachgelesen werden kann. Zusammengetragen hat sie ein italienischer Gentleman über Jahrzehnte in großen Einsteckbüchern, die Flugpostmarken oder die Blockausgaben separat und damit dem System vieler ausländischer Kataloge folgend. Es gibt kaum ein Land, das man vermissen wird. Auch kleine "philatelistische Zwerge" sind oftmals in bemerkenswert ergiebiger Weise präsent.

Neuentdeckung von Modena

Im Hauptkatalog stark vertreten ist die Klassik der norddeutschen Staaten. Erwähnenswert sind 120 Lose Hamburg, darunter die Auflösung einer Sammlung des "Bergischen Postamtes" (1807-1808) in rund 30 Positionen. Viele der kaum einmal angebotenen Transitstempel sind vertreten. Außerdem verdienen einige sehr schöne Markenbriefe Aufmerksamkeit, beispielsweise die auf Brief seltene "preußischblaue" 3 Schilling (MiNr. 15 b) in Mischfrankatur mit der MiNr. 16 nach London (500 Euro). Hübsche Frankaturen und eine nette Stempelabteilung sind bei Hannover (70 Lose) hervorzuheben. Sehr ungewöhnlich ist eine schwedische Antwortganzsache aus dem Jahre 1885, die von HELIGOLAND nach Stockholm zurücklief (2500 Euro) Lübeck lockt mit einen kompletten Bogen der MiNr. 3 in taufrischer Erhaltung (2000 Euro).

Ein Blick lohnt auch auf die Deutschen Kolonien, wo sehr schönes Briefmaterial insbesondere von Deutsch-Ostafrika und Deutsch-Südwest zu finden ist. Nur fünf Exemplare sind von der 10 Pf Togo ohne Wasserzeichen mit dem Aufdruck von Sansane-Mangu bekannt (MiNr. 18 F, 8000 Euro). Ins Auge fällt ein ungewöhnliches Angebot von 15 Losen der Oppelner Notausgabe von Oberschlesien. Sämtliche Stücke sind vom deutschen Verbandsprüfer Gruber und vom französischen Spezialprüfer Scheller geprüft, eine zusätzliche Sicherheit, da dieses Gebiet auch sehr viel in Frankreich gesammelt wird.

Den rund 1100 Positionen deutscher Philatelie folgen ca. 1200 Einzellose von Europa und Übersee. Die Ägäischen Inseln mit 30 Positionen und Albanien mit ca. 50 Losen stehen am Anfang der fast genau 800 Europa-Lose. Bei beiden Gebieten gibt es seltene Sätze und Aufdruckvarianten, die teils nur ganz geringe Auflagen haben. Frankreich ist mit fast 100 Positionen ebenso gut besetzt wie Italien. Hier kann Schwanke eine neu entdeckte Drei-Farben-Frankatur aus den MiNrn. 7, 9 und 10 von Modena anbieten. Die Marken der "Provisorischen Regierung" sind bereits lose gesucht, auf Briefen auf Grund ihrer kurzen Verwendungsmöglichkeit Seltenheiten (3000 Euro). Die Titelseite ziert eine Fünf-Farben-Frankatur der Österreichischen Levante. Dieser Brief lief von Smyrna nach Genua, die Postwertzeichen wurden bemerkenswerter Weise am Unterrand des Briefes platziert. Im österreichischen Ferchenbauer-Spezialkatalog wertet eine solche Frankatur mit wenigstens 25 000 Euro. Der Startpreis von 7500 Euro lässt also noch genügend Luft nach oben. Polen (ca. 50 Lose) bringt schöne Stücke der MiNr. 1, gute Aufdruckwerte aus 1921, "Groszy"-Aufdrucke nach 1945 sowie auch Ausgaben der Exilregierung und des polnischen Korps. "In perfekter Erhaltung" bescheinigt das Fotoattest von Fritz Heimbüchler einer gestempelten 108-Parale-Marke, die mit 7000 Euro an den Start geht.

Aus der Robert J. Cooley-Sammlung stammt ein Doppeldruck der MiNr. 18 der Kaiman-Inseln in ungebrauchter Erhaltung. Nur eine Handvoll Exemplare dieser seltenen Abart sind bekannt geworden. Im Stanley-Gibbons-Katalog mit 11 000 Pfund notiert, geht das angebotene Stück mit 8000 Euro ins Rennen. Klassische Ausgaben von Venezuela sind insbesondere auf Briefen sehr selten. Mit 900 Euro wird ein aus Liverpool kommender Brief ausgerufen, der bei der Ankunft in La Guayra im Jahre 1864 für den Weitertransport nach Caracas mit einer ½-Real-Marke (MiNr. 9 b) frankiert wurde.

Die philatelistische Literatur ist bei Schwanke wie immer sehr präsent (280 Lose).

Neben der bereits eingangs erwähnten "Sammlung Martina" kommen am zweiten Auktionstag etwa 1600 Positionen unter den Hammer. Substantielle Ländersammlungen gehören genauso dazu wie Nachlass- und Anlageposten im vier- bis fünfstelligen Ausrufbereich.

Bildbeschreibung: Ungewöhnlich: in Helgoland aufgegebene schwedische Antwortpostkarte nach Stockholm (2500 Euro).

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Bemerkenswerte Zuschläge für Postgeschichte 1945

Wunstorf Einige bemerkenswerte Zuschläge brachte die 34. Harlos-Auktion am 21. November 2015, in deren Mittelpunkt die Auflösung der Sammlung von Wolfgang Strobel zur die Postgeschichte Deutschlands 1945 stand.

Der Stettiner Zipfel erzielte wie immer hohe Zuschläge. Den Spitzenpreis gab es für Heidebrink mit 2600 Euro.

Zwei Briefe der "Regierung Dönitz" in Schleswig-Holstein 1945 wurden mit 1050 bzw. 1250 Euro zugeschlagen.

Zwei Briefe aus der Besetzung Aachens aus der Zeit Anfang 1945 konnten jeweils für 3300 (1500) Euro abgesetzt werden.

Durchweg gut verkauft wurden Belege aus der Französischen Zone und der Sowjetischen Besatzungszone. Die Buchenwaldkarte auf dem Katalogtitel brachte 2700 Euro und damit 100 Euro weniger als der Ausruf.

Den Spitzenpreis der Auktion verbuchte jedoch eine Ganzsache aus Johore aus 1886 nach Deutschland, die mit 26 000 Euro nach Asien ging.

Internet: www.harlos-auktion.de

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Neue "Name Sale" bei Dr. Derichs

Köln/WM Seit Jahren ist das bekannte Auktionshaus in Köln für seine "Name sales" bekannt, also für Auktionen, bei denen exquisite Kollektionen namhafter Philatelisten angeboten und zuvor in einem Sonderkatalog dokumentiert werden.

Nun gab Roland Meiners, geschäftsführender Alleingesellschafter von Dr.-Derichs-Auktionen (Köln/ Berlin), die Versteigerung der Sammlung "Ernst Heemann - Preußen" am Kölner Stammsitz des 1957 gegründeten Auktionshauses bekannt, die diese bisherige Tradition der "Name Sales"-Versteigerungen in besonderer Weise fortführen wird.

Die Sammlung umfasst ausschließlich die Kopfausgaben des Königreiches mit Schwerpunkt auf den Ganzsachen und den als Freimarken verwendeten Ganzsachenausschnitten. Detailliert wird das Objekt in etwa 300 Einzellose, davon alleine 80 mit den so beliebten "Oktogonen", von denen ein Umschlag auch philateliegeschichtlich von großem Interesse ist: ein postalisch echt verwendeter Neudruck-Umschlag des 7-Silbergroschen-Oktogones an den französischen Philatelisten "Berger-Levrault", der portorichtig als Doppelbrief in der preußischen Rheinprovinz aufgeliefert wurde und den Postweg ordnungsgemäß durchlief.

Ernst Heemann, Jahrgang 1948, ist als Vermögensverwalter in seiner westfälischen Heimat Gronau-Epe ansässig und betreut vermögende Kunden und Familien bundesweit sowie im europäischen Ausland mit der entsprechenden Zulassung der BaFin. Bestandteil der Firmenstrategie ist auch das Asset Management mit einem eigenen Fonds.

Roland Meiners erklärte auf Befragen hierzu: "Nachdem ich im April 1989, da war ich erst 21 Jahre alt, meine erste Auktion nach Übernahme des Auktionshauses von Dr. Derichs machte, lernte ich Ernst Heemann schon im darauffolgenden Jahr kennen, also vor 26 Jahren. Sehr bald entwickelte sich ein von gegenseitigem Vertrauen geprägtes Verhältnis, und so versteigerte ich früher schon diverse andere Sammlungen aus seinem Besitz, wie etwa seine bedeutende Schweiz-Flugpostsammlung oder seine erste Preußen-Sammlung. Ähnlich wie Kurt Metzer begann er später eine zweite Preußen-Sammlung, die zu versteigern ich nun die Ehre habe. Über diese drei Jahrzehnte war mir persönlich nicht nur der philatelistische Austausch mit Ernst Heemann wichtig. Gerade in der Zeit, als ich ein noch junger Unternehmer war, waren für mich die Gespräche von Unternehmer zu Unternehmer sehr wertvoll, und Ernst Heemann konnte mir manches Mal mit seiner nahezu 20 Jahre größeren Lebenserfahrung einen Rat geben, von dem ich profitieren konnte und der mich vor Schaden bewahrte."

Die beeindruckende Reihe von "Name Sales" - wie etwa die Professor-Franz- oder Knieper-Auktionsserien - findet also mit der Sammlung Heemann eine Fortsetzung im Jahr 2016. Der Auktionstermin ist im Frühjahr und wird noch bekanntgegeben. Aufgelegt wird für die Sammlung ein Sonderkatalog mit Leinen-Festeinband und Schutzumschlag in ähnlicher Aufmachung wie die bekannten anderen Werke aus gleichem Hause. Der Sonderkatalog kann schon jetzt beim Auktionshaus bestellt werden und wird kostenlos an alle Interessenten verschickt.

Internet: www.auktionshaus-derichs.de

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China-Spezialauktion zum Jahresauftakt

Frankfurt/Main Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. veranstaltet am 6. Februar 2016 mit der 717. Sitzung die erste Versteigerung im Neuen Jahr. Neben vielen schönen Nachlass-Objekten aus den Bereichen Philatelie, Numismatik und Antikes wird es eine Sonderauktion "China" geben.

Die Auktion startet mit der Auflösung einer Infla-Briefe-Sammlung der Republik China, nach Aufgabetagen und Portostufen sortiert. Die Ausrufpreise in diesem Bereich haben nur "symbolischen Charakter". Dabei ist eine sehr hohe Inflations-Frankatur über 4 050 000 Dollar auf Luftpostbrief von Shanghai nach Deutschland, vorderseitig frankiert mit MiNrn. 805, 814 (Paar mit Randinschrift) und 867. Der Startpreis beträgt 100 Euro. Es folgt die Volksrepublik mit allen guten Blocks, u.a. der Block "Schauspielkunst" von 1962 (Block MiNr. 8) in postfrischer Prachterhaltung. Mindestens 6000 Euro sind dafür zu bieten.

Die Numismatik beginnt mit einem Cash- Münzen-Posten aus dem Nachlass eines Archäologen. Die Losbeschreibung lautet: "Antike Chinesische Münzen, ein ca. 100 Jahre altes chinesisches Lackkästchen, voll mit Cash-Münzen aus allen Epochen, dabei auch einige wertvolle große Stücke, Spatengeld, Messergeld, etc., in dem Lackschränkchen sind 3,5 kg Münzen enthalten, unsortiert, aber nahezu alle mit bestimmbaren Prägungen, ein Nachlass-Objekt, wie es selten angeboten wird." Das Lot geht mit 700 Euro ins Rennen.

Gespannt sein darf man auf das Ergebnis eines sehr seltenen Goldmünzsatzes der Volksrepublik. Einzeln angeboten werden die Münzen der 1. Ausgabe "Archäologische Funde der Bronzezeit" in Gold mit den Nennwerten von 200 bis 800 Yuan. Der Satz hatte mit 1000 Exemplaren eine sehr kleine Auflage. Alle Münzen sind einzeln verkapselt in der Original-Schatulle aus China-Lack mit Zertifikat (8000 Euro).

Das absolute Highlight der Versteigerung ist aber ein Porzellan-Objekt aus der frühen Qing-Zeit: "Fächer-Porzellan-Deckelschale, Qing-Dynastie, Shun Zhi (1644-1661), schönes Dekor mit einem Vogel, Blumen und Ornamenten, Kaiserliches Siegel auf dem Boden, top-erhalten, selten, ca. 1650 (45). Shun zhì (geboren 15. März 1638; gestorben 5. Februar 1661, Kaiser seit 30. Oktober 1644) war der Sohn des mandschurischen Fürsten Huang Taiji (Abahai) und wurde nach der Eroberung Chinas durch die Mandschu im Alter von sechs Jahren zum ersten Kaiser der neu begründeten Qing-Dynastie." Das Objekt wird mit 1500 Euro ausgerufen.

Ab diesem Jahren finden die Weiser-Auktionen übrigens in neuen Räumlichkeiten statt: DGB-Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 60329 Frankfurt. Die neue Lokalität ist größer, schöner und bietet außerdem zahlreiche kostenlose Parkplätze.

Bildbeschreibung: Mit 100 Euro bei Weiser ausgerufen: hohe chinesische Inflationsfrankatur nach Deutschland.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Philatelie und Postgeschichte "vom Feinsten" bei der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 15. bis 19. März 2016

wm (Wiesbaden) Die 362. Auktion vom 15. bis 19. März 2016 in Wiesbaden verheißt einen spektakulären Start in das Heinrich Köhler Auktionsjahr 2016. Sammler aus aller Welt erwarten mit Spannung die Versteigerungen des weltweiten Angebots, das mit einem gewichtigen Hauptkatalog und zwei Sonderkatalogen mit Schwerpunkt auf den altdeutschen Sammelgebieten erneut eine herausragende Auswahl feinster Philatelie und Postgeschichte präsentiert.

Bayern und Altdeutschland im Fokus

Insbesondere die Bayern-Sammler fiebern schon der Auktion entgegen, denn mit dem ersten Teil der Kollektion "Bayern 1849 bis 1875 - Die Sammlung Hilmar Kraus" kommt eine ebenso einzigartige wie wertvolle Sammlung unter den Hammer. Die Titelseite des Sonderkataloges schmückt ein Brief von Augsburg nach Lyon von 1853, frankiert mit acht (!) 9-Kreuzer-Marken der Quadratausgabe in lebhaft-grün - eine echte Augenweide! Das Prädikat "Erste Klasse" verdienen zahlreiche Lose dieser Ausnahmesammlung, die mit weiteren Auslandsdestinationen, aber auch einer stattlichen Anzahl "Schwarzer Einser" sowie einem großartigen Bereich Nummernstempel beeindruckt.

Ein weiterer, nicht minder spektakulärer Teil der Auktion bildet die Auflösung der Sammlungen "Altdeutsche Staaten, Auslandspostämter und Kolonien" von Heinrich Sanders. Der Sonderkatalog umfasst nahezu 900 Einzellose, darunter hochwertige Marken, seltene Stempel und zahlreiche fantastische Belege. Schwerpunkte dieser Sammlungen sind die Gebiete Braunschweig, Bremen, Hannover und Oldenburg. Heinrich Sanders hat über Jahrzehnte die Marken, Stempel aber insbesondere die Belege der ihm am Herzen liegenden norddeutschen Gebiete zusammengetragen. Kenntnisreich hat er die gesammelten Stücke - stets in Verbindung zur Geschichte der Region - recherchiert und auf individuell gestalteten Albumblättern aufgezogen, wodurch eine einzigartige Sammlung entstanden ist. Die Versteigerung dieser Sammlung wird den kompletten Freitag (18. März) in Anspruch nehmen!

Das ganze Spektrum der Philatelie im Hauptkatalog

Ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte mit einer großen Vielfalt an wertvollen Marken, Belegen und Sammlungen präsentiert auch der Hauptkatalog. Höhepunkte der Auktionswoche werden sicherlich die Versteigerungen der Heimatsammlung Stettin von Klaus Eitner mit exquisiten Stücken der deutschen und internationalen Schiffspost sowie die Auflösung einer Spezialkollektion Germaniamarken von 1920 von Dieter Kamradt sein. Ein Spezialangebot Markenheftchen Bayern bis Bundesrepublik bietet ausschließlich hochwertige Markenheftchen in bester Qualität. Dabei ist ein erstes Danziger Markenheftchen von 1925, welches in dieser hervorragenden Erhaltung erstmals seit Jahrzehnten angeboten wird.

Thematik-Sammler dürfen sich auf die Sammlung "Die Luft über den Olympiastadien" von Charly Biernat freuen, welche themenbezogene Flugpostbelege ab 1912 präsentiert. Die international mit Gold prämierte Kollektion "Vasco Da Gama" beeindruckt mit Schiffspost aus aller Welt vom 18. bis 20. Jahrhundert inklusive zwei Briefen mit der bekannten "Lady McLeod"-Briefmarke von Trinidad. Fortsetzung finden auch die Sammlungen Luxemburg Klassik (Teil II), die Tony-Zonneveld-Sammlung Iran/Persien (letzter Teil) sowie die Jan Frijling-Sammlung mit Briefen der Klassik und Semi-Klassik aus Aller Welt.

Ab dem 13. Februar 2016 werden alle Einzellose und Sammlungen mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern unter www.heinrich-koehler.de im Online-Katalog (auch als PDF) verfügbar sein. Der Katalogversand erfolgt nur wenige Tage später.

Katalogbestellungen sowie weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Erfolgreiche Fortagne & Lipfert-Auktion in Leipzig

wm (kf) Vom 15. Bis 16. Januar 2016 fand die 168. Leipziger Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert statt. S standen 3 800 Lose zum Verkauf, davon 900 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden.

Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche deutsche Zeppelinpost, Postgeschichte, Heimatphilatelie, alte deutsche Ansichtskarten, historische Wertpapiere/Notgeld, Sachsen und Deutsches Reich mit Privatganzsachen, bes. Gebiete 2. WK, Deutschland nach 1945 mit Lokal-, OPD- und SBZ-Ausgaben sowie DDR-Besonderheiten mit Plattenfehlern, Farben, bessere Wasserzeichen und Druckvermerke.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

Daniel Stade übernimmt Raith-Auktionen

wm Seit über drei Jahrzehnten hatte sich das Auktionshaus von Hartmut Raith, 1983 im hessischen Langgöns gegründet, für Postkartensammler und Philatelisten aus aller Welt zu einer verlässlichen Institution etabliert. 33 Jahre und 66 Auktionen lang konnte man dort ungezählte Schätze finden oder auch zur Versteigerung feilbieten. In diesen erfolgreichen Jahren fanden unzählig schöne und wertvolle Ansichtskarten, Vorläufer, Lithos, aber auch Philatelie, Ganzsachen, Bücher, Orden und weitere Memorabilien über das Auktionshaus ihren Weg in die weite Welt. Die letzte Auktion fand am 7. November 2015 statt.

Nach einer so langen und erfolgreichen Zeit beabsichtigte Raith sich etwas zurückzuziehen, fand in Daniel Stade einen würdigen Nachfolger, der selbst bereits seit zehn Jahren nach Übernahme des Auktionshauses von Walter Dienger sich einen Namen in der Branche gemacht hatte. Stades Auktionen hatten sich in den letzten Jahren zu einer der renommiertesten Adressen für Sammler alter Ansichtskarten weltweit etabliert. Zum Jahresbeginn übergab nun Hartmut Raith sein Traditionshaus an seinen Nachfolger. Er selbst bleibt dem Unternehmen aber auch weiterhin bei der Bearbeitung von Einlieferungen verbunden. Ab 2016 wird es statt bisher drei künftig vier Stade-Auktionen geben, was allein schon für die Präsenz des Hauses im Markt spricht. Jeweils 20 000 Lose bei einer Verkaufsquote von rund 90 Prozent signalisieren die Stärke des Unternehmens. Weitere Info: www.stade-auktionen.de

50.000 Euro für eine deutsche Briefmarke!

wm (Aachen) Titelstück der 57. AIX-PHILA Auktion am vergangenen Wochenende war eine neuentdeckte Marke aus dem Deutschen Reich, ein 2-Mark-Wert der Ausgabe "Germania" von 1921. 20 000 Euro war der Ausruf, die Mitbewerber aus dem Saal waren schnell aus dem Rennen, bis sich schließlich telefonisch ein österreichischer Sammler mit einem Anleger aus den USA um das begehrte Stück stritten. Der Hammer fiel dann zugunsten des amerikanischen Bieters bei unglaublichen 50.000 Euro, mit Aufgeld locker der Gegenwert einer Oberklassenlimousine.

Genauso begehrt war auch das übrige Angebot von Briefmarken und Münzen, ganz gleich ob der Startpreis bei 10 oder 1 000 Euro lag: Eine Goldmünze aus 1905 mit dem Wappen von Hamburg kletterte von € 1.000 auf € 1.500, eine moderne Anlegerpartie Euromünzen wurde mit € 5.000 zugeschlagen, ein Vorlagekarton zur Kontrollratsausgabe 1946 mit € 1.500 oder japanische Freimarken von 1914 mit € 1.550.

Den traditionellen Höhepunkt bildeten dann die mehr als 1.500 Sammlungen und Partien, die am Samstag im gut besuchten Auktionssaal fast vollständig versteigert wurden. € 11.400 erzielte eine Kollektion Altdeutschland (Ausruf € 4.000), € 5.600 eine Kollektion Frankreich und sogar € 14.500 eine Zusammenstellung VR China. Teils noch spektakulärer waren die Steigerungen im unteren Preissegment: So schoss eine Steckkartenpartie mit Marken aus Deutschland und Europa von 10 auf € 1.400 oder eine Zusammenstellung Alt-Russland von € 150 auf € 1.550. Auch Sammler mit kleinerem Budget kamen natürlich auf ihre Kosten, gab es doch auch reichlich Zuschläge zwischen € 10 und € 100.

Internet: www.aixphila.de

Lebhafte Nachfrage nach Sammlungen aller Art

Düsseldorf Die Sammlungs-Auktion bei Felzmann am 16. Oktober war ein voller Erfolg. Die über 1100 Sammlungen, Nachlässe und Briefposten entfachten bereits bei der Besichtigung ein starkes Interesse bei Händlern und Sammlern. Dies spiegelte sich dann auch in einer regen Beteiligung am Auktionstag wider. Insbesondere unberührtes Material und gepflegte Sammlungsaufgaben sorgten bei Bietern im Saal, am Telefon und per Internet immer wieder für intensive Bietergefechte.

Auf lebhaften Zuspruch traf gleich zu Anfang die Versteigerung einer großartigen Ausstellungssammlung zur Thematik Sport mit Schwerpunkt "Turnvater Jahn". Das Ausnahmeobjekt in sieben Bänden, das vornehmlich Ansichtskarten ab dem späten 19. Jahrhundert enthielt, konnte mit 6000 Euro Zuschlag seinen Ausrufpreis verdreifachen (Los 250). Einen phantastischen, über lange Zeit vollkommen unberührten Bestand an Ganzsachen aus aller Welt sicherte sich ein Kommissionärskunde für 7600 Euro, womit er sich gegen zahlreiche schriftliche Vorgebote durchsetze (Ausruf 1500 Euro, Los 283).

Bei Los 332 kamen Liebhaber der chinesischen Philatelie voll auf ihre Kosten. Die mit sämtlichen Spitzen bestückte Kollektion wurde von einer Vielzahl an Interessenten vorbesichtigt, was bei der Versteigerung zu einem intensiven Bietergefecht führte. Erst bei 34 000 Euro fiel der Hammer des Auktionators (Ausruf 20 000 Euro).

Im Bereich Europa überzeugte eine urige Alt-Sammlung und erzielte 3400 Euro (Ausruf 1000 Euro, Los 392), ein Sammlungsbestand mit Schwerpunkt Frankreich brachte 4200 Euro (Ausruf 1500 Euro, Los 448).

Im mit Spannung erwarteten Teil Altdeutschland und des Deutschen Reiches setzten gleich mehrere Objekte positive Akzente. Begehrlichkeit weckte vor allem eine uralte Deutschland-Sammlung, die viele Etappen der deutschen Postgeschichte abbildete. Die Schätzung von 3000 Euro wurde mit einem Zuschlag von 6000 Euro verdoppelt (Los 653). Hinzu kam ein umfangreicher Briefposten mit Belegen aus Altdeutschland, dem Deutschen Reich, Nebengebieten und Zonen. Dieser enorme Fundus überzeugte einen Sammler, der für 4400 Euro den Zuschlag erhielt (Ausruf 1500 Euro, Los 674). Eine umfassende Pracht-Sammlung Deutsches Reich sicherte sich ein Bieter für 10 000 Euro (Los 724). Noch höher gingen die Gebote bei einer hochkarätig besetzten Qualitätssammlung, ebenfalls aus dem Gebiet des Deutschen Reiches.

Die angesetzten 8000 Euro ließ das Los binnen Sekunden hinter sich und wurde nach ausgiebigem Bietergefecht fu¨r einen Spitzenpreis von 13 000 Euro verkauft (Los 728). Eine Highlight-Sammlung der deutschen Kolonialgebiete sorgte ebenfalls für Spannung im Auktionssaal. Das über 40 Jahre unberührt gelagerte Objekt startete bei 3000 Euro und ging zu guter Letzt für 8500 Euro an einen beharrlichen Saalbieter (Los 853).
Erfreuliche Ergebnisse lieferten auch Sammlungen aus Nachkriegsdeutschland. Besonders begehrt war eine Kollektion mit über 1000 Briefen, die ihren Ausrufpreis von 800 Euro mehr als verdreifachte (Los 971). Los 986 überzeugte mit einer gehaltvollen Sammlung hochwertiger Lokalausgaben. Das Objekt wurde fu¨r 2000 Euro ausgerufen und fand für 5200 Euro einen neuen Besitzer. Die Bereiche der SBZ inklusive Bezirkshandstempeln und anschließender DDR knüpften an die durchweg guten Ergebnisse an. Besonders die Lose 1126 und 1127 brachten die Sammler in Kauflaune: zum einen eine umfassende, hochgradig spezialisierte Materialsammlung sämtlicher OPDen sowie der Allgemeinen Ausgaben, zum anderen eine SBZ-Luxussammlung der Jahre 1945-49 mit Ausstellungscharakter. Beide Objekte lagen bei Zuschlag weit über ihrem Ausruf. Los 1126 erzielte 8500 (5000) Euro, Los 1127 ging für 15 000 (8000) Euro in neue Hände. Eine sechsbändige, sehr gepflegte Nachlass-Sammlung Bezirkshandstempel brachte mit 10 000 Euro mehr als das Dreifache ihres Startpreises (Los 1136). Eine weitere Sammlung mit Bezirkshandstempeln wurde für 7400 Euro verkauft (Los 1137, Ausruf 3000 Euro). Gegen Ende der Auktion stand noch eine reichhaltige DDR-Kollektion in drei selbst gestalteten Alben auf der Liste vieler Interessenten. Mit 600 Euro angesetzt, wurde das urige Objekt erst bei 3400 Euro zugeschlagen (Los 1148).

Internet: www.felzmann.de

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Frankatur-Seltenheit von Hannover!

Eine Art Königsdisziplin bei den Mischfrankaturen sind wertstufengleiche Mischfrankaturen, d.h. die gleiche Wertstufe zweier verschiedener Ausgaben wurde zusammen verklebt.

Harald Rauhut kann auf seiner 167. Versteigerung am 12. Dezember eine solche wertstufengleiche Mischfrankatur von zwei 1-Groschen-Marken rosa von Hannover auf Faltbrief vom 7. März 1864 nach Halberstadt ausrufen. Wertstufengleiche Mischfrankaturen sind bei Hannover äußerst selten. Eine Kombination zwischen der MiNr. 1 und MiNr. 2, zwischen deren Ausgabe 18 Monate lagen, erzielte kürzlich auf einer Auktion in den USA umgerechnet fast 25 000 Euro (bei 84 Euro Michel lose!). Bei den auf dem abgebildeten Brief verklebten MiNrn. 14 und 23 liegen sogar fünf Jahre zwischen den Ausgaben (inzwischen hatte die Hannoversche Postverwaltung die Trennung mittels Durchstich eingeführt). Eine solche Mischfrankatur ist extrem ungewöhnlich! Hervorzuheben ist außerdem das Verwendungsdatum der MiNr. 23: Krötzsch spricht von einem Erscheinen "Anfang Juli", bei Kohl ist immerhin der 14. März 1864 als Ersttag genannt.

BPP-Verbandsprüfer Florian Berger merkt in seinem Attest an: "Die Marken weisen kleinere Mängel auf (die Frankatur wurde zur Kontrolle gelöst und wieder aufgeklebt). Es handelt sich um die früheste mir bekannte Verwendung der durchstochenen 1 Gr.-Marke."

Der Faltbrief ziert den Titel der 167. Rauhut-&-Kruschel-Auktion und startet mit moderaten 1000 Euro.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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SBZ-Bezirkshandstempel besonders begehrt

Düsseldorf Die durchweg guten Ergebnisse der 154. Felzmann-Auktion am 5. und 6. November geben Anlass zur Freude bei Käufern und Einlieferern. Das Auktionshaus bewies einmal mehr, dass es für hochwertige Briefmarken die passenden Kunden findet.

Den Auftakt der Auktion machte ein umfangreiches Angebot an Zeppelin- und Flugpost mit annähernd 1000 Losen. Besonders angetan hatte es den Bietern eine Weinkarte von Bord des LZ 129 "Hindenburg". Diese seltene Version des Kurgarten-Hotels wurde mit 150 Euro ausgerufen und für 1200 Euro zugeschlagen (Los 4099). Ebenso interessiert zeigte sich das Publikum an einer Postkarte aus Liegnitz von 1913, befördert mit dem Zeppelin LZ 17 "Sachsen". Das einwandfrei erhaltene Stück ging für 1600 Euro an einen schriftlichen Bieter (Los 4192, Ausruf 1200 Euro). Ein Brief zur Olympiafahrt 1936 stach mit einer sechsfachen Steigerung des Startgebots im Bereich Thematik besonders heraus (Los 7520, Ausruf 250 Euro, Zuschlag 1500 Euro). Viele weitere Lose dieser Rubrik konnten ihren Schätzpreis um ein Vielfaches steigern.

Den höchsten Zuschlag der Auktion beanspruchte der zinnoberrote Merkur für sich. Für 40 000 Euro plus Aufgeld sicherte sich ein Liebhaber im Saal die wunderbar erhaltene Alt-Österreich-Rarität (Los 5140, Ausruf 38 000 Euro).

Stark nachgefragt wurden auch seltene Markenausgaben aus Altdeutschland. Allen voran eine echt gestempelte ½-Schilling-Marke aus Bergedorf in schwarz auf dunkelblau. Mit 2500 Euro ausgerufen, lag das letzte Gebot eines Saalbieters bei 4400 Euro (Los 5358). Den Schätzwert mehr als verdoppeln konnte eine schöne 10-GroschenMarke aus Hannover, die mit ihrem ideal zentrisch platzierten Stempel großes Interesse weckte. Ungeachtet des Katalogwertes in Höhe von "nur" 1100 Euro erfolgte der Zuschlag des Auktionators erst bei 2500 Euro (Los 5396, Ausruf 1200 Euro). Spitzenergebnisse lieferten auch zwei legendäre "Sachsen Dreier". Los 5427 mit einem der Klassiker auf attraktivem Luxus-Briefstuck brachte 7500 (6500) Euro. Los 5428, ein besonders farbtiefes Exemplar in braunrot mit farbigem Stempel, erzielte sogar 9000 (8000) Euro.
Interessiert zeigte sich die internationale Bieterschaft auch an einer faszinierend vielfältigen Sammlung von Belegen aus der Zeit der Hochinflation. Vor allem eine Einschreiben-Ruckschein-Karte nach New York, frankiert mit 88 Milliarden Mark, hatte es den Sammlern angetan und wurde von 180 Euro auf 1300 Euro gesteigert (Los 5849).

Für mehr als das Vierfache des Ausrufpreises wurde eine Fotoessay-Serie zur Internationalen Automobil-Ausstellung Berlin 1939 zugeschlagen. Die amtliche Vorlage für spätere Ausgaben der Marken ging für 2700 Euro an einen neuen Besitzer (Los 5967).

Wenig später stand eines der beliebtesten Sammelgebiete des Deutschen Reiches auf dem Programm: die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei Los 6039, einer 30 Pf "Handstempelaufdruck" der Deutschen Post in China auf außergewöhnlich schönem Briefstück mit einem Startpreis von 2400 Euro. Nach zahlreichen Steigerungen konnte sich ein Saalbieter mit einem Gebot von 4600 Euro gegen Kontrahenten aus dem Internet durchsetzen. Ebenso entschlossen ging ein Bieter bei einer 2 ½ $-Marke aus Kiautschou vor. Für 3200 Euro erhielt er den Zuschlag für das wundervoll gestempelte Stück (Los 6104).

Im Bereich der Deutschen Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg sorgte unter anderem die Abart einer Marke aus Serbien fur Aufsehen. Es handelte sich um eine 1,50 D-Marke mit Netzüberdruck, jedoch ohne Landesnamen, da dieser im Blinddruck ausgeführt wurde. Die ausgerufenen 800 Euro konnte die Seltenheit mit 2000 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln (Los 6581).

Den Höhepunkt im Bereich deutsche Nachkriegsphilatelie bildeten die stark nachgefragten Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ. Es waren Handstempel aus Bezirk 3 und 29, die bei Liebhabern dieses Sammelgebietes besonderen Anklang fanden. Dies schlug sich folglich in deutlichen Gebotssteigerungen nieder. Bei Los 7013, einem Bezirkshandstempel aus Berlin-Hohenschönhausen auf 5 Mk, lag das letzte Gebot bei 1400 Euro (Ausruf 500 Euro). Noch höher gingen die Gebote für einen Stempel aus Dessau 1 auf 60 Pf. Ein Kommissionärskunde erhielt für 3400 Euro den Zuschlag (Los 7069, Ausruf 1000 Euro).

Die DDR hielt ebenfalls einige Raritäten bereit. Hervorzuheben ist eine 5-Pf-Marke DDR MiNr. 640 Uu aus der Bogenecke, unten ungezähnt mit klar aufsitzender Entwertung Karl-Marx-Stadt. Bei 2700 Euro fiel der Hammer des Auktionators nach intensivem Wettstreit zweier Telefonbieter (Los 7267, Ausruf 500 Euro).

Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Seltenheiten aus der Bautenserie der Bizone. Eine postfrische 60 Pf Type I erzielte 1400 Euro (Los 7390, Ausruf 300 Euro), eine gestempelte 40-Pf-Marke sogar 1600 Euro (Los 7386, Ausruf 250).

Internet: www.felzmann.de

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Mecklenburg-Strelitz wurde komplett abgesetzt

Berlin Schon im Vorfeld der 55. Hadersbeck-Auktion vom 28. bis 30. Oktober zeigten die Kunden reges Interesse bei der Besichtigung bzw. durch schriftliche Gebote. An den drei Auktionstagen war der Auktionssaal gut gefüllt, auch die anwesenden Kommissionäre hatten lange Bieterlisten. Die Verkaufsquote lag nach der Versteigerung bei ca. 60 % und dürfte sich durch den Nachverkauf noch weiter steigern.

Auf großes Interesse stieß eine Spezialsammlung Mecklenburg-Strelitz, die in 44 Positionen aufgeteilt worden war. Alle fanden neue Besitzer, und der Gesamtzuschlag erreichte schließlich 18 085 (11 350) Euro. Gut beboten war auch eine Bergedorf MiNr. 5 auf Briefstück, die von 1000 auf 1800 Euro kletterte. Eine "Sachsen Dreier" mit kleinen Mängeln wurde immerhin noch für 1280 (850) Euro mitgenommen. Mit leichten Steigerungen verkaufte sich das Deutsche Reich. Erwähnt seien 2050 (2000) Euro für eine MiNr. 6 postfrisch, 1100 (1000) Euro für eine postfrische MiNr. 97 AIa und 720 (700) Euro für eine ebenfalls postfrische MiNr. IV. Etwas mehr zog ein postfrischer Block MiNr. 2 mit 1950 (1600) Euro ab. Auch Nachkriegsdeutschland konnte bemerkenswerte Resultate verbuchen.

Die Münzabteilung mit ca. 400 Losen wurde fast vollständig verkauft.

Am dritten Versteigerungstag mit Posten/ Sammlungen/Auflösungsposten fanden wieder viele Bietergefechte statt.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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e@uction am 9. Dezember 2015 bei Felzmann (Philatelie) 20.11.2015

wm (Düsseldorf) Für die e@uction im Dezember steht einmal mehr ein spannendes philatelistisches Programm für jeden Geldbeutel bereit. Zu finden sind über 1000 kleine, feine Lose, gespickt mit etlichen hochkarätigen Stücken. Darunter sind viele gesuchte deutsche Ausgaben aus Altdeutschland, dem Deutschen Reich und den Deutschen Kolonien. Hervorzuheben ist ein Sachsen Dreier mit K2 Leipzig (Los 10247), eine zeitgerecht gestempelte Inflationsausgabe 8 Tsd auf 30 Pfg (Los 10339), eine 1 RM "Burg Rheinstein" (Los 10400) oder eine ungebrauchte 50 Pfg Handstempelaufdruck der Deutschen Post in China (Los 10449). Auch Danzig, die SBZ und die Bundesrepublik sind bestens vertreten. Mit dabei sind eine 2 Mk "Großer Innendienst" zeitgerecht entwertet auf Pracht-Briefstück (Los 10489), Markenausgaben aus Sachsen und Thüringen (Lose 10753, 10765, 10778 und 10789), sowie ein postfrischer Posthornsatz (Los 10069). Zudem kommen Raritäten aus Europa und Übersee unter den virtuellen Hammer. Beispielhaft ein postfrischer Kinderblock aus China (Los 10069) oder ein postfrischer WIPA-Block aus Österreich (Los 10132).

Alle Lose stehen ab dem 27. November im Online-Katalog auf www.felzmann.de zur Ansicht zur Verfügung.

Ein erfolgreicher Abschluss des Auktionsherbstes bei Felzmann

wm (Düsseldorf) Die durchweg guten Ergebnisse der 154. Felzmann-Auktion (5.-6. November 2015) gaben Anlass zur Freude bei Käufern und Einlieferern. Den Auftakt der Auktion machte ein umfangreiches Angebot an Zeppelin- und Flugpost mit annähernd 1 000 Losen. Besonders angetan hatte es den Bietern eine Weinkarte von Bord des LZ 129 "Hindenburg". Diese seltene Version des Kurgarten-Hotels wurde bei 150 Euro ausgerufen und für 1.200 Euro zugeschlagen (Los 4099). Ebenso interessiert zeigte sich das Publikum an einer Postkarte aus Liegnitz von 1913, befördert mit dem Zeppelin LZ 17 "Sachsen". Das einwandfrei erhaltene Stück ging für 1.600 Euro an einen schriftlichen Bieter (Los 4192, Ausruf 1.200 Euro). Ein Brief zur Olympiafahrt 1936 stach mit einer sechsfachen Steigerung des Startgebots im Bereich Thematik besonders heraus. (Los 7520, Ausruf 250 Euro, Zuschlag 1.500 Euro). Viele weitere Lose dieser Rubrik konnten ihren Schätzpreis um ein Vielfaches steigern.

Den höchsten Zuschlag der Auktion beanspruchte der zinnoberrote Merkur für sich. Für 40.000 Euro plus Aufgeld sicherte sich ein Liebhaber im Saal die wunderbar erhaltene Alt-Österreich-Rarität (Los 5140, Ausruf 38.000 Euro). Stark nachgefragt wurden auch seltene Markenausgaben aus Altdeutschland. Allen voran eine echt gestempelte ½ Schilling Marke aus Bergedorf in schwarz auf dunkelblau. Bei 2.500 Euro ausgerufen lag das letzte Gebot eines Saalbieters bei 4.400 Euro (Los 5358). Den Schätzwert mehr als verdoppeln konnte eine schöne 10 Groschen-Marke aus Hannover, die mit ihrem ideal zentrisch platzierten Stempel großes Interesse weckte. Ungeachtet des Katalogwertes in Höhe von "nur" Euro 1.100 erfolgte der Zuschlag des Auktionators erst bei 2.500 Euro (Los 5396, Ausruf 1.200 Euro). Spitzenergebnisse lieferten auch zwei legendäre "Sachsen Dreier". Los 5427 mit einem der Klassiker auf attraktivem Luxus-Briefstück brachte 7.500 Euro (Ausruf 6.500 Euro). Los 5428, ein besonders farbtiefes Exemplar in braunrot mit farbigem Stempel erzielte sogar 9.000 Euro (Ausruf 8.000 Euro).

Interessiert zeigte sich die internationale Bieterschaft auch an einer faszinierend vielfältigen Sammlung an Belegen aus der Zeit der Hochinflation. Vor allem eine Einschreiben-Rückschein-Karte nach New York, frankiert mit 88 Milliarden Mark, hatte es den Sammlern angetan und wurde von 180 Euro auf 1.300 Euro gesteigert (Los 5849).

Für mehr als das Vierfache des Ausrufpreises wurde eine Fotoessay-Serie zur Internationalen Automobil-Ausstellung Berlin 1939 zugeschlagen. Die amtliche Vorlage für spätere Ausgaben der Marken ging für 2.700 Euro an einen neuen Besitzer (Los 5967).

Wenig später stand eines der beliebtesten Sammelgebiete des Deutschen Reiches auf dem Programm: Die Deutschen Auslandspostämter und Kolonien. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei Los 6039, einer 30 Pfg "Handstempelaufdruck" der deutschen Post in China auf außergewöhnlich schönem Briefstück mit einem Startpreis von 2.400 Euro. Nach zahlreichen Steigerungen konnte sich ein Saalbieter mit einem Gebot von 4.600 Euro gegen Kontrahenten aus dem Internet durchsetzen. Ebenso entschlossen ging ein Bieter bei einer 2 ½ $-Marke aus Kiautschou vor. Für 3.200 Euro erhielt er den Zuschlag für das wundervoll gestempelte Stück (Los 6104).

Im Bereich der Deutschen Besetzungsgebiete II. Weltkrieg sorgte unter anderem die Abart einer Marke aus Serbien für Aufsehen. Es handelte sich um eine 1,50 D Marke mit Netzüberdruck, jedoch ohne Landesnamen, da dieser im Blinddruck ausgeführt wurde. Die ausgerufenen 800 Euro konnte die Seltenheit mit 2.000 Euro Zuschlag mehr als verdoppeln (Los 6581).

Den Höhepunkt im Bereich deutsche Nachkriegsphilatelie bildeten die stark nachgefragten Bezirkshandstempelaufdrucke der SBZ. Es waren Handstempel aus Bezirk 3 und 29, die bei Liebhabern dieses Sammelgebietes besonderen Anklang fanden. Dies schlug sich folglich in deutlichen Gebotssteigerungen nieder. Bei Los 7013, einem Bezirkshandstempel aus Berlin-Hohenschönhausen auf 5 Mk, lag das letzte Gebot bei 1.400 Euro (Ausruf 500 Euro). Noch höher gingen die Gebote für einen Stempel aus Dessau 1 auf 60 Pfg. Ein Kommissionärskunde erhielt für 3.400 Euro den Zuschlag (Los 7069, Ausruf 1.000 Euro). Die DDR hielt ebenfalls einige Raritäten bereit. Hervorzuheben ist eine 5 Pfg-Marke aus der Bogenecke auf den großen Preis der DDR, unten ungezähnt mit klar aufsitzender Entwertung Karl-Marx-Stadt. Bei 2.700 Euro fiel der Hammer des Auktionators nach intensivem Wettstreit zweier Telefonbieter (Los 7267, Ausruf 500 Euro). Großer Beliebtheit erfreuten sich auch Seltenheiten aus der Bautenserie der Bizone. Eine postfrische 60 Pfg Type I erzielte 1.400 Euro (Los 7390, Ausruf 300 Euro), eine gestempelte 40 Pfg-Marke sogar 1.600 Euro (Los 7386, Ausruf 250).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de in der Ergebnisliste einsehbar.

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Vorbericht zur 146. Dr. Reinhard Fischer-Auktion

wm (Bonn, rf-PR) Am 13./14. lädt das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer zur 146. Versteigerung nach Bonn an den Rhein ein. Ein umfangreiches Angebot von über 10.700 Losen in zwei Luxuskatalogen wird offeriert.

Am Auktionsfreitag haben Numismatiker und Anleger die Auswahl aus ca. 2.500 Losen, dabei zahlreiche Anlagemünzen, seltene Goldsets Russlands, China mit ausgesuchten Stücken sowie die Auflösung der Sammlung <> eines Kölner Numismatikers.

Das umfangreiche Angebot der weltweiten Philatelie wird am Auktionssamstag versteigert und bietet zahlreichen Seltenheiten, Raritäten und gesuchte Standards.

Angefangen bei einem Qualitätsstück der ersten deutschen Briefmarke, dem Bayern Einser (1.600) lockt das umfangreiche Angebot Altdeutschland mit etlichen Briefen, Stempellosen, Abarten, dabei u. a. 30 Kreuzer Baden gestempelt, 70 Kreuzer Württemberg ungebraucht und gestempelt. Der Norddeutsche Postbezirk bietet zahlreiche interessante Belege in außergewöhnlich guter Erhaltung, dabei seltene Frankaturen!

Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches 1872 - 1945 fallen zahlreiche gesuchte Standards, Briefe sowie Besonderheiten auf, so z. B. die seltenen Hitler-Werte 801 und 802 in B-Zähnung in gestempelter Ausnahme-Erhaltung. Auch gesuchte Wasserzeichen-Varianten der Nothilfe-Ausgaben der 1920/1930er Jahre sind sowohl im Angebot wie eine reichhaltige Auswahl Markenheftchen, Zusammendrucke und Heftchenblätter. Abgerundet wird das ganze durch eine schöne Auswahl gesuchter Zeppelin-Belege.

Das umfangreiche Angebot der deutschen Auslandspostämter und Kolonien glänzt mit zahlreichen gesuchte Standard-Ausgaben, Vorläuferausgaben, Stempellosen, Typen und Besonderheiten. Dabei u. a. China Mi.-Nr. 7II sog. Futschau-Provisorium in postfrischer und gestempelter Erhaltung. Ebenso die seltene Mi.-Nr. 27I von China in ungebrauchter Kabinetterhaltung. Unter den Ausgaben Marokkos finden sich die wegen Umrechnungsschwierigkeiten unverausgaben Werte in Pfennigwährung, weiterhin Mi.-Nr. 10II/15II amtlich nicht verausgabt mit fettem Aufdruck postfrisch. Unter den Ausgaben der Dt. Kolonien fallen Plattenfehler und etliche Typen ins Auge, Deutsch-Südwest-Afrika bietet eine große Seltenheit: ein Zwischenstegpaar der 25 Pfg Krone/Adler in b-Farbe in tadellos postfrischer Luxuserhaltung. Schon eine Einzelmarke ist in dieser Qualität selten, als Zwischenstegpaar ist es eine kleine Rarität.

Unter den Ausgaben der sog. "Deutschen Gebiete 1914 - 1935" fallen bei Danzig etliche Probedrucke und bessere Typen auf, Memel bietet den Satz 206/29 in gestempelter Luxuserhaltung. Ebenso angeboten wird ein gestempelter Grün-Aufdruck. Auch unter den Ausgaben des Saargebiets gibt es zahlreiche hochwertige Stücke wie Aufdruckfehler, kopfstehende Aufdrucke, gesuchte Standard-Ausgaben wie u. a. gestempelte Werte aus dem Urdrucksatz mit neuen Attesten Geigle BPP.

Neben der Auflösung der hochwertigen Sammlung "Kanalinseln - Guernsey und Jersey" von Dr. Rommerskirchen in etwa 250 Losen bieten die Ausgaben der deutschen Besetzung im 2. Weltkrieg zahlreiche gesuchte Standard-Ausgaben, bessere Werte Dünkirchen und Festung Lorient mit aktuellen Prüfungen Lothar Herbst VP. Die Feldpostausgaben bieten zahlreiche Seltenheiten wie u. a. Kurland-Schnellbrief mit aktuellem Attest Guido Gabisch BPP.

Im Bereich Deutschland nach 1945 finden sich zahlreiche Raritäten, u. a. Deutsche Lokalausgaben, SBZ mit vielen Typen und Besonderheiten, ebenso die Ausgaben der DDR. Das Angebot der Westzonen bietet zahlreiche Highlights, z.B. Bizone I/IX Type I + II gestempelt mit aktuellen Schlegel-Attest, weiterhin u. a. alle gesuchten Standard-Ausgaben Bundesrepublik Deutschland und Berlin, Bund Mi.-Nr. 137YU **, Plattenfehler und Besonderheiten.

Unter den Ausgaben Europas fallen interessante Offerten von Frankreich, Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge, aber auch interessante Stücke von Jugoslawien und Kroatien kommen zum Aufruf.

Den Höhepunkt bildet ein umfangreiches Sammlungsangebot mit über 1.800 aus Privathand stammenden Losen, angefangen beim kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zur mehrere Bände umfassenden Spezialsammlung im großen Karton. Aber auch etliche Fundgruben und Nachlässe ohne Detaillierung werden angeboten. 470 Sammellose sind auf der Homepage vollständig abgebildet.

Über das umfangreiche Auktionsangebot, die Besichtigungszeiten und weitere Fotos, auch der im Katalog nicht bebilderten Lose kann man sich online auf der Internetseite www.ReinhardFischerAuktionen.de informieren. Die optimierte Suche im Online-Katalog ist für die "Online"-Besichtigung eine gute Hilfe.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

361. Heinrich-Köhler-Auktion: Baltikum-Spitzensammlung setzt Bestmarken

Es war der unangefochtene Höhepunkt der Köhler-Herbstauktion vom 22. bis 26. September in Wiesbaden: Nach zwölf Stunden Versteigerung von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends - nur unterbrochen von einer kurzen Mittagspause und zwei noch kürzeren Kaffeepausen - ruhte der Hammer und die etwas mehr als 1000 Lose der Sammlung "BALTICA - Estland, Lettland und Litauen 1918-1941" von Dr. Hubert Schrödinger waren verkauft. Über ein halbes Jahrhundert hatte der Sammler alle großen Raritäten dieser Gebiete zusammengetragen. Dementsprechend groß, um nicht zu sagen riesig, war das Interesse.

Spezialsammlungen und Posten mit großer Nachfrage

Sichtlich geschafft, aber ebenso glücklich waren die Auktionatoren Dieter Michelson und Tobias Huylmanns, die den Tag nahezu im Dauereinsatz verbracht hatten. Gleiches galt natürlich für eine Vielzahl der angereisten Kunden, die "live" miterlebten, wie der Verkauf der Sammlung mit teils sensationellen Steigerungen um das Dreifache, Fünffache, Achtfache und mehr als das Zehnfache (einmal sogar um das Dreißigfache!) wahrlich ein großes Feuerwerk abbrannte. Mit herausragenden Ergebnissen, deren Auswahl beinahe beliebig fortgesetzt werden könnte, beeindruckten u.a. Los 8992 (Ausruf: 800 Euro, Zuschlag: 4000 Euro), Los 8188 (250/7500 Euro), Los 8308 (2000/11 000 Euro), Los 8324 (3000/ 13 000 Euro) oder Los 8988 (300/11 000 Euro). Sammler aus Russland, Litauen, Estland, Schweden, Norwegen und Israel waren persönlich angereist. Daneben hatte sich eine große Zahl Internetbieter zugeschaltet, und auch Telefonbieter waren während der gesamten Versteigerung aktiv - u.a. ein Sammler aus Asien, der als langjähriger Kunde der Köhler-Schwestergesellschaft John Bull aus Hongkong und durch die Teilnahme Köhlers an der Ausstellung in Singapur auf die Versteigerung aufmerksam geworden war.

Zu den weiteren Höhepunkten der Auktionstage gehörte auch die Versteigerung der Waldersee-Sammlung "Kamerun und Togo", die mit der Titelseite des Sonderkataloges gleichzeitig das Spitzenstück der Kollektion präsentieren konnte. Der seltene Stempel "SSANGA-NGOKO" auf Postkarte wurde von 5000 auf 8 500 Euro gesteigert, und ein Sammler darf sich nun über ein ganz besonderes Stück freuen. Interessant ist auch der Text der Karte, dessen Absender dem Adressaten Oberleutnant Franz in Berlin schrieb: "... Ich habe heute die Postagentur Sanga-Ngoko eröffnet ...".

Der Verkauf der postgeschichtlichen Spezialsammlung "IMPERIAL Collection" (Osmanisches Reich) verlief unter Teilnahme zahlreicher internationaler Kunden, darunter Sammler und Händler, die u.a. aus der Türkei und angrenzenden Ländern eingeflogen waren und für heiße Bietergefechte im Saal sorgten, ebenfalls sehr erfolgreich. Manche Stempel erzielten niemals zuvor erreichte Zuschlagshöhen, so z.B. die Lose 536 (4000/16 000 Euro) und 564 (7000/ 9500 Euro). Darüber hinaus beeindruckte auch die Sammlung Persien/ Iran mit zahlreichen hohen Zuschlägen und außergewöhnlichen Steigerungen, darunter das Los 749, das von 5000 auf 12 000 Euro sprang. Auch Luxemburg bestach durch ein hochwertiges Angebot loser Marken und Briefe der ersten Ausgaben. Los 299, ein Brief mit einer Achtfach-Frankatur der 10-Centimes-Marke mit dem Abbild König Wilhelm III (MiNr. 1), erzielte einen Zuschlag von 5200 (3000) Euro.

Eine enorm starke Nachfrage erlebten die Sammlungen und Posten europäischer Länder und von Übersee bei erkennbar steigender Preistendenz. Ein neuer Trend scheint sich im Bereich der Briefe und Postgeschichte der Semi-Klassik um 1900 abzuzeichnen, die besonders gesucht waren und dementsprechend starke Ergebnisse verzeichnen konnten.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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353. Schwanke-Auktion: Die tanzende Schildkröte von Acre

Zu den Höhepunkten der letzten Versteigerung des Jahres beim Hamburger Traditionshaus Schwanke gehören die "Schwanke Specials", kleine und große Lose, meist "marktfrisch" und stets zu attraktiven Startpreisen. Am 20. und 21. November kommen darüber hinaus rund 4500 weitere Lose unter den Hammer, bei denen die internationale Philatelie mit 1400 Positionen stark vertreten ist. Ähnlich umfangreich präsentieren sich die deutschen Sammelgebiete. Über 1700 Sammlungen, Posten und Partien bilden den Abschluss. Von hochwertigen Spezialsammlungen bis hin zu Händlerposten ist alles dabei.

Ein Musterbogen kam durch

1899 im tiefsten Dschungel Amazoniens: Hier liegt die Provinz Acre im Dreieck zwischen Peru, Bolivien und Brasilien. Ein Gebiet von rund 165 000 Quadratkilometern und damit immerhin fast halb so groß wie das deutsche Staatsgebiet. Kautschuk ist der Rohstoff der Stunde, es ist die Zeit, in der das riesige Opernhaus in Manaus entsteht und die Kautschukbarone sich ihre Zigarren mit 100-Dollar-Noten anzünden. Acre möchte sich von Bolivien abtrennen und sucht den politischen Anschluss an Brasilien. Im Jahre 1899 kommt es zu einer Revolution, und der Abenteurer Luis Galvez, der selbsternannte "Kaiser von Amazonien", ruft die Republik Acre aus. Doch alles ist nur von kurzer Dauer. Nach ein paar Jahren Revolution und Gegenrevolution kauft schließlich im Jahre 1903 Brasilien das Gebiet für 2 Millionen Pfund von Bolivien. Heute ist Acre das westlichste Departement Brasiliens. Kautschuk wird noch immer gesammelt.

Zu den hoheitlichen Insignien eines neu entstandenen Staates zählt traditionell die Ausgabe eigener Münzen und Briefmarken, und so nimmt es nicht Wunder, dass auch der neue Herr in der Republik einen Druckauftrag für Briefmarken erteilt. Hintergründe und Details beschreibt Wolfgang Baldus in seinem Werk "The Postage Stamps of the INDEPENDENT STATE OF ACRE". Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Die für Acre bestimmte Briefmarkenlieferung wird von einem brasilianischen Kanonenboot abgefangen und verbrannt. Nur ein einziger Bogen des Wertes zu 300 Reis war - sozusagen als Musterbogen - auf anderem Weg von der Druckerei in Buenos Aires in das Revolutionsgebiet gelangt. Von diesen Marken sind heute nur noch fünf bis sechs Exemplare bekannt (Wolfgang Baldus listet in seinem o.g. Werk vier Exemplare auf). Sie darf zu den seltensten Briefmarken der Welt gezählt werden. Im Mittelpunkt des Bildes sehen wir einen Gummibaum, links davon eine kleine Hütte, wie sie vielleicht von einem Gummisammler bewohnt wurde, und rechts vom Baum tanzt fröhlich eine kleine Schildkröte. Dieses Motiv bezieht sich auf eine Fabel aus der Welt der indigenen Bevölkerung. In der Legende gelingt es einer kleinen Schildkröte, durch eine schlaue List ihrem sicheren Tod zu entgehen - und wird damit zu einem Symbol, wie sich jemand durch seine eigene Klugheit und Geistesgegenwart aus einer sehr prekären Lage befreien kann.

Sucht man nach Auktionsergebnissen dieser Marke, findet man zwei Resultate aus 1985 (Feldman, Genf, Zuschlag 7500 Franken) und aus 1994 (Christies, New York, 5000 US Dollar). Das von Schwanke im Rahmen der "Specials" angebotene Stück ist die Nummer 4 im Zensus von Wolfgang Baldus, das vermutlich erstmalig in Deutschland unter den Hammer kommt. Die Marke besitzt noch ihre Originalgummierung, die durch Kristallisierung einige Craquelées ausgebildet hat (zwei der anderen bekannten Stücke weisen keine Gummierung auf). Sie ist vollzähnig und fehlerfrei und, wie alle bekannten Exemplare, etwas nach links dezentriert. Eine einmalige Gelegenheit, etwas wirklich Ausgefallenes zu erwerben!

Schwerpunkt Skandinavien

"Phantom-Briefmarken" oder "Marken, dies es nie in Michel-Katalog geschafft haben" sind eine besondere Abteilung der 2015er-Specials von Schwanke. Dazu gehört auch ein Beleg von Clipperton Island, einer unbewohnten Insel mitten im Pazifik, auf der vor rund 120 Jahren der Guano-Abbau begann. Ob die Handvoll Arbeiter aber wirklich Briefmarken brauchten, darüber lässt sich trefflich debattieren.

Zu den vielen großartigen Altdeutschland-Stücken gehört eine "Pilger-Karte" von Helgoland, die als historisches Schlüsselstück der UPU-Philatelie gilt. Im Juni 1879 veranlasste der Helgoländer Postmeister Pilger, eine geringe Menge Helgoländer Postkarten mit einem amtlichen Text zu bedrucken, der UPU-Belange zum Inhalt hatte, und an Postkunden zu verschicken. Ungezähnte Blockausgaben vom Deutschen Reich fehlen ebenso wenig wie kaum einmal gesehene Abarten der Französischen Zone oder der Hochwasser-Blockausgabe des Saarlandes.

Von Russland steht der einzig existierende postfrische Satz der Flugpostserie von 1923 zum Verkauf. Skandinavien wird in den Specials dieses Mal groß geschrieben. Eine Finnland MiNr. 1 auf Luxusbrief sucht ebenso einen neuen Liebhaber wie eine feine Dänemark MiNr. 2 auf Brief, Buntfrankaturen der Erstausgaben Norwegens oder Schwedens oder ein finnischer Zeppelin-Fehldruck postfrisch.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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154. Felzmann-Auktion: Beeindruckende Einzellose und Zeppelinbelege

Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden in der großen Herbstauktion ein überaus reichhaltiges Angebot an Spitzen-Philatelie. Am 5. und 6. November 2015 stehen über 2600 hochwertige Einzellose aus Deutschland, Europa und Übersee auf dem Programm. Das umfangreiche Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderteil des Kataloges vorgestellt. Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern: Der zinnoberrote Merkur besticht durch eine außergewöhnlich attraktive, ursprüngliche Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Detaillierung einer Olympia- und Zeppelin-Sammlung

Die Alt-Schweiz zeigt ihre Schönheit in zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf": die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 2½ Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich glänzt mit einer 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pf im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte befinden sich rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pf Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung (Los 5567).

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ist ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble (Los 7040). Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen der 16 Pf in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung (Los 7127).

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial-Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ist ein seltener Einschreibebrief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost-Mischfrankatur nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Bei dem zweiten handelt es sich um einen R-Brief ab Agadez mit bunter Mischfrankatur in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Eine beeindruckende Einlieferung erreichte das Auktionshaus noch kurz vor Einlieferungsschluss: Ein Sammler brachte zwei große Ordner voller Belege rund um das Thema Olympische Spiele und Zeppelinpost mit Schwerpunkt Olympiafahrt des LZ 129 Hindenburg. In dieser ausgiebigen und mit Liebe zum Detail geführten Sammlung lassen sich zahlreiche Postkarten, Briefumschläge, Fotos und einiges mehr zur Olympiafahrt der Hindenburg entdecken. Mit dabei ist auch eine Speisekarte von Bord des Luftschiffes, die von einem Passagier während der Olympiafahrt des LZ 129 mit einem Grußtext vorbereitet und u.a. mit Olympia-Marken innen frankiert wurde. Die Karte trägt zwei lilarote Flugstempel und den Bordstempel vom 01.08.36 (Los 7509). Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist eine Postkarte, die von Köln aus mit der Olympiafahrt über Berlin und im Anschluss per Nachbringerflug zum Dampfer "Europa" befördert wurde. Die Karte erreichte schließlich in dieser extrem seltenen Kombination ihren Bestimmungsort New York (Los 7511). Ergänzend findet sich ein "Vorbote" zur Olympiafahrt: eine offizielle Karte mit dem seltenen Sonderstempel zum Olympischen Kongress von 1930, in dessen Verlauf Berlin die Ausrichtung der Spiele zuerkannt wurde. Diese dekorative Rohrpost-Luftpostkarte mit Brandenburger Tor und bunten Olympischen Ringen wurde am vorletzten Tag des Kongresses von einem Teilnehmer ab Berlin nach Amsterdam gesandt (Los 7491). Ein Teil dieser faszinierenden Spezial-Sammlung wird in der 154. Auktion versteigert, weitere Stücke folgen in kommenden Auktionen.

Internet: www.felzmann.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

Sammlungen für jeden Geldbeutel

Aachen Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen am 27. und 28. November steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich: Von der Germania-Ausgabe 1920 zu 2 Mark existierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten lediglich drei gestempelte Exemplare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar (siehe DBR 10/15, Kasten Seite 56). Bei einem Ausruf von moderaten 20 000 Euro darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.

Nicht so spektakulär, aber dennoch sehr selten ist die sogenannte Elbinger Postfälschung einer Brustschildausgabe von 1872, die zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von 400 Euro dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland-Philatelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um gesuchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. MiNr. 17 K (Ausruf 400 Euro) oder MiNr. 30 I (1000 Euro) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie MiNr. 43 Ac oder MiNr. 163 BYb, die mit 400 Euro ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (120 Euro). Aus einem guten Querschnitt der internationalen Philatelie ragen u.a. eine 4 Rappen Zürich (1000 Euro) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch heraus, die mit 1200 Euro angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von 10 bis 5000 Euro Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften. Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern Einser, Sachsen Dreier und sonst allem, was Rang und Namen hat, geht genauso mit 5000 Euro an den Start wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder ein umfangreiches Objekt Vorphilatelie von Lombardei und Venetien. Wenigstens 2500 Euro soll eine Kollektion Deutsche Kolonien einspielen und je 2000 Euro überkomplette Sammlungen von der Bundesrepublik und Westberlin. Breit vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. Objekte der VR China mit 2500 Euro oder von Französisch Polynesien mit 1000 Euro angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.

Internet: www.aixphila.de

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Schwerpunkt auf den deutschsprachigen Gebieten

Singen Im Angebot der 95. Lenz-Auktion am 6. und 7. November sind ca. 10 000 Lose, davon rund 6900 Einzellose Briefmarken, 2300 Lots, Sammlungen, Posten und Nachlässe Briefmarken sowie etwa 700 Lose und Posten Münzen mit Gold und Silber.

Durch den Standort ganz im Süden Deutschlands sind die Hauptgebiete neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein. Bei diesen Gebieten liegen die Stärken in der Detaillierung für den Spezialsammler ab der Vorphilatelie, verschiedenen Stempelverwendungen, Portostufen und vieles mehr - gespickt mit seltenen Raritäten im Briefteil wie auch bei den Marken. Diese sehr aufwendige Detaillierung in den Hauptgebieten kommt spezialisierten und Heimatsammlern entgegen, die über die Suchmaschine auf der Web-Seite das Angebot ganz gezielt nach Gebieten/Orten etc. durchsuchen können.

Die 95. Versteigerung zeichnet sich durch ein besonders starkes Angebot in der Französischen Zone (460 Positionen) mit allen Ausgaben als auch auf Briefen in vielen Varianten, Verwendungen etc. aus einschließlich Blockausgaben, Zensuren und vieles mehr. Des Weiteren präsentieren sich auch die Gebiete Alliierte Besetzung und Bizone für den Spezialisten mit allein über 320 Positionen. Der Bereich Luftpost/Flugpost ist breit vertreten (bei den jeweiligen Ländern mit einigen 100 Losen), beginnend bei Brasilien bis ins Deutsche Reich mit Zeppelin-, Katapultpost- und Raketenpost-Ausgaben sowie Sammlungen mit ca. 200 Positionen.

China lockt mit Marken ab 1967 (Maos Thesen in zwei tadellosen 5er-Streifen postfrisch komplett) und Blockausgaben. Liechtenstein umfasst ca. 200 Positionen (dabei dreimal Vaduz-Block) mit Sammlungen. Österreich präsentiert sich ab der Vorphilatelie mit Stempeln, Briefen und Marken. Hinzu kommen Sammlungen. In den über 1150 Positionen fallen eine starke Offerte Krone Adler, Renner geschnitten Einzelmarken und Kleinbogen sowie Feldpost Rumänien MiNrn. I-XIII komplett postfrisch (Ausruf 1600 Euro) auf. Die Schweiz beginnt ebenfalls ab der Vorphilatelie und bringt über 1000 Lose. Enthalten sind auch hier viele Besonderheiten wie eine Neuenburg 5 C. MiNr.3 auf Brief, 2 ½ Rp. Ortspost gestempelt und auf Brief, Strubel-Ausgaben in allen Erhaltungen, einige Großfrankaturen mit hohen Wertstufen bis zu 20er-Blocks auf Belegen aus 1880-1900, Flugpostbriefe, allein zehn NABA-Blocks in verschiedenen Erhaltungen und Verwendungen, zehn Ständeblocks von 1940 oder 13 Flugpostmarken (halbamtlich) auf Karten und Briefen.

Die Palette der Deutschland-Philatelie reicht ab Baden bis zum Deutschen Reich mit Gebieten, Kolonien und Besetzungen (2200 Einzellosen). Mit dabei sind sechs Nothilfe-Blocks und ein "Anecho"-Brief mit Halbierung von Togo (2200 Euro). Als regionale Besonderheit werden einige Lose mit Bodenseeschiffspost als Einzelstücke oder bei Ansichtskarten ausgerufen.

Bei den 2300 Sammlungen und Posten sind viele unberührte Nachlässe und Ländersammlungen zu günstigen Ausrufen.

Das Münz-Angebot reicht von der Antike bis in die Neuzeit. Zu den Schwerpunkten gehören Österreich, Schweiz und vor allem Deutschland ab Altdeutschland, Kaiserreich, Weimar, DDR und Bundesrepublik. Zu haben sind viele Gold- und Silber-Stücke, die Eurozeit mit Monaco (2 Euro Grace Kelly), San Marino und Vatikan mit Kurssätzen und Sondermünzen.

Internet: www.briefmarken.com

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Neu entdeckte Wz-Variante der DDR

Berlin (wm) Bei der 55. Hadersbeck-Auktion vom 28. bis 30. Oktober gelangen ca. 6000 Lose aller Sammelgebiete zum Ausruf, dabei Alt-China/VR China 70 Lose, darunter schöne Sammlungsteile ab MiNr. 1 sowie ein seltenes Ministerbuch.

Es folgen 80 Lose Übersee mit interessanten Ausgaben. Weiter geht es mit 370 Losen Europa, anschließend mit 500 Losen Altdeutschland, dabei u.a. auch mit einer Auflösung einer postgeschichtlichen Sammlung Mecklenburg Strelitz (43 Lose!), darunter einer Briefsammlung Ollendorf 1862. Deutsches Reich und Nebengebiete schließt mit 1400 Losen an.

Der zweite Auktionstag beginnt mit Lokalausgaben (60 Lose), weiter mit westlichen Zonen, Bund und Berlin (gesamt ca. 450 Lose), danach SBZ (ca. 400 Lose), DDR (550 Lose!), reichhaltig DDR Dienst und ZKD mit vielen interessanten und seltenen Belegen sowie einer Sammlung sog. "Kleine"-Fälschungen.

Am Donnerstag Nachmittag folgt der reichhaltige numismatische Teil (ca. 400 Lose), dabei sind reichhaltige Posten und Sammlungen sowie etliche gute Einzellose Gold und Silber. Gut bestückt sind auch die Abteilungen Geldscheine, Orden und Medaillen.

Am letzten Versteigerungstag kommen über 1600 Auflösungsposten, Sammlungen und Bestände zum Ausruf. Allein das Gesamtgewicht beträgt hier etliche Tonnen, und der Inhalt ist enorm reichhaltig, meist aus Sammlerhand und sehr günstig kalkuliert. Erwähnenswert ist auch der sehr schöne Teil Ansichtskarten mit über 160 Losen, darunter viele Posten und auch Einzelkarten.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Unikat von Maffersdorf

Dresden Deutlich über 3000 Lose bringt die 172. Dresdner Briefmarken-Auktion am 25. und 26. November.

Nach einem abwechslungsreichen Teil mit Münzen und Banknoten startet die Philatelie mit Ansichtskarten, Luftpost und den ausländiuschen Sammelgebieten. Hier verdient die VR China Beachtung, die mit seltenen Ausgaben hervorsticht. Hervorzuheben sind die MiNrn. 30 ohne Gummi wie verausgabt (220 Euro), 100-105 in gleicher Erhaltung (1500 Euro), Block 8 gestempelt (2000 Euro), 966-976 postfrisch (1200 Euro) und die Militärpostmarke MiNr. 2 ohne Gummi wie verausgabt (1000 Euro).

Sehr umfangreich zeigen sich die Markenheftchen, Markenheftchenbogen und Zusammendrucke des Deutschen Reiches, insgesamt über 130 Positionen, was die Bedeutung dieses Angebotes unterstreicht. Ausgefallen ist sicher ein Los mit den kompletten Markenheftchenbogen MiNrn. 1-9 postfrisch, wobei die Bogen nicht gefaltet und nicht angetrennt sind, dafür aber gerollt und mit 600 Euro günstig angesetzt. Die attraktiven und gut erhaltenen Zusammendrucke beginnen nicht selten mit 20 oder 30 Euro.

Ein Unikat und Liebhaberstück findet sich unter den Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg. Es handelt sich um einen portogerechten Einschreibebrief von Maffersdorf nach Freiberg mit Block MiNr. 3 (Masaryk mit Kind) und Zusatzfrankatur. Es sollen nur 20 Blocks u¨berstempelt worden sein, auf befördertem Beleg hat bislang kein weiteres Exemplar vorgelegen. Der Startpreis beträgt 1600 Euro.

Traditionell gut zeigt sich die SBZ mit einer Reihe von Seltenheiten. Zu den herausragenden Stücken zählen die MiNrn. 98 AYy im gestempelten 4er-Block (800 Euro), der Bru¨ckenbau-Zusammendruck SZd 2by in gestempelter Erhaltung (ebenfalls 800 Euro) und der Brückenbau-Satz 1946 komplett als gestempelter Sonderdruck, dabei die 16 Pf mit Plattenfehler IV (112/14 S, 115 aS - 600 Euro).

Auch die DDR ist hervorragend besetzt, was einige Wasserzeichenvarianten unterstreichen: MiNr. 482 YII postfrisch (650 Euro), MiNr. 487 A YI postfrisch (500 Euro) und Block MiNr. 13 YI mit Ersttagsstempel (1300 Euro). Bisher überhaupt nicht katalogisiert und nur in dem einen, auf der Dresdner Briefmarken-Auktion ausgerufenen gestempelten Exemplar bekannt ist die MiNr. 516 mit Wasserzeichen YI. In seinem Attest schreibt VP-Prüfer Mayer: "zeitgerechte Entwertung, Ort muß durch weitere Forschung ermittelt werden, einwandfrei". Der Ausruf liegt bei 550 Euro. Als Abschluss des DDR-Teils wird die größte existierende Sammlung der ZKD-Ausgabe MiNrn. 16-31 aufgelöst. Viele der postfrischen Marken sind nur in ganz wenigen Exemplaren registriert oder sogar Unikate wie die MiNrn. 19 I H (400 Euro), 19 II K (500 Euro) oder 30 II L (350 Euro). Eine derartige Fülle Dienstmarken-Seltenheiten dürfte so schnell nicht wieder offeriert werden.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Vorschau 57. AIX-PHILA-Auktion in Aachen

wm (Aachen) Im Mittelpunkt der 57. AIX-PHILA Auktion in Aachen am 27. und 28. November steht die Versteigerung einer spektakulären Neuentdeckung aus dem Sammelgebiet Deutsches Reich: Von der Germania-Ausgabe 1920 zu zwei Mark existierten bisher mit Wasserzeichen Kreuzblüten lediglich drei gestempelte Exemplare, alle übrigen wurden offensichtlich unerkannt aufgebraucht bis auf dieses erst kürzlich entdeckte postfrische Exemplar. Bei einem Ausruf von moderaten € 20.000 darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.

Nicht so spektakulär aber dennoch sehr selten ist die sogenannte Elbinger Postfälschung einer Brustschildausgabe von 1872, welche zum Schaden der Post in Umlauf gebracht wurde. Der Startpreis von € 400 dürfte auch hier schnell Makulatur sein. Ansonsten ist die Deutschland Philatelie wieder sehr stark vertreten, ob es sich dabei um die postfrischen Zeppelinsätze aus der Weimarer Zeit handelt oder um gesuchte postfrische Abarten der Saar wie z.B. Nr. 17 K (Ausruf € 400) oder Nr. 30 I (€ Ausruf 1.000) handelt. Stark vertreten ist die SBZ mit gesuchten Marken wie Nr. 43 Ac oder Nr. 163 BYb, die mit € 400 ins Rennen geschickt wird. Postgeschichtlich sehr interessant dürfte auch ein Beleg sein, der während der CSSR-Krise 1968 im Konzentrierungsraum um Bautzen per Kurier befördert wurde (Ausruf € 120). Aus einem guten Querschnitt der internationalen Philatelie ragt u.a. eine 4 Rappen Zürich (Ausruf € 1.000) sowie die Freimarken-Höchstwerte von Japan aus 1914 postfrisch hervor, welche mit € 1.200 angesetzt sind.

Höhepunkt der Versteigerung sind die mehr als 1.500 Sammlungen, Posten und ganzen Nachlässe, die bei Startpreisen von € 10 bis € 5.000 Philatelisten mit jedem Budget nach Aachen locken dürften: Eine nahezu komplette Sammlung Altdeutschland mit Bayern-Einser, Sachsen-Dreier und sonst allem, was Rang und Namen hat, wird genauso mit € 5.000 ins Rennen geschickt, wie eine komplette Sammlung Deutsches Reich ab 1923 oder eine umfangreiche Sammlung Vorphilatelie von Lombardei und Venetien. Wenigstens € 2.500 soll eine Kollektion Deutsche Kolonien einspielen und je € 2.000 überkomplette Sammlungen von der Bundesrepublik und Westberlin. Stark vertreten sind die europäischen Länder und besonders Übersee, wo z.B. die VR China mit € 2.500 oder Französisch Polynesien mit € 1.000 angesetzt sind. Und selbst Exoten wie Aruba, Tadschikistan oder Tuvalu sind bei AIX-PHILA zu haben.

Internet: www.aixphila.de

Die tanzende Schildkröte von Acre (Schwanke-Auktion, Hamburg 20.-21.November 2015)

wm (Hamburg/wm) Das Auktionshaus Schwanke in Hamburg ist nicht nur für seine stets außergewöhnlichen weltweiten Angebote bekannt, sondern auch für die Geschichten, die Inhaber Hans-Joachim Schwanke dazu erzählen weiß. So auch dieses Mal, wenn Schwanke über eine tanzende Schildkröte von Acre berichtet:

Gehen wir zurück in das Jahr 1899 - Schauplatz ist der tiefste Dschungel Amazoniens. Hier liegt die Provinz ACRE im Dreieck zwischen Peru, Bolivien und Brasilien. Ein Gebiet von rund 165.000 Quadratkilometern und damit immerhin fast halb so groß wie das deutsche Staatsgebiet. "Kautschuk" ist der Rohstoff der Stunde, es ist die Zeit, in der das riesige Opernhaus in Manaus entsteht und die Kautschukbarone sich ihre Zigarren mit 100 Dollar-Noten anzünden.

ACRE möchte sich von Bolivien abtrennen und sucht den politischen Anschluss an Brasilien. Im Jahre 1899 kommt es zu einer Revolution und der Abenteurer Luis Galvez, der selbsternannte "Kaiser von Amazonien", ruft die REPUBLIK ACRE aus. Doch alles ist nur von kurzer Dauer. Nach ein paar Jahren von Revolution und Gegenrevolution kauft schließlich im Jahre 1903 Brasilien das Gebiet für 2 Millionen Pfund von Bolivien. Heute ist ACRE das westlichste Departement Brasiliens. Kautschuk wird noch immer gesammelt.

Zu den hoheitlichen Insignien eines neu entstandenen Staates zählt traditionell die Ausgabe eigener Münzen und Briefmarken, und so nimmt es nicht Wunder, dass auch der neue Herr in der Republik einen Druckauftrag für Briefmarken erteilt. Hintergründe und Details beschreibt Wolfgang Baldus in seinem Werk "The Postage Stamps of the INDEPENDENT STATE OF ACRE". Von diesen Marken sind heute nur noch 5 bis 6 Exemplare bekannt (Wolfgang Baldus listet in seinem o.g. Werk vier Exemplare auf) - sie darf zu den seltensten Briefmarken der Welt gezählt werden. Das bei Schwanke angebotene Stück ist die Nummer 4 im Zensus von Wolfgang Baldus.

Hauptkatalog: Gut 4500 Lose werden in den Tagen vom 20.-21.November 2015 zum Ausruf gelangen. Stark wie immer die "Internationale Philatelie" mit etwa 1400 Positionen. Dabei im EUROPA-Teil sehr schöne klassische Angebote von FRANKREICH, die Auflösung einer spezialisierten Sammlung RUSSLAND, sehr viel SCHWEIZ und dann ca. 300 Lose ÜBERSEE, hierbei hervorragend vertreten das Britische Weltreich, USA und China. Philatelistische Literatur, Banknoten, Münzen und eine sehr attraktive kleine Abteilung "Alte Photographien" sind reich illustriert im Einzellosteil enthalten. DEUTSCHLAND ist mit allen Gebieten gut vertreten, insgesamt umfasst dieser Teil ca. 1400 Positionen.

Über 1700 SAMMLUNGEN und POSTEN werden am 21.November versteigert werden. Neben hochwertig ausgebauten Spezialsammlungen verschiedener Gebiete gelangt eine Vielzahl von interessanten Händlerposten zum Ausruf, darunter ein Händlerlager aus ausländischer Einlieferung (ca. 40 Positionen) mit sehr reizvollem, nicht häufig zu sehendem Material. MÜNZEN und BANKNOTEN ergänzen das Angebot. Der Katalog wird ab dem 17.Oktober 2015 online stehen. Die gedruckte Version wird am 21.Oktober von der Druckerei ausgeliefert.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

Nachbericht zur Schlegel-Auktion vom 5.-6. Oktober

wm (Berlin) Bei der 17. Auktion des Auktionshauses Schlegel vom 5.-6. Oktober kamen erneut Liebhaber verschiedenster philatelistischer Richtungen auf Ihre Kosten. Die Auktion wurde mit vier ausdrucksstarken Sonderteilen eingeleitet: Während sich die Bieter angesichts eines derzeit allgemein breiten Angebotes bei den Luxemburger Erstausgaben zurückhaltend zeigten, griffen sie bei dem kleinen, aber erlesenen Angebot RUSSLAND umso entschlossener zu. Auch die Ästhetik des bayrischen Klassikteils stand hoch im Kurs, achtzig Prozent der Lose fanden neue Besitzer, angeführt vom Typenmischpaar 1 Kreuzer gelb mit dekorativer Entwertung (Los 248) mit einem Ergebnis von 1.360 EUR (inkl. Aufgeld, ohne MwSt.). Abgerundet wurde der Auktionsauftakt durch den postgeschichtlichen Akzent, den das vielseitige Angebot DESINFEKTIONSPOST 1673-1972 setzte. Hier konnte unter anderem Los 368 (855, "K.K.F.POST 11"-K1 auf Feldpostbrief aus ROMAN nach MÜNCHEN) für einen Zuschlag von 2.200 EUR vermittelt werden.

Der folgende Sammlungs- & Nachlassteil zog - fast schon traditionell - ein starkes Publikum an. Bereits zur Vorbesichtigung hatte das geographisch ausgewogene Sammlungsangebot großes Interesse erregt und erfuhr auch im Auktionssaal gute Nachfrage bei angemessenen Steigerungen. Insbesondere ein Nachlass aus Berlin - aufgeteilt in 76 Lose - traf auf lebhaften Zuspruch und erzielte ein Gesamtergebnis von 105.000 EUR. Ein weiteres Los, das weit über seinen Ausruf hinaus schoss, war das einzigartige Essay-Album Türkei (Los 1664). Geschätzt auf 500 Euro, wurde es heiß umkämpft - und realisierte schließlich ein Ergebnis von 3.920 EUR. Positive Akzente setzte erneut das diesmal reichhaltigere Münzangebot, das zu zwei Dritteln verkauft wurde und ausgenommen von den teuren Werten des Kaiserreiches hoch im Kurs stand.

Bei den Einzellosen entfachten insbesondere das Polen- und Russlandangebot heiße Bietergefechte, die in beeindruckende Steigerungen gipfelten. Später bescherte der Bereich ALTDEUTSCHLAND einige Erfolge. Das kleine Angebot überzeugte mit guten Quoten. Maßgeblichen Beitrag hierzu leistete die seltene und schöne Einheit Schleswig Holstein Mi-Nr. 1 (Los 3516) aus bekannter Provenienz, die sich mit einem Ergebnis von 10.700 EUR abhob. Zu den spannendsten Momenten des zweiten Auktionstages gehörte die Versteigerung des unverausgabten Sporthilfesatzes 2001 der Bundesrepublik Deutschland (Los 4832), der weit über die Taxe von 40.000 EUR hinausstieg. Der Hammer für diese absolute Seltenheit fiel erst bei 73.000 EUR.

Internet: http://www.auktionshaus-schlegel.de

Vorschau zur 154. Felzmann Auktion. Philatelie Einzellose und Zeppelinpost: 5. und 6. November 2015

wm (Düsseldorf) Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden in der großen Herbstauktion ein überaus reichhaltiges Angebot an Spitzen-Philatelie. Am 5. und 6. November 2015 stehen über 2.600 hochwertige Einzellose aus Deutschland, Europa und Übersee auf dem Programm. Das umfangreiche Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderteil des Kataloges vorgestellt.

Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern. Ein zinnoberroter Merkur präsentiert sich in außergewöhnlich attraktiver, ursprünglicher Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Die Alt-Schweiz zeigt ihre Schönheit in zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf": Die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 21/2 Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich besticht durch eine 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pfg im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pfg Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung (Los 5567).

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble (Los 7040). Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen 16 Pfg in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung (Los 7127).

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ein seltener Einschreiben-Brief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost MiF nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Der Zweite ein R-Brief ab Agadez mit bunter MiF in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Eine beeindruckende Einlieferung erreichte das Auktionshaus noch kurz vor Einlieferungsschluss: Ein Sammler brachte zwei große Ordner voller Belege rund um das Thema Olympische Spiele und Zeppelinpost mit Schwerpunkt Olympiafahrt des LZ 129 Hindenburg.

In dieser ausgiebigen und mit Liebe zum Detail geführten Sammlung lassen sich zahlreiche Postkarten, Briefumschläge, Fotos und einiges mehr zur Olympiafahrt der Hindenburg entdecken. Mit dabei ist auch eine Speisekarte von Bord des Luftschiffes, die von einem Passagier während der Olympiafahrt des LZ 129 mit einem Grußtext vorbereitet und u.a. mit Olympia-Marken innen frankiert wurde. Die Karte trägt zwei lilarote Flugstempel und den Bordstempel vom 01.08.36 (Los 7509). Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist eine Postkarte, die von Köln aus mit der Olympiafahrt über Berlin und im Anschluss per Nachbringerflug zum Dampfer "Europa" befördert wurde. Die Karte erreichte schließlich in dieser extrem seltenen Kombination ihren Bestimmungsort New York (Los 7511). Ergänzend findet sich ein "Vorbote" zur Olympiafahrt: Eine offizielle Karte mit dem seltenen SST zum Olympischen Kongress von 1930, in dessen Verlauf Berlin die Ausrichtung der Spiele zuerkannt wurde. Diese dekorative Rohrpost-Luftpostkarte mit Brandenburger Tor und bunten Olympischen Ringen wurde am vorletzten Tag des Kongresses von einem Teilnehmer ab Berlin nach Amsterdam gesandt (Los 7491).

Ein Teil dieser faszinierenden Spezial-Sammlung wird in der 154. Auktion versteigert, weitere Stücke folgen in kommenden Auktionen.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 154. Auktion ist ab sofort auf www.felzmann.de einsehbar. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden: 0211 - 550 440.

Internet: www.felzmann.de

Vorbericht zur 17. SCHLEGEL AUKTION (5.-6. Oktober 2015) in Berlin

wm Das Angebot der 17. Auktion des Auktionshauses Schlegel in Berlin präsentiert sich in gewohnter Spannbreite. Vier Sonderteile LUXEMBURG ERSTAUSGABE 1852, RUSSLAND, BAYERN, DESINFEKTIONSPOST ALLE WELT 1673-1972 sowie der erneut stark vertretene Sammlungsteil bilden die programmatischen Schwerpunkte dieser Auktion.

Ausdrucksstark und herausfordernd bietet sich der erste Sonderteil LUXEMBURG ERSTAUSGABE 1852 (Lose 1-98) dar: Dieser dokumentiert die ERSTE AUSGABE WILHELM III, mit ungebrauchten Spitzenwerten, verschiedenen Briefen, superben Einheiten, Stempeln und Retuschen. Der kleine, aber erlesene Sonderteil RUSSLAND (Lose 101-121) bietet unter den Klassischen Ausgaben 1858-1905 ausgesuchte Seltenheiten je mit neuesten Expertisen. Klassikliebhaber werden zudem im Sonderteil BAYERN (Lose 201-271) aus dem Nachlass eines Sammlers mit Sinn für Ästhetik auf ihre Kosten kommen. Zu den außergewöhnlichen Angeboten dieser Herbstauktion gehört der vielseitige Sonderteil DESINFEKTIONSPOST ALLE WELT 1673-1972: Hier finden sich 178 Lose mit vielen interessanten Bedarfsbriefen, Abstempelungen aus Übersee sowie hauptsächlich Europa. Dokumentiert werden die postalischen sowie administrativen Abwehrmaßnahmen inkl. der sanitären Vorgänge. Vorhanden sind auch seltene Sanitätspässe, Edikte und Verordnungen.

Das geographisch ausgewogene Sammlungsangebot bietet im Spektrum von 60 bis 15 000 Euro eine große Zahl interessanter Objekte, allgemein oder spezialisiert. Unter den angebotenen Objekten hat die Spezialsammlung FRANZÖSISCHE GEBIETE IN DER ANTARKTIS 1948-1989 (Los 1796) exzeptionelle Qualität: Das einmalige Objekt, ohne Entnahmen angeboten, beinhaltet u.a. VORLÄUFER, TERRE ADELIE sowie die Territoriumsausgaben Michel-Nr. 1-251, fast komplett. Vorhanden sind auch seltene Künstlerblocks, Farbfehldrucke, Probedrucke, Briefe sowie viele ungezähnte Parallelausgaben.

Der Sammler Karl Rathjen ist mit der international prämierten Ausstellungssammlung OLYMPISCHE SOMMERSPIELE 1936 (Los 1931) vertreten. Diese außergewöhnlich gut strukturierte Sammlung umfasst viele seltene Briefe, Karten und Briefstücke inkl. vieler Stempelraritäten sowie diverse Unikate, gegliedert in 10 Themenkreise von der Vorbereitung der Spiele bis zur Schlussfeier inkl. der Sonderveranstaltungen, empfehlenswert auch für sporthistorisch Interessierte.

Interessenten stoßen natürlich auch auf ein ausgewähltes Einzellosangebot. Bei diesen besticht der unverausgabte Sporthilfesatz 2001 der Bundesrepublik Deutschland (Los 4832). Erstmalig kommt damit eine postfrische Serie zur Versteigerung. Eine absolute Seltenheit für den Kenner philatelistischer Preziosen. Weitere Informationen siehe: www.auktionshaus-schlegel.de/

Vorbericht zur 55. Hadersbeck-Auktionen vom 28.-30. Oktober 2015

wm Bei der 55. Auktion gelangen ca. 6 000 Lose aller Sammelgebiete zum Ausruf, dabei Alt-China/VR China 70 Lose, darunter schöne Sammlungsteile ab Nr. 1 sowie ein seltenes Ministerbuch. Es folgen 80 Lose Übersee mit interessanten Ausgaben. Weiter geht es mit 370 Losen Europa, anschließend mit 500 Losen Altdeutschland, dabei u.a. auch mit einer Auflösung einer postgeschichtlichen Sammlung Mecklenburg Strelitz (43 Lose!), darunter einer Briefsammlung Ollendorf 1862. Deutsches Reich und Nebengebiete schließt mit 1400 Losen an.

Der zweite Auktionstag beginnt mit Lokalausgaben (60 Lose), weiter mit Westlichen Zonen, Bund und Berlin (gesamt ca. 450 Lose), danach SBZ (ca. 400 Lose), DDR (550 Lose!), reichhaltig DDR Dienst und ZKD mit vielen interessanten und seltenen Belegen sowie einer Sammlung sog. "Kleine"-Fälschungen.

Am Donnerstag Nachmittag folgt der reichhaltige numismatische Teil (ca. 400 Lose), dabei sind reichhaltige Posten und Sammlungen sowie etliche gute Einzellose Gold und Silber. Gut bestückt sind auch die Abteilungen Geldscheine, Orden und Medaillen.

Am letzten Versteigerungstag kommen über 1600 Auflösungsposten, Sammlungen und Bestände zum Ausruf. Allein das Gesamtgewicht beträgt hier etliche Tonnen und der Inhalt ist enorm reichhaltig, meist aus Sammlerhand und sehr günstig kalkuliert. Erwähnenswert ist auch der sehr schöne Teil Ansichtskarten mit über 160 Losen, darunter viele Posten und auch Einzelkarten. Besichtigung ist ab 21. Oktober 2015 möglich. Kontakt: Hadersbeck Auktionen Briefmarkenversteigerungen und -handels GmbH, Geschäftsführer: Thomas Wickboldt, Anschrift: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, E-Mail: info@hadersbeck-auktionen.com

Internet: hadersbeck-auktionen.com

Heinrich Köhler Herbstauktion 2015: Baltikum-Spitzensammlung setzt Bestmarken - Philatelie weltweit mit großer Nachfrage

wm (hk-Wiesbaden) Es war der unangefochtene Höhepunkt der 361. Heinrich Köhler Auktion vom 22. bis 26. September in Wiesbaden. Nach 12 Stunden Auktion von 9 Uhr morgens bis 9 Uhr abends - nur unterbrochen von einer kurzen Mittagspause und zwei noch kürzeren Kaffeepausen - ruhte der Hammer und die etwas mehr als 1 000 Lose der Sammlung "BALTICA - Estland, Lettland und Litauen 1918-1941" von Dr. Hubert Schrödinger waren versteigert. Über ein halbes Jahrhundert hatte Dr. Schrödinger alle großen Raritäten dieser Sammelgebiete zusammengetragen! Dementsprechend groß, um nicht zu sagen riesig, war das Interesse.

Ein "baltischer Tag" mit zahlreichen Höhepunkten

Sichtlich geschafft, aber ebenso glücklich waren die Heinrich Köhler-Auktionatoren Dieter Michelson und Tobias Huylmanns, die den Tag nahezu im Dauereinsatz verbracht hatten. Gleiches galt natürlich für eine Vielzahl der angereisten Kunden, die "live" miterlebten wie der Verkauf der Sammlung mit teils sensationellen Steigerungen um das 3-fache, 5-fache, 8-fache und mehr als das 10-fache (einmal sogar um das 30-fache!) wahrlich ein großes Feuerwerk abbrannte. Mit herausragenden Ergebnissen, deren Auswahl beinahe beliebig fortgesetzt werden könnte, beeindruckten u.a. Los 8992 (Ausruf: 800 Euro - Zuschlag: 4 000 Euro), Los 8188 (Ausruf 250 Euro - Zuschlag: 7 500 Euro), Los 8308 (Ausruf: 2 000 Euro - Zuschlag: 11 000 Euro), Los 8324 (Ausruf: 3 000 Euro - Zuschlag: 13 000 Euro) oder Los 8988 (Ausruf: 300 Euro - Zuschlag 11 000 Euro). Sammler aus Russland, Litauen, Estland, Schweden, Norwegen und Israel waren persönlich angereist. Daneben hatte sich eine große Zahl Internetbieter zugeschaltet und auch Telefonbieter waren während der gesamten Versteigerung aktiv, unter anderem ein Sammler aus Asien, der als langjähriger Kunde der Köhler-Schwestergesellschaft John Bull aus Hong Kong und durch die Teilnahme Köhlers an der Ausstellung in Singapur auf die Versteigerung aufmerksam geworden war.

Spitzenphilatelie weltweit: Spezialsammlungen und Posten mit großer Nachfrage

Zu den weiteren Höhepunkten der Auktionstage gehörte auch die Versteigerung der Sammlung WALDERSEE "Kamerun und Togo", die mit der Titelseite des Sonderkataloges gleichzeitig das Spitzenstück der Sammlung präsentieren konnte. Der seltene Stempel "SSANGA-NGOKO" auf Postkarte wurde von 5 000 Euro auf 8 500 Euro gesteigert und ein Sammler darf sich nun über ein ganz besonderes Stück freuen. Interessant auch der Text der Karte, dessen Absender dem Adressaten Oberleutnat Franz in Berlin schrieb: ".Ich habe heute die Postagentur Sanga-Ngoko eröffnet.".

Der Verkauf der postgeschichtlichen Spezialsammlung "IMPERIAL Collection" (Osmanisches Reich) verlief unter Teilnahme zahlreicher internationaler Kunden, darunter Sammler und Händler, die u.a. aus der Türkei und angrenzenden Ländern eingeflogen waren und für heiße Bietergefechte im Saal sorgten, ebenfalls sehr erfolgreich. Manche Stempel erzielten niemals zuvor erreichte Zuschlagshöhen, so z.B. die Lose 536 (Ausruf: 4 000 Euro - Zuschlag 16 000 Euro) und 564 (Ausruf: 7 000 Euro - Zuschlag 9 500 Euro). Darüber hinaus beeindruckte auch die Sammlung Persien/Iran mit zahlreichen hohen Zuschlägen und außergewöhnlichen Steigerungen, darunter das Los 749 (Ausruf: 5 000 - Zuschlag 12 000). Auch Luxemburg bestach durch ein hochwertiges Angebot loser Marken und Briefe der ersten Ausgaben. Los 299, ein Brief mit einer 8-fach-Frankatur der 10-Centimes-Marke mit dem Abbild König Wilhelm III. (MiNr. 1), erzielte einen Zuschlag von 5 200 Euro (Ausruf: 3 000 Euro).

Eine enorm starke Nachfrage erlebten die Sammlungen und Posten Europäischer Länder und Übersee bei erkennbar steigender Preistendenz. Ein neuer Trend scheint sich im Bereich der Briefe und Postgeschichte der Semi-Klassik um 1900 abzuzeichnen, die besonders gesucht waren und dementsprechend starke Ergebnisse verzeichnen konnten

Alle Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen. Weitere Informationen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorausschau 34. Auktion Peter F. Harlos KG am 21. November 2015

wm (Wunstorf) Postgeschichte weltweit - heißt das Motto der jährlich stattfinden Auktion der Peter F. Harlos KG. Harlos legt seinen 34. Katalog für den 21.11.2015 vor mit 5000 handverlesenen Briefen und Karten aus aller Welt auf über 500 Farbseiten. Schwerpunkt der diesjährigen Auktion ist die Auflösung der Sammlung von Wolfgang Strobel, "Die Aufnahme des Postverkehrs in Deutschland nach 1945".

Wolfgang Strobel, Autor mehrerer Bücher und einer Vielzahl von Artikeln hat sich der Postgeschichte Deutschlands im Jahre 1945 nach der Befreiung verschrieben. Harlos hat dazu einen 150-Seiten starken Sonderkatalog erstellt, der in ca. 80 Kapiteln die deutsche Postgeschichte in allen Facetten abbildet. Einige Kapitelüberschriften zeigen die Vielfalt der Belege: Postverkehr vor dem Waffenstillstand (allein drei Belege aus Aachen, Kurierpost, Reichsbank-Kurierdienst, frühe Post von und nach Berlin, Aufnahme des Postverkehrs in den vier Zonen und später zwischen den Zonen, Postsperren, polnisch verwaltetes Pommern, Stettiner Zipfel (ca. sechs Belege), russisch verwaltetes Ostpreußen mit Königsberg-Post, Stettiner Zipfel (ca. sechs Belege), amerikanische Besetzung der späteren SBZ, Post aus Niederschlesien, Besatzungszonenwechsel, Grenzgängerpost, Grußmitteilungen über das Rote Kreuz, Auslandspostverkehr vor der allgemeinen Aufnahme, Postbeförderung über das jüdische Joint Distribution Committee, Kriegsgefangenenpost, Lokalausgaben mit selten gesehener Bedarfspost, frühe Zensuren.

In seinem zweiten Katalog beginnt Harlos mit der Auflösung der Sammlung "Wolfgang Schubert: "Deutsche Postgeschichte 1939 bis 1945". Ca. 1000 Lose zeigen beanstandete Post im Dritten Reich: Postsperren zu Kriegsbeginn, zensierte Post mit Rückweisungsstempeln, Jüdische Post einschließlich Post aus Ghettos und Lagern, Besetzte Gebiete des 2. Weltkriegs, Unzustellbarkeits-Stempel gegen Kriegsende einschließlich letzter Post. Auch Portostufen-Sammler kommen nicht zu kurz.

Harlos bedient auch alle anderen Sammelgebiete wie Altdeutschland, Kolonien, Besetzte Gebiete des 1. Weltkrieges, Französische Zone bringt eine Vielzahl der dortigen Zensuren, ferner wie immer Europa und Übersee. Ein besonderes Anliegen bei Harlos ist die "social philately". Es finden sich in vielen Kapiteln Briefe, die zeitgeschichtliche Aussagekraft über das rein philatelistische hinaus besitzen: Wer hat wann wohin geschrieben und warum? Auffallend z.B. die vielen Belege, die jüdisches Leben in Deutschland dokumentieren, vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Holocaust.

Ein 20seitiges Register erleichtert Heimat- und Motivsammlern das Auffinden gesuchter Belege. Neukunden erhalten den Katalog in Deutschland kostenlos. Eine Besichtigung der Lose auf der Messe in Sindelfingen ist bei Voranmeldung möglich.

Vorschau zur 154. Felzmann-Auktion - Philatelie Einzellose und Zeppelinpost (5.-6. November 2015)

wm An Spannung und Exklusivität stehen die Einzellose den am 16. Oktober 2015 angebotenen Sammlungen in nichts nach. Dieses Mal haben Felzmann-Kunden die Chance, eine echte Alt-Österreich-Rarität zu ersteigern. Ein zinnoberroter Merkur präsentiert sich in außergewöhnlich attraktiver, ursprünglicher Gesamterhaltung. Ungebraucht mit vollem Originalgummi, ringsum weißrandig und mit kräftiger Markenfarbe handelt es sich wahrlich um ein frisches und wirkungsvolles Top-Stück der Welt-Philatelie (Los 5140).

Die Alt-Schweiz präsentiert sich mit zwei Einzelstücken der berühmten 5 C "Doppelgenf". Die rechte und die linke Hälfte in farbfrischer Kabinetterhaltung und ideal zentrisch, klar und zart aufsitzender, roter Genferrosette (Los 5250 und 5251). Ein weiteres Highlight ist eine 2½ Rp. Orts-Post mit Kreuzeinfassung, Type 31, zusammen mit einer 5 Rp. Rayon I ohne Kreuzeinfassung in rarer Mischfrankatur auf Komplett-Beleg (Los 5254).

Das Deutsche Reich besticht durch eine 1 M "Gelber Hund" auf 10 Pfg im senkrechten Paar mit gelbem und zusätzlich blauem Aufdruck. Beide Werte rückseitig auf orangeroter offizieller Karte mit vorderseitig zusätzlich einer Normalmarke und 5 Pfg Germania. Eine Zierde für jede große Deutschland- und Zeppelin-Sammlung.

Die Bezirkshandstempel-Aufdrucke der SBZ präsentieren ein besonders breit gefächertes Angebot. Darunter ein Exemplar aus Halle in postfrischer Prachterhaltung, zusammen mit beiden Zwischenblättern, den Heftchendeckeln sowie der zugehörigen Klammer im vollständigen Heftchen-Ensemble. Ein weiteres Top-Stück der SBZ ist ein kompletter postfrischer Bogen 16 Pfg in schwärzlichopalgrün. In dieser seltensten Farbe sicherlich das Highlight jeder SBZ-Sammlung.

Zeppelin-Begeisterte dürfen sich auf ein Zeppelin-Spezial Angebot freuen. Beispielhaft sind Belege der 1. Südamerikafahrt 1933 und der 5. Südamerikafahrt 1935. Ersterer ein seltener Einschreiben-Brief ab Lattaquia 30.03. mit bunter Flugpost MiF nach Recife und Transit Friedrichshafen (Los 4899). Der Zweite ein R-Brief ab Agadez mit bunter MiF in acht Farben und Transit quer durch die Sahara via Tamanrasset nach Paris, Stuttgart und Anschlussflug nach Friedrichshafen (Los 4916).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der Sammlungsauktion ist ab dem 28. September auf www.felzmann.de abrufbar, der Online-Katalog der 154. Auktion ab dem 09. Oktober 2015. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

153. Felzmann Auktion:
Große Sammlungsauktion am Freitag, den 16. Oktober 2015

wm (Düsseldorf/rr) Zum Start in sein 40. Geschäftsjahr hat sich das Düsseldorfer Auktionshaus etwas Besonderes ausgedacht: Den Auftakt in den Auktionsherbst macht eine große Philatelie-Sammlungsauktion am Freitag, den 16. Oktober 2015. Ulrich Felzmann präsentiert seinen nationalen und internationalen Kunden ein breit aufgestelltes Angebot an hochwertigen Sammlungen, umfangreichen Briefposten und attraktiven Dublettenpartien. Dazu jede Menge unberührtes Nachlass-Material, welches die Mitarbeiter von Wohnungs- und Haushaltsauflösungen in etlichen LKW-Ladungen abholten.

Liebhaber der chinesischen Philatelie dürfen sich besonders auf eine sehr gepflegte Sammlung der Jahre 1949 bis 1981 freuen. Neben vielen weiteren Highlights ist der begehrte Schauspiel-Block "MeiLan-Fang" sowie die Satzausgabe dieses Blocks zusätzlich als ungezähnte Parallelvariante dabei.

Eine außergewöhnliche Motivsammlung "Schildkröten" hat ein Sammler mit Liebe zum Detail zusammengestellt. In fünfzehn dicken Steckbüchern befinden sich Marken aus den britischen Kolonien, Pazifikstaaten, der Karibik sowie Afrika und Südamerika.

Der Bereich Europa besticht mit einem enormen, postfrischen Investitionsposten aus Österreich, in dem ausschließlich gute, gesuchte Schlüsselausgaben der Jahre 1945 bis 1957 enthalten sind.

Das gesamte Deutsche Reich präsentiert sich in einem unberührten Ausnahme-Objekt von 1872 bis 1945, das ab der Pfennig-Ausgabe sowohl postfrisch als auch gestempelt parallel angelegt wurde. Die hohe Quote an kompetent geprüften Werten und Ausgaben bestätigt die meist überdurchschnittliche Qualität dieser Kollektion.

Eine herrliche, mehrfach Gold prämierte Ausstellungssammlung "Krone und Adler 1889-1900" zeigt neben den allgemeinen Besonderheiten mit Papierdicken, Farbunterschieden, Probe- und Versuchsdrucken und Plattenfehlern auch Fälschungen zum Schaden der Post. Die Höchster-Fälschung und die Dresdner-Fälschung sogar als ungebrauchtes Paar. Ferner Oberränder, Zwischenstege und eine enorme Stempelvielfalt. Zudem bessere Belege mit Auslandsfrankaturen, R-Briefen und Ganzsachen.

Den Bereich Deutschland nach 1945 deckt eine Wiedervereinigungs-Sammlung von 1945 bis 1990 ab. Die größtenteils sowohl postfrisch als auch gestempelt parallel angelegte Qualitäts-Sammlung der Kontrollratsausgaben, Neusaar, SBZ/DDR und Bi-Zone enthält praktisch alle Spitzen in einwandfreier Prachterhaltung. Hervorzuheben sind u.a. ein SAAR Blockpaar mit SST, die SBZ mit POTSCHTA, 80 X, 150-155 X, Block 1-6, DDR überkomplett inklusive Dienst xl, 29-33 VD 1-3, Bi-Zone Band-/Ziffernaufdrucke 52-68 I + II und Bauten weit und eng gezähnt.

Der Online-Katalog mit allen Sammlungslosen und Fotos der 153. Auktion ist auf www.felzmann.de abrufbar. Die Auktion für Einzellose (154. Auktion) findet vom 5.-6. November 2015 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 02 11/55 0 4 40.

Spektakuläre philatelistische Neuentdeckung

wm (Aachen, ho) Seit mehr als 100 Jahren sind Philatelisten auf der Jagd nach einem Exemplar der Germania 2 Mark mit Wasserzeichen Kreuzblüten. Gibt es dieses Wasserzeichen bei dem Wert zu 1 1/4 Mark relativ häufig, so wurden von der 2 Mark bisher erst drei gestempelte Exemplare gefunden. Der Katalogwert von 50.000 Mi€ dokumentiert dabei eindrucksvoll, wie begehrt diese unter der Michel-Nummer 152 Y notierte Briefmarke ist. Postfrisch ist diese im Jahr 1920 verausgabte Marke bis heute überhaupt noch nicht entdeckt worden...bis heute!

Einen wahren Glücksgriff machte nun ein Germania-Spezialsammler aus Nordrhein Westfalen, als er beim Durchstöbern seiner Sammlung auf genau diesen Wert stieß, der viele Jahre unerkannt in seiner Sammlung schlummerte. Mittlerweile wurde dieses Stück als echt und authentisch bestätigt sowie seine Einzigartigkeit attestiert.

Dem Auktionshaus AIX-PHILA in Aachen wird nun die Ehre zuteil, diese Rarität, welche das Titelblatt schmücken wird, anlässlich seiner 57. Auktion im Herbst versteigern zu dürfen, dabei liegt der Startpreis bei zurückhaltenden € 20.000.

Internet: www.aixphila.de

361. Heinrich-Köhler-Auktion: Vielfalt an hochwertiger Philatelie

Nach der erfolgreichen Auktion im Frühjahr und der spektakulären Raritätenauktion zur EUROPHILEX in London im Mai 2015 folgt mit der 361. Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler in Kürze ein weiterer Höhepunkt des Auktionsjahres 2015. Vom 22. bis 26. September 2015 erwartet die Sammler in Wiesbaden erneut ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, das für Begeisterung sorgen dürfte. Neben einer erstaunlich großen Vielfalt an hochwertigen Briefen, Belegen und Sammlungen aus aller Welt im Hauptkatalog präsentieren drei Sonderkataloge echte Ausnahmesammlungen, wie man sie wahrlich nur selten sieht.

Erlesene Philatelie in Sonderkatalogen

Der Sonderkatalog "BALTICA - Estland, Lettland, Litauen 1918-1941" dokumentiert das philatelistische Lebenswerk von Dr. Hubert Schrödinger. Zusammengetragen wurden die Stücke über viele Jahrzehnte - ein Zeitraum, der es Schrödinger erlaubte, praktisch alle Raritäten dieser Gebiete zu erwerben. Es handelt sich heute um eine der bedeutendsten Sammlungen der Baltischen Staaten, die je existiert hat. Besonders reizvoll für Sammler dieses Sammelgebiets ist die Tatsache, dass viele der dort enthaltenen Raritäten seit Jahren nicht am Markt angeboten wurden.

Der Begriff "Simultan-Auktion" bringt Vielen wahrscheinlich noch die Schlagzeilen des letzten Jahres in Erinnerung. Verbunden ist dies untrennbar mit dem großen Erfolg der Versteigerung des 1. Teils der "Sammlung ,Waldersee' - Deutsche Post in China und Kiautschou", die im Frühjahr 2014 in Wiesbaden und Hongkong zeitgleich angeboten wurde. Diese Erfolgsgeschichte findet nun ihre Fortsetzung mit dem Verkauf des 2. Teils der großartigen Kollektion "Waldersee". Von den beiden an der afrikanischen Westküste gelegenen Kolonien Kamerun und Togo dürfen sich die Sammler auch hier auf zahlreiche Raritäten und Ausnahmestücke freuen, die man nicht alle Tage sieht.

Der Sonderkatalog "Gibraltar - Das Archiv der Postverwaltung ab 1993" vereint die Philatelie mit der Welt der Kunst. Denn hier finden sich zahlreiche Künstler-Entwürfe, Essays und Probedrucke - vielfach einzigartige Raritäten der modernen Philatelie, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Das komplette Archiv wird während der Ausstellung Herbst-STAMPEX, die vom 16. bis 19. September 2015 in London stattfindet, am Heinrich Köhler-Stand zu besichtigen sein.

Kleine und große Highlights im Hauptkatalog

Der Hauptkatalog steht den Sonderkatalogen in nichts nach, finden Sammler doch hier wie gewohnt eine große Vielfalt seltener Briefmarken und wertvoller Briefe aus aller Welt. Wie üblich sehr stark besetzt ist der "Deutschland-Teil", von Altdeutschland über das Deutsche Reich mit Kolonien, Besetzungsausgaben und Abstimmungsgebieten bis zu den modernen Sammelgebieten nach 1945. Weitere Schwerpunkte liegen bei Frankreich und Luxemburg ab Klassik (darunter seltene Briefe der ersten Ausgabe!). Nicht zu vergessen die einzigartige "Imperial Collection" Osmanisches Reich mit Abstempelungen und Postgeschichte sowie der 2. Teil der Tony-Zonneveld-Sammlung "Iran/Persien" und vieles mehr.

Außergewöhnlich umfangreich wird die Abteilung mit Nachlässen, Sammlungen, Posten und Brieflots von Deutschland, Europa und Übersee sein. Mit der "Sammlung Jan Frijling" (Teil 1) kommt eine Briefe-Sammlung unter den Hammer, die für großes Aufsehen sorgen wird. Über viele Jahre mit großer Kenntnis und viel Engagement zusammengetragen, ist ein wirklich einmalig umfangreicher Bestand entstanden, der insbesondere für postgeschichtliche Sammler mit Briefen aus aller Welt - vor allem aus der semi-klassischen Zeit - zahlreiche hochinteressante Lose zu bieten hat.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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352. Schwanke-Auktion: Per Dampfer zum 5. Kontinent

Post nach Australien ist eigentlich immer die Krönung einer postgeschichtlichen Sammlung der Altdeutschen Staaten, denn "viel weiter" ging nicht. Die wenigen mit Marken frankierten Belege, die man heute kennt, sind in der Regel registriert. In den "Stammbäumen" solcher Stücke finden sich oftmals Namen berühmter Sammler, von Burrus über Lichtenstein bis John R. Boker. Eine Neuentdeckung hingegen kann das Hamburger Traditionshaus Schwanke auf seiner 352. Versteigerung am 28. und 29. August anbieten.

Frühe Warenprobe mit Fotos

Der Sachsen stammt nämlich aus einer Korrespondenz, die bisher noch nicht bekannt war und die erst kürzlich für den philatelistischen Markt "entdeckt" wurde. Empfänger war ein Hermann Wentzel, der im Auftrag seiner Firma "Suse & Co., Hamburg" in Australien weilte und den der Brief in Melbourne erreichte. Frankiert mit zwei Exemplaren des Höchstwertes zu 10 Neugroschen plus zwei Exemplaren der 2-Neugroschen-Marke, lief der Brief von Dresden über Hamburg und London nach Australien. Der philatelistische Leckerbissen startet mit moderaten 1200 Euro.

Der Zufall will es, dass die Firma Schwanke noch einige weitere Poststücke der Altdeutschen Staaten nach Australien parat hat. Diese sind zwar nicht mit Freimarken frankiert, aber gleichwohl sehr selten. Zwei Lose stellen wir hier vor:

"Photography only" hat der Absender 1866 auf einer Sendung notiert, die in Hamburg vom Thurn & Taxis'schen Postamt abgefertigt wurde und als Drucksache nach Geelong, dem Hafen von Melbourne, befördert wurde. Ein solch früher Bezug auf das neue Medium der "Photographie", die ja noch in den Kinderschuhen steckte, ist sehr bemerkenswert, und als Warenprobe nach Australien dürfte dieser Beleg ein Altdeutschland-Unikat darstellen. Der Beleg ist mit 1500 Euro taxiert.

Bereits 1865 ging ein Brief von Norburg in Schleswig-Holstein nach Adelaide, genauer gesagt nach Port Adelaide in Südaustralien. Post nach Australien, die nicht als Empfangsort "Melbourne" oder "Sydney" hat, ist besonders selten. Fast drei Monate war der Brief unterwegs, wie der vorderseitige Ankunftsstempel vom 13. Mai 1865 dokumentiert. (1000 Euro).

Ein kaum bekanntes Kapitel der Postgeschichte ist Schiffspost auf der Schlei. Von 1865 bis 1873 verkehrte das Dampfschiff "Prinzess Louise" auf dem kleinen Fluss. Von Schleswig bis Kappeln wurden Passagiere und Frachten transportiert; postalische Dokumente dieser Verkehrsverbindung sind registriert. Schwanke kann gleich zwei Belege anbieten: Die kleine Gemeinde Boren bei Arnis bekam im Jahre 1873 eine neue Kirchenglocke mit Zubehör (Klöppel und Gestänge) geliefert, dokumentiert durch den erhalten gebliebenen Frachtbrief aus Leipzig, der zwei Paketaufkleber - zu 1 und 3 Mark - der "Schlei-Dampfschiffe" trägt. Das wohl einmalige Stück ist mit 250 Euro angesetzt. Und ein weiterer Brief aus Schleswig begleitete einen Reisesack an Pastor Jürgen in Kappeln, worin seine Mutter ihm wohl ein paar gute Sachen zuschickte. Der Paketaufkleber zeigt den Schiffsnamen "Prinzess Louise" (200 Euro).

Neben postgeschichtlichen Stücken kommen auch viele interessante Marken unter den Hammer. Zum 100. Geburtstag des aserbaidschanischen Schriftstellers A. Sabir verausgabte die sowjetrussische Postverwaltung 1962 eine Sondermarke, die ein Porträt des Literaten zeigt. Die Inschrift war jedoch fehlerhaft ("AZERBAITSCHAYN POET SABIR" statt "AZERBAITSCHAN POET SABIR"). Die Marke wurde sofort vom Verkauf zurückgezogen und durch eine Ausgabe mit der korrigierten Inschrift ersetzt. Nur 250 Exemplare entgingen der Vernichtung. Ein postfrischer Eckrandviererblock der MiNr. 2625 I geht mit 5000 Euro ins Rennen.

SBZ-Spezial: Sammlung Fürstenhagen

Die SBZ-Sammlung "Fürstenhagen" umfasst ca. 180 Lose und bildet einen besonderen Schwerpunkt des deutschen Nachkriegsangebotes der 352. Schwanke-Auktion. Alle guten Standardwerte sind vorhanden, aber den besonderen Reiz machen die vielen Besonderheiten aus, die natürlich alle mit aktuellen Fotoattesten der zuständigen Prüfexperten versehen sind. Eine Auswahl der offerierten Seltenheiten: MiNr. 7 A a wa x, 30 Pf Eiche auf Papier "wa" mit glatter Gummierung (700 Euro); MiNr. 37 z c, 15 Pf mittelgelbbraun auf Papier z (600 Euro); MiNr. 47 Fb, 15 Pf lebhaftgelbocker mit Postmeistertrennung Klotzsche (900 Euro); MiNr. 45 M Uo, 10 Pf Ziffer mit Postmeisterdurchstich Seiffen mittels Nähmaschine (500 Euro); MiNr. 91 b W, 12 Pf lebhaftrosa auf Zigarettenpapier (750 Euro); MiNr. 99 A X a r, 30 Pf olivgrau auf Papier r (600 Euro); MiNr. 129 X w U, 6 Pf Ziffer als ungezähntes Eckrandpaar (500 Euro); MiNr. 192 c P OR ndgz, 30 Pf lebhaftbräunlichkarmin mit nicht durchgezähntem Plattenoberrand (750 Euro); MiNr. 228 UL, Tag der Briefmarke links ungezähnt (300 Euro).

Die Auktion umfasst exakt 4085 Lose. Ein bedeutendes Angebot an Nachlässen, Sammlungen, Händlerposten etc. stellen die etwa 1400 Positionen dar, die am zweiten Versteigerungstag zum Ausruf kommen.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die Firma Fortagne & Lipfert kann auf ihrer 167. Briefmarkenauktion am 18. und 19. September 2015 rund 4000 Lose aus fast allen Sammelgebieten anbieten.

Den Auftakt bilden 270 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, dabei Fahrten von LZ 11 "Viktoria Luise", LZ 13 "Hansa", LZ 17 "Sachsen", LZ 120 "Bodensee" sowie LZ 127. Auch interessante Zuleitungspost aus Europa und Übersee ist vertreten, beispielsweise aus Österreich zur Chicagofahrt 1933 (2350 Euro). Daran schließen sich Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912-1914, u.a. "Rhein-Main-Flugpost", und von Europa/Übersee an. Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost ergänzen das Programm.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost kommen ca. 110 Lose unter den Hammer, mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte 230 Lose.

Über 300 Positionen mit alten Ansichtskarten aus Deutschland, philatelistischer Literatur, Sammelbilderalben, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und ca. 50 alte Lithografien aus SAXONIA (von Altenburg bis Zwickau) erweitern die Angebotspalette.

880 Lose Deutsches Reich mit Altdeutschland (160 Lose) bilden einen Schwerpunkt der Versteigerung. Es befinden sich darunter Brustschilde, Krone/Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehlern (teils Belege bzw. Briefstücke) und Privatganzsachen sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete Erster und Zweiter Weltkrieg.

Es folgen 330 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Cottbus bis Unna, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) sowie einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen (z.B. Brückenbau-Block als Vorzugsdruck für 2500 Euro Ausruf). Das Sammelgebiet DDR weist 390 Positionen auf, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wasserzeichen-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 300 Einzellose mit klassischen Marken und Belegen von Andorra bis Zypern und Algerien über VR China, USA bis Philippinen.

Den Abschluss markieren rund 1000 Lots und Engrosposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen (u.a. von Altdeutschland, Sachsen, Deutsches Reich, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungs- und Besetzungsausgaben Erster und Zweiter Weltkrieg, OPD und SBZ, DDR, Berlin/Bund sowie Dänemark, Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Russland/UdSSR sowie von Übersee Indien, Mexiko und USA).

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Altdeutschland im Blickpunkt

Bamberg Wenn in Bamberg zur Sem-Auktion eingeladen wird, freuen sich vor allem die Sammler Altdeutschlands sowie Käufer hochwertiger Posten und Sammlungen aus Privatbesitz. Die 36. Versteigerung findet am 24. Oktober 2015 statt.

Diesmal sind über 1700 Lose am Start, die Versteigerung beginnt traditionell mit Posten und Sammlungen. Auch diesmal wurden dem Versteigerer zahlreiche Kollektionen anvertraut, die teils unverändert blieben. So werden mehrere Ausstellungssammlungen von Bayern Liebhaber finden. Eine sehr beachtliche dieser Kollektionen enthält die Quadratausgaben bis MiNr. 13, in der z.B. die MiNr. 2 I mit rotem Gummi von Altötting enthalten ist. Der Fortsetzungsband der ungezähnten Wappenausgabe ist nicht minder inhaltsschwer. Es folgen weitere kleine und "große" Sammlungen auch mit MiNr. 1, mehrere Heimatsammlungen (u.a. eine umfangreiche "Schweinfurt"-Spezialsammlung oder mehrere Niederbayerns), danach weitere anderer Altdeutscher Staaten.

Zu den Highlights gehört eine hochkarätige Sammlung der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter, in der u.a. mehrere Werte der "China-Handstempel"-Ausgabe enthalten sind. Auch die anderen Spitzenwerte sind weitgehend vollständig vertreten, für die neue Atteste der BPP-Prüfer vorliegen. Vom selben Sammler zusammengetragen wurde eine Sammlung Besetzte Gebiete Erster Weltkrieg und Abstimmungsgebiete, in der sich u.a. Libau vollständig zeigt. Danzig, Memel und Saar sind ebenfalls bestens präsent, die deutschen Nachkriegsgebiete ebenso.

Der Einzellosteil startet mit 600 Losen Bayerns, wobei diesmal besonders die Spezialsammlung "Schellenberg", eine über Jahrzehnte aufgebaute Kollektion der bayerischen Bahnposten, für Aufmerksamkeit sorgen wird. Eine traumhafte Einzelfrankatur der MiNr. 7 mit "406" Bahnpost entzückt, eine Farbfrankatur mit der MiNr. 13 a nach Finnland ebenso. Bahnpoststempel sind mit praktisch allen Raritäten vertreten, dabei der rare Halbkreisstempel der Pfalz allein auf zwei Markenbriefen oder der seltene Einkreisstempel der Ostbahn auf Marke und Brief. Einzelne Teile der Sammlung wurden nicht aufgeteilt und sind in 18 Losen separat im Angebot.

Mit rund 800 Losen "Thurn und Taxis" wird die Auflösung der "Rennsteig"-Sammlung fortgesetzt. Der 2. Teil bringt hochkarätige Frankaturen (u.a. MiNr. 19 im 4er-Block auf Brief - Unikat), weitere Frankatur-Seltenheiten, Mischfrankaturen mit Marken von Baden, Bayern, Preußen, NDP, Frankreich, Großbritannien etc., einen umfangreichen Teil der Nummernstempel lose und auf Brief mit den Raritäten bis Nummer "424", eine Detaillierung des Teils "Postablagen" auf Briefen oder Nachverwendungen.

Beim Deutschen Reich finden sich einige Brustschild-Seltenheiten, Besetzte Gebiete Zweiter Weltkrieg oder Inselpost sind ebenfalls vertreten. Vorhanden sind auch Nachkriegsgebiete mit Saar-Hochwasser-Blockpaar gestempelt oder SBZ-Blocks teils auf Briefen - ein insgesamt reichhaltiges Angebot für spezialisierte Deutschland-Sammler.

Internet: www.peter-sem.de

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Komplettbogen von SBZ-Ausgaben

Dessau-Roßlau Die 41. Hettinger-Auktion am 10. September 2015 enthält rund 3700 Lose, wobei der Schwerpunkt mit ca. 2500 Positionen auf den deutschen Sammelgebieten liegt. 80 Lose bestehen aus 100-Euro-Goldmünzen mit Komplettsets aller Prägestätten. Ansonsten dominiert die Philatelie.

Bei Altdeutschland ragen ein Probedruck der Bayern MiNr. 104 im postfrischen oberen, rechten Eckrand-9er-Block und die Preußen MiNr. U 23 A als seltene Ortsverwendung Berlin heraus (350 bzw. 450 Euro).

Das Deutsche Reich bietet eine Drei-Farben-Frankatur der Brustschilde auf Paketkarte Medebach-Burbach (700 Euro), aber auch 50 Lose Frankaturen aus Olympia-Blocks und etwa 300 Lose mit Zusammendrucken, die sich vielfach auf Briefen befinden [z.B. Germania W 1.1 im senkrechten Paar als portogerechte Mehrfachfrankatur (340 Euro)]. Interessante Zusammendrucke gibt es auch von den Nothilfeausgaben 1929 und 1931, u.a. MiNr. KZ 14 auf portogerechter Zeppelinkarte zur Südamerika-Fahrt (540 Euro). Erwähnung verdienen auch 80 Lose mit Propagandakarten. Bei den Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien fallen ein Karolinen-Provisorium MiNr. 7 Pv auf Briefstück (Auflage nur 500 Stück, 900 Euro) und die Kiautschou-Lagerpostmarken Bando 2 und 5 Sn ungebraucht (o.G.) ins Auge. Danzig lockt mit dem sehr seltenen Block MiNr. 1 b mit Tagesstempel (150 Euro). Bei den Besetzungsausgaben sind hervorzuheben: Russland/Ljady MiNr. 2 b auf Briefstück und Frankreich/Cholet-Schwärzungen auf kleinem Briefelot (300 bzw. 600 Euro). Bisher unbekannte Marken der Lokalausgabe Tabors Marocains in postfrischer Erhaltung starten mit 500 Euro.

Bei den deutschen Lokalausgaben ab 1945 ist die Finsterwalde MiNr. 5 a V im Komplettbogen mit der seltenen scharfen Versuchszähnung enthalten (1000 Euro). Zu den Highlights der SBZ gehören die MiNrn. 29-36 x im kompletten postfrischen Bogensatz (3500 Euro), die MiNr. 48 D II im postfrischen Komplettbogen (1500 Euro) und die MiNr. 52 cuy auf Briefstück (1500 Euro). Die Bezirkshandstempelaufdrucke sind mit 80 Losen vertreten. Die DDR wartet mit einer größeren Anzahl Druckvermerken und Druckereizeichen früher Ausgaben auf, auch in kompletten Bogen. An Besonderheiten finden sich bei Berlin die MiNrn. 59 X und 860 U jeweils postfrisch (1200 bzw. 400Euro), bei Bund Block MiNr. 41 U und Folienblatt MiNr. 32 U jeweils postfrisch (700 bzw. 600 Euro).

Im Europa-Teil stößt man u.a. auf die Italien MiNr. 445 (Geschwaderflug Rom-Chicago) auf Brief (500 Euro) sowie bei Übersee auf die China-Ausgaben MiNrn. 648-655 B und Block MiNr. 8 jeweils postfrisch (je 3000 Euro).

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Seltener China-FDC

Frankfurt/Main Das Auktionshaus BBA-Therese Weiser Nachf. veranstaltet am 26. September 2015 mit der insgesamt 714. Versteigerung die erste nach der Sommer-Pause.

Neben vielen schönen Nachlass-Sammlungen kommen einige Spitzenstücke der Philatelie zum Ausruf, darunter auch einige begehrte Stücke der Volksrepublik China. Besonders hervorzuheben ist die Sonderausgabe der VR-China zum "Jahr des Affen 1980" (MiNr. 1594) mit dem seltenen roten Ersttagsstempel auf Drucksachen-Luftpostbrief nach Deutschland gelaufen. Rückseitig verklebt wurden als Zusatzfrankatur die MiNrn. 743 (ein weiteres Affenmotiv) und die MiNr. 1330. Der FDC mit dem roten Sonderstempel ist selten und gelaufen eine China-Rarität. Der Ausruf beträgt 800 Euro.

Internet: www.Auktionshaus-Weiser.de

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Großartiges Angebot von Alexanderstadt

Bonn

Über 15 000 Lose werden während der 145. Auktion am 4. und 5. September vom Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer angeboten. 8000 davon befinden sich im gedruckten Auktionskatalog und etwa 7000 im Online-Katalog, der somit einen deutlichen Mehrwert hat.

Im Bereich Altdeutschland gibt es durch die Auflösung mehrerer Sammlungen interessante Offerten beim Norddeutschen Postbezirk, Preußen, Hannover sowie Thurn und Taxis. Ebenso reichhaltig ist das Angebot an Sachsen-Nummernstempeln mit vielen ausgesuchten Stücken. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches sind gesuchte Brustschilde, gefragte Standardausgaben und zahlreiche Besonderheiten wie u.a. MiNrn. 12 und 13 je mit Orts-Stempelentwertung und in einwandfreier Erhaltung zu finden. Aber auch andere seltene Stücke wie MiNrn. 81 Bb, 112 b, 315 b und die sehr seltene Dienstmarke MiNr. 83 b sind in gestempelter Erhaltung mit Fotoattesten der jeweils zuständigen Prüfer vorhanden. Ergänzt wird die Palette durch interessante Zusammendrucke, Markenheftchenblätter und Zeppelinbelege

Die Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien begeistern mit interessanten postfrischen Ausgaben, Plattenfehlern, Stempeln und zahlreichen Belegen. Auch Zwischenstegpaare sowie Einheiten kommen zum Aufruf.

Einen Schwerpunkt setzt die Auflösung der hochkarätigen Oberschlesien-Sammlung von Prof. Urban (Krefeld). Er war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien und für diese zeitweilig auch als Prüfer tätig. Er trug in jahrzehntelanger Sammlertätigkeit eine reichhaltige Kollektion zusammen, die nun in etwa 300 Einzellosen aufgelöst wird. Mit dabei sind zahlreiche Seltenheiten wie ungezähnte Werte, MiNr. 10 F auf portogerechtem Brief, Zwischenstegpaare sowie ein umfangreiches Angebot der Oppelner Notausgabe mit zahlreichen Seltenheiten in ungebrauchter Erhaltung. Viele Stücke wurden durch den Experten Gunnar Gruber attestiert, teilweise handelt es sich um Seltenheiten, die nur in kleiner Stückzahl am Markt vorhanden sind oder aber Unikate darstellen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Versteigerung ist ein umfangreiches Angebot Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg. Neben dem berühmten "Panjewagen" vom Generalgouvernement mit neuem Attest Pfeiffer "echt und einwandfrei" fallen interessante und wertvolle Stücke von Alexanderstadt ins Auge. Seltene Werte wie die MiNrn. 2 II, 12 YK, 12 X, 16 K und andere werden in postfrischer Ausnahmeerhaltung mit neuen Attesten Zirath angeboten. Von der seltenen MiNr. 16 mit kopfstehendem Aufdruck sind nur zwei Exemplare bekannt - das andere befindet sich in festen Händen, und gegebenenfalls wird man hier die einmalige Gelegenheit haben, dieses Spitzenstück zu erwerben. Auch die anderen Marken sind nur in kleinen, einstelligen Stückzahlen bekannt. In dieser Konzentration gab es in den letzten Jahren kein gleichwertiges Angebot der Ausgaben "Alexanderstadt" am deutschen Auktionsmarkt.

Weitere interessante Stücke der deutschen und internationalen Philatelie ergänzen das hervorragende Angebot, dabei im internationalen Bereich u. a. interessante Offerten bei Österreich, Schweiz mit vielen klassischen Ausgaben sowie ein umfangreicher Teil USA mit zahlreichen gesuchten Ausgaben.

Deutschland nach 1945 bietet gesuchte Standardwerte, Farben, Abarten, Plattenfehler und Besonderheiten in Hülle und Fülle. Viele Stücke sind mit aktuellen Attesten der jeweiligen Prüfer ausgestattet.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Sammlungsauktion, hier vor allem die Auflösung der großen Sammlung von Klaus Zwanziger. Das umfangreiche Objekt mit einem Ausruf von ca. 150 000 Euro wird in länderweise aufgelösten Sammlungen angeboten. Zwanziger hatte diese Kollektion "mit Gesich"", wie der Auktionator in seinem Katalog schreibt, in über sechs Jahrzehnten langer Sammlertätigkeit aufgebaut. Auch die Auflösung vier weiterer großer Sammlungen sowie geschlossener Nachlässe dürfte auf großes Interesse bei vielen Sammlern und Händlern stoßen.

Alle Informationen über das Angebot der 145. Auktion erhalten Sie im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de. Dort steht Ihnen neben einem Online-Katalog mit ausgefeilter Suchfunktion ebenso ein PDF mit den nur im Internet präsentierten Losen zur Verfügung. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, über 450 Sammlungslose am eigenen Computer zu besichtigen. Neben allen Einzellosen bildet das Auktions-haus Dr. Reinhard Fischer auch alle Atteste ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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125. Auktion des Württembergischen Auktionshaus am 11./12. September 2015

wm Joachim Erhardt hat es mit der Zahl "5". Nicht deshalb, weil er 1955 geboren wurde, seit 1975 Berufsphilatelist ist, bis 1985 dreizehn Spezialauktionen mit Peter Feuser in Stuttgart durchführte, bevor er dann in Eigenregie weiter arbeitete. 1995 fusionierte er seine beiden Firmen, was bei seiner 55. Auktion des WAP (Württembergischen Auktionshaus) sichtbar wurde. Und vom 11.-12. September 2015 findet nun seine 125. Auktion statt.

Das Resultat seiner vierzigjährigen Karriere als Kenner und Experte - nicht nur auf dem gebiet der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien - können Interessenten mit vier Katalogen besichtigen, die zu dieser 125. Auktion erscheinen. Weitere Teile der legendären Dr. Helmut-Schmidt-Sammlungen werden offeriert, aber auch andere Kollektionen, die insgesamt in drei Sonderkatalogen beschrieben sind. "Tradition verpflichtet", ist man angesichts dieser geballten Kompetenz geneigt, zu sagen. Sicherlich hätte sich Erhardts Urgroßvater - dieser besaß schon Ende des 19. Jahrhunderts eine Generalsammlung weltweiter Briefmarken in 20 Bänden - gefreut, den Karriereerfolg seines Urenkels mitzuerleben.

Kontakt: Württembergisches Auktionshaus GmbH, Relenbergstr. 78, 70174 Stuttgart, Tel. 07 11/22 85 05, Fax 07 11/2 28 50 80, info@briefmarkenauktion.de

Internet: briefmarkenauktion.de

40 Jahre Götz-Auktionen

wm Wer Anfang September auf 365 Versteigerungen zurückblicken kann, kann getrost sagen, dass er etwas richtig gemacht hat, was Einlieferer wie Käufer seit Jahrzehnten zu schätzen wissen. Dies ist bei dem Oberkircher Auktionator Jürgen Götz (geb. 1947) der Fall, dessen Auktionen in Deutschland zu den größten und erfolgreichsten zählen. Bereits 1997 verbuchte er einen Umsatz von 26 Millionen DM, vier Jahre vorher hatte er bereits seine 175. Auktion durchgeführt. Spezialisiert auf Sammlungen und Großlots war eine Erweiterung des Hauses angesagt, so dass er im Herbst 1994 einen modernen eigenen Neubau mit ca. 1 000 qm Nutzfläche bezog. Sohn Olaf ist seit Beginn der 1990er-Jahre mit im Geschäft und so können beide zur 365. Versteigerung einmal mehr über 6 000 Einzellose und ca. 2 500 Sammlungen anbieten. Kontakt: Jürgen Götz e.K., Steinhof 12, 77704 Oberkirch, Tel. 0 78 02/9 34 40, E-Mail: info@goetz-auktion.de

Internet: www.goetz-auktion.de

e@uction vom 26.-27. August 2015 bei Felzmann (Philatelie)

wm (rr/Ddf.) Die e@uction im August hält etwa 1 000 Briefmarken und Belege aus allen Kontinenten bereit. Mit dabei sind Marken aus deutschen Sammelgebieten wie Altdeutschland, Deutsches Reich oder DDR, aber auch ein großes Angebot an Überseelosen mit China oder Mauritius.

Besonders interessant wird der Auftakt zur Auflösung der "Vinxtbach"-Sammlung: "Die Zeit des II. Weltkrieges und seine Auswirkungen". In dieser e@uction werden daraus unter anderem acht Marken des Besetzungsgebiets Zante (Los 10592), eine Tunis Feldpostpäckchen-Marke (Los 10599), eine 6 Pfg Marke der Kontrollratsausgaben in schwarzviolettgrau (Los 10616) und eine 80 Pfg Briefmarke mit Bezirkshandstempel (Los 10743) angeboten. Weitere Lose dieser Sammlung folgen in der 153. und 154. Auktion.

Wie gewohnt spricht die Felzmann e@uction ein breites Publikum an. Anfängersammlungen oder kleinere Geschenke können hier mit Losen ab 20 Euro Ausruf bestückt werden. Ebenso finden sich einzelne Highlights, bei denen Sammler im richtigen Moment zuschlagen und eventuell einen günstigen Kauf machen können.

Dabei sein lohnt sich! Interessierte Sammler müssen sich nur einmalig registrieren und während der Auktion einloggen. Schon kann jeder mit einem Klick sein Wunschlos ersteigern. Alle Lose stehen ab sofort im Online-Katalog auf www.felzmann.de zur Ansicht zur Verfügung. Die Philatelie Auktion wird am Mittwoch, den 26. August 2015 stattfinden. Der Gesamtausruf liegt im Bereich Philatelie bei 53.840 Euro.

Vorausschau auf die 361. Heinrich-Köhler-Auktion (22.-26. September 2015, Wiesbaden)

wm (hk-pr/Wiesbaden) Nach der erfolgreichen Auktion im Frühjahr und der spektakulären Raritätenauktion zur EUROPHILEX in London im Mai 2015 folgt mit der 361. Auktion des Traditionshauses Heinrich Köhler in Kürze ein weiterer Höhepunkt des Auktionsjahres 2015. Vom 22. bis 26. September 2015 erwartet die Sammler erneut ein herausragendes Angebot weltweiter Philatelie und Postgeschichte, das für Begeisterung sorgen wird. Neben einer erstaunlich großen Vielfalt an hochwertigen Briefen, Belegen und Sammlungen aus aller Welt im Hauptkatalog präsentieren drei Sonderkataloge echte Ausnahmesammlungen, wie man sie wahrlich nur selten sieht.

Der Sonderkatalog "BALTICA - Estland, Lettland, Litauen 1918-1941" dokumentiert das philatelistische Lebenswerk von Dr. Hubert Schrödinger. Zusammengetragen wurden die Stücke über viele Jahrzehnte - ein Zeitraum, der es Schrödinger erlaubte, praktisch alle Raritäten dieser Gebiete zu erwerben. Es handelt sich heute um eine der bedeutendsten Sammlungen der Baltischen Staaten, die je existiert hat. Besonders reizvoll für Sammler dieses Sammelgebiets ist die Tatsache, dass viele der dort enthaltenen Raritäten seit Jahren nicht am Markt angeboten wurden.

Die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte - die Sammlung "Waldersee" (Teil 2): Der Begriff "Simultan-Auktion" bringt Vielen wahrscheinlich noch die Schlagzeilen des letzten Jahres in Erinnerung. Verbunden ist dies untrennbar mit dem großen Erfolg der Auktion des 1. Teils der "Sammlung ,Waldersee' - Deutsche Post in China und Kiautschou", die im Frühjahr 2014 in Wiesbaden und Hong Kong zeitgleich versteigert wurde. Diese Erfolgsgeschichte findet nun ihre Fortsetzung mit dem Verkauf des zweiten Teils der großartigen Kollektion "Waldersee". Mit den beiden an der afrikanischen Westküste gelegenen Kolonien Kamerun und Togo erwartet die Sammler auch hier zahlreiche Raritäten und Ausnahmestücke, die man nicht alle Tage sieht.

Künstlerisch wertvoll - philatelistisch herausragend: Das Archiv der Postverwaltung Gibraltars ab 1993: Der Sonderkatalog "Gibraltar - Das Archiv der Postverwaltung ab 1993" vereint die Philatelie mit der Welt der Kunst. Denn hier finden sich zahlreiche Künstler-Entwürfe, Essays und Probedrucke - vielfach einzigartige Raritäten der modernen Philatelie, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Das komplette Archiv wird während der Ausstellung Herbst-STAMPEX, die vom 16. bis 19. September 2015 in London stattfinden wird, am Heinrich Köhler-Stand zu besichtigen sein.

Kleine und große Highlights von Altdeutschland bis "Alle Welt": Der Hauptkatalog steht den Sonderkatalogen in nichts nach, finden Sammler doch hier wie gewohnt eine große Vielfalt seltener Briefmarken und wertvolle Briefe aus aller Welt. Wie üblich sehr stark besetzt ist der "Deutschland-Teil", von Altdeutschland über das Deutsche Reich mit Kolonien, Besetzungsausgaben und Abstimmungsgebieten bis zu den modernen Sammelgebieten nach 1945. Weitere Schwerpunkte liegen bei Frankreich und Luxemburg (darunter seltene Briefe der ersten Ausgabe!) ab Klassik. Nicht zu vergessen die einzigartige "Imperial Collection" Osmanisches Reich mit Abstempelungen und Postgeschichte sowie der zweite Teil der "Tony Zonneveld Sammlung Iran/Persien" und vieles mehr.

Außergewöhnlich umfangreich wird in der Auktion das Angebot von Nachlässen, Sammlungen, Posten und Brieflots von Deutschland, Europa und Übersee sein. Mit der "Sammlung Jan Frijling" (Teil 1) kommt eine Briefe-Sammlung zum Ausruf, die für großes Aufsehen sorgen wird. Über viele Jahre mit großer Kenntnis und viel Engagement zusammengetragen, ist ein wirklich einmalig umfangreicher Bestand entstanden, der insbesondere für postgeschichtliche Sammler mit Briefen aus aller Welt - vor allem aus der semi-klassischen Zeit - zahlreiche hochinteressante Lose zu bieten hat.

Die Kataloge zur Auktion erscheinen am 14. August 2015. Eine Online-Version mit ausführlichen Informationen und zahlreichen Bildern der Einzellose und Sammlungen finden Interessenten bereits ab dem 12. August 2015 im Internet unter www.heinrich-koehler.de. Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de

Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorschau zur 145. Dr. Reinhard Fischer Auktion am 4./5. September 1015

wm (rf-PR/Bonn) Über 15.000 Auktionslose werden während der 145. Auktion vom Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer angeboten. Davon 8 000 im gedruckten Auktionskatalog und etwa 7 000 im Online-Katalog, welcher somit einen deutlichen Mehrwert hat.

Im Bereich Altdeutschland gibt es durch die Auflösung mehrerer Sammlungen interessante Offerten beim Norddeutschen Postbezirk, Preußen, Hannover sowie Thurn & Taxis. Ebenso reichhaltig ist das Stempel-Angebot Sachsen-Nummernstempel mit vielen ausgesuchten Stücken. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches gibt es gesuchte Brustschilde, gefragte Standardausgaben und zahlreiche Besonderheiten wie u. a. Mi.-Nr. 12 und 13 je mit Orts-Stempelentwertung und in einwandfreier Erhaltung. Aber auch andere seltene Stücke wie Mi.-Nr. 81Bb, 112b, 315b und die sehr seltene Dienstmarke Mi.-Nr. 83b sind in gestempelter Erhaltung mit Fotoattesten der jeweils zuständigen Prüfer im Angebot. Ergänzt wird das Angebot durch interessante Zusammendrucke, Markenheftchenblätter und Zeppelinbelege. Unter den Ausgaben der Deutschen Auslandspostämter und Kolonien gibt es interessante postfrische Ausgaben, Plattenfehler, Stempel und zahlreiche Belege. Auch Zwischenstegpaare sowie Einheiten kommen zum Aufruf.

Einen Schwerpunkt der Auktion setzt die Auflösung der hochkarätigen Oberschlesien-Sammlung von Professor Urban (Krefeld). Professor Urban war langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Oberschlesien und für diese zeitweilig auch als Prüfer tätig. Er trug in jahrzehntelanger Sammlertätigkeit eine reichhaltige Sammlung zusammen, die nun in etwa 300 Einzellosen aufgelöst wird, dabei zahlreiche Seltenheiten wie ungezähnte Werte, Mi.-Nr. 10F und auf portogerechtem Brief, Zwischenstegpaare sowie ein umfangreiches Angebot der Oppelner Notausgabe mit zahlreichen Seltenheiten in ungebrauchter Erhaltung. Viele Stücke wurden durch den Experten Gunnar Gruber attestiert, teilweise handelt es sich um Seltenheiten, die nur in kleiner Stückzahl am Markt vorhanden sind oder aber Unikate darstellen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Auktion bietet ein umfangreiches Angebot Deutsche Besetzung II. Weltkrieg. Neben dem berühmten "Panjewagen" vom Generalgouvernement mit neuem Attest Pfeiffer: "echt und einwandfrei" fällt ein interessantes und wertvolles Angebot Alexanderstadt ins Auge. Seltene Werte wie Mi.-Nr. 2II, 12YK, 12X, 16K und andere werden in postfrischer Ausnahmeerhaltung mit neuen Attesten Zirath angeboten. Von der seltenen Mi.-Nr. 16 mit kopfstehendem Aufdruck sind nur zwei Stücke bekannt, das andere befindet sich in festen Händen und gegebenenfalls wird man hier die einmalige Gelegenheit haben dieses Spitzenstück zu erwerben. Auch die anderen Stücke sind nur in kleinen einstelligen Stückzahlen bekannt, in dieser Konzentration gab es in den letzten Jahren kein gleichwertiges Angebot der Ausgaben "Alexanderstadt" dieser Art am deutschen Auktionsmarkt.

Auch andere interessante Stücke der deutschen und internationalen Philatelie ergänzen das hervorragende Angebot, dabei im internationalen Bereich u. a. interessante Offerten bei Österreich, Schweiz - mit vielen klassischen Ausgaben sowie ein umfangreiches Angebot USA mit zahlreichen gesuchten Ausgaben.

Das Angebot Deutschland nach 1945 bietet gesuchte Standardwerte, Farben, Abarten, Plattenfehler und Besonderheiten in Hülle und Fülle. Viele Stücke werden mit aktuellen Attesten der jeweiligen Prüfer angeboten.

Einen weiteren Höhepunkt bildet die Sammlungsauktion, hier vor allem die Auflösung der großen Sammlung von Klaus Zwanziger. Das umfangreiche Objekt mit einem Ausruf von ca. 150.000 Euro wird in länderweise aufgelösten Sammlungen angeboten. Herr Zwanziger hatte diese Sammlung "mit Gesicht" - wie der Auktionator in seinem Katalog schreibt - aufgebaut und dies in über sechs Jahrzehnte langer Sammlertätigkeit. Auch die Auflösung vier weiterer großer Sammlungen sowie geschlossener Nachlässe wird für viele Sammler und Händler von großem Interesse sein.

Alle Informationen über das Angebot der 145. Auktion erhält man im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de, dort steht neben einem Online-Katalog mit ausgefeilter Suchfunktion ebenso eine PDF-Datei mit den nur im Internet präsentierten Losen zur Verfügung. Weiterhin hat man die Möglichkeit, über 450 Sammlungslose am eigenen Computer zu besichtigen. Neben allen Einzellosen bildet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer auch alle Atteste ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Vorschau auf die 167. Briefmarkenauktion der Fa. Fortagne & Lipfert in Leipzig (18.-19. September 2015)

wm (kf-PR/Leipzig) 4.000 Lose sind dieses Mal im Angebot. Den Auftakt bilden 270 Lose Zeppelinpost (1912/1939), dabei Fahrten von LZ 11 "Viktoria Luise", LZ 13 "Hansa", LZ 17 "Sachsen", LZ 120 "Bodensee" sowie LZ 127 u.a. mit interessanter Zuleitungspost aus Europa/Übersee. Daran anschließend Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912/14, dabei "RheinMain-Flugpost" und Europa/Übersee, die Raketenflug-, Schleuderflug-und Ballonpost ergänzen das Angebot.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost u. Kgf.-Post kommen ca. 110 Lose und 230 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatpbilatelie/Postgescbichte unter den Hammer. Über 300 Lose mit alten Ansichtskarten aus Deutschland, philatelistischer Literatur, Sammelbilderalben, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und ca. 50 alte Lithografien aus SAXONIA (von Altenburg bis Zwickau) erweitern die Angebotspalette.

880 Lose Deutsches Reich mit AD ( 160), dabei Brustschilde, Krone/ Adler und Germania-Ausgaben mit vielen Besonderheiten, Farben, Plattenfehler (teils Belege /Bfs.) und Privatganzsachen, sowie Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (1. und 2. Weltkrieg) bieten ein reichhaltiges Angebot. Es folgen 330 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Cottbus bis Unna, OPD-und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammetgebiet DDR hat 390 Lose im Angebot, dabei viele gesuchte Ausgaben, Farben, Plattenfehler, geprüfte Wz.-Besonderheiten, Druckvermerke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD. Der Europa-und Übersee-Teil beinhaltet ca. 300 Einzellose, dabei klassische Ausgaben/Werte und Belege von Andorra bis Zypern und Algerien über VR China, USA bis Philippinen. Den Abschluss bilden rund 1000 Lots/Engrossposten beliebter Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen, dabei: AD, Sachsen, DR, Auslands-PÄ/Kolonien, Abst.-u. Bes. Geb.l./2.WK, OPD und SBZ, DDR, Berlin!Bund sowie Dänemark, Großbritannien, Liechtenstein, Österreich, Russland/UdSSR und Indien, Mexiko, USA.

Kontakt: Knut Fortagne & Christine Lipfert Briefmarkenauktion in Leipzig, Str. des 18. Oktober Nr.35, Telefon: 03 41/2 21 64 46, E-Mail: firma@briefmarkenauktion-leipzig.de

Internet: www. briefmarkenauktion-leipzig.de

85. Gert-Müller-Auktion:
Viele wertvolle Einzellose und Sammlungen

In drei Katalogen wird das umfangreiche und gehaltvolle Angebot der 85. internationalen Gert-Müller-Auktion präsentiert, die am 28. und 29. August 2015 stattfindet. Ein Sonderkatalog "Bundesrepublik Spezial" beinhaltet zahlreiche seltene Abarten, Briefe und Spezialitäten, die überwiegend aus dem großartigen Bestand von Gerd Bennewirtz stammen. Dabei sind auch ungezähnte Probedrucke der Marienkirche 1951 mit verkehrtem Wasserzeichen. Außerdem gelangen seltene Ersttagsbriefe der Anfangsjahre inklusive Posthorn und Heuss zum Ausruf.

Zahlreiche Seltenheiten von Altdeutschland

Im Einzellosteil werden zahlreiche kleine und große Raritäten der weltweiten Philatelie offeriert. Dazu gehört ein wertvoller Teil Altdeutschland mit zahlreichen Seltenheiten einschließlich mehreren Schwarzen Einsern, Sachsen-Dreiern, Lübeck-Fehldruck, 70 Kreuzer Württemberg mehrfach und vieles mehr. Außerdem gelangt der seltenste Stempel von Hamburg - "Wandsbecker Chaussee" - auf Brief zur Versteigerung. Mit diesem Stempel sind insgesamt nur vier Briefe bekannt. Das Deutsche Reich und die Deutschen Kolonien zeigen sich wiederum gewohnt reichhaltig besetzt mit zahlreichen Spit-zenstücken wie dem Vineta-Provisorium auf Streifband vom Ersttag, der unverausgabten Burg Rheinstein, einem Olympia-Block 1936 ungezähnt usw. Die Deutschen Kolonien bieten eine Vielzahl von seltenen Briefmarken und Briefen, dabei auch Deutsche Post in China mit allen offiziell verausgabten Handstempelaufdrucken inklusive der seltenen 50 Pfennig. Auch Nachkriegsdeutschland ist stark besetzt mit vielen seltenen Ausgaben und Abarten, dabei ein interessanter Teil Französische Zone, Bizone mit zahlreichen Band- und Netzaufdrucken, SBZ mit vielen Spitzenstücken, Neusaar mit seltensten Abarten der Hochwasserblocks etc.

Ein weiterer Katalog ist ausschließlich den Sammlungen, Partien und Nachlässen gewidmet. Insgesamt kommen hier über 3500 Positionen unter den Hammer. Zu den Blickfängen gehört ein besonders wertvoller Bestand Volksrepublik China, der seinen moderaten Startpreis von 20.000 Euro sicher deutlich überschreiten wird. Außerdem gelangt ein wertvoller Nachlass aus Bonn gebietsweise zur Versteigerung. Er enthält großartige Kollektionen von Deutschland, u.a. einen herausragenden Teil Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg, Deutsche Kolonien und Deutsches Reich, sowie auch von Italien/Vatikan, Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Hier sind viele teure Ausgaben vorhanden, und die Ausrufpreise wurden sehr günstig festgesetzt. Außerdem stehen beeindruckende Objekte der Propagandafälschungen des Zweiten Weltkrieges und der DDR zu Startpreisen von 50.000 bzw. 10.000 Euro zum Verkauf. Der erste Teil eines enorm umfangreichen Händlerbestandes, der insgesamt acht volle Transporter umfasst, wird in mehrere hundert Losen aufgeteilt. Auch eine besonders schöne Sammlung Altdeutschland, die von einem norddeutschen Sammler zusammengetragen wurde, wird gebietsweise detailliert. Erwähnenswert ist außerdem eine umfangreiche Spezialsammlung der Deutschen Stadtpost, die ein französischer Sammler aufgebaut hat und die nun nach den verschiedenen Orten aufgeteilt auf neue Liebhaber wartet. Des Weiteren ist eine umfangreiche Kollektion alter deutscher Vignetten eines englischen Sammlers hervorzuheben, die insgesamt über 20.000 Exemplare umfasst. Sie wird nach verschiedenen Orten und Themengebieten offeriert.

Wie gewohnt, ist auch ein sehr interessantes und gehaltvolles Angebot Münzen und Geldscheine, vornehmlich in Form von Sammlungen und Partien, im Programm, das sich durch günstige Startpreise von bis zu 20.000 Euro auszeichnet.

Die drei Auktionskataloge können kostenlos beim Auktionshaus angefordert werden - solange der Vorrat reicht.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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152. Felzmann-Auktion: Spitzen-Zuschläge trotz sommerlicher Hitze

An den wärmsten Tagen des Jahres ging es auch im Auktionssaal von Ulrich Felzmann heiß her. Das reichhaltige Angebot hochkarätiger Philatelie und fast 40 Grad Außentemperatur brachten viele Bieter ins Schwitzen. Abkühlung lieferten die vom Auktionator gesponserten Eis-Pausen. Insgesamt übertraf die Versteigerung alle Erwartungen, denn nicht nur bei den Sammlungen des Forschers und Prüfers Dr. Rommerskirchen konnten Top-Zuschläge erzielt werden.

Sammler-Leidenschaft wurde gut bezahlt

Die Auktion startete wie gewohnt mit Zeppelin- und Flugpostlosen. Hier überzeugte gleich das erste Los. Eine Postkarte der ersten deutschen Expeditions-Flugpost nach Grönland von Ernst Udet aus dem Jahr 1932 wechselte für 3600 (2000) Euro den Besitzer. Bei den Zeppelin-Losen sorgten vor allem Original-Fotografien aus dem Nachlass des Feldwebels Willy Pieper für Aufsehen. Viele Zeppelin-Liebhaber wollten bei diesen fünf Losen in den Genuss von seltenen, vielleicht sogar noch nie gesehenen Zeppelin-Motiven kommen und steigerten die Lose insgesamt bis auf knapp 1900 Euro hoch.

Auch China-Enthusiasten kamen wieder auf ihre Kosten. Die acht Werte der "Schauspielkunst", hier ungezähnt, sowie ein Fünferstreifen mit Maos Direktiven gaben Anlass zu einem Schlagabtausch zwischen Saal- und Onlinebietern. In beiden Fällen konnten sich die Bieter vor Ort durchsetzen und erhielten für 4300 (2000) Euro bzw. 3200 (1200) Euro den Zuschlag. Spannend wurde es auch bei der legendären Mauritius "Post Paid", earliest impression. Das farbfrische Stück, das einst sogar die Sammlung von Graf Philipp la Renotière von Ferrary schmückte, erzeugte bereits im Vorfeld reges Interesse beim nationalen und internationalen Publikum. Letztendlich ging die Rarität für 29.000 (25.000) Euro plus Aufgeld nach Australien.

Aber nicht nur Marken aus Übersee standen auf der Liste der Interessenten. Der britische 5-Pfund-Höchstwert in orange konnte seinen Schätzpreis mehr als verdoppeln und wurde für 3200 (1500) Euro versteigert. Eine österreichische 30 H Kaiser Karl I auf dickem Papier erzielte 2500 (1500) Euro. Bei der Altschweiz-Rarität "Doppelgenf" fiel erst bei 8250 (5000) Euro der Hammer.

Weit über dem Ausruf landete auch eine Schleswig-Holstein 1 Schilling in dunkelblau mit klar aufsitzendem Rostrundstempel Nr. 19, die 3200 (1800) Euro einspielte. Bei den Besetzungsausgaben des Ersten Weltkriegs konnte ein Briefstück der Notausgabe Dorpa? überzeugen. Die seltene 20 Pfennig auf 10 Kopeken Marke in guter "b"-Farbe wurde für 2300 (1200) Euro zugeschlagen. Den Schätzpreis verdoppeln konnte ein Kuvert von 1941 aus dem besetzten Russland. Die Marke 15 K Infanterist mit rotem Pleskau-Gummihandstempel fand¨ für 2400 Euro einen neuen Besitzer. Aufmerksamkeit erweckten auch vier Feldpostbriefe des DAK von 1942, die mit 850 (100) Euro einliefen. Selbst Nachkriegsdeutschland wurde streckenweise stark gefragt. Die 70 Pf des beliebten Posthornsatzes mit Bogenecke und Formnummer 3 war einem schriftlichen Bieter 800 (300) Euro wert. Für DDR-Nostalgiker sorgte besonders ein Paar 1 DM Pieck-Marken für Entzückung. Das rechts ungezähnte, rechte Randstück im waagerechten Paar sicherte sich ein Saalbieter für 900 (250) Euro.

Bei der Sammlungsauktion lieferten sich die Bieter vor Ort, am Telefon und am heimischen PC besonders intensive Gefechte. Begehrt war eine fünf Umzugskisten füllende Sammlung verschiedenster Gebiete, darunter Niederlande ab Klassik, Deutsches Reich mit Nebengebieten, Behrens-Heftchen u.v.m. Dieses Objekt erhielt ein Bieter vor Ort für 6200 Euro. Eine Alle-Welt-Sammlung mit Hauptwerten besonders im Bereich der europäischen Marken- und Blockausgaben der 1930er bis 1950er Jahre lief für 3400 Euro. Keine Kompromisse machte ein Saalbieter bei einem reichhaltigen Objekt mit etlichen hochwertigen Ausgaben aus aller Welt. Ihm war die für 3500 Euro ausgerufene Sammlung 14 500 Euro wert. Ein Bestand aus mehreren hundert Belegen erzielte mit 3000 Euro die zehnfache Taxe, bei einer postfrischen China-Sammlung von 1970 bis 1985 war bei einem Startgebot von 2500 Euro erst bei 8200 Euro Schluss.

Der fast bis auf den letzten Stuhl besetzte Saal hielt den Atem an, als die begehrten Sammlungen des ehemaligen Prüfers Dr. Rommerskirchen aufgerufen wurden. Die mit größter Leidenschaft geführten Sammlungen "Albanien", "Kroatien" und "Russland" brachten nach langen Bietergefechten Spitzenpreise. "Albanien" konnte seinen Schätzpreis mit 59.000 Euro mehr als verdoppeln, genauso wie "Russland" mit 44.000 Euro. Den höchsten Zuschlag der Auktion erhielt die Kollektion "Kroatien". Ein Liebhaber aus Übersee sicherte sich dieses Ausnahmeobjekt für 72.000 Euro. Ein großer Erfolg war auch die Auflösung des Sammlungsbestands "Soester Börde". Hier wurden fast alle 48 Sammlungen für insgesamt 38 850 Euro zugeschlagen. Eine spezialisierte Kollektion Markenheftchen aus Großbritannien mit vielen Farbvarianten, Deckelzudrucken und reichlich Pfund-Nominale landete bei 7600 (1500) Euro. Interessiert zeigten sich die Bieter auch an Inflationsbogen des Deutschen Reiches. Die ca. 800, meist sehr gut erhaltenen postfrischen Bogen gingen für 6300 (2500) Euro an einen neuen Besitzer.

Internet: www.felzmann.de

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Gefragte Deutschland-Lose

Dessau-Rosslau Auf der 40. Hettinger-Auktion am 7. Juli gab es eine Reihe bemerkenswerter Ergebnisse. So steigerte ein sog. Sanftenberg-Nachdruck des Vineta-Provisoriums von 700 auf 1200 Euro. Für 2600 (2500) Euro konnte ein Nothilfe-Block des Deutschen Reiches in Mischfrankatur auf portogerechtem Orts-Einschreibebrief zugeschlagen werden. Die MiNr. VII Nationales Indien im postfrischen 10er-Eckrandblock wechselte für 1050 (800) Euro den Besitzer. Ein seltener Gebühr-bezahlt-Brief aus dem Stettiner Zipfel, Wilhelmsdorf in Pommern vom 13. Februar 1946, zog von 1500 auf 2150 Euro. Eine SBZ-Seltenheit, ein kleiner Weihnachtsblock im postfrischen Originalbogen in den Typen I, II und IV, ging für 2150 (1500) Euro in neue Hände. Die im MICHEL nur in postfrischer Erhaltung gelistete DDR MiNr. 834 X kletterte als gestempeltes Exemplar von 750 auf 936 Euro.

Internet: www.hettinger-auktionen.de

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Neues BDB-Journal:
Deutlicher Mehrwert für Auktionsinteressierte

Jan Billion Zur Internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen im Herbst 2012 legte der Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer (BDB) erstmals ein Journal vor, in dem sich seine Mitgliedsfirmen einem breiten Publikum präsentierten. Schon letztes Jahr zeichnete sich ab, dass aufgrund der regen Nachfrage eine Neuauflage erforderlich wurde. Die neue Konzeption wollte mehr als nur Auktionatorenporträts, sie sollte Nutzen stiften und allen, die sich für den Kauf oder Verkauf auf Versteigerungen entscheiden, Informationen, Tipps und Ratschläge an die Hand geben. Das ist in eindrucksvoller Weise gelungen!

Praktische Tipps und Ratschläge

An die 1. Auflage des BDB-Journals, das mit Angabe der Jahreszahlen 2012/2013 ohnehin nur eine von vornherein begrenzte "Haltbarkeit" hatte, erinnert nur noch der Titel, auf dem ein während einer Auktion aufgenommenes Foto von Top-Briefmarken umrankt wird, die von BDB-Mitgliedsfirmen versteigert worden sind. Der Inhalt, der von dem renommierten Fachjournalisten Wolfgang Maassen und seinem Phil* Creativ-Verlag verfasst und gestaltet wurde, ist von 80 auf 120 Seiten wesentlich ausgeweitet worden. In seinem Vorwort unterstreicht Harald Rauhut, Präsident des BDB, die Bedeutung des deutschen Briefmarken-Auktionsmarktes, der der einzige auf der Welt ist, in dem sich die Firmen in einem Verband zusammengeschlossen haben. 35 Mitglieder zählt der BDB aktuell, davon 33, die auf eine mindestens 20 Jahre lange Geschäftstätigkeit zurückblicken können. Etliche Firmen sind sogar 30, 40 oder noch mehr Jahre im Familienbesitz. Auf den folgenden drei Seiten wird die frühe Entwicklung der Briefmarkenauktionen skizziert, deren erste im Mai 1870 in New York durchgeführt wurde. Ein kleiner Rückblick zeigt das "Auktionsfieber in Deutschland", die Entstehung der deutschen Auktionshäuser, von denen etliche noch heute am Markt aktiv sind. Sein eigenes Journal nutzt der BDB verständlicherweise auch, um die Geschichte des weltweit einmaligen Verbandes von der Gründung bis zur Gegenwart darzustellen. Abgedruckt sind auch die Verhaltensregeln, an die die Mitgliedsfirmen gebunden sind.

Grundsätzliches über das Einliefern und Kaufen erfährt man in dem Kapitel "Auktionen - Zentrale Drehscheiben des Philatelie-Handels", gefolgt von Ratschlägen für Erben. Die wichtigsten Tipps für Einlieferer sind in einem Kasten in Kurzform übersichtlich zusammengefasst. Ins Detail geht es mit kommentierten, ausführlichen Tipps - 15 für Einlieferer und zehn für Käufer -, aus denen auch erfahrene Sammler noch Honig saugen können. Dass der Zuschlag auf einer Versteigerung nicht gleich dem Endpreis ist, weil noch Provision und andere Aufgelder hinzukommen, dürfte den meisten bewusst sein. In einem Kapitel werden die beiden Grundformen des Auktionatorenstatus' - Kommissionär oder Agent - mit Beispielrechnungen erläutert. Auch im digitalen Zeitalter kommt Auktionskataloge, zumal wenn sie ansprechend gestaltet und informativ ausgestattet sind, eine große Bedeutung zu. In dem Kapitel "Von schlicht bis Luxus: Auktions kataloge früher und heute" werden die Veränderungen im Laufe der Jahre geschildert. Einer Internetpräsenz können sich weder der Verband, der schon Ende 1998 eine Homepage unter www.bdb.net einrichtete, noch die einzelnen Mitgliedsfirmen entziehen, so dass ein Überblick über die einzelnen Webseiten und eine kurze Beschreibung der Inhalte angebracht sind. Hilfreich ist auch ein kleines BegriffsLexikon, das die Fachbegriffe rund um eine Briefmarken-Versteigerung erläutert.

Nach gut 40 informativen Seiten nutzen alle Mitgliedsfirmen des BDB die Möglichkeit, ihr Haus und ihre Leistungen auf einer Doppelseite darzustellen. Gegenüber der 1. Auflage haben eine ganze Reihe von Häusern die Chance ergriffen, sich in neuem Gewand zu präsentieren, wobei vielfach Wert darauf gelegt wird, mit dem Layout aus Anzeigen oder Auktionskatalogen den Wiedererkennungswert zu erhöhen. Dass man aus einer starken Marktposition heraus seinen Blick auch auf Einlieferer und Käufer aus dem Ausland richtet, ist ein logischer Schritt, der mit einer englischsprachigen Version des neuen BDB-Journals unterstrichen wird. Sie kam erstmals auf der internationalen Ausstellung EUROPHILEX Mitte Mai in London zum Einsatz, während die deutsche Version eine Woche früher auf der Essener Briefmarken-Messe Premiere feierte.

Alle Interessenten erhalten ein Exemplar (wenn nicht anders gewünscht, in deutscher Ausführung) unter info@bdb.net oder der BDB-Geschäftsstelle, MaxPlanck-Str. 10, 31135 Hildesheim

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Seltenheiten vieler Gebiete

Düsseldorf Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 30. Juni bis 4. Juli 2015 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren.

Unter den vielen Highlights sind die seit zwei Jahrzehnten unberührten Bestände des geschätzten Prüfers Dr. Rommerskirchen mit den Spitzen-Sammlungen Albanien, Kroatien und Russland.

Bei den Einzelstücken ragt die Mauritius 2 d "POST PAID" earliest impression besonders heraus (Los 4132). Die Versteigerung bietet eine der seltenen Gelegenheiten, diese Rarität zu erwerben. Die Marke im farbfrischen Indigo zierte schon die Sammlung von Philipp von Ferrary, dem wohl berühmtesten Philatelisten aller Zeiten, der einst sogar sechs Stück der ersten Mauritius "POST OFFICE" besaß. Als Schmuckstück einer jeden China-Sammlung steht der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" postfrisch und in voller Originalgröße zur Disposition (Los 4049).

Eine der größten Seltenheiten der Deutschen Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg ist mit der Marke Alexanderstadt 1 Rubel auf 10 Kupeken im Programm (Los 5332); die Auflage betrug insgesamt nur 15 Stück. Aus der Prüfsammlung Rommerskirchen stammt der Rotes-Kreuz-Block von Pleskau ohne Wasserzeichen mit zusätzlichem Rotem Kreuz über dem braunen (Los 4471). Zwei klar aufsitzende Genfer Rosetten zieren die 5 und 5 C "Doppelgen" auf gelbgrün (Los 4304), während im Bereich Altdeutschland die 5 Ngr. bräunlichrot im Viererblock zu erwähnen ist (Los 4472). Diese klebt auf einem Reko-Übersee-Brief in die USA, der zu den besonders attraktiven Sachsen-Raritäten zählt. Eine wunderschöne Vierfarben-Frankatur von Norwegen nach Holland ist mit 4 Sk blau, 2 Sk gelb, 3 Sk grauviolett und 8 Sk hellrosa im Streifen frankiert (Los 4223).

Zeppelin-Sammler dürfen sich auf einen erstmalig angebotenen Beleg der Unglücksfahrt Hindenburg freuen, eine Karte aus der bekannten Korrespondenz Thasler mit typischen Brandspuren, aber auch gut erhaltener bunter Frankatur (Los 3341).

Aus der Forschungssammlung von Dr. Bunse aus Stuttgart sind zahlreiche Inflationsbogen im Angebot. Freuen können sich Sammler auch auf einen großen Bestand vom Rande der Soester Börde: Vollgepackte Bände von Europa, Afrika, Australien, Amerika und Asien sowie Preußen-Belegen, Berlin und vieles mehr umfasst eine international besetzte Sammlung, die ein Sammler mit der Begeisterung für Blocks über Jahrzehnte aufbaute (Lose ab 6185).

Dem Philatelie-Angebot vorgeschaltet ist eine Münzauktion am 30. Juni und 1. Juli.

Internet: www.felzmann.de

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Begehrter Vineta-Kopfsteher

Aachen Bereits die Versteigerung der mehr als 300 Münzpositionen ließ es erahnen: Sammler aus der ganzen Welt waren nach Aachen geströmt mit großer Kauflaune im Gepäck. So wurde zum Beispiel eine Anlegerpartie Deutschland von 7500 auf 9900 Euro hochgesteigert, eine Sammlung Russland, die mit 1200 Euro veranschlagt worden war, ging mit 4400 Euro zurück in ihr Mutterland.

Das berühmte Vineta-Provisorium im Paar mit kopfstehendem Aufdruck stand im Mittelpunkt der Briefmarkenauktion: Bei 15.000 Euro ging es los, der Zuschlag erfolgte dann nach heißem Bieterkampf bei 34.000 Euro.

Zu einem weiteren Höhepunkt entwickelte sich die Versteigerung von mehr als 200 Marken und Briefen aus der österreichischen K.u.K.-Zeit, an der sich aus unserem Nachbarland alles beteiligte, was in der Philatelie Rang und Namen hat. So war es letztlich kein Wunder, dass die Preise explodierten bis hin zu einem Vielfachen des Ausrufs: Ein eigentlich unscheinbares Pärchen der 9 Kreuzer mit Tintenentwertung BONCZESD katapultierte sich von 50 auf 1050 Euro, ein Brief aus TRIEST mit einer Vierfarbenfrankatur von 200 auf 3400 Euro. Noch verrückter ging es bei den Sammlungen dieses Gebietes zu: Eine Kollektion der ersten österreichischen Freimarken schloss nach heftigem Bieterkampf bei 29.000 (2000) Euro, eine Zusammenstellung von Druckproben kletterte von 100 auf 4400 Euro, und auch alle anderen Sammlungen dieser Art wurden ähnlich hochgesteigert.

Natürlich kamen die Marken anderer Sammelgebiete ebenfalls nicht zu kurz. Ein Nachlass Deutschland erzielte 6700 (2000) Euro, eine Sammlung Deutsches Reich landete nach einem Ausruf von 5000 Euro bei 13.000 Euro, eine Kollektion von 2500 Propagandakarten aus der NS-Zeit kam auf 17.000 (5000) Euro. Besonders die Exoten waren heiß umkämpft. Eine Zusammenstellung von Marken der Volksrepublik China mit Seltenheiten aus der Zeit der Kulturrevolution konnte den Startpreis von 8000 Euro mit einem Zuschlag von 35.000 Euro mehr als vervierfachen, ein weiterer Posten erzielte sogar mehr als das Zehnfache (Ausruf 3000 Euro, Zuschlag 32.000 Euro). Zum Schluss gelang sogar einer Motivsammlung "Tiere" der Sprung von 2000 auf 4600 Euro.

Natürlich kamen wie immer die Sammler mit kleinerem Budget ebenfalls auf ihre Kosten, selbst wenn auch sie kämpfen mussten, um eine Marke oder Sammlung von 10 auf 70 Euro oder mehr zu steigern. Letztlich verdoppelte sich der Gesamtausruf aller verkauften Positionen auf einen Gesamtumsatz von mehr als 1 Million Euro und bewies deutlich, dass Briefmarken und Münzen als Sammel- und Anlageobjekte keineswegs "out" sind.

Internet: www.aixphila.de

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Stark differenzierte Offerte

Bonn Am 18. Juli 2015 findet im Bonner Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer die 144. Versteigerung mit einem Angebot von über 8000 Losen aus Philatelie und Numismatik statt. Das umfangreiche und stark differenzierte Sortiment bietet zahlreiche Besonderheiten, gesuchte Standards und interessante Posten und Partien. Einige Highlights der Auktion sind:

Bergedorf MiNr. 3 mit seltener Entwertung durch Einkreisstempel "KIRCHWERDER" in blau, die Seltenheit wird durch ein Fotoattest von Dr. Mozek bestätigt, der Ausruf beträgt 900 Euro;

Braunschweig bietet einen seltenen Dreierstreifen der MiNr. 11 a in tadelloser Erhaltung, die einwandfreie Qualität wird durch ein Fotoattest Lange BPP bestätigt, Ausruf 600 Euro;

Deutsches Reich mit gestempeltem Hitler-Provisorium (MiNr. 331 a) in tadelloser Erhaltung, die Seltenheit wird durch ein Fotoattest von Peschl sowie einem weiteren Attest von Dr. Oechsner bestätigt, Ausruf 1000 Euro;

Deutsche Post in China bietet Seltenheiten wie MiNrn. PVacd, PVaa/e, PVab oder aber die seltenen MiNr. VIIl und VIIn in ungebrauchter Erhaltung, die letzten beiden Werte zu je 700 Euro;

Deutsche Besetzung Zweiter Weltkrieg Frankreich/Festung Lorient: ausgewähltes Angebot mit postfrischen Seltenheiten wie MiNrn. 1 L, 2 L, 3, 5, 6, 7, 8 und 11 je mit neuem Fotoattest Lothar Herbst VP "Die Erhaltung ist einwandfrei.";

Propagandaausgaben Zweiter Weltkrieg - seltene MiNr. 22 Hindenburg als britische Propagandafälschung, Ausruf 900 Euro;

Spremberg MiNr. 15 B in postfrischer Erhaltung, Lokalausgaben-Rarität mit kleiner zweistelliger Auflage, neues Fotoattest Kunz, Ausruf 750 Euro;

Volksrepublik China: interessantes Einzellos- und sehr umfangreiches Angebot Engros-Lose mit Bogenteilen und Blocks in guter Sortierung und zweistelligen Stückzahlen, insgesamt fast 25.000 Euro Ausruf.

Insgesamt sind alle deutschen Sammelgebiete gut vertreten. Weiterhin gibt es ebenso interessante Offerten Europa mit Schweiz, Liechtenstein, Österreich und anderen Gebieten. Auch auf die Überseeausgaben lohnt ein Blick. Der Einzellos-Teil umfasst Stücke mit einem Ausruf von Gebot bis 6000 Euro.

Der umfangreiche Sammlungs-Teil bietet vom kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zu Nachlässen in mehreren Kartons etliche Positionen und somit für fast jeden Sammler etwas.

Rund 1000 Lose Numismatik von der Antike bis zu modernen Anlagemünzen runden das hervorragende Angebot der 144. Auktion ab.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Gut bebotene Spezialteile

Dresden Erfolgreich verlief die 171. Dresdner Briefmarken-Auktion am 3. und 4. Juni 2015. Ein zeitweise überfüllter Auktionssaal mit teils heftigen Bietergefechten zwischen Saal- und internationalen Telefonbietern und mehrfachem spontanen Beifall nach überraschend hohen Zuschlägen waren Garant für eine Gesamtverkaufsquote von rund 70 Prozent.

Eine sehr gute Quote von 97 Prozent wies dabei der vorangestellte Münz-Teil auf. Eine chinesische 200-Yuan-Silbermünze von 1999 "12 Jahre chinesische Neujahrsmünzen" steigerte von 400 auf sagenhafte 5000 Euro.

Gefragt waren internationale Spitzenstücke der Philatelie. So kletterte ein ungebrauchtes, farbfrisches Exemplar der "Penny Black" von der Platte 5 von 1000 auf 2600 Euro. Eine stark reparierte "Basler Taube" mit rotem Rosettenstempel spielte immerhin noch 1450 (800) Euro ein. Im Fokus standen einmal mehr die Ausgaben der Volksrepublik China. Der postfrische Satz MiNrn. 648-655 B wurde für 3400 (2500) Euro zugeschlagen, der Block MiNr. 8 postfrisch für 7600 (6000) Euro. Der Satz "Maos Gedichte" von 1967 in postfrischer Erhaltung sprang von 1000 auf 2712 Euro. Ein unscheinbarer Brief aus Labuan mit Aufdruckmarke MiNr. 57, 1901 nach Lingen an der Ems gelaufen, war einem Bieter 280 (30) Euro wert.
Auf großes Interesse stieß eine Spezialsammlung Sudetenland, aufgeteilt in 43 Lose, die alle mit kräftigen Steigerungen zugeschlagen werden konnten. Mit 2400 (200) Euro landete die MiNr. A 51 ungebraucht beim zwölffachen Ausruf. Die MiNr. 107 mit rechts anhängendem Zierfeld brachte 1250 (350) Euro.

Dass auch modernes deutsches Material zu guten Preisen seine Abnehmer findet, bewiesen 820 (650) Euro für einen Bedarfsbrief mit der Berlin MiNr. 534 I PF II, die sich darauf in einem Zusammendruck befindet. Es soll nur fünf Briefe mit dieser Abart geben. Ein Topstück der SBZ ist die MiNr. 149 Xa gestempelt, die für 2000 (1000) Euro ein neues Zuhause fand. Eine portogerechte Mehrfachfrankatur (MeF 2) der Wasserzeichenvariante DDR MiNr. 553 XII wurde für 500 (150) Euro mitgenommen. Die Auflösung einer Spezialsammlung DDR-Dienstmarken in 215 Lose, darunter auch sehr viele Belege, gestaltete sich ebenfalls erfolgreich. 83 Prozent der Lose wurden verkauft, der Gesamtzuschlag betrug 155 Prozent des Gesamtausrufes. 1150 (50) Euro bot ein Interessent für einen 80er-Bogenteil der MiNr. D 28 x XII NU, bei dem aufgrund einer totalen Verzähnung zwölf Werte ungezähnt blieben. Von 150 auf 520 Euro steigerte ein senkrechtes Paar der MiNr. D 41 yA auf Einschreiben-Eilboten-Brief.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Hochwertige Philatelie gefragt

Bonn Die 143. Auktion vom Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer verbuchte zahlreiche hohe Zuschläge. Hochwertige Philatelie war gefragt wie schon lange nicht mehr.

So schloss u. a. ein Kabinettstück der ersten deutschen Briefmarke (Bayern MiNr. 1 Ia) mit einem Zuschlag von 2200 Euro. Ein Luxusstück der Sachsen MiNr. 1 b in der seltenen kirschroten Farbe konnte einem neuen Besitzer für 8500 (8000) Euro zugeschlagen werden. Einer der seltensten Nummernstempel von Sachsen, nämlich Nummer "217" - Leipzig Berliner Bahnhof, konnte auf Markenbrief mit nicht perfekt erhaltener Marke für 2500 Euro versteigert werden.

Auch unter den Ausgaben des Deutschen Reiches gab es etliche hervorragende Zuschläge, u.a. DR MiNr. 78 Ab in postfrisch, die für 750 Euro verkauft wurde. Das Highlight unter den Ausgaben des Deutschen Reiches, ein Vineta-Provisorium auf Karte, konnte trotz kleinen Eckzahnfehlers für 7000 (6000) Euro verkauft werden. Ebenso gefragt waren postfrische Ausgaben, Typen und Abarten. So erbrachte die Sondermarke "Daimler" mit Plattenfehler "Anlasserkurbel" einen Zuschlag von 290 (220) Euro.

Stets ein umfangreiches Angebot mit zahlreichen Seltenheiten findet man bei Dr. Fischer unter den Deutschen Auslandspostämtern und Kolonien. Gewohnt stark war die Nachfrage nach seltenen Stücken. So erzielte ein Satz Türkei MiNrn. 6-10 in postfrischen Zwischenstegpaaren 950 Euro. Unter den Ausgaben Karolinen gab es das seltene Ponape-Provisorium auf Karte mit kleinen Fehlern, das von 1900 auf 2100 Euro kletterte. Unter den Ausgaben der Marshall-Inseln fanden sich seltene Halbierungen auf Karte, u.a. Mi.-Nr. 3I H, die für 7600 Euro den Besitzer wechselte.

Der seltene Dienstmarkensatz Schleswigs wurde in tadelloser postfrischer Erhaltung bei einem Ausruf von 1400 Euro erst bei 2700 Euro zugeschlagen. Auch die gesuchten Sätze Danzigs, u.a. postfrischer Kleiner Innendienst (Zuschlag 900 Euro) oder aber ungebrauchter Großer Innendienst (Zuschlag 1450 Euro), wurden erfolgreich an den Mann gebracht. Unter den Ausgaben der Deutschen Besetzung Zweiter Weltkrieg fielen etliche erstaunliche Zuschläge auf. Weiterhin stark gefragt sind im übrigen die seltenen Ausgaben der Kriegsjahre 1939-1945. So erzielte ein ungezähnter Eisbärblock einen Zuschlag von 1150 (1000) Euro. Die Ausgaben "Festung Lorient" konnten fast alle abgesetzt werden, eine postfrische MiNr. 8 mit einer Auflage von nur 150 Marken erlöste dabei 800 Euro.

Auch deutsche Ausgaben nach 1945 waren gefragt. Seltene Lokalausgaben verbuchten gute Steigerungen und sehr hohe Zuschläge. Unter anderem schraubte sich ein Bedarfsstück der Demmin MiNr. 6 in gestempelter Erhaltung von 200 auf 400 Euro. Eine Löbau MiNr. 24 B ging für 900 (800) Euro in neue Hände. Bei den Ausgaben der Bizone schloss ein Hannover-Messeblock in der b-Farbe mit 1000 Euro. Bund-Abarten waren sehr begehrt, so brachten Drucke auf der Gummiseite zwischen 200 und 250 Euro.

Besonders bei den Ausgaben Europa und Übersee gab es beachtenswerte Resultate. An dieser Stelle erwähnt sei die USA MiNr. 1 in gestempelter Erhaltung, die von 500 auf 800 Euro sprang. Auch Blockausgaben der Volksrepublik China konnten erfolgreich abgesetzt werden, u.a. "Wissenschaftliches Studium der Jugend" (Block MiNr. 19), der von 800 auf 1050 Euro davonzog.

Ein umfangreiches Sammlungsangebot, vorwiegend aus Privathand stammend, war der Höhepunkt der Auktion. Zahlreiche Sammlungen liefen deutlich über dem Schätzwert ein.

Insgesamt wurden an beiden Auktionstagen knapp 1 Million Euro umgesetzt.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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"Es waren über 70 schöne Philatelistenjahre ."

wm Mit diesem Zitat leitet der Hamburger Auktionator Hans-Joachim Schwanke seinen umfangreichen Katalog zur 351. Auktion ("Die Sammlung Jürgen Meinert: Deutsche Postgeschichte") ein, die am 26. Juni versteigert wird. Die Geschichte des Sammlers Meiners ist stellvertretend für das typische Sammlerbestreben, selbst mit begrenztem Budget über die Jahrzehnte eine werthaltige und inhaltsreiche Kollektion zusammenzutragen. Es ist eine postgeschichtliche Sammlung, also in der Regel Poststücke, die den Postweg durchlaufen haben, bei denen man aber sieht, dass der Besitzer hohe Kenntnis und ein gutes Auge für das Besondere hatte. 1500 Lose kamen so zusammen, die in meist kleineren und mittleren Preislagen ausgerufen werden. Vierstellige Ausrufe sind seltener, fünfstellige sucht man vergebens. Dennoch findet der Interessent quer durch das Sammelgebiet Deutschland - also von den altdeutschen Staaten über das Deutsche Reich bis hin zu nahezu allen moderneren Gebieten Deutschlands - Material in Hülle und Fülle, das Aufmerksamkeit verdient und - wie Auktionatoren es gerne formulieren - noch Entwicklungspotential hat. Dies dürfte ebenso für den zweiten Teil der Versteigerung am 27. Juni gelten, bei dem dann wie gewohnt die Sammlungen, Posten und Philatelistische Literatur zum Ausruf kommen. Kontakt: Schwanke Auktionshaus, Tel. 0 40 / 33 71 47, E-Mail: auktion@schwanke-auktionen.de

166. Fortagne & Lipfert-Auktion erfolgreich beendet

wm Eine Woche vor Pfingsten fand diese Auktion in Leipzig vor knapp einem Monat statt. Es standen dabei über 3 800 Lose zum Verkauf, dabei fast 800 Sammlungen und Lots, die überwiegend mit beachtlichen Steigerungen verkauft wurden. Besonders gefragt waren auch Einzellose der Bereiche Zeppelin/Flugpost, Historische Wertpapiere, Postgeschichte mit Sachsen/Deutsches Reich, alte Ansichtskarten, DSWA-Belege, Deutschland nach 1945 mit OPD-(SBZ- und DDR-Besonderheiten.

Vorbericht zur 144. Dr.-Reinhard-Fischer-Auktion am 18. Juli 2015 in Bonn

(Bonn/wm) Auch dieses Mal bietet die anstehende Versteigerung mit über 8000 Losen aus Philatelie und Numismatik ein umfangreiches und stark differenziertes Angebot, dazu zahlreiche Besonderheiten, gesuchte Standards und interessante Posten und Partien.

Einige Highlights im Telegrammstil: Bergedorf Mi.-Nr. 3 mit seltener Entwertung durch Einkreisstempel KIRCHWERDER in blau (Fotoattest von Herrn Dr. Mozek, Ausruf: 900 Euro). Braunschweig bietet einen seltenen Dreierstreifen der Mi.-Nr. 11a in tadelloser Erhaltung, die einwandfreie Qualität wird durch ein Fotoattest Lange BPP bestätigt, Ausruf 600 Euro. Deutsches Reich ist u. a. mit gestempeltem Hitler-Provisorium (Mi.-Nr. 331a) in tadelloser Erhaltung vertreten (Fotoatteste Peschl und Dr. Oechsner, Ausruf 1.000 Euro). Deutsche Post in China bietet Seltenheiten wie Mi.-Nr. PVacd, PVaa/e, PVab oder aber seltene Mi.-Nr. VIIl und VIIn in ungebrauchter Erhaltung, die letzten beiden Werte zu je 700 Euro

Deutsche Besetzung II. Weltkrieg - Frankreich - Festung Lorient: Ausgewähltes Angebot mit postfrischen Seltenheiten wie Mi.-Nr. 1L, 2L. 3, 5, 6, 7, 8, 11 je mit neuem Fotoattest Lothar Herbst VP "Die Erhaltung ist einwandfrei". Propagandaausgaben II. Weltkrieg - seltene Mi.-Nr. 22 Hindenburg als britische Propagandafälschung, Ausruf 900 Euro. Spremberg Mi.-Nr. 15B in postfrischer Erhaltung, Lokalausgaben-Rarität mit kleiner zweistelliger Auflage, neues Fotoattest Kunz, Ausruf 750 Euro

Volksrepublik China: interessantes Einzellosangebot und sehr umfangreiches Angebot Engros-Lose mit Bogenteilen und Blocks in guter Sortierung und zweistelligen Stückzahlen, insgesamt fast 25.000 Euro Ausruf.

Insgesamt stark differenziertes Angebot aller deutscher Sammelgebiete, weiterhin ebenso interessante Offerten Europa mit Schweiz, Liechtenstein, Österreich und anderen Gebieten. Auch Überseeausgaben mit interessantem Angebot. Das umfangreiche Sammlungsangebot bietet vom kleinen Briefposten im Umschlag bis hin zu Nachlässen in mehreren Kartons etliche Positionen und somit für fast jeden Sammler etwas. Ca. 1000 Lose Numismatik von der Antike bis zu modernen Anlagemünzen runden das Angebot der 144. Auktion ab. Info/Kontakt: www.ReinhardFischerAuktionen.de

Auktionshaus Dr. Derichs mit einem "Dreierpack"!

wm Roland Meiners, Inhaber des Kölner Auktionshauses Dr. Derichs mit weiterem Sitz in Berlin, verblüfft die Branche einmal mehr mit einem ungewöhnlichen "Dreierpack". Denn in drei umfangreichen Katalogen präsentiert er ein umfangreiches Angebot der 144. Versteigerung, die in Köln am 26. und 27. Juni 2015 stattfinden wird. Dabei ist Teil 6 der "Professor-Franz-Sammlung Altdeutsche Staaten / Deutsche Auslandspostämter und Kolonien", der erneut in einem luxuriös gestalteten Hardcoverband in Farbe auf knapp 200 Seiten angeboten wird. Mit diesem Teil ist der Verkauf dieser Ausnahmesammlung beendet. Meiners plant nur noch einen "Nachschlag" besonderer Art: ein Supplement-Heft aller sechs Auktionen, das er dann mit einem in Handarbeit gestalteten Schuber für die komplette Katalogreihe nach der Auktion fertigen und ausliefern wird. Wie bisher ist das Material breit gestreut, ausführlich und kompetent beschrieben und die Reihe wird damit zu einem wertvollen Nachschlagewerk.

Der zweite Hardcoverkatalog offeriert Teil 2 der Sammlung Knieper "Deutsche Kolonien und Auslandspostämter". Hier wurde das Angebot mit dreihundert Losen auf gut 100 Seiten etwas reduziert, es enthält dieses Mal keine Sammel-, sondern nur besondere Einzellose. Weit umfangreicher als bei den vorhergehenden Auktionen fällt dafür der Hauptkatalog aus, in dem einerseits Teil 10 des Heinz-Hepner-Nachlasses hervorsticht, andererseits das - nach Aussage des Hauses - beste Einzellosangebot, das seit Jahren von Derichs angeboten werden kann. Gleich mehrere Spezialsammlungen, z. B. Altdeutschlands, sind enthalten und wer fast 100 komplette postfrische Sätze der "Wagner-Festspiele" auf einmal sehen will, hat hier die seltene Gelegenheit. Meiners äußert sich selbstbewusst, dass "der Hepner-Nachlass viele Rekorde gebrochen hat, die wahrscheinlich mindestens so lange halten werden, bis Miroslav Klose als Rekordtorschütze der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft abgelöst werden wird". Das klingt spannend - und ist einen Blick wert. Kontakt: Dr. Wilhelm Derichs GmbH, Tel. 02 21/2 57 66 02, E-Mail: derichs_gmbh@web.de

152. Felzmann Auktion: Große Internationale Auktion vom 30. Juni bis 4. Juli 2015

wm (Düsseldorf) Hochwertige Einzelstücke und begehrte Sammlungen werden im Düsseldorfer Auktionshaus vom 30.6. - 4.7.2015 vor einem internationalen Publikum versteigert. Auktionator Ulrich Felzmann wird ein prominent besetztes und breit aufgestelltes Angebot präsentieren. Unter den vielen Highlights sind die seit zwei Jahrzehnten unberührten Bestände des geschätzten Prüfers Dr. Rommerskirchen mit den Spitzen-Sammlungen Albanien, Kroatien und Russland.

Bei den Einzelstücken ragt die Mauritius 2 d "POST PAID" earliest impression besonders heraus (Los 4132). Die Auktion bietet eine der seltenen Gelegenheiten, diese Rarität zu erwerben. Die Marke im farbfrischen Indigo zierte schon die Sammlung von Philipp von Ferrary, dem wohl berühmtesten Philatelisten aller Zeiten, der einst sogar sechs Stück der ersten Mauritius "POST OFFICE" besaß. Als Schmuckstück einer jeden China-Sammlung steht der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" postfrisch und in voller Originalgröße auf dem Programm (Los 4049).

Eine der größten Seltenheiten der Deutschen Besetzungsausgaben II. Weltkrieg ist mit der Marke Alexanderstadt 1 Rubel auf 10 Kupeken im Programm (Los 5332), die Auflage dieser Exemplare betrug insgesamt nur 15 Stück. Aus der Prüfsammlung Rommerskirchen stammt der Rotes Kreuz Block von Pleskau ohne Wasserzeichen mit zusätzlichem Rotem Kreuz über dem braunen (Los 4471). Zwei klar aufsitzende Genferrosetten zieren die 5 und 5 C "Doppelgenf" auf gelbgrün (Los 4304), während im Bereich Altdeutschland die 5 Ngr. bräunlichrot im Viererblock zu erwähnen ist (Los 4472). Diese sitzt auf einem Reko-Übersee-Brief in die USA auf, der zu den besonders attraktiven Sachsen-Raritäten zählt. Eine wunderschöne Vierfarben-Frankatur von Norwegen nach Holland ist mit 4 Sk blau, 2 Sk gelb, 3 Sk grauviolett und 8 Sk hellrosa im Streifen beklebt (Los 4223).

Zeppelin-Sammler dürfen sich auf einen erstmalig angebotenen Beleg der Unglücksfahrt Hindenburg freuen, eine Karte aus der bekannten Korrespondenz Thasler mit typischen Brandspuren, aber auch gut erhaltener bunter Frankatur (Los 3341).

Aus der Forschungssammlung von Herrn Dr. Bunse aus Stuttgart sind zahlreiche Inflationsbogen im Angebot. Freuen können sich Sammler auch auf einen großen Bestand vom Rande der Soester Börde. Vollgepackte Bände von Europa, Afrika, Australien, Amerika und Asien sowie Preußen-Belegen, Berlin und vielen mehr umfasst eine international besetzte Sammlung, die ein Sammler mit der Begeisterung für Blocks über Jahrzehnte aufbaute (Lose ab 6185).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 152. Auktion ist auf www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet vom 30.6. - 1.7. 2015 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

Sammlungen und Nachlässe waren gefragt

Berlin Das Auktionshaus Schlegel zeigte sich angetan angesichts beachtlicher Steigerungen auf seiner vergangenen 16. Versteigerung. An zwei Auktionstagen erfreute ein facettenreiches Angebot die beteiligten Philatelisten. Besonders die Sammlungen, Nachlässe und Posten zogen zahlreiche Blicke und Gebote auf sich.

Den Anfang machten die beiden Sonder teile: Während der Sonderteil "Montevideo" - bestehend aus einer gehaltvollen Alle-Welt-Sammlung in 108 Losen - gute Nachfrage bei moderaten Steigerungen er fuhr, griffen die Bieter beim Sonderteil "Portugal" selektiv, aber entschlossen zu. So kletterte Los 214 (100 R. lila Königin MARIA II, waagerechter Dreierstreifen) auf einen Zuschlag von 2400 Euro, Los 228 (1855, 50 R. gelbgrün, spektakuläre Einheit von 20 Marken) erzielte ein Ergebnis von 4160 Euro (inklusive Aufgeld, ohne Mehrwertsteuer).

Bei den zahlreichen Sammlungen und Posten wurde es interessant: Schon im Bereich der Nachlässe und Deutschland/EuropaSammlungen zeigte sich, dass Qualität und maßvolle Schätzungen von den Bietern honoriert werden. Zu nennen sind hier beispielhaft Los 800 (Deutsche Kolonien, Ausruf 6000 Euro) mit einem Ergebnis von 9750 Euro, Los 684 (Deutsches Reich, Ausruf 4400 Euro) mit 6420 Euro sowie Los 1258 (Ausruf 4500 Euro) mit 8330 Euro. Für eine Überraschung sorgte - trotz bereits hoher Erwartungen angesichts großer Besichtigerzahlen - der umfangreiche Bestand Russland/Sowjetunion. So wurde Los 1475 (Ausruf 5000 Euro) zum Schauplatz eines Bietergefechts zwischen zwei Händlern: 46.400 Euro standen schlussendlich zu Buche für den äußerst gehaltvollen Lagerbestand Sowjetunion. Auch zahlreiche andere Lose dieses Bereiches überstiegen ihre Schätzungen um ein Vielfaches.

Bei den Einzellosen waren breitgefächertes Interesse und Preissteigerungen erneut so gut wie garantiert, zuverlässig erzielten seltene Werte wieder gute Ergebnisse. Vorzüglich schnitt der oben abgebildete RBrief (Los 2741) aus Schweden, die sogenannte VÄRNAMO-Ausgabe, nach Linköping mit 55 Ö. hellblau und 80 Ö. schwarz ab: Für 6660 Euro wechselte er den Besitzer. Ebenfalls enorm gefragt, sprang eine Deutsche Post Türkei/20 PA auf 10 Pf in der äußerst seltenen Farbe Dunkelrosarot von 1000 Euro auf ein Ergebnis von 7140 Euro. Einen schönen Akzent setzten die Gebiete Frankreich/Französische Kolonien, belegt durch das Ergebnis von 2500 Euro für ein Briefteil mit dem Französisch-Kongo-Aufdruckprovisorium "Valeur 5" (Los 1893).

Internet: www.auktionshausschlegel.de

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Neuentdeckung bringt guten Preis

Berlin Im Blickpunkt auf der 54. Hadersbeck-Auktion vom 15. bis 17. April 2015 stand ein nach 95 Jahren entdeckter Germania-Zusammendruck mit dem Aufdruck der Oppelner Notausgabe. Die auf einem kleinen Briefstück klebende gebrauchte Einheit stieg von 3000 auf 4000 Euro und bedeutete damit den höchsten Zuschlag im Einzellos-Teil. Eine große Steigerung verbuchten die Indien MiNrn. 72-74 in ungebrauchter Erhaltung. Mit 80 Euro angesetzt, fiel der Hammer erst bei 1400 Euro. Begehrt waren auch ein Saar Urdrucksatz MiNrn. 226-238 I postfrisch mit 1200 (900) Euro, eine Karte mit der Lokalausgabe Finsterwalde von 1923 (siehe Abbildung rechts) mit 880 (200) Euro und die Postmeistertrennung Kriebitzsch auf den SBZ MiNrn. 116-119 jeweils auf Brief -stück mit 720 (380) Euro. Eine gestempelte MiNr. 168 mit Handstempel aus dem Bezirk 38 stieg von 180 auf 450 Euro. Werte der DDR-Dauerserie "Köpfe II" waren ebenfalls begehrt. Für 620 (400) Euro wurde eine MiNr. 341 vbxII als gestempelte Bogenecke zugeschlagen. Das Sondermarkenheftchen MiNr. SMHD 1f lief für 1200 (660) Euro. Außerhalb der Philatelie sorgte ein DDR Orden "Hervorragender Wissenschaftler des Volkes" in Gold aus 1962 für Aufsehen, der für 2700 (1000) Euro den Besitzer wechselte. Etliche Bieterkämpfe gab es am 3. Versteigerungstag, an dem die Sammlungen und Posten auf dem Programm standen.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Außergewöhnliche deutsche Postgeschichte

Hamburg Der traditionellen Sammlungsauktion am 27. Juni hat das Hamburger Haus Schwanke am Tag davor die Versteigerung der Sammlung "Jürgen Meinert -Deutsche Postgeschichte" vorangestellt. Es ist eine Sammlung, die, in 70 Jahren zusammengetragen, in Bezug auf ihre postgeschichtliche Tiefe und die Vielzahl der enthaltenen einmaligen Stücke wirklich außergewöhnlich ist.

Das zeigt sich schon bei den altdeutschen Staaten. Hamburg gehört dort mit einer umfangreichen Stempel- und Heimatbelege-Abteilung zu den am stärksten besetzten Gebieten. Ein völlig verrückter Beleg ist eine Orts-Einschreibekarte aus dem Jahre 1873, frankiert mit der Stadtpostmarke des Norddeutschen Postbezirks und mit Brustschildmarken zur Ergänzung des Einschreibeportos auffrankiert. Es geht um eine Wohnungskündigung, und deshalb wählte der Vermieter den registrierten Versand. Solche Kombinationsfrankaturen sind allergrößte Seltenheiten. Nur ganz wenige Stücke sind bekannt, dieses Exemplar gelangt zum ersten Mal auf den Markt (3000 Euro). Ein nächstes Highlight kommt aus Hannover. Es handelt sich dabei um ein "moderiertes Porto" von Harburg ins damals dänische Altona. Moderierte Portosätze sind von Hannover bekannt; dies ist der erste Beleg, der die Strecke Harburg-Altona belegt und der ins Ausland geht - ein wundervoller Brief, zudem mit der sehr guten Frankatur aus zwei Exemplaren der MiNr. 6 (1500 Euro).

Beim Deutschen Reich ist alles vorhanden, was an seltenen Marken und auch Frankaturen dazugehört, von den Brustschilden über klassische Sonderstempel des Kaiserreiches, Inflationsseltenheiten, teuren Frankaturen der Weimarer Zeit und aus dem "ausendjährigen Reich". Ins Auge fällt ein "kleines" Los - eine Paketkarte aus dem Oktober des Jahres 1944, als es schon massive Einschränkungen im Postverkehr und für manche Güter besondere Zulassungsbestimmungen gab. Sie trägt zwei Zulassungsmarken für jeweils 5 kg "Obst und Gemüse", die ein Landwirt aus dem Breisgau verkleben musste, damit sein Paket befördert wurde (120 Euro).

Die Nebengebiete sind in der Meinert Sammlung besonders stark vertreten, beispielsweise das Saargebiet mit einigen Unikaten, die auch eine avancierte Ausstellungssammlung noch um ein paar Punkte anheben können. Erwähnt sei eine Ganzsachenkarte (es ist die MiNr. P 2) mit doppeltem Aufdruck. Das gab es bisher noch nicht, und das wird auch erst in der nächsten Aus -gabe des MICHEL-Ganzsachenkataloges no -tiert werden (400 Euro).

"Post aus dem Stettiner Zipfel" - ein Kapitel deutsch-polnischer Geschichte aus den Jahren 1945/1946. Gleich sechs Belege kann die Sammlung Jürgen Meinert davon vorweisen. Abschließend sei ein eher bescheidenes Stück in Text und Bild vorgestellt: eine 6-Pf-Marke Kontrollrat/Ziffer, gedruckt auf einer gerissenen und postamtlich mit rotem Transparentpapier geflickten Papierbahn, ganz bedarfsmäßig gebraucht auf einer Drucksache. Das sehr seltene Stück mit Fotoattest Schlegel startet mit 100 Euro.

Die Sammlung wird in ca. 1500 Positionen angeboten. Auf Grund der schieren Menge des Materials gelangt der größte Teil in Sammlungen oder kleineren und größeren Posten zum Angebot. Viele günstige Gelegenheiten erwarten Sammler und Händler.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Rückblick auf die 56. AIX-PHILA Auktion

wm (Aachen) Bereits die Versteigerung der mehr als 300 Münzpositionen ließ es erahnen: Sammler aus der ganzen Welt waren nach Aachen geströmt mit großer Kauflaune im Gepäck. So wurde zum Beispiel eine Anlegerpartie Deutschland von 7.500 € auf 9.900 € hochgesteigert, eine Sammlung Russland, die mit 1.200 € veranschlagt worden war, ging mit 4.400 € zurück in ihr Mutterland.

Das berühmte VINETA-Provisorium im Paar mit kopfstehendem Aufdruck stand im Mittelpunkt der Briefmarkenauktion: Bei 15.000 € ging es los, der Zuschlag erfolgte dann nach heißem Bieterkampf bei 34.000 €; zu einem weiteren Höhepunkt entwickelte sich dann die Versteigerung von mehr als 200 Marken und Briefe aus der österreichischen K.u.K.-Zeit, an der sich aus unserem Nachbarland alles beteiligte, was in der Philatelie Rang und Namen hat. So war es letztlich kein Wunder, dass die Preise explodierten bis hin zu einem Vielfachen des Ausrufs: ein eigentlich unscheinbares Pärchen der 9 Kreuzer mit Tintenentwertung BONCZESD katapultierte sich von 50 € auf 1.050 €, ein Brief aus TRIEST mit einer Vierfarbenfrankatur von 200 € auf 3.400 €; noch verrückter ging es bei den Sammlungen dieses Gebietes zu: Eine Kollektion der ersten österreichischen Freimarken schloss nach heftigem Bieterkampf bei 29.000 € (Ausruf 2.000 €), eine Zusammenstellung von Druckproben wurde von 100 € auf 4.400 € katapultiert und auch alle anderen Sammlungen dieser Art wurden ähnlich hochgesteigert, Felix Austria!

Marken anderer Sammelgebiete kamen ebenfalls nicht zu kurz: Ein Nachlass Deutschland erzielte 6.700 € (Startpreis 2.000 €), eine Sammlung Deutsches Reich landete nach einem Ausruf von 5.000 € bei 13.000 €, eine Kollektion von 2.500 Propagandakarten aus der NS-Zeit kam auf 17.000 € (Ausruf 5.000 €). Besonders die Exoten waren heißumkämpft: Eine Zusammenstellung von Marken der Volksrepublik China mit Seltenheiten aus der Zeit der Kulturrevolution konnte den Startpreis von 8.000 € mit einem Zuschlag von 35.000 € mehr als vervierfachen, ein weiterer Posten erzielte sogar mehr als das Zehnfache (Ausruf 3.000 € - Zuschlag 32.000 €). Zum Schluss gelang sogar einer Motivsammlung "Tiere" der Sprung von 2.000 € auf 4.600 €.

Natürlich kamen wie immer die Sammler mit kleinerem Budget ebenfalls auf ihre Kosten, selbst wenn auch sie kämpfen mussten, um eine Marke oder Sammlung von 10 auf 70 € oder mehr zu steigern.

Letztlich verdoppelte sich der Gesamtausruf aller verkauften Positionen auf einen Gesamtumsatz von mehr als 1 Million EURO und bewies deutlich, dass Briefmarken und Münzen als Sammel- und Anlageobjekte keineswegs "out" sind. Dies belegen auch einige weitere Zahlen: Nahezu 300 Bieter waren als Saalbieter präsent, von 3 488 Losen wurden 2.890 (83 Prozent) verkauft, was als Spitzenwert in der Branche gelten kann.

Internet: www.aixphila.de

56. Aix-Phila-Auktion: Einmaliger Vineta-Kopfsteher

Ein qualitativ hervorragendes Angebot an deutscher und internationaler Philatelie erwartet die Interessenten auf der 56. AIX-PHILA-Auktion in Aachen am 15. und 16. Mai. Im Mittelpunkt steht ein einmaliges Paar des berühmten Vineta-Provisoriums, bei dem die linke Marke einen kopfstehenden Aufdruck zeigt. Es ist nicht das einzige außergewöhnliche Stück der zweitägigen Veranstaltung. Viel Spannung versprechen auch die 1200 Sammlungslose, da die Objekte durchweg günstig angesetzt und Bieterkämpfe damit vorprogrammiert sind.

Fehlende Wertstufe

Der Kreuzer "Vineta" lag 1901 während des deutschen Nationalfeiertages, dem Geburtstag von Kaiser Wilhelm II (27. Januar), im Hafen von New Orleans. Die starke deutsche Kolonie in der Stadt veranstaltete aus diesem Anlass Feste, an denen viele Besatzungsmitglieder teilnahmen und die in der lokalen Presse großen Widerhall fanden. Als die Berichte erschienen, war die "Vineta" bereits wieder auf Fahrt. Freunde sandten die Zeitungen nach, die das Schiff in Port of Spain (Trinidad) erreichten. Um sie nach Deutschland weiterzusenden, waren 3-Pf-Marken für Streifband-Drucksachen erforderlich, die aber nicht an Bord vorrätig waren. Mit Genehmigung des Schiffskommandanten nahm der Oberhoboist O. Sanftenberg drei Bogen der niedrigsten vorhandenen Wertstufe zu 5 Pf und stempelte jeweils die rechte und linke Hälfte der Marken mit einem Handstempel "3 PF". Anschließend teilte er die Bogen in senkrechte 10er-Reihen und trennte diese von unten nach oben mit einer Schere in zwei Hälften, wobei der Schnitt am oberen Bogenrand endete. Ab 13. April 1901 wurden die Halbierungen erstmals an die Besatzung ausgegeben.

Nur bei einem der 600 Vineta-Provisorien (Deutsches Reich MiNr. A I) wurde der Handstempel versehentlich kopfstehend angebracht. Es handelt sich um die linke Marke eines waagerechtes Paares aus der linken oberen Bogenecke. Die rechte Marke zeigt den Aufdruck in der "normalen" Stellung. Entwertet wurde die Einheit, die durch den Bogenoberrand zusammengehalten wird, mit dem Kreisstempel "KAIS. DEUTSCHE MARINESCHIFFSPOST No. 1" vom 2. Mai 1901. Das mehrfach geprüfte, literaturbekannte Stück ist laut Fotoattest Jakubek ein Unikat und befindet sich in "vorzüglichem Zustand". Es ist mit zurückhaltenden 15.000 Euro angesetzt.

Blickfang Österreich Klassik

Neben dem einmaligen Vineta-Provisorium finden sich im starken Deutschlandangebot auch ein LONGIJ-Provisorium auf Brief aus der Deutschen Kolonie Kamerun (MiNr. 10 H), das mit 2000 Euro startet. Den selben Ausruf hat eine Halbierung der 10 Pf Marschall-Inseln (MiNr. 9 H). Ins Auge fällt außerdem ein Kartenausschnitt von den Karolinen aus PONAPE mit 5 auf 3 Pf. (MiNr. 7 Pv), der mit 1500 Euro angesetzt ist. Seltene Stücke der deutschen Feldpost im Zweiten Weltkrieg wie ein Kurland-Schnellbrief (400 Euro) oder eine Ostpreußen-Feldpostkarte (Nr. 2 e) sind ebenso von der Partie wieder Urdrucksatz der Saar in Paaren bzw. Dreierstreifen mit Druckdaten (2500 Euro). Das übrige Deutschland ist mit praktisch allem von Rang und Namen vertreten, wobei die große Zahl an attestierten Marken und Blocks auffällt.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die Auflösung einer Sammlung "Österreich-Klassik" in mehr als 250 Einzellose dar, die meist in Top-Erhaltung sind. Ein Dreierstreifen der MiNr. 2 auf Brief aus Tyrnau geht mit 400 Euro ins Rennen, eine halbierte 10-Kr.-Freimarke (MiNr. 14 II H) mit 300 Euro und eine attraktive Buntfrankatur mit vier verschiedenen Marken aus 1863 mit 200 Euro. Dazu kommt eine Fülle an oft farbigen Stempeln vieler kleiner Orte aus dem K.u.K.-Gebiet, die häufig mit "Gebot" an den Start gehen. Ein philatelistisches Ausstellungsstück aus Polen, ein Brief mit Aufdruckprovisorien (viermal MiNr. 135 und dreimal MiNr. 136), wird auf 2000 Euro taxiert: China stellt Blocks und seltene Ausgaben der Kulturrevolution. Die USA steuert seltene Druckproben oder einen kompletten Kolumbussatz bei.

Mehr als 1000 Sammlungen, Partien und komplette Nachlässe stehen auf dem Programm des 2. Auktionstages. Dabei dürften sich die Startpreise einer überkompletten Sammlung Deutsches Reich mit Raritäten wie der MiNr. 96 W oder 97 M oder einer 2500 Karten starken Kollektion "Propaganda" von je 5000 Euro als Makulatur erweisen. Bei Österreich glänzen mehrere Spezialsammlungen der einzelnen Freimarkenausgaben vor 1923 mit diversen Seltenheiten, Druckproben und Briefen (Startpreise zwischen 300 und 2000 Euro). Eine weitgehend vollständige Kollektion VR China aus 1960-1980 mit dem gesuchten Schauspielblock beginnt mit 8000 Euro, eine Motivsammlung "Sport" mit 1000 Euro und eine wunderschöne Sammlung "Tiere" in 45 Steckbüchern mit 2000 Euro.

Natürlich gibt es auch wieder Hunderte von Sammlungen, Kisten und sogar ganze Regale, die gegen "Gebot" ausgerufen werden

Internet: www.aixphila.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

359. Heinrich-Köhler-Auktion: Große Nachfrage durch Online-Bieter

Man darf spekulieren, ob es an dem anhaltend niedrigen Zinsniveau, investitions-freudigen Anlegern oder eben einfach der Begeisterung der Sammler gelegen hat. Vielleicht war es auch ein kleiner, aber feiner TV-Bericht über das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden, ausgestrahlt am Abend des ersten Auktionstages im Hessischen Rundfunk HR 3, der die Freude an der Philatelie - und im speziellen Briefmarkenauktionen - perfekt zum Ausdruck brachte. Tatsache ist: Die große Nachfrage nach wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen bei der 359. Heinrich-Köhler-Auktion vom 24. bis 28. März 2015 war unübersehbar - spannende Bietergefechte und Spitzenzuschläge inklusive!

Thurn und Taxis trumpft groß auf

Das vorgegebene Motto der "Philatelistischen Weltreise" schien insbesondere bei der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen" von Dr. Leo Wojnke die Bieter geradezu zu beflügeln. Je weiter gereist, je exotischer die Destination, desto höher war das Interesse der Sammler, wie verschiedenste Stücke eindrucksvoll belegen. Ein Brief nach Tasmanien stieg von 5000 Euro Ausruf auf 14.000 Euro, ein Brief nach Brasilien wurde von 4000 auf 9000 Euro und ein Brief nach Mauritius gar von 2000 auf 12.000 Euro gesteigert. Für einen kompletten Faltbrief über Belgien, Frankreich und die Overland-Mail nach Singapur fiel der Hammer erst bei sagenhaften 23.000 (4000) Euro.

Neben der bemerkenswerten Anzahl an Bietern, die sich am Auktionstag im Saal schon fast "drängelten", war es vor allem die große Nachfrage der Online-Bieter, die erneut das Geschehen prägte. "Insbesondere die außergewöhnlich große Beteiligung über das Internet von Sammlern aus dem nichteuropäischen Ausland war beachtlich. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet", resümierte Geschäftsführer Dieter Michelson nach der Auktion. "Diese große Beteiligung im Internet folgt dem Trend der letzten Jahre und ist der immer größeren Zuverlässigkeit unseres selbst erstellten Programms geschuldet. Es haben sich bei dieser Auktion etwa 50 Prozent mehr Bieter für das Online-Live-Bieten registriert als noch vor einem Jahr. Außerdem erfreut sich unser 'Autogebot-Modul' immer größerer Beliebtheit. Hierbei werden vor der Auktion vom Bieter Höchstgebote hinterlegt, die für den Auktionator am Versteigerertisch nicht sichtbar sind und erst einsetzen, wenn das Bietergefecht startet."

Philatelistische Reiseziele, die begeistern

Eine bemerkenswerte Beteiligung ließ sich auch bei den zahlreichen weiteren philatelistischen "Reisezielen" beobachten, die mit außergewöhnlichen Steigerungen und Top-Zuschlägen für Aufsehen sorgten. Darunter China mit der MiNr. 31 auf Brief nach Canton (Ausruf 1500 Euro/Zuschlag 5000 Euro), Persien mit der unverausgabten Serie Omar Khayyam 1923 (400/4000 Euro), Samoa mit einer Barfreimachung und späterer Nachfrankatur in Deutschland (5000/9500 Euro) oder ein ungezähnter, postfrischer Viererblock der Lettland MiNr. 111 B mit Plattenfehler (250/10.000 Euro!), um nur einige wenige zu nennen.

Hervorzuheben ist auch das Titelstück der Sammlung Hardtwald "Zeppelinmarken 'Alle Welt' und Zuleitungspost Luxemburg", ein ungezähnter, postfrischer Viererblock Luftschiffbau 15 K. blauschwarz (StTdr.). Ausgerufen mit 8000 Euro, kletterte diese Rarität auf 18.000 Euro. Den Spitzenzuschlag der Auktion sicherte sich schließlich das ungezähnte Olympia-Blockpaar des Deutsches Reiches von 1936 je mit zentrischem, sauberem Ersttagsstempel "OLYMPIA-STADION 1.8.1936" bzw. "OLYMPISCHES DORF 1.8.1936. Mit einem Ausruf von 15.000 Euro gestartet, wurde das Los einem Bieter bei unglaublichen 38.000 Euro zugeschlagen.

Alle weiteren Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Gutes Allround-Angebot

Leipzig Die 166. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert am 15. und 16. Mai 2015 bringt über 3800 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 290 Lose Zeppelinpost aus dem Zeitraum 1912 bis 1939, dabei Fahrten mit interessanter Zuleitungspost für LZ 127 aus Europa/Übersee einschließlich Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912 bis 1914 sowie Europa/Übersee und Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost. Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost sind ca. 120 Lose im Angebot, dazu 200 Positionen mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/Postgeschichte. Es folgen ca. 170 Lose mit alten Ansichtskarten deutscher Gebiete und rund 120 Lose mit philatelistischer Literatur, Autographen, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und alter Privatpost.

170 Lose Altdeutschland und 930 Lose Deutsches Reich ab Brustschilde enthalten auch Besonderheiten, Farben, Plattenfehler sowie Privatganzsachen und Anlasskarten mit klassischen Sonderstempeln, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete beider Weltkriege. Es folgen 430 Lose Deutschland nach 1945 mit einigen Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen. Das Sammelgebiet DDR hat 390 Lose im Angebot, dabei viele bessere Ausgaben, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten, Zusammendrucke, Briefe/Karten, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 240 Einzellose, dabei klassische Ausgaben, gesuchte Werte und Belege von Albanien bis Zypern und Ägypten über VR China und USA bis Vietnam.

Den Abschluss bilden rund 800 Lots und Engrosposten aller Sammelgebiete, ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen des Deutschen Reiches, Auslands-Postämter und Kolonien, Saargebiet, Saarland, OPD und SBZ, DDR, Berlin/Bund sowie Frankreich, Österreich, Schweiz, Russland und UdSSR.

Internet: www.briefmarken auktion-leipzig.de

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Rekordsumme für Besetzungsausgabe

Düsseldorf Das Auktionshaus Ulrich Felzmann erzielte bei seiner Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März einen der höchsten jemals gezahlten Auktionszuschläge für ein Einzelstück der Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs.

Der letzte noch erhaltene ungezähnte Viererblock der Gorochow-Marken wurde für die Rekordsumme von 70.000 Euro versteigert (siehe auch DBR 3/15, Seiten 46-47). Das war nicht der einzige Zuschlag, der das internationale Publikum im Saal, an den Telefonen und live im Internet zum Staunen brachte.

Mit Spannung erwarteten die Besucher im gut gefüllten Saal am Auktionssamstag den Start der Versteigerung des unberührten Bestandes "MARKEN BELO AACHEN". Die 34 Lose übertrafen die Erwartungen des Auktionators. Der Gesamtzuschlag lag insgesamt 60 Prozent über der Schätzung. Bei einem Ausruf von 51 800 Euro wurde eine Zuschlagssumme von 82 400 Euro erreicht. Einen Posten Drittes Reich 1933-1945 steigerten mehrere Bieter von 3000 auf 8500 Euro. Ein Schwaneberger-Album mit Marken bis ca. 1940 erzielte 3700 (1500) Euro. Im Anschluss sorgte die Sammlungsauktion für weitere bemerkenswerte Zuschläge. Eine Zeppelinpost-Sammlung wurde für 45.000 Euro versteigert, die preisgekrönte Ausstellungssammlung "Oberschlesien" von Prof. Dr. Urban brachte 41.000 (25.000) Euro. Die Erben des versierten Sammlers waren vor Ort, um die Versteigerung dieses Lebenswerkes hautnah mitzuerleben.

Die Briefmarkenauktion startete schon am ersten Tag mit Spitzenergebnissen und einem erfolgreichen Zeppelin-Spezial-Angebot. Die über 1000 Lose stammten vorrangig aus der Auflösung einer Sammlung "Österreich" und der Nachlass-Sammlung "Walther", hinzu kamen Spitzenbelege aus Italien. Ein seltener Brief der Polarfahrt 1931 ab Wien kletterte von 800 auf 3200 Euro. Ein Einschreiben-Brief der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 erzielte 4200 (2500) Euro.

Für weitere Highlights sorgten die Gebiete der Deutschen Kolonien. Spannende Gefechte zwischen Saal- und Online-Bietern führten zu enormen Preissteigerungen. Mit den Kiautschou-Markenausgaben im senkrechten Paar wurde eine der größten Raritäten der gesamten deutschen Kolonialphilatelie angeboten. Das Spitzenstück erzielte 41.000 Euro (30.000) Euro. Einzelne Lose erreichten den fünf- bis zehnfachen Wert des Schätzpreises. Ein Prachtsatz Britische Besetzung Deutsch-Neuguineas erhielt bei 11.000 (5000) Euro den Zuschlag. Ein Einzelstück derselben Ausgabe mit doppeltem Aufdruck auf einem besonders schönen Briefstück trieb die Gebote von 750 Euro bis auf 8500 Euro hoch. Für 13.000 (3000) Euro sicherte sich ein Bieter eine seltene Marke der Marshall-Inseln.

Weitere gute Ergebnisse gab es im Bereich China. Hier erhielt der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" für 9000 (8000) Euro den Zuschlag. Canadas Kopfsteher "St. Lawrence Seeweg" wurde für 4800 (3500) Euro verkauft. Ein ungezähnter Probedruck aus Lettland der 1 R Drachentöter brachte 1200 (750) Euro. Schöne Ergebnisse waren auch bei Altdeutschland zu verzeichnen. Ein Hannover-Brief aus "ZEVEN" mit einem Viererstreifen der MiNr. 2 wurde von 1300 auf 2100 Euro hochgesteigert. Eine Besonderheit aus der Inflationszeit stellt ein Oberrand-Viererblock "800 Tausend auf 500 Mk" dar, der in gestempelter Luxuserhaltung für 3500 (3000) Euro an einen neuen Besitzer ging. Bei den Feldpostmarken wurde die Kuban-Päckchenmarke Type I für 2200 (1500) Euro zugeschlagen. Ein postfrischer Fehldruck des Olympiablocks München 1972 fand für 1800 (1000) Euro ein neues Zuhause.

Internet: www.felzmann.de

© Deutsche Briefmarken-Revue

56. AIX-PHILA Auktion am 15. und 16. Mai in Aachen

wm Ein qualitativ hervorragendes Angebot an deutscher und internationaler Philatelie bietet die 56. AIX PHILA Auktion in Aachen. Das starke Deutschlandangebot wird überragt von einem li. oberen Eckrandpaar des VINETA-Provisoriums, wobei der Aufdruck auf der linken Marke kopfstehend ist. Diese literaturbekannte Marke, von der nur ein einziges Stück existiert, wird mit zurückhaltenden 15000 € ins Rennen geschickt. Bei den Kolonien startet aus Kamerun ein LONGIJ-Provisorium auf Brief (Mi.-Nr. 10 H) mit 2000 € ebenso eine Halbierung der 10 Pf. Marschallinseln (Mi.-Nr. 9 H) sowie ein Kartenausschnitt von den Karolinen aus PONAPE mit 5 auf 3 Pf. (Mi.-Nr. 7 Pv) mit 1500 €. Seltene Stücke der deutschen Feldpost im 2. Weltkrieg wie ein Kurland-Schnellbrief mit 400 € oder eine Ostpreußen-Feldpostkarte (Nr. 2e) sind ebenso von der Partie wie der Urdrucksatz der Saar in Paaren bzw. Dreierstreifen mit Druckdaten (Ausruf 2500,-). Das übrige Deutschland ist mit praktisch allem von Rang und Namen vertreten, wobei die große Zahl an attestierten Marken und Blöcken auffällt.

Einen weiteren Höhepunkt stellt die Auflösung einer Sammlung Österreich-Klassik dar mit mehr als 250 Einzellosen meist in TOP-Erhaltung: Ein Dreierstreifen der Nr. 2 auf Brief aus Tyrnau startet mit 400 €, eine halbierte 10 Kr. Freimarke (Nr. 14 IIH) mit 300 € und eine attraktive Buntfrankatur mit 4 verschiedenen Marken aus 1863 mit 200 €. Dazu kommen eine Fülle an oft farbigen Stempeln vieler kleiner Orte aus dem K.u.K.-Gebiet, die vielfach mit "Gebot" ins Rennen geschickt werden. Ein philatelistisches Ausstellungsstück aus Polen, ein Brief mit Aufdruckprovisorien (4x Nr. 135 und 3x 136) wird auf 2000 € taxiert, China stellt Blöcke und seltene Ausgaben der Kulturrevolution und die USA seltene Druckproben oder einen kompletten Kolumbussatz.

Mehr als 1000 Sammlungen, Partien und komplette Nachlässe stehen dann auf dem Programm des 2. Tages. Dabei dürfte der Startpreis einer überkompletten Sammlung Deutsches Reich mit Raritäten wie der Nr. 96 W oder 97 M oder einer 2500 Karten starken Kollektion Propaganda mit je 5000 € Makulatur sein. Bei Österreich glänzen mehrere Spezialsammlungen der einzelnen Freimarkenausgaben vor 1923 mit diversen Seltenheiten, Druckproben und Briefen (Startpreise 300 bis 2000 €). Eine weitgehend vollständige Kollektion VR China aus 1960/80 mit dem gesuchten Schauspielblock beginnt mit 8000 €, eine Motivsammlung Sport mit 1000 € und eine wunderschöne Sammlung Tiere in 45 Steckbüchern mit 2000 €.

Natürlich gibt es auch wieder Hunderte von Sammlungen, Kisten und sogar ganzen Regalen, die mit "Gebot" ausgerufen werden und heiße Bieterkämpfe erwarten lassen.

Internet: www.aixphila.de

Von weiten Reisen, exotischen Ländern und beeindruckender Philatelie -
ein Rückblick auf die 359. Heinrich Köhler Auktion

wm (Wiesbaden) Man darf spekulieren, ob es an dem anhaltend niedrigen Zinsniveau, investitionsfreudigen Anlegern oder eben einfach der Begeisterung der Sammler gelegen hat. Vielleicht war es auch ein kleiner, aber feiner TV-Bericht über das Traditionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden, ausgestrahlt am Abend des ersten Auktionstages im Hessischen Rundfunk HR 3, der die Freude an der Philatelie - und im speziellen Briefmarkenauktionen - perfekt zum Ausdruck brachte. Tatsache ist: Die große Nachfrage nach wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen bei der 359. Heinrich Köhler Auktion vom 24. bis 28. März 2015 war unübersehbar - spannende Bietergefechte und Spitzenzuschläge inklusive!

Thurn und Taxis trumpft groß auf

Das vorgegebene Motto der "Philatelistischen Weltreise" schien insbesondere bei der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen" von Dr. Leo Wojnke die Bieter geradezu zu beflügeln. Je weiter gereist, je exotischer die Destination, desto höher war das Interesse der Sammler, wie verschiedenste Stücke eindrucksvoll belegen. Ein Brief nach Tasmanien (Los 8079) brachte es von 5.000 Euro Ausruf auf 14.000 Euro, Los 8083, ein Brief nach Brasilien wurde von 4.000 auf 9.000 Euro, Los 8095, ein Brief nach Mauritius, gar von 2.000 auf 12.000 Euro gesteigert. Bei Los 8103, einem komplettem Faltbrief über Belgien, Frankreich und die Overland-Mail nach Singapur, fiel der Hammer erst bei sagenhaften 23.000 Euro (Ausruf: 4.000).

Neben der bemerkenswerten Anzahl an Bietern, die sich am Auktionstag im Saal schon fast "drängelten", war es vor allem die große Nachfrage der Online-Bieter, die erneut das Geschehen prägte: "Insbesondere die außergewöhnlich große Beteiligung über das Internet von Sammlern aus dem nichteuropäischen Ausland war beachtlich. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet." so Heinrich Köhler Geschäftsführer Dieter Michelson nach der Auktion. "Diese große Beteiligung im Internet folgt dem Trend der letzten Jahre und ist der immer größeren Zuverlässigkeit unseres selbst erstellten Programms geschuldet. Es haben sich bei dieser Auktion etwa 50% mehr Bieter für das Online Live Bieten registriert als noch vor einem Jahr. Außerdem erfreut sich unser 'Autogebot-Modul', immer größerer Beliebtheit. Hierbei werden vor der Auktion vom Bieter Höchstgebote hinterlegt, die für den Auktionator am Versteigerertisch nicht sichtbar sind und erst einsetzen, wenn das Bietergefecht startet."

Philatelistische Reiseziele, die begeistern

Eine bemerkenswerte Beteiligung ließ sich auch bei den zahlreichen weiteren philatelistischen "Reisezielen" beobachten, die mit außergewöhnlichen Steigerungen und Top-Zuschlägen für Aufsehen sorgten. Darunter China mit Los 314 (Ausruf 1 500 Euro - Zu-schlag: 5.000 Euro), Persien mit Los 494 (Ausruf: 400 Euro - Zuschlag: 4.000 Euro), Samoa (Los 7094: Ausruf 5.000 Euro - Zuschlag: 9 500 Euro) oder Lettland (Los 5410: Ausruf 250 Euro - Zuschlag: 10.000 Euro!), um nur einige wenige zu nennen.

Hervorzuheben ist auch das Titelstück der Sammlung Hardtwald "Zeppelinmarken 'Alle Welt' und Zuleitungspost Luxemburg" (Los 6051), ein ungezähnter Viererblock, postfrisch, Luftschiffbau 15 K. blauschwarz (StTdr.). Ausgerufen mit 8.000 Euro wurde diese Rarität auf 18.000 Euro gesteigert. Den Spitzenzuschlag der Auktion sicherte sich schließlich Los 3374, Deutsches Reich, Olympia-Blockpaar ungezähnt, je mit zentrischem, sauberem Ersttagsstempel "OLYMPIA-STADION 1.8.1936" bzw. "OLYMPISCHES DORF 1.8.1936. Bei einem Ausruf von 15.000 Euro gestartet wurde das Los einem Bieter bei unglaublichen 38.000 Euro zugeschlagen.

Alle weiteren Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

350. Schwanke-Auktion: Besondere Sammlungen im Blickpunkt

Ein rundes Jubiläum feiert das Hamburger Traditionshaus Schwanke in diesem Monat: Vom 16. bis 18. April kann es seine 350. Versteigerung abhalten. Das umfangreiche Angebot wird auf zwei Kataloge verteilt. Der Hauptkatalog enthält wie immer die ganze Palette internationaler und deutscher Philatelie sowie eine große Zahl von Sammlungen, Dubletten- und Händlerposten, Münzen, Banknoten und komplette Nachlässe aus Sammlerhand. In einem Sonderkatalog kommen einige besondere Sammlungen unter den Hammer.

Benefizauktion für Phila-Bibliothek Hamburg

Dazu gehört die Kollektion "Deutsche Kolonien" von Horst Schafmeyer. Aufgeteilt in ca. 350 Positionen, ist so ziemlich alles vorhanden, was die deutsche Kolonialphilatelie an Michel-Nummern zu bieten hat: von den Vorläufern über die Hauptnummern bis hin zu den Ausgaben der britischen und französischen Besetzungszeit. Die Handstempel der Deutschen Post in China sind, bis auf den 50-Pf-Wert, sämtlich, teils mehrfach, vorhanden. Dekorativ und selten ist das oben abgebildete Briefstück mit der 10-Pf-Handstempel in Kombination mit 30 Pf Germania/Petschili (400 Euro). Eindrucksvolle Vorläuferbriefstücke (z.B. von Deutsch-Neuguinea ein Leinenbriefstück mit achtmal MiNr. V 37e aus Herbertshöhe, 500 Euro) wechseln ab mit Raritäten wie dem "Longji"-Provisorium von Kamerun auf Brief (1800 Euro), dem 2. Ponape-Provisorium von Karolinen (1200 Euro) oder losen Marken wie Kiautschou MiNr. 2 gestempelt (1100 Euro) und MiNr. 4 ungebraucht (2000 Euro). Besondere und seltene Entwertungen bietet die Kollektion ebenso wie viele Briefe, Karten, Ansichtskarten, Feldpost, Marine-Schiffspost und auch Kuriositäten, wie z.B. von Samoa die 1 Mark Schiffszeichnung auf Brief in San Francisco entwertet (100 Euro). Die Ausgaben der Britischen Besetzung sind ungewöhnlich gut besetzt, beispielsweise GRI-Einschreibezettel von Deutsch- Neuguinea oder die GRI-Aufdrucke. Vieles wird in "Rest"-Sammlungen oder kleinen Posten zum Verkauf gelangen. Eine gute Gelegenheit, mit einem mehr als schönen Grundstock ein ganz neues Gebiet zu beginnen.

150 Positionen umfasst die "Rumänien"-Sammlung von Robert Denndorf. Sie beginnt mit einigen Raritäten der prominenten Erstausgaben. Zu nennen wären das wohl schönste lose gestempelte Exemplar der 54 Parale (MiNr. 2) mit Stempel von "Fokschani" (4000 Euro) oder eine tadellose 108 Parale (MiNr. 4) mit Stempel von "Jassy" (6500 Euro). Es folgen einige Lose mit Bogen oder Bogenteilen sowie viele Briefe der ersten Ausgaben "Fürstentum Rumänien" und der Kopfausgaben. Dabei ist ein bemerkenswert schöner Brief mit der seltenen MiNr. 30 (350 Euro). An die Markenklassik schließen sich reizvolle Sammlungsteile aus dem Zeitraum von 1900 bis ca. 1950 an. Der Schwerpunkt liegt hier stets auf postgeschichtlichen Aspekten. Auch Abarten, darunter ungezähnte Marken mit Miniauflagen von 200-300 Stück, sind vorhanden (z.B. MiNr. 375-385 U oder MiNr. 478-479 U postfrisch, je 300 Euro). Dazu gesellen sich viele Kleinbogenausgaben aus den 1930er/1940er Jahren, die im Michel-Katalog gar nicht so hoch notieren, die man aber oftmals lange suchen muss. Den Abschluss bilden Lokalausgaben (z.B. "Hohe Rinne" oder "Oradea"), Auslandspost, Besetzungsgebiete, Österreichische Militärfeldpost und etwas Literatur zum Thema Rumänien.

Eine bekannte Spezialsammlung des Bezirkes "36" der SBZ-Bezirkshandstempel-Überdrucke ist das Objekt "Bauer, Berlin-Köpenick". Von "Angermünde" bis "Zehdenick" ist jeder auch noch so kleine Ort vertreten, in dem Handstempelaufdrucke am Postschalter verausgabt wurden. Darunter sind einige Seltenheiten, von denen jeweils nur wenige Exemplare bekannt geworden sind. Zum Ausruf kommen z.B. ein Paketkartenabschnitt aus Luckenwalde mit u.a. einem Paar der 80 Pf Ziffer (500 Euro) oder ein weiterer Abschnitt mit der raren 40 Pf Ziffer aus Storkow (1000 Euro). Briefe und Ganzsachen sowie Forschungs- und Referenzmaterial runden die Offerte ab. Neben den Ausgaben des Bezirkes "36" kommt noch eine allererste Handstempel-Rarität zum Verkauf - vielleicht das teuerste Einzelstück des Sammelgebietes überhaupt. Es ist dies die 1 RM "Ziffer" auf Paketkartenabschnitt von "16/Hohenleuben", von der nur dieser eine Abschnitt bekannt geworden ist. Das Unikat startet mit 10.000 Euro.

Beachtung verdient auch eine kleine Benefiz-Auktion zur Rettung der Philatelistischen Bibliothek Hamburg e.V., der von der Stiftung alle Zuschüsse gestrichen wurden. Das Angebot umfasst insgesamt 76 Positionen und enthält neben kleinen Lots und Posten auch viele feine Einzelstücke. Ein absolutes Highlight ist ein Moens´scher Probeabzug der Marken von Bergedorf. Wie alle Positionen dieser Benefizauktion wird auch dieses Stück "gegen Gebot" ausgerufen.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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Nicht verausgabte Marken als Blickfang

München Auf der 56. Deider-Auktion am 24. und 25. April werden gleich drei nicht verausgabte bzw. kurz nach der Herausgabe zurückgezogene Marken dem Publikum zum Kauf angeboten:

1. Bund 1961 "Brot für die Welt" (MiNr. X). Die Ausgabe dieser Marke war für November 1961 vorgesehen, doch das Motiv des ausgehungerten Kindes mit dem Essnapf rief dann doch noch Bedenken hervor. Deider kann die postfrische Marke mit Aufdruck "Muster" zusammen mit dem Ankündigungsblatt für die Presse für 3600 Euro ausrufen.

2. Bund 1969 "Pausbäckchen" (MiNr. XII). Als Musterexemplar für die Presse wurde 1969 eine Weihnachtsmarke verschickt, die gegenüber der endgültig verausgabten Version geringfügige Änderungen aufweist. Am markantesten sind die Pausbäckchen des Christkindes. Startpreis des postfrischen Exemplares mit Muster-Stempel sind 800 Euro.

3. China 1968 "Das ganze Land ist rot" (MiNr. A 1027). Aufgrund der darauf nicht korrekt dargestellten Landkarte wurde die Marke nach wenigen Stunden vom Postschalter zurückgezogen. Das gestempelte Exemplar weist kleine Unzulänglichkeiten auf und geht mit 15.000 Euro an den Start.

Daneben zeigt sich Bayern besonders reich- und werthaltig mit herausragenden Einzellosen, u.a. Brief mit offenem Mühlradstempel 787 CAULSDORF (nach dem Krieg 1866 an Preußen abgetreten) sowie eine Vielzahl von Bischofsbriefen. Die Altdeutschen Staaten begeistern mit diversen großen und kleinen Raritäten, u.a. Probedrucke von Lübeck im Viererblock. Deutsches Reich und Kolonien enthalten viele Besonderheiten sowie bessere und seltene Abstempelungen.

Hochwertige Marken und Briefe aus allen Kontinenten finden sich in den Bereichen Europa und Übersee, u.a. mit Auflösung eines großen China-Bestandes mit allen gesuchten Ausgaben, alles mehrfach, teils bis zu 20 Mal vorhanden. Aus diesem Bestand kommt auch die schon vorgestellte Marke "Das ganze Land ist rot".

Österreich wartet mit einem wie immer erlesenen Angebot auf. Detailliert werden hier z.B. herausragende Sammlungen Bosnien & Herzegovina und Levante.

Eine feine Offerte Gold- und Silbermünzen wartet ebenfalls auf neue Liebhaber. Ein rahmensprengendes, ursprüngliches Angebot findet sich in der Sammlungs-Abteilung.

Internet: www.deider.de

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Bietgefechte am laufenden Band

Ettlingen Eine internationale Kundschaft sorgte auch anlässlich der Februar-Auktion der Traditionsfirma Gert Müller wieder für zahlreiche spannende Bietgefechte.

So erzielte eine Sammlung Deutsche Kolonien einen Zuschlag 30.000 (10.000) Euro, eine Kollektion Altdeutschland erbrachte 22.000 (7000) Euro, eine Sammlung Deutsches Reich erzielte 15 500 (5000) Euro, eine Kollektion Danzig enorme 17.000 (3000) Euro, ein Händlerlager Deutsches Reich 31.000 (10.000) Euro. Sammlungen von Russland waren besonders begehrt. Eine Kollektion wurde für 11.000 (3000) Euro zugeschlagen, eine Sammlung Russische Post in der Levante für 26.000 (8000) Euro, eine Kollektion Russische Post in China für enorme 12 500 (500) Euro, eine Kollektion Polen für 4400 (500) Euro. Auch China war wiederum sehr gefragt und erzielte Zuschläge bis zum zehnfachen Startpreis. Das reichhaltige Angebot Münzen wurde nahezu restlos verkauft mit oft erheblichen Steigerungen. Auch die Lose aus dem Nachtragskatalog konnten nahezu komplett abgesetzt werden. Hier realisierte eine Sammlung Sächsische Schwärzungen einen Zuschlag von 50.000 Euro. Für eine Kollektion Feldpost Zweiter Weltkrieg fiel der Hammer bei 13 500 Euro.

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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Oppeln-Neuentdeckung nach 95 Jahren!

Berlin Auf der 54. Hadersbeck-Auktion vom 15. bis 17. April 2015 gelangen ca. 5800 Lose verschiedenster Sammelgebiete zum Ausruf.

China zeigt u.a. seltene Ersttagsbriefe per Einschreiben gelaufen der MiNrn. 534-545, 570-575 und 577-588 (je 500 Euro). Der Schauspieler-Block MiNr. 8 gestempelt geht mit 4000 Euro ins Rennen. Grönland enthält die MiNrn. 1-3 postfrisch für 1300 Euro, Niederlande die MiNr. 180 F ungebraucht für 1500 Euro. Die Zwangszuschlagsmarke für Luftfahrt MiNr. 21 der Türkei ist mit 500 Euro geschätzt, der Vatikan-Satz Papst Pius MiNrn. 39-44 postfrisch mit 650 Euro.

Bei den frühen Ausgaben des Deutschen Reiches finden sich einige Highlights, z.B. MiNr. 6 postfrisch (2500 Euro), MiNr. 9 postfrisch (1900 Euro) und eine Elbinger Postfälschung MiNr. 22 (800 Euro). Bei den Deutschen Kolonien ist die Neuguinea MiNr. 5 bK ungebraucht für 1400 Euro zu haben, die Karolinen MiNrn. 1/6 I ungebraucht für 1200 Euro. Bei der Oppelner Notausgabe von Oberschlesien fällt eine Neuentdeckung nach 95 Jahren ins Auge: der Germania-Zusammendruck MiNr. S3 oder W5 (3000 Euro). Für Danzigs Großen Innendienst ungebraucht werden 1000 Euro verlangt, für den Saar-Satz MiNrn. 226-238 II postfrisch mit Fotoattest 2400 Euro. Top-stück bei den Besetzungsausgaben Zweiter Weltkrieg ist die MiNr. 16 III postfrisch von Alexanderstadt (5500 Euro).

Jeweils im kompletten postfrischen Bogen werden die MiNrn. 259-265 xv der Bundesrepublik angeboten (2500 Euro). Bei der SBZ ist die MiNr. 43 AC I im Viererblock auf Brief mit 6200 Euro angesetzt. Postfrisch ist die MiNr. 336 zaXII DKV bisher nicht registriert, Hadersbeck hat sie für 660 Euro.

Ein reichhaltiges Angebot Münzen, Medaillen und Orden/Ehrenzeichen schließt sich an, u.a. mit Numisbrief 2 Euro Grace Kelly (900 Euro), einer Sammlung China-Silberpandas (1400 Euro) und dem DDR-Orden "Hervorragender Wissenschaftler des Volkes" in Gold von 1962 (1000 Euro).

Am dritten Tag werden rund 1700 Sammlungen, Nachlässe, Händlerposten, Briefe, Ansichtskarten und Autografen versteigert.

Internet: www.hadersbeck-auktionen.com

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Stärken bei den deutschsprachigen Gebieten

Singen Am 24. und 25. April 2015 findet die 94. Lenz-Auktion statt, zu deren Hauptgebieten aufgrund der geographischen Lage neben Deutschland (besonders Baden, Bayern und Französische Zone) die deutschsprachigen Länder Schweiz, Österreich und Liechtenstein gehören.

Zu den Stärken zählt außerdem das breite Angebot an Briefen mit Verwendungen, Frankaturen, Postgeschichte etc. ab der Vorphilazeit. Die Hauptgebiete zeigen sich bei Verwendungsarten, Stempelarten und vielem mehr sehr detailliert, so dass auch Heimatsammler über die Suchmaschine auf der Web-Seite ganz gezielt nach ihren Gebieten/Orten das Angebot durchsuchen können.

Viel Zeit und Arbeit hat das Auktionshaus in den neuen Katalog investiert, der in über 8000 Losen ein breites Angebot für Sammler und Händler bringt. Einige besondere Stücke seien beispielhaft vorgestellt:

- Württemberg 1873, 70 Kr. rotlila, farbfrische Marke, gestempelt "Ulm Stadtpostbüro", unten etwas angeschnitten, sonst Randlinienschnitt bis vollrandig, kleine rückseitige Schürfungen. Das echte und dekorative Exemplar dieser seltenen Marke hat einen Ansatz von 1300 Euro.

- Deutsche Kolonien Togo Französische Besetzung 1915, Brief mit waagrechtem Paar 10 auf 5 Pf und senkrechte Halbierung in waagrechter Einheit als 25-Centimes-Porto, klar gestempelt "Anecho 18.1.1915" und Ankunftstempel 20.1.15 Porto-Novo. Das sogenannte Anecho-Provisorium ist mit 1900 Euro geschätzt.

- Bund 1956, 10 Pf Europa-Marke mit seltenem seitenverkehrtem Wasserzeichen, postfrischer 4er-Block aus der linken oberen Bogenecke, wahrscheinlich Unikat. Die seltene Einheit der MiNr. 241 Z hat einen Ausruf von 7500 Euro.

- Bund 2002, 56 Cent Dohnanyi-Essay, waagrechtes Eckrandpaar links unten mit zwei Ersttags-Stempeln "BAMBERG 1 10.1. 02" in portogerechter und bisher einzig bekannter Mehrfachfrankatur als Kompakt-Brief 21 bis 50 g mit entsprechendem Codierstreifen in einwandreier Qualität. Sensationeller, mehrfach publizierter Beleg (siehe "philatelie" und "Michel-Rundschau" 9/2002) sowie Titelstück im Heft 3 der "Schriftenreihe zur Geschichte der Philatelie in Deutschland" des Consilium Philatelicum. Für das Unikat sind mindestens 5500 Euro zu bieten.

Am 2. Versteigerungstag kommt ein großes Angebot Münzen und Medaillen von alt bis neu sowie Gold und Silber unter den Hammer. Hervorzuheben sind hier das Deutsche Kaiserreich und Weimar mit hervorragenden Einzelstücken, beispielsweise Deutsches Kaiserreich/Braunschweig 1875, 20 Mk. Gold, Wilhelm, Erhaltung ss/vz (1100 Euro). Auch ganze Sammlungen und Nachlässe sind darunter. Nicht nur für Sammler, sondern auch für Anleger ist hier einiges zu finden.

Den Abschluss bilden über 2000 Sammlungen, Posten und teils unberührte Nachlässe, deren Spannbreite von Übersee-Kollektionen, Wühlkisten, Motivposten bis hin zu Objekten von Europa und Deutschland reicht. Die Größenordnung bewegt sich von Ausrufen ab "Gebot" bis in den hohen vierstelligen Bereich.

Internet: www.briefmarken.com

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151. Auktion Felzmann-Auktion vom 12.-14. März 2015: Historischer Preis für ein Einzelstück

wm (gm/Düsseldorf) Ulrich Felzmann erzielte bei seiner Frühjahrsauktion einen der höchsten jemals gezahlten Auktionszuschläge für ein Einzelstück der Besetzung 2. Weltkrieg. Der letzte noch erhaltene ungezähnte Viererblock der Gorochow-Marken wurde für die Rekordsumme von 70.000 Euro versteigert (Los 6476). Das war nicht der einzige Zuschlag, der das internationale Publikum im Saal, an den Telefonen und live im Internet zum Staunen brachte.

Mit Spannung erwarteten die Besucher im gut gefüllten Saal am Auktionssamstag den Start der Versteigerung des unberührten Bestandes MARKEN BELO AACHEN. Die 34 Lose übertrafen anschließend sogar die Erwartungen des Auktionators. Der Gesamtzuschlag lag insgesamt 60 Prozent über der Schätzung. Bei einem Ausruf von 51.800 Euro wurde die Zuschlagssumme von 82.400 Euro erreicht. Einen Posten III. Reich 1933-1945 steigerten mehrere Bieter von 3.000 Euro auf 8.500 Euro (Los 7403). Ein Schwaneberger-Album mit Marken bis ca. 1940 erzielte 3.700 Euro bei 1.500 Euro Ausruf (Los 7429). Im Anschluss sorgte die Sammlungsauktion für weitere grandiose Zuschläge. So eine Zeppelinpost-Sammlung (Los 8339), die für 45.000 Euro versteigert wurde oder die preisgekrönte Ausstellungssammlung "Oberschlesien" von Prof. Dr. Urban, die 41.000 Euro brachte (Ausruf: 25.000 Euro, Los 8391). Die Erben des versierten Sammlers waren vor Ort, um die Versteigerung dieses Lebenswerkes hautnah mitzuerleben.

Die Briefmarkenauktion startete schon am ersten Tag mit Spitzenergebnissen und einer erfolgreichen Zeppelin-Spezial-Versteigerung. Das Angebot der über 1.000 Lose stammte vorrangig aus der Auflösung einer Sammlung Österreich und der Nachlass-Sammlung "Walther", hinzu kamen Spitzenbelege aus Italien. Ein seltener Brief der Polarfahrt 1931 ab Wien wurde von 800 Euro auf 3.200 Euro gesteigert (Los 3882). Ein Einschreiben-Brief der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 erzielte 4.200 Euro (Ausruf 2.500 Euro, Los 3780).

Für weitere Highlights sorgten die Gebiete der Deutschen Kolonien. Spannende Bietergefechte zwischen Saal- und Online-Bietern führten zu enormen Preissteigerungen. Mit den Kiautschou Markenausgaben im senkrechten Paar wurde eine der größten Raritäten der gesamten Deutschen Kolonialphilatelie angeboten. Das Spitzenstück erzielte den Top-Zuschlag von 41.000 Euro (Ausruf: 30.000 Euro, Los 5999). Einzelne Lose erreichten den 5- bis 10-fachen Wert des Schätzpreises. Ein Prachtsatz Britische Besetzung Deutsch-Neuguineas erhielt bei 11.000 Euro den Zuschlag (Ausruf: 5.000 Euro, Los 5933). Ein Einzelstück derselben Ausgabe mit doppeltem Aufdruck auf einem besonders schönen Briefstück trieb die Gebote von 750 Euro bis auf 8.500 Euro (Los 5938). Für 13.000 Euro sicherte sich ein Bieter eine seltene Marke der Marshall-Inseln (Ausruf: 3.000 Euro, Los 6040).

Weitere gute Ergebnisse gab es im Bereich China, hier erhielt der Schauspielblock "Mei Lan-Fang" für 9.000 Euro den Zuschlag (Ausruf: 8.000 Euro, Los 4542). Canadas Kopfsteher "St. Lawrence Seeweg" wurde für 4.800 Euro verkauft (Ausruf: 3.500 Euro, Los 4525). Ein ungezähnter Probedruck aus Lettland der 1 R Drachentöter brachte 1.200 Euro (Ausruf: 750 Euro, Los 4768). Schöne Ergebnisse waren auch bei Altdeutschland zu verzeichnen. Ein Hannover-Brief ZEVEN mit Viererstreifen der Nr. 2 wurde von 1.300 Euro auf 2.100 Euro gesteigert. Eine Besonderheit aus der Inflationszeit stellt ein Oberrand-Viererblock 800 Tausend auf 500 Mk dar, der in gestempelter Luxuserhaltung für 3.500 Euro an einen neuen Besitzer ging (Ausruf: 3.000 Euro, Los 5482). Bei den Feldpostmarken wurde die Kuban Päckchenmarke Type I für 2.200 Euro versteigert (Ausruf: 1.500 Euro, Los 6523). Ein postfrischer Fehldruck des Olympiablocks München 1972 wurde für 1.800 Euro zugeschlagen (Ausruf: 1.000 Euro, Los 1.800 Euro).

Alle Ergebnisse der Auktion sind auf www.felzmann.de einsehbar. Unverkaufte Lose der 151. Auktion können ab sofort mit einem Nachlass von 10 Prozent - mit Ausnahme der limitierten Lose - im Nachverkauf erstanden werden. Die Besichtigung von unverkauften Losen ist ausschließlich am Nachverkaufstag, dem 27. März 2015 im Düsseldorfer Auktionshaus möglich.

Vorausschau: 54. Hadersbeck-Auktion vom 15.-17. April 2015

wm 5.800 Lose verschiedenster Sammelgebiete warten bei dieser Auktion auf interessierte Käufer. Dabei sind u.a. seltene als R-Brief gelaufene FDC (z.B. MiNr. 534/45), Chinas Schauspieler-Block 8, gute und seltene Ausgaben von Grönland, den Niederlanden, natürlich vom Deutschen Reich (u. a. mit einer Elbinger Postfälschung), den Kolonien, Oberschlesien (mit einer Neuentdeckung eines Germania-Zusammendrucks, MiNr. S3 oder W5), großer Innendienst von Danzig und vieles andere mehr. Die Versteigerung bietet zudem ein reichhaltiges Angebot an Münzen, Medaillen, Orden und Ehrenzeichen und last but not least rund 1 700 Positionen an Sammlungen, Nachlässen, Händlerposten, Briefe, Ansichtskarten und Autografen. Kontakt: Hadersbeck Auktionen, Erich-Steinfurth-Straße 8, 10243 Berlin, Telefon: (030) 29 49 13 90, Telefax: (030) 29 49 13 91, eMail: info@hadersbeck-auktionen.com

Internet: hadersbeck-auktionen.com

Heinrich Köhler Frühjahrsauktion vom 24. bis 28. März 2015 präsentiert eine "philatelistische Weltreise" der Extraklasse

wm (Wiesbaden) Die letzte März-Woche steht auch in diesem Jahr wieder ganz im Zeichen der Heinrich Köhler Frühjahrsauktion, die vom 24. bis 28. März 2015 in Wiesbaden stattfinden wird. Mit einer beeindruckenden Bandbreite weltweiter Philatelie und Postgeschichte präsentieren im Vorfeld gleich vier Sonderkataloge sowie der Hauptkatalog inklusive zwei Sonderteilen eine erlesene Auswahl an wertvollen Briefmarken, seltenen Belegen und hochwertigen Sammlungen.

Die Reise startet am 24. März mit Estland sowie dem benachbarten Lettland mit der Versteigerung der einzigartigen Kollektionen des bekannten Philatelisten Harry von Hofmann. Zu den Spitzenstücken beider Sammlungen gehören Briefe aus der Zeit der kurzen schwedischen Posthoheit Anfang des 18. Jahrhunderts. Insbesondere in Lettland sieht man Stücke aus allen Perioden der bewegenden Geschichte dieses Landes bis in die neueste Zeit hinein.

Weiter geht das Abenteuer in Persien mit der herausragenden Sammlung von Tony Zonneveld, die mehr als 300 Stopps (Lose) bereithält. Zu den Highlights gehören unter anderem zahlreiche einmalige Stücke der Zensurpost des Landes. Die Reise wird dann vorwiegend mit dem Zeppelin fortgesetzt, präsentiert durch die Sammlung 2Hardtwald - Zeppelin Alle Welt und Zuleitungspost" mit wohl einmaligen Kostbarkeiten der "Zuleitungspost Luxemburg", die im Laufe von mehreren Jahrzehnten zusammengetragen wurden!

Ein Zwischenstopp in Samoa, wo die fantastische Sammlung Volker Adlers präsentiert wird, hält für die Liebhaber dieses Gebietes ein Angebot bereit, das es seit Jahren auf Auktionen nicht mehr gegeben hat! Über 400 Lose mit etlichen Höhepunkten aus der Britischen, Amerikanischen, Neuseeländischen und Deutschen Zeit werden garantiert für Begeisterung sorgen.

Zurück in Deutschland erwartet die Reisenden ein philatelistischer Streifzug durch die Geschichte unseres Landes, mit hochwertigen Stücken aus allen Perioden. Das Deutsche Reich zeigt uns die Auflösung einer hochwertigen Germania-Sammlung sowie Ausnahmestücke einer Infla-Spezialsammlung der Marke zu 50 Milliarden Mark. Ein Blockpaar Olympische Spiele ungezähnt mit unterschiedlichen Sonderstempeln ist der Höhepunkt des Dritten Reiches! Nachkriegsdeutschland wartet mit einem wertvollen Spezialangebot "Französische Zone" auf. Das Sammelgebiet "Saar" präsentiert unter anderem einen höchst selten einmal angeboten Urdrucksatz in gestempelter Erhaltung.

Für den Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss unserer Weltreise bleiben wir am Samstag in (Alt-) Deutschland. Ein erlesenes Angebot werthaltiger Einzellose und Sammlungen inklusive der Auflösung der Sammlungen "Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg und Preussen" von Dr. Hanns-Georg Friedrich führt zum Endpunkt der Reise, der Versteigerung der Sammlung "Thurn- und Taxis - Auslandsdestinationen von Dr. Leo Wojnke".

Reiselustige sind jederzeit eingeladen, die Kataloge zu diesem "philatelistischen Abenteuer" in Wiesbaden anzufordern. Ausführliche Informationen, zahlreiche Bilder der Reise-Highlights und vieles mehr finden Interessenten auch im Internet unter www.heinrich-koehler.de

Weitere Informationen zur Auktion und allen Losen bei: Heinrich Köhler Auktionshaus GmbH & Co. KG, Wilhelmstraße 48, 65183 Wiesbaden, Telefon: 06 11/39 38 1, Telefax: 06 11/39 38 4, E-Mail: info@heinrich-koehler.de, Internet: www.heinrich-koehler.de

Vorbericht zur 350. Schwanke-Auktion, Hamburg 16.-18.April 2015

wm (Hamburg) In einem Sonderkatalog zur Jubiläumsauktion stellt das Haus mehrere besondere Sammlungen vor. In der Kollektion von Horst Schafmeyer "Deutsche Kolonien", aufgeteilt in ca. 350 Positionen, ist so ziemlich alles vorhanden, was die deutsche Kolonialphilatelie an Michel-Nummern zu bieten hat, von den Vorläufern über die Hauptnummern bis hin zu den Ausgaben der britischen und französischen Besetzungszeit. Besondere und seltene Entwertungen bietet die Sammlung ebenso wie viele Briefe, Karten Ansichtskarten, Feldpost, Marine-Schiffspost und auch Kuriositäten. Vieles wird in "Rest"-Sammlungen oder kleinen Posten zum Angebot gelangen. Hier bieten sich viele Chancen, um eventuell mit einem mehr als schönem Grundstock einmal ein ganz neues Gebiet zu beginnen.

Die "Rumänien"-Sammlung von Robert Denndorf, Hamburg schließt sich an. Die rund 150 Positionen enthalten zunächst einmal einige Raritäten der prominenten Erstausgaben. Es folgen einige Lose mit Bogen oder Bogenteilen sowie viele Briefe der ersten Ausgaben "Fürstentum Rumänien" sowie natürlich der Kopfausgaben. An die Markenklassik schließen reizvolle Sammlungsteile aus dem Zeitraum von 1900 bis ca. 1950 an. Der Schwerpunkt liegt hier stets auf postgeschichtlichen Aspekten, d.h., in der (ehemaligen Ausstellungs- )Sammlung wurden sämtliche Serien mit einer Vielzahl von Briefen, Karten und FDCs unterlegt, die man in dieser Fülle eigentlich nie sieht. Auch Abarten und viele ungezähnte Stücke mit teils nur Miniauflagen von 200-300 Stück sind vorhanden. "Back of the book" - Ausgaben wie z.B. die Lokalausgaben (z.B. "Hohe Rinne" oder "Oradea"), Auslandspost, Besetzungsgebiete, Österreichische Militärfeldpost usw. dürfen natürlich ebenso wenig fehlen wie zum Schluss etwas Literatur zum Thema Rumänien.

Die Sammlung "Bauer, Berlin-Köpenick" ist eine bekannte Spezialsammlung des Bezirkes "36" der SBZ-Bezirkshandstempel-Überdrucke. Von "Angermünde" bis "Zehdenick" ist praktisch jeder auch noch so kleine Ort vertreten, in dem Handstempelaufdrucke am Postschalter verausgabt wurden. Darunter sind einige Seltenheiten, von denen jeweils nur wenige Exemplare bekannt geworden sind. Es gibt auch viele Briefe oder Ganzsachen, die teils in kleineren Lots angeboten werden; ein großer Marken(rest-)bestand, nach Orten gegliedert, diente als Forschungsgrundlage und wird geschlossen zum Ausruf gebracht. Diverses Referenzmaterial rundet das Angebot ab.

"Benefiz für Bücher" oder "Best bids for books" unter diesem Motto findet eine kleine Benefiz-Auktion zur Rettung der Philatelistischen Bibliothek Hamburg e.V. statt. Das Angebot umfasst insgesamt 76 Auktionslose und enthält neben kleinen Lots und Posten auch viele feine Einzelstücke. Ein absolutes Highlight ist ein Moens´scher Probeabzug der Marken von BERGEDORF. Wie alle Positionen dieser kleinen Benefizauktion wird auch dieses Stück "gegen Gebot" ausgerufen.

Schwanke wird zur 350. Auktion zwei gedruckte Kataloge veröffentlichen. Der Hauptkatalog enthält wie immer die ganze Palette internationaler und deutscher Philatelie sowie eine große Zahl von Sammlungen, Doubletten- und Händlerposten, Münzen, Banknoten - diesmal auch einige alte Uhren ! - und komplett angebotenen Nachlässen aus Sammlerhand.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, Telefon: (040) 33 71 57, Fax: (040) 33 13 30, E-Mail: info@schwanke-auktionen.de

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Fußball-WM-Autogrammkarte von 1955 für 1.500 Euro Ausruf!

wm Prof. Dr. Reinhard Krüger hatte unlängst in einem mehrteiligen Artikel zur "Fußballdiplomatie zwischen der BRD und der UdSSR 1955" in der Zeitschrift "philatelie" (siehe Nr. 449-451) eine Grußkarte des WM-Fußball-Teams von 1954 vorgestellt, nun ist eine ähnliche Karte, allerdings an eine andere Adresse gerichtet, "Prunkstück" der 207. Briefmarken-Versteigerung des Hauses Karl Pfankuch in Braunschweig, wo sie am Donnerstag, den 26. März 2015 unter den Hammer kommt. In der Beschreibung heißt es: "Mit den Originalunterschriften fast aller Spieler der deutschen Nationalmannschaft, die 1954 in Bern Weltmeister wurde ...seltenes zeitgeschichtliches Dokument und vermutlich Unikat, die starken Bedarfsspuren spielen daher eine untergeordnete Rolle." Die Luftpostkarte aus Moskau ist an ein Waisenhaus in Fürth/Bayern gerichtet, in dem Karl Mai als Kriegswaise aufgewachsen war.

Zweifelsohne für Fußball-Thematiksammler ein besonderes Stück, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Originalsignaturen auf postalisch beförderten Belegen erhalten seit geraumer Zeit stärkere Nachfrage bei Philatelisten, zumal dann, wenn sie im Sinne der "social philately" eingebunden in einen interessanten politischen Zeitkontext sind. Wie in diesem Fall, als die deutsche Nationalmannschaft gegen die damalige Mannschaft der Sowjetunion in Moskau spielte.

151. Felzmann-Auktion:
Einmalige Einheit der deutschen Besetzungsausgaben 1939-1945

Das Auktionshaus Felzmann hat für die Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März 2015 einmal mehr ein hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie zusammengestellt. An drei Tagen kommen über 3800 Einzellose und über 1100 Sammlungen bei Auktionator Ulrich Felzmann unter den Hammer. Das massive Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert und stellt neben der Sammlungsauktion am Auktionssamstag und hochkarätigen Einzellosen eines der Highlights der spannenden Auktionswoche in Düsseldorf dar. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den deutschen Besetzungsausgaben für die Ukraine im Zweiten Weltkrieg.

Seit Jahrzehnten nicht auf dem Markt gewesen

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion besetzten deutsche und rumänische Truppen ab Juli 1941 nach und nach das Gebiet der Ukraine. Die unter deutschem Einfluss stehenden Teile wurden im Reichskommissariat Ukraine zusammengefasst. In einigen Bereichen kam es zur Einsetzung von Zivilverwaltungen und in deren Gefolge auch zur Einrichtung eines lokalen Postwesens. Ab 14. November 1941 kamen Freimarken des Deutschen Reiches mit dem Aufdruck "Ukraine" in Umlauf.

Nachdem sich der Kriegsverlauf wendete und sich die deutschen Truppen immer weiter zurückziehen mussten, übernahmen die noch tätigen Gebietskommissare die Postverbindung zur deutschen Dienstpost. Dafür wurde eine Sondergebühr erhoben, die mit Marken abzugelten war. Insbesondere in der Nord-Ukraine wurden mehrere Hilfspostmarken aufgelegt, u.a. für das Gebietskommissariat Gorochow, das zuletzt die Gebiete Berestetschko, Gorochow, Lokatschi und Osjutitschi umfasste.

Die Ausgabe für Gorochow, die im März 1944 ausgegeben wurde, nimmt eine Sonderstellung unter den Besetzungsausgaben der Ukraine ein - nicht nur wegen des Preises. Die Marke, die einen Umriss des Gebietskommissariats Gorochow zeigt, wurde vorder- und rückseitig, waagerecht und senkrecht sowie gegeneinander kopfstehend im Markenbogen gedruckt. Beide Seiten zusammen ergaben einen "vollständigen" Bogen, der keine Gummierung erhielt. Mit 200 Stück war die Auflage extrem klein. 192 davon erhielten eine Zähnung (MiNr. 16 A), lediglich acht Stück der Gesamtauflage blieben ungezähnt (MiNr. 16 B).

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen kann man am besten ermessen, dass Viererblocks - bestehend aus zwei Kehrdruckpaaren - zu den größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben im Zweiten Weltkrieg gehören müssen. Im Falle des bei Felzmann angebotenen ungezähnten Viererblocks kann man sogar zweifelsfrei von einem Unikat sprechen, denn vor langer Zeit war am Markt eine einzelne ungezähnte Marke aufgetaucht, so dass es nur einen Viererblock geben kann. Er ist angesichts des hochgerechneten Katalogwertes in Höhe von etwa 400.000 Euro eher moderat mit 60.000 Euro taxiert. Die gezähnte Variante liegt ebenfalls als Viererblock vor, entwertet mit dem violetten Dienstsiegel "Der Gebietskommissar in Gorochow 1". BPP-Verbandsprüfer Walter Zirath schreibt in seinem Fotoattest vom 9. Februar 2015, dass nur wenige echt gestempelte Marken existieren. "Es handelt sich um den einzigen bekannten gestempelten Viererblock." Der Startpreis beträgt 15.000 Euro. Das Trio wird komplettiert durch einen ungebrauchten, gezähnten Viererblock, der mit 6000 Euro ins Rennen geht.

Die Gorochow-Viererblocks stammen aus der Sammlung "Rudolf", die ein versierter Philatelist aus Süddeutschland in Jahrzehnten aufgebaut hat. Er starb letztes Jahr im Alter von 93 Jahren. Der Kenner der deutschen Sammelgebiete mit einem Faible für deutsche Kolonialmarken, die Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkriegs und die Lokalausgaben 1945/46 hatte seine aktivste Zeit von den 1960er bis 1980er Jahren. Später musste er sich aus gesundheitlichen Gründen einschränken; in den letzten 15 Jahren lag die Kollektion unberührt im Tresor. Die Marken und Belege sind weit überwiegend kompetent geprüft und wurden durchweg bei renommierten Auktionshäusern und Händlern erworben. So befanden sich die Gorochow-Viererblocks noch in Pergamenttüten des bekannten Briefmarkenhauses Dr. Heinrich Wittmann in München, dort erworben wahrscheinlich Mitte der 1970er Jahre. Wer den MICHEL-Deutschland-Spezial-Katalog zur Hand nimmt, wird schon bei den Gorochow-Viererblocks feststellen, dass die Preisansätze eher zurückhaltend sind (25-30% MICHEL).

Das gilt auch für die anderen Stücke aus der Sammlung "Rudolf", aus der noch über 60 weitere Lose mit Besetzungsausgaben - Schwerpunkt Ukraine - stammen. Ein weiteres Spitzenstück ist die Alexanderstadt 1,50 Rbl Handstempel Type III auf der postfrischen Marke "5 K Bergmann" (MiNr. 3). Bisher sind nur sechs Exemplare bekannt, somit gehört das Stück zu einer der größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben. Die Toprarität wird mit 9000 Euro ausgerufen. Mit 8000 Euro angesetzt ist die Alexanderstadt MiNr. 16 mit sauberem Stempel vom 25. März 1942. Von den Lokalausgaben Moiseküll in Estland ist der komplette Satz Handstempel-Aufdrucke "VABA EESTI" (MiNrn. 1-7) auf Blanko-Umschlag mit Stempel "MOISAKÜLA 12 VIII 41 EESTI" vorhanden (ebenfalls 8000 Euro). Einen Startpreis von 7500 Euro hat der komplette Satz Festung Lorient (Frankreich) MiNrn. 1-14 in postfrischer Erhaltung.

Ein reichhaltiges Angebot von einigen Dutzend Losen findet sich auch von den Ausgaben für Böhmen und Mähren sowie dem Sudetenland.

Hervorragend besetzt ist außerdem die deutsche Kolonialphilatelie, wo eine der größten Raritäten dieses Sammelabschnitts unter den Hammer kommt: Die 10 Pfennig Kiautschou im senkrechten Paar mit dem Ergänzungs-Handstempel "5" in tadellos erhaltenem Zusammendruck, farbfrisch und gut gezähnt, die untere Marke sogar postfrisch. Die spektakuläre Einheit (MiNrn. 2+3 SZd) hat einen Ausruf von 30.000 Euro. Ein ähnliches ungebrauchtes Zusammendruck-Paar (MiNrn. 2+4 SZd) mit Unterrand wird für 12.000 Euro angeboten. Ungewöhnlich breit angelegt sind die Ausgaben der französischen bzw. britischen Besetzung Togos, Deutsch-Ostafrikas, Samoas, Kameruns, der Marshall-Inseln und Deutsch-Neuguineas. Mit jeweils 2100 Euro starten die Togo (Französische Besetzung) MiNr. 12 und 13 auf Kabinett-Briefstück. Selten offeriert wird auch die Togo MiNr. 8 I, hier auf einem kleinen Luxus-Briefstück (3000 Euro). Ebenfalls mindestens 3000 Euro soll die Marshall-Inseln (Britische Besetzung) MiNr. 12 II ungebraucht bringen. Die MiNr. 13 I ungebraucht ist mit 2400 Euro genauso taxiert wie die MiNrn. 10 I und 11 ungebraucht von Samoa (Britische Besetzung) als ein Los. 5000 Euro werden für das äußerst rare Satzangebot Deutsch-Neuguinea (Britische Besetzung) MiNrn. 1-15 ungebraucht verlangt. Der Gesamtausruf der Sammlung "Rudolf" (Einzel- und Sammellose) bewegt sich bei einer Viertel Million Euro.

Ein weiterer Schwerpunkt der Auktion liegt auf dem Boom-Gebiet China, das u.a. mit einem postfrischen Schauspielblock "Mei Lan-Fang" aufwartet (8000 Euro). Eher klassisch orientierte Liebhaber finden bei Alt-Schweiz ein kleines und feines Angebot früher Chargé-Briefe, darunter ein traumhaft schöner Beleg mit farbfrischer, im Paar geklebter 5 Rp Rayon I (4000 Euro).

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 151. Auktion ist auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet am 10. und 11. März 2015 statt.

Internet: www.felzmann.de

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359. Heinrich-Köhler-Auktion: Eine Weltreise mit der Philatelie!

Weltumspannende Philatelie bietet die Frühjahrsversteigerung bei dem Traditionshaus Heinrich Köhler, die vom 24. bis 28. März 2015 durchgeführt wird. Vier Sonderkataloge, zwei Sonderteile im Hauptkatalog und Deutschland vom Feinsten versprechen eine heiße Woche in Wiesbaden!

Ein Höhepunkt ist die Postgeschichte Samoas

Die Reise geht los am 24. März im Baltikum mit Harry von Hofmanns Kollektion über die Postgeschichte von Estland und Lettland. Die Spitzenstücke beider Sammlungen sind Briefe aus der kurzen schwedischen Postzeit von Anfang des 18. Jahrhunderts. Insbesondere in Lettland legt man großen Wert auf Stücke aus allen Perioden der bewegenden Geschichte dieses Landes bis in die neueste Zeit hinein.

Weiter geht die Reise in Tony Zonnevelds Persien mit mehr als 300 Losen, wobei das besondere Augenmerk der Zensurpost gilt, wo einmalige Stücke auf neue Liebhaber warten. Der Tripp durch die Philatelie geht vorwiegend mit dem Zeppelin voran, repräsentiert durch die Sammlung "Hardtwald - Zeppelin Alle Welt und Zuleitungspost" mit wohl einmaligen Kostbarkeiten der Zuleitungspost Luxemburgs. Die Belege wurden im Laufe von mehreren Jahrzehnten zusammengetragen.

Ein Zwischenstopp führt ins Südsee-Paradies Samoa. Das phantastische Objekt von Volker Adler beinhaltet postgeschichtliche Höhepunkte aus der britischen, amerikanischen, neuseeländischen und deutschen Zeit ab 1840. Mit über 400 Losen steht für die Liebhaber dieses Gebietes ein Angebot bereit, das es seit Jahren auf Auktionen nicht mehr gegeben hat.

Zurück in Deutschland geht die Reise durch alle Epochen, begleitet von außergewöhnlichen Stücken. Das Deutsche Reich zeigt die Auflösung einer hochwertigen Germania-Sammlung und Ausnahmestücke einer Spezialsammlung der Marke zu 50 Milliarden Mark. Ein Blockpaar zu den Olympischen Spielen 1936 ungezähnt mit unterschiedlichen Sonderstempeln ist der Höhepunkt des Dritten Reiches. Nachkriegsdeutschland wartet mit einem Spezialangebot der Französischen Zone auf. Die Saar begeistert mit einem Urdrucksatz in gestempelter Erhaltung - in dieser Erhaltung wird er nur ganz selten einmal offeriert.

In Deutschland endet die philatelistische Weltreise mit erlesenen Stücken. Sie stammen unter anderem aus der Detaillierung der Sammlung "Lübeck, Mecklenburg, Oldenburg und Preußen" von Dr. Hanns-Georg Friedrich und der Kollektion von Dr. Leo Wojnke mit Auslandsfrankaturen von Thurn und Taxis.

Die "Reisekataloge" können im Internet eingesehen oder beim Auktionshaus Heinrich Köhler bestellt werden.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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Spezial-Angebot mit Bogenrandsignaturen

Mainz Standardausgaben und viele Seltenheiten von Deutschland, Europa und Übersee verspricht die 167. Loth-Auktion, die am 20. und 21. März durchgeführt wird. Bei Deutschland gibt es nicht nur gesuchte Stücke wie zum Beispiel den Lübeck-Fehldruck gestempelt oder die MiNr. 87 II d U des Deutschen Reiches, sondern auch ein interessantes modernes Angebot mit Formnummern, Druckerzeichen und Hausauftragsnummern.

Im Blickpunkt steht außerdem die Auflösung zweier Spezial-Sammlungen: Sonderstempel des Deutschen Reiches 1880-1915 mit R-Zettel-Besonderheiten und Russland Kaiserreich mit zahlreichen Belegen.

Ein umfangreicher Sammlungsteil mit vielen hochwertigen, gehaltvollen und teils unberührten Objekten und Nachlässen sowie Literatur, Zubehör und Münzen (u.a. von China, Deutschem Kaiserreich und Weimar) bildet den Abschluss der zweitägigen Veranstaltung.

Internet: www.lothauktionen.de

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Schleswig-Holstein-Perle

Bonn Ein umfangreiches Angebot von über 9000 Losen mit zahlreichen kleinen und großen Besonderheiten der weltweiten Philatelie steht auf der 142. Auktion der Firma Dr. Reinhard Fischer am 6. und 7. März 2015 zum Verkauf.

Ins Auge fallen einige Stücke, die das Auktionshaus auf dem Katalogtitel präsentiert, dabei u. a. Schleswig-Holstein mit einer seltenen Einzelfrankatur der MiNr. 2 a auf Beleg mit handschriftlicher Aufgabe. Der vermutlich schönste bekannte Beleg dieser seltenen Marke zierte einst die herausragende Sammlung von Jakob Engel.

Wieder einmal im Fokus stehen auch die Ausgaben der Deutschen Kolonien und Auslandspostämter, dieses Mal unter anderem mit einem sehr schönen und einwandfreiem Exemplar des sog. "Tsingtau-Provisoriums" von Kiautschou mit seltener Abart "Doppelter Aufdruck der neuen Wertstufe 5 Pfg". Hervorzuheben ist auch eine moderne Nachkriegsrarität, eine Einzelfrankatur der 5 Mark Schwarzaufdruck als Ersttagsbrief. Dieser seltene Beleg ist die einzige derzeit bekannte Einzelfrankatur als Ersttagsverwendung. Er wurde 2011 für 15 500 Euro zugeschlagen und ist im Michel-Deutschland-Spezial 2014 (Band 2) abgebildet. Das seltene Exemplar startet mit einem zurückhaltendem Ausruf von 10.000 Euro die Suche nach einem Liebhaber.

Aufgelöst wird eine postfrische Sammlung der Altdeutschen Staaten mit zahlreichen seltenen Stücken. In dieser Erhaltung werden selbst Marken mit einem Katalogwert zwischen 80 und 100 Euro selten angeboten. Besonders stark sind Bayern und Württemberg. Die Auflösung einer Bogensammlung Helgoland ist ebenso interessant wie Deutsches Reich mit zahlreichen Typen, Farben und Besonderheiten. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches fallen u. a. eine einwandfreie 2 Kr. großer Schild (800 Euro) mit neuem Fotoattest Krug BPP, aber auch ein postfrischer Iposta-Block ohne jegliche Signaturen (500 Euro) mit Fotoattest Schlegel BPP auf. Ein umfangreiches Angebot der Markenheftchen und Zusammendrucke ergänzt das Programm. Eine Auswahl gesuchter Zeppelinbelege und zahlreicher zeithistorischer Propaganda-Karten dieser Zeit ist mit über 200 Losen vertreten.

Wieder einmal ist es dem Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer vergönnt, eine Sammlung "Sudetenland" aufzulösen. Zahlreiche Lose wurden vom Spezialisten Robert Brunel VP geprüft und werden mit aktuellen Attesten und Befunden angeboten. Dabei sind u. a. zwei Unikate und einige Raritäten, z.B. Karlsbad mit MiNr. 8 im senkrechten Paar. Die obere Marke weist einen senkrecht liegendem Aufdruck auf. Die Einheit präsentiert sich in ungebrauchter Erhaltung - zurzeit das einzige bekannte Exemplar dieser Besonderheit. Nicht weniger selten ist eine MiNr. 17 mit anhängendem Leerfeld und liegendem Aufdruck - in dieser Form einziges ungebrauchtes Exemplar, insgesamt sind nur vier Exemplare bekannt. Eine weitere Rarität ist die Reichenberg MiNr 16 b in postfrischer Erhaltung, mit einer Auflage von nur zehn Stück sicherlich eine der begehrtesten Marken dieses populären Gebietes. Ebenso umfangreich und hochwertig sind andere Besetzungsausgaben des Zweiten Weltkrieges, u. a. Legionsmarken mit Dänemark - Schalburg-Marken im senkrechten postfrischen Paar in tadelloser Erhaltung (1200 Euro). Besonders umfangreich sind die Propagandafälschungen im Zweiten Weltkrieg mit 50 Losen, überwiegend mit Fotoattesten/Fotobefunden des Experten Pieles BPP.

In außergewöhnlicher Reichhaltigkeit zeigen sich die deutschen Nachkriegsausgaben, die zahlreiche Raritäten und Besonderheiten sowie gesuchte Standard-Werte und Sätze enthalten. Mit dabei sind u. a. sehr seltene Lokalausgaben sowie SBZ mit zahlreichen Farbvarianten, Block-Seltenheiten und Zusammendrucken. Unter Bund darf ein postfrischer Posthornsatz in makelloser Qualität mit Fotoattest A. Schlegel BPP nicht fehlen, der mit einem günstigen Schätzwert von 650 Euro startet.

Europa und Übersee sind breit vertreten. Hier fallen starke Angebote der Gebiete Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge, ergänzt um seltene Werte anderer Staaten.

Ein weiteres Highlight ist die Benefiz-Auktion zugunsten der Philatelistischen Bibliothek in Hamburg. Nachdem die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte kurzfristig die Zuschüsse gestrichen hat, ist die Einrichtung von der Existenz bedroht. Etwa 80 Lose von verschiedenen Einlieferern werden für den guten Zweck versteigert.

Die Auswahl reicht von Altdeutschland bis hin zu Motivsammlungen. Eine weitere Veranstaltung dieser Art führt das Auktionshaus in der 143. Versteigerung im Mai 2015 durch; eine Einlieferung ist noch bis zum 1. April 2015 möglich.

Den Abschluss der Versteigerung markiert ein umfangreiches Sammlungsangebot mit etwa 1500 Positionen. Es kommt zur Auflösung fünf großer Nachlässe, deren Sammlungen länderweise angeboten werden. Darüber hinaus stehen zahlreiche hochwertige Ländersammlungen Europa und Deutschland zum Verkauf. In der Nachlass-Abteilung reicht die Spanne vom kleinen Karton für 100 Euro bis hin zum hochwertig besetzten Nachlass mit einem Startpreis von 3500 Euro.

Internet: www.ReinhardFischerAuktionen.de

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Ulrich Felzmann 50 Jahre BDPh-Mitglied

wm (pve/wh) Seit 50 Jahren gehört Ulrich Felzmann zum BSV Bergedorf. Der Vorsitzende des MV Norddeutschland, Prof. Dr. Martienß, ließ es sich nicht nehmen, dem erfolgreichen Auktionator mit Nadel und Urkunde zu diesem Jubiläum zu gratulieren. Mit unter den Gratulanten in der Hauptversammlung des Vereins: Theodor-Herbert Kroog, ehemaliges Vorstandmitglied des BDPh. Ulrich Felzmann war aus der dem Verein angeschlossenen DPhJ-Gruppe, der er sich nach der Jubiläums-Ausstellung "100 Jahre Bergedorfer Briefmarken" angeschlossen hatte, in den Seniorenverein übergetreten. Nach seiner Ausbildung als Bankkaufmann trat er 1969 in das Auktionshaus seines Onkels in Düsseldorf ein, startete 1976 die erste Auktion in eigenem Namen. Als Logo der jungen Firma wählte er die 4-Schilling-Marke seiner Heimatstadt Bergedorf. Darum hatte sich sein Verein ein besonderes Jubiläums-Präsent ausgedacht: Ein Glasbild dieser Marke, angefertigt in der renommierten Bergedorfer Glaskunst-Werkstatt Adolf Hempel.

Vorbericht 142. Auktion Dr. Reinhard Fischer in Bonn am 6.-7. März 2015

wm Ein umfangreiches Angebot von über 9.000 Losen mit zahlreichen kleinen und großen Besonderheiten der weltweiten Philatelie steht zur Auswahl. Innerhalb dieser Auktion veranstaltet das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer eine Benefiz-Auktion zugunsten der philatelistischen Bibliothek Hamburg e. V..

Die Auswahl reicht von gesuchten Standard-Ausgaben bis hin zu großen Seltenheiten, die teilweise Unikate darstellen. Ins Auge fallen einige Stücke, die das Auktionshaus auf dem Katalogtitel präsentiert, dabei u. a. Schleswig-Holstein mit einer seltenen Einzelfrankatur der Mi.-Nr. 2a auf Beleg mit hds. Aufgabe, vermutlich der schönste bekannte Beleg dieser seltenen Marke, einst zierte dieses Stück die herausragende Sammlung von Jakob Engel. Wieder einmal im Fokus stehen auch die Ausgaben der deutschen Kolonien und Auslandspostämter, die das Auktionshaus umfangreich anbietet. Dieses Mal unter anderem mit einem sehr schönen und einwandfreiem Exemplar des sog. Tsingtau-Provisoriums von Kiautschou mit seltener Abart "doppelter Aufdruck der neuen Wertstufe 5 Pfg", vermutlich handelt es sich um eines der schönsten Exemplare dieser Marke. Ebenso eine moderne Nachkriegsrarität ist eine Einzelfrankatur der 5-Mark-Schwarzaufdruck als Ersttagsbrief, dieser seltene Beleg ist die einzige derzeit bekannte Einzelfrankatur als Ersttagsverwendung, der rare Umschlag wurde 2011 für 15 500 Euro zugeschlagen und ist im Michel-Deutschland Spezial 2014 Band 2 abgebildet, das seltene Exemplar startet mit einem zurückhaltendem Ausruf von 10.000 Euro die Suche nach einem Liebhaber.

Aber auch andere kleine und große Raritäten stehen diesen hochkarätigen Stücken in nichts nach. So wird unter anderem eine postfrische Sammlung der Altdeutschen Staaten mit zahlreichen seltenen Stücken aufgelöst, postfrische Stücke dieser Gebiete auch im Katalogwert zwischen 80-100 Euro werden selten angeboten, viele interessante Stücke warten auf neue Besitzer. Dabei u. a. zahlreiche Lose von Bayern und Württemberg. Die Auflösung einer Bogensammlung Helgoland ist ebenso interessant wie das Angebot Deutsches Reich mit zahlreichen Typen, Farben und Besonderheiten. Unter den Ausgaben des Deutschen Reiches fallen u. a. eine einwandfreie 2 Kr. großer Schild (800 Euro) mit neuem Fotoattest Krug BPP, aber auch ein postfrischer Iposta-Block ohne jegliche Signaturen (500 Euro) mit Fotoattest Schlegel BPP auf. Ein umfangreiches Angebot der Markenheftchen und Zusammendrucke ergänzt das interessante Angebot und bietet zahlreiche Möglichkeiten. Eine Auswahl gesuchter Zeppelinbelege und zahlreicher zeithistorischer Propaganda-Karten dieser Zeit ist mit über 200 Losen vertreten.

Wieder einmal ist es dem Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer vergönnt, eine Sammlung "Sudetenland" aufzulösen, zahlreiche der angebotenen Lose wurden vom Spezialisten Robert Brunel VP geprüft und werden mit aktuellen Attesten und Befunden angeboten. Dabei u. a. zwei Unikate und einige Raritäten, z. B. Karlsbad mit Mi.-Nr. 8 im senkr. Paar, bei diesem die obere Marke mit senkrecht liegendem Aufdruck, die Einheit präsentiert sich in ungebrauchter Erhaltung - zur Zeit das einzige bekannte Exemplar dieser Besonderheit, nicht weniger selten eine Mi.-Nr. 17 mit anhängendem Leerfeld und liegendem Aufdruck - in dieser Form einziges ungebrauchtes Exemplar, insgesamt sind nur vier Exemplare bekannt. Eine weitere Rarität ist die Reichenberg Mi.-Nr 16b in postfrischer Erhaltung, mit einer Auflage von nur 10 Stück sicherlich eine der begehrtesten Marken dieses populären Gebietes. Ebenso umfangreich und hochwertig ist das Angebot anderer Ausgaben "Deutsche Besetzung im 2. Weltkrieg". Besonders umfangreich das Angebot Propagandafälschungen im II. Weltkrieg mit 50 Losen, überwiegend mit Fotoattesten/Fotobefunden des Experten Pieles BPP.

Das Angebot der deutschen Nachkriegsausgaben bietet in außergewöhnlicher Reichhaltigkeit zahlreiche Raritäten und Besonderheiten sowie gesuchte Standard-Werte und Sätze. Dabei u. a. sehr seltene Lokalausgaben, SBZ mit zahlreichen Farbvarianten, Block-Seltenheiten und Zusammendrucken. Unter den Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland darf ein postfrischer Posthornsatz in makelloser Qualität mit Fotoattest A. Schlegel BPP "Die Qualität ist einwandfrei", der mit einem günstigen Schätzwert von 650 Euro startet, natürlich nicht fehlen.

Ein breites Angebot Europa und Übersee rundet das gewohnt reichhaltige Angebot deutscher Philatelie gebührend ab. Hier fallen starke Angebote der Gebiete Schweiz, Österreich und Liechtenstein ins Auge. Aber auch seltene Werte anderer Staaten sind im Angebot.

Ein weiteres Highlight der Auktion ist die Benefiz-Auktion zugunsten der philatelistischen Bibliothek in Hamburg, nachdem die Stiftung für Philatelie und Postgeschichte e. V. 2014 die Förderungen gestrichen hat, ist die Bibliothek von der Existenz bedroht. Etwa 80 Lose von verschiedenen Einlieferern werden für den guten Zweck zum Erhalt der Bibliothek versteigert. Die Auswahl reicht von Altdeutschland bis hin zu Motivsammlungen. Eine weitere Veranstaltung dieser Art führt das Auktionshaus in der 143. Auktion im Mai 2015 durch, eine Einlieferung zu dieser Auktion ist noch bis zum 1. April 2015 möglich.

Zum Schluss der Auktion steht ein umfangreiches Sammlungsangebot mit etwa 1 500 Sammellosen, dabei u. a. die Auflösung fünf großer Nachlässe, die Sammlungen dieser Nachlässe werden länderweise angeboten, zahlreiche hochwertige Ländersammlungen Europa und Deutschland kommen zum Aufruf. Ebenso interessant die Nachlass-Abteilung mit in je einem Los aufgelösten Sammlernachlässen die teils ein ganzes Sammlerleben lang zusammen getragen wurden, hier reicht die Spanne von einem kleinen Karton für 100 Euro Ausruf bis hin zum hochwertig besetzten Nachlass mit einem Startpreis von 3 500 Euro.

Weitere Informationen über die Auktion und das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer erhalten Sie im Internet unter www.ReinhardFischerAuktionen.de, ebenso steht Ihnen dort der eigene Online-Katalog mit Suchmaschine und Kundenlogin zur Verfügung. Wer keine Möglichkeit zur persönlichen Besichtigung hat, kann die Einzellose und zugehörigen Atteste im Internet einsehen, es sind alle Einzellose, auch die nicht im Print-Katalog abgebildeten im Internet abgebildet. Ebenso abgebildet ist ein umfangreicher Teil des Sammlungsangebotes, etwa 360 Sammlungen sind im Internet zur Besichtigung am eigenen Schreibtisch zur Verfügung gestellt.

151. Felzmann Auktion: Große Frühjahrsauktion vom 12. bis 14. März 2015

wm (gm) Das Auktionshaus Felzmann stellt für die Frühjahrsauktion einmal mehr ein hochwertiges Angebot aus allen Bereichen der Philatelie zusammen. An drei Tagen kommen über 3 800 Einzellose und über 1 100 Sammlungen bei Auktionator Ulrich Felzmann unter den Hammer. Das massive Flug- und Zeppelinpost-Angebot wird in einem eigenen Sonderkatalog präsentiert und stellt neben der Sammlungsauktion am Auktionssamstag und hochkarätigen Einzellosen eines der Highlights der spannenden Auktionswoche in Düsseldorf dar.

Ein weiterer Schwerpunkt der Auktion liegt auf dem Boom-Gebiet China, darunter ein postfrischer Schauspielblock "Mei Lan-Fang" (Los 4542, Ausruf: 8.000 Euro. Eher klassisch orientierte Liebhaber finden bei Alt-Schweiz ein kleines und feines Angebot früher Chargé-Briefe, darunter ein traumhaft schöner Beleg mit farbfrischen im Paar geklebten 5 Rp Rayon I (Los 5024, Ausruf: 4.000 Euro).

Große Kolonial-Raritäten warten im Gebiet der Auslandspostämter auf versierte und finanzkräftigere Sammler. So wird eine der größten Raritäten Deutscher Kolonialphilatelie angeboten: Die 10 Pfennig Kiautschou im senkrechten Paar mit dem Ergänzungs-Handstempel "5" in tadellos erhaltenem Zusammendruck, sie ist farbfrisch und gut gezähnt, die untere Marke sogar postfrisch (Los 5999, Ausruf: 30.000 Euro). Ein ähnliches ungebrauchtes Zusammendruck-Paar mit Unterrand wird für 12.000 Euro angeboten (Los 6000).

Ähnlich hochkarätig besetzt sind die Besetzungsausgaben des II. Weltkrieges. Hier wird ein Unikat präsentiert, nämlich die 12 und 38 Pfennig Gorochow (Ukraine) im ungezähnten Viererblock! Da eine einzelne Marke des zweiten Blocks vor vielen Jahren auftauchte, ist dieser nun vorliegende Viererblock der einzig verbliebene aus der ursprünglichen Gesamtauflage von ohnehin nur acht Marken! Der wechselseitig bedruckte Block ist in tadelloser Erhaltung und startet mit 60.000 Euro - angesichts des hochgerechneten Katalogwertes in Höhe von etwa 400.000 Euro eher moderat getaxt. Zwei weitere gezähnte Varianten dieser ungewöhnlichen Zusammendrucke sind ebenfalls im Angebot. So ein gestempelter Viererblock (Los 6476, Ausruf:15.000 Euro) und ein ungebrauchter Block in ebenso spektakulärer Optik (Los 6474, Ausruf: 6.000 Euro).

Ein weiteres Highlight aus der Zeit der Besetzung der Ukraine stammt aus Alexanderstadt. Es handelt sich um ein 1,50 Rbl Handstempel Type III auf der postfrischen Marke 5 K Bergmann. Bisher sind nur sechs Exemplare bekannt, somit gehört das Stück zu einer der größten Seltenheiten der deutschen Besetzungsausgaben. Die Toprarität wird mit 9.000 Euro ausgerufen.

Der Online-Katalog mit allen Losen und Fotos der 151. Auktion ist auf der Homepage www.felzmann.de abrufbar. Die Münzauktion findet am 10. und 11. März 2014 statt. Die kostenlosen Auktionskataloge können online oder telefonisch bestellt werden unter: 0211 - 550 440.

349. Schwanke-Auktion: Dritt teuerste Nummer 1 der Welt

Rund 4000 Lose umfasst die 349. Versteigerung der Hamburger Firma Schwanke. Zahlreiche Seltenheiten von Europa und Übersee, aber auch der deutschen Philatelie warten auf neue Liebhaber. Eine "Legende der Philatelie" kommt aus Réunion, der nur 220 km entfernten Nachbarinsel von Mauritius. Rund vier Jahre, nachdem dort die berühmten Post-Office-Marken verausgabt wurden, erblickten auf Réunion die ersten beiden Marken am 1. Januar 1852 das Licht der Welt. Postgeschichte im Fokus

In der philatelistischen Literatur sind insgesamt 142 Exemplare registriert, die sich einigermaßen gleichmäßig auf die Wertstufen zu 15 Centimes (MiNr. 1) und 30 Centimes (MiNr. 2) verteilen. Wie viele Stücke davon im Verlauf der letzten 100 Jahre überlebt haben, ist unbekannt. Gäbe es eine Weltrangliste der "Teuersten Nummer 1 der Welt", so läge die Réunion MiNr. 1 nach der "Roten Mauritius" und der "2 Cent Missionaries" von Hawaii an dritter Stelle. Die bei Schwanke angebotene, literaturbekannte Marke, die rückseitig kleine Papierausbesserungen zeigt, ist eines von nur acht erhalten gebliebenen Exemplaren der "Type 3". Der Schätzpreis liegt zwischen 8000 und 10.000 Euro.

Postgeschichtlich reizvolle Angebote gibt es von einigen europäischen Ländern. Griechenland beispielsweise wartet mit einer Selektion von gut 40 Losen Hermeskopf-Frankaturen auf. Der früheste Brief kommt aus "Sparta" und wurde dort am 12. Oktober 1861 zur Post gegeben, mithin gerade einmal elf Tage, nachdem dort die ersten Briefmarken Griechenlands erschienen waren. Er ist mit 200 Euro angesetzt. Eine Drei-Farben-Frankatur der ersten Markenausgabe aus "Hydra" startet mit 600 Euro.

In Frankreich war die Postverwaltung im Jahre 1849 darum besorgt, dass die im orangenen Farbton vorhandenen 1-Franc-Marken ("Vermillion") mit den "neuen", fast farbgleichen 40-Centimes-Marken verwechselt werden könnten. Per Runderlass wurden die einzelnen Postämter informiert, denn nichts wäre fataler gewesen, als dass ein Postbeamter eine 1-Franc-Marke für 40 Centimes verkauft hätte. So wurde die Einführung der 1-Franc-Marke in Karmin begleitet von handfestem Anschauungsunterricht: Photographische Reproduktionen von Diagonalhalbierungen der orangenen "Vermillion" und der karminfarbenen Marken demonstrieren das Problem der Post eindeutig. Diese originelle und höchst dekorative Ankündigung kann Schwanke recht preiswert für 150 Euro ausrufen.

Zu den weiteren europäischen Besonderheiten gehören Spaniens U-Boot-Block aus dem Jahre 1938 ungezähnt (Block 5 U, 1000 Euro) oder ein gestempelter 4er-Block der seltenen Platte 107 von Englands MiNr. 3 (ebenfalls 1000 Euro).

Originell ist auch eine Partie "Kapselgeld" aus dem Jahre 1920, Notgeld im Nominalwert der (eingekapselten) Briefmarke. Wer sich mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem bietet ein Lot mit zwölf verschiedenen Stücken aus der deutschen Inflationszeit eine gute Gelegenheit (300 Euro).

Die internationale Postgeschichte wird seit vielen Jahren von dem Hamburger Traditionshaus besonders gepflegt. Hier fällt eine Drei-Farben-Frankatur aus Peru aus dem Jahre 1894 mit der seltenen Destination "Russland" ins Auge (300 Euro). Bemerkenswert ist auch eine vierfarbige Überdruckfrankatur aus Surinam aus dem Jahre 1900 mit u.a. dem Höchstwert "50 c. auf 2 ½ Gulden", von dem nur 3261 Stück gedruckt wurden (450 Euro). Beide Gebiete sind im übrigen mit einer schönen Auswahl attraktiver und seltener Frankaturen vertreten.

Gut bestückt ist außerdem das Sammelgebiet USA. Eine von nur zwei bekannten (oder zumindest erhalten gebliebenen) Drucksachen, die über das teure System der "Prussian Closed Mail" verschickt wurden, geht zum Startpreis von 1500 Euro ins Rennen. Das Stück wurde im Jahre 1853 in Louisville, Kentucky, nach Holland auf den Weg gebracht. "Full of character" kommt einem sofort in den Sinn, betrachtet man die verschiedenen Transitstempel und den dekorativen Taxstempel "Franco Preuss:resp. Vereinsl. Ausg.Gr.". Mit 100 Euro deutlich preiswerter startet eine 3-C.-Ganzsache aus dem Jahre 1878, die rückseitig mit einer dekorativen Werbung für die "St. Louis Exposition" bedruckt ist. Und wer sich mit Belegen nicht lange aufhält und besser auf die "Hardware", sprich Briefmarken, setzt, dürfte sich für eine schöne Auswahl Dienstmarken begeistern. Die Höchstwerte "State" (also des Auswärtigen Amtes) sind in farbfrischen, ungebrauchten Exemplaren vorhanden, z.B. der 5-Dollar-Wert (MiNr. D 68, Scott No. O69, dort notiert mit 8000 USD) als Unterrandstück, zum Schätzpreis von 1500 Euro. Eine seltene Gelegenheit!

Viele gehaltvolle Privatnachlässe und eine Reihe hochwertiger Sammlungen werden am traditionellen Auktions-Sonnabend versteigert. Eine 26-bändige Spezialsammlung der DDR, die ohne Entnahmen geschlossen angeboten wird, verdient in jedem Falle aufmerksame Besichtigung (10.000 Euro). Ansichtskarten, Motivsammlungen sowie Münzen und Banknoten runden die Offerte ab.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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161. Rauhut-&-Kruschel-Auktion: Posthorn-Bogen als Mehrfachfrankatur!

12.000 Lose offeriert Harald Rauhut in der 161. Rauhut-&-Kruschel-Auktion am 6. und 7. Februar 2015 in Mülheim an der Ruhr, das umfangreichste Angebot des Hauses seit langem. Über 400 Einlieferer sorgen für knapp 7000 Einzellose sowie 5000 Sammellose, die in einem voluminösen Katalog präsentiert werden. Auf 712 Seiten finden sich viele außergewöhnliche Stücke mit Schwerpunkt Altdeutschland bzw. Klassik allgemein. Bei Nachkriegs-Deutschland fallen ein Dutzend Lose auf, die man sonst nie zu sehen bekommt.

Reichhaltige Preußen-Offerte

Es handelt sich um Massen-Mehrfachfrankaturen der beiden ersten Nachkriegs-Dauerserien der Bundesrepublik Deutschland, die ab 1951 (Posthorn) bzw. 1954 (Bundespräsident Theodor Heuss) an die Schalter kamen. Sie stammen vom badischen Versandhaus Schöpflin, das Anfang der 1950er Jahre die Auflieferung von Sendungen mit großen Verrechnungs-Einheiten summarisch bezahlt hat. Hiervon sind einige wenige Belegstücke erhalten geblieben, von denen Harald Rauhut schon vor einigen Jahren einige versteigert hat. Nunmehr folgt der Rest mit Posthorn- und Heuss-I-Frankaturen mit teils über hundert Marken als Mehrfachfrankaturen, oft in sensationellen großen Einheiten bis hin zum kompletten Bogen. Dazu gehört ein kompletter Bogen der 4 Pf "Posthorn", der mit 400 Euro angesetzt ist. Weitere Abrechnungsformulare zeigen 100 Exemplare des 30-Pf-Wertes (500 Euro), 100 bzw. 58 des 50-Pf-Wertes (zusammen 500 Euro) und 80 in Einheiten bis zum 20er-Block der 60 Pf (500 Euro). Von der Heuss-Dauerserie sind die 50 Pf in 100 Exemplaren in großen Blockstücken verklebt (400 Euro) sowie 80 Stück der 70 Pf u.a. in 6er- und 8er-Blocks (300 Euro).

Im Einzellos-Teil werden darüber hinaus etliche Sammlungen detailliert, u.a. der 2. Teil der größten existierenden Sammlung "Bayrische Portofreiheiten" und weitere Bayern-Kollektionen. Hervorzuheben sind außerdem Braunschweig, eine enorm reichhaltige Preußen-Offerte, Thurn und Taxis, ein starker Infla-Teil beim Deutschen Reich und ein starkes Schleswig bei den Nebengebieten.

Europa ist ebenfalls breit gefächert. Hierunter löst Harald Rauhut unter anderem eine hübsche Schweizer Strubel-Sammlung auf.

Mit rund 600 Losen gegen "Gebot" warten die wie immer umfangreichen unberührten Sammlernachlässe aus Privathand auf. Geschätzte 40 Tonnen Gewicht dürften alleine diese 600 Positionen auf die Waage bringen, weil eine Vielzahl von großvolumigen Losen zum Ausruf kommen. An diese traditionelle Nachlass-Abteilung schließt sich das wie immer breit gefächerte Angebot von Sammlungen und Posten aus aller Welt mit weiteren 4400 Losen in allen Preislagen von "Gebot" bis 9000 Euro an.

Internet: www.rauhut-auktion.de

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83. Gert-Müller-Auktion: Beeindruckende Sammlungen und Einzellose

Die 83. Internationale Gert-Müller-Auktion findet am 20. und 21. Februar 2015 in Ettlingen statt. Versteigert werden ein weltweites Angebot seltener Einzelstücke bis hin zu großen Raritäten sowie gehaltvolle Sammlungen und ganze Nachlässe mit einem Schätzpreis von weit über 5 Millionen Euro. 3900 Einzellose und 3300 Sammlungen und Partien verteilen sich auf vier insgesamt Kataloge.

Breite Deutschland-Offerte aus allen Epochen

Zum Sammlungsangebot gehören auch die beeindruckenden Objekte Russisches Kaiserreich und Russische Auslandspostämter von Dieter Bettner, dem ehemaligen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Russland. Sie überzeugen mit seltenen Briefmarken, Abstempelungen und schönen Frankaturen. Des Weiteren gelangen interessante Deutschland-Kollektionen eines Karlsruher Sammlers zum Ausruf, der seit Jahrzehnten zu den Kunden des Auktionshauses Müller zählt. Darin sind die Ausgaben von Altdeutschland, des Deutschen Reiches und der Deutschen Kolonien nahezu komplett vorhanden und mit zahlreichen Attesten bestückt. Ein sehr umfangreiches Händlerlager aus Franken konnte Inhaber Holger Thull abholen und aufteilen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den gehaltvollen Beständen des Deutschen Reiches.

Die Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone sind wie gewohnt besonders umfangreich vertreten. Mit einem Sonderkatalog gelangen zahlreiche Raritäten aus den Sammlungen Ströh und Prof. Dr. Buchheit auf den Markt. Außerdem kommt ein enormer Bestand Sammlungen und Partien Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit einem Katalogwert von ca. 1,6 Millionen Euro zu günstigen Startpreisen unter den Hammer. Die Zusammendrucke des Deutschen Reiches sind diesmal sehr reichhaltig vertreten und bieten viele gute postfrische Kombinationen, dabei auch über 30 Einzellose Germania-Zusammendrucke mit den beliebten Werbeanhängern.

In einem weiteren Sonderkatalog wird wiederum ein umfangreicher Spezialteil Bundesrepublik aus dem Bestand von Gerd Bennewirtz präsentiert. Neben zahlreichen Abarten, Briefen und Ankündigungskartons finden sich darin u.a. seltene Plattennummern der Posthorn-Serie. Zu den oben abgebildeten Losen gesellen sich beispielsweise noch Eckrandstücke der 70 Pf mit Plattennummer 3 (1000 Euro), der 80 Pf mit Plattennummern 1 bzw. 2 (je 1000 Euro) und ein Eckrand-4er-Block der 80 Pf mit Plattennummer 1 auf dem linken Rand (1500 Euro).

Internet: www.gert-mueller-auktion.de

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348. Schwanke-Auktion: Nur der Vogelwart konnte schreiben ...

Zog von 500 auf 1600 Euro: Bergedorf MiNr. 1 a auf Luxusbriefstück.

Spannend versprachen auch in diesem Jahr wieder die "Schwanke-Specials" zu werden, die neben den beliebten 100-Euro-Starters Ausgefallenes, Schönes und auch manch Kurioses boten. Zum Sonderteil der 348. Schwanke-Auktion fanden sich am Nachmittag des 21. November zahlreiche Philatelisten aus nah und fern ein, um Auktionsluft zu schnuppern und ihre Sammlung zu ergänzen. Der Schwerpunkt lag diesmal auf Altdeutschland und erlesenen Stücken anderer Gebiete. Bei den wie immer moderaten Schätzpreisen blieben kräftige Steigerungen nicht aus.

Beliebte Briefstücke

Klein, aber fein war die Bergedorf-Abteilung, bei der vor allem Marken auf Briefstücken begehrt waren. Auf einem Luxusbriefstück mit nebengesetztem Halbrundstempel präsentierte sich eine allseits riesenrandige MiNr. 1 a. Das vielfach bebotene Ausnahmestück ex Boker sprang von 500 auf 1600 Euro. Ein weiteres Briefstück mit der MiNr. 2 wurde für 560 (250) Euro mitgenommen, eine schöne MiNr. 4 auf kleinem Briefstück für 2300 (1500) Euro.

Für die Sammlung des Vereins Bremer Briefmarken-Sammler (VBBS), die Ent-wertungsarten, Posttaxen und Beförderungswege von den frühen Anfängen im 17. Jahrhundert bis zum Ende der Bremer Post am 31. Dezember 1867 dokumentierte, fand sich kein Gesamtbieter, so dass die über 20 Positionen einzeln aufgerufen wurden. Etwas verhalten waren die Gebote für die Vorphilatelie und manche Zusammenstellung der in Bremen tätigen fremden Postämter, während die Pretiosen gute Steigerungen verbuchten. So zog der kleine Schlüsselstempel von Vegesack auf Hannover-Ganzsache von 2000 auf 3000 Euro. 3300 (2000) Euro bewilligte ein Käufer für den raren dreizeiligen Kastenstempel des Stadtpostamtes auf Brief von Konstanz nach Oldenburg.

Von postgeschichtlichem Interesse war der früheste frankierte Brief aus Hamburg vom 12. Dezember 1850, der eine 1 Schilling von Schleswig-Holstein trägt. Er wurde für 4200 (4000) Euro zugeschlagen. Eine herausragend schöne, gestempelte 1 Schilling hellorange von Lübeck stieg von 800 auf 1700 Euro, eine 2 1/2 Schilling rosa als portogerechte Einzelfrankatur auf Damenbrief von 750 auf 1900 Euro.

Mecklenburg-Strelitz feierte im Oktober 2014 sein 150-jähriges Markenjubiläum. Dem Auktionshaus Schwanke gelang es, einige schöne Stücke dieses kleinen Gebietes zu offerieren, beispielsweise eine tadellos erhaltene und gestempelte 1 Schilling grauviolett, die von 1000 auf 2600 Euro sprang. 1700 (1500) Euro wurden für einen waagerechten 4er-Streifen der MiNr. 4 mit zwei klaren Einkreisstempeln von Altstrelitz bezahlt.

"Es ist der einzige Brief mit einer unbedruckten Preußen MiNr. 3", bemerkte der berühmte John R. Boker jr. launig, als er einen Preußen-Brief aus Gumbinnen erworben hatte, auf dessen Rückseite ein Stück Bogenrand der MiNr. 3 im Markenformat klebt, der, wie die Frankatur, mit dem Nummernstempel "557" abgestempelt worden ist. Das "Gumbinnen-Mysterium" - niemand konnte bisher erklären, warum das Stück Bogenrand rückseitig platziert und entwertet wurde - spielte die Taxe von 1500 Euro ein. Von 100 auf 600 Euro kletterte hingegen ein Briefstück mit der preußischen 1/2 Silbergroschen mit Randziffer "10" und Rahmenstempel von Myslowitz..

Inselhopping für Sammler

Aufmerksamkeit erregten einige Briefe aus dem vorletzten Jahrhundert, deren Adressaten auf Inseln oder Halligen in der Nordsee lebten. Besonders gefragt war ein kompletter Faltbrief mit 1 Groschen kleiner Brustschild auf die Hallig Oland, der von 200 auf 720 Euro davonzog. Auktionator Hans-Joachim Schwanke schien den Empfänger zu kennen, als er die Begründung für den hohen Zuschlag lieferte: "Nur der Vogelwart konnte schreiben ..."

Auch bei Thurn und Taxis zeigte sich die Beliebtheit von schönen Briefstücken mit klassischen Marken, die den Stempel vollständig wiedergeben. In dieser Form waren zwei Exemplare der 1/4 Silbergroschen zu haben, die für 480 (350) bzw. 580 (350) Euro zugeschlagen wurden. Eine farbfrische 2 Silbergroschen mit zentrischem Nummernstempel "247" auf Brief von Trip-tis als portogerechte Einzelfrankatur kletterte von 400 auf 1700 Euro.

Mit 18.000 bzw. 19.000 Euro knapp unterhalb des Ausrufes landeten eine einzigartige Kollektion von Belegen aus dem Untergang des Dritten Reiches und ein gestempelter 11er-Block der 1 Shilling "Embossed" von Großbritannien. 18 Dokumente aus dem Dreißigjährigen Krieg, die in Zusammenhang mit dem Grafen Piccolomini stehen, steigerten von 1000 auf 2300 Euro. Am meisten beboten war ein kurioses Los, ein Original-Posthorn aus Bayern aus 1856, das für 250 (100) Euro den Besitzer wechselte.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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150. Felzmann-Auktion: Spitzenstücke brachten hohe Preise

Mit einer überaus erfolgreichen Sammlungsauktion endete am Samstag, dem 8. November 2014, die 150. Auktion bei Felzmann in Düsseldorf. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei der Versteigerung von 100 Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe". Gute Ergebnisse für Einzellose konnten im Bereich Europa, Altdeutschland, Deutsche Kolonien und der Feldpost erzielt werden. Mit Erfolg wurde erstmals das Live-Bieten über das Internet angeboten. Zwischenzeitlich waren mehr als 90 Online-Bieter angemeldet, die zahlreiche Lose ersteigerten.

Gefragte "Klassiker"

Für hohe Preise sorgten einige Spitzenstücke aus dem Europa-Bereich. So brachte ein seltener postfrischer Sturmdivisionsblock aus Kroatien mit nur einer Marke 2200 Euro und konnte damit den Ausruf mehr als verdoppeln. Aus Österreich wurde die Markenausgabe 60 g Madersperger mit falschem Geburtsjahr "1767" für 2100 (1800) Euro verkauft. Ein Luxusstück Schweizer Kantonals, die Zürich 4 Rp. mit klarer Entwertung durch die seltene schwarze Rosette von Winterthur, erhielt den Zuschlag bei 9500 Euro.

Die wunderschöne Altdeutschland-Rarität Baden 1 Kr. silbergrau wurde für mehr als das Zweifache des Ausrufes versteigert, der Hammer fiel hier bei 8500 Euro. Bayerns Klassiker 1 Kr. grauschwarz mit Plattenfehler, ein mehrfach signiertes Traumstück deutscher Philatelie, bekam den Zuschlag bei 3200 Euro. Ein postfrisches Exemplar der bayerischen 1 Mk dunkelviolett in farbfrischer Kabinetterhaltung wurde von 700 auf 1600 Euro gesteigert. Auch Hannover steuerte mit der 3 Pfennig olivgrün mit voller Jahreszahl "1863" ein Spitzenergebnis bei: Sie wurde von 1500 auf 2100 Euro gesteigert.

Erfreulich waren auch die weiteren Ergebnisse aus dem Bereich Auslandspostämter & Kolonien. Gleich drei Exemplare der halbierten 20 Pfennig Krone/Adler Kameruns auf einer Karte wurden für 11.000 Euro verkauft. Die seltene 1 Mark Britische Besetzung Samoa mit Aufdruck "1 Shillings.", von der nur 100 Exemplare existieren, war mit 1200 Euro angesetzt und steigerte auf 2100 Euro.

Weit über dem Ausruf wurde aus dem Postgebiet Ober-Ost die 10 Pfennig Germania dunkelrot auf attraktivem Briefstück verkauft. Es stieg von 700 auf 1600 Euro. Ein Foto-Essay aus Serbien zu einer geplanten Wohlfahrts-Ausgabe mit dem Schwarz-Weiß-Motiv "Schlafende Kinder" wurde von 500 auf 2100 Euro hochgesteigert und schließlich einem telefonischen Bieter zugeschlagen. Ein vollständiger Originalbogen der Tunis-Päckchenmarke zu 100 Stück wurde für 10.000 Euro verkauft.

Zuvor wurde der Zeppelin-Sonderkatalog gut angenommen und brachte ebenso erfreuliche Ergebnisse. Hier ist der Beleg der 1. Nordamerikafahrt 1937 zu nennen, der aus den Trümmern der Hindenburg geborgen wurde. Der Brief fand für 2500 Euro einen neuen Besitzer. Eine Zuleitung ab Libanon zur Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 startete mit 2500 Euro und kletterte auf 3400 Euro.

Jubiläums-Zugabe mit Spitzenzuschlägen

Großen Andrang gab es zum Start der Sammlungsauktion, die mit 100 hochwertigen Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe" begann. Für eine Nachlass-Sammlung in naturbelassenen "Schaubek's Permanent-Alben" wurde der Spitzen-Zuschlag von 22.000 Euro erzielt. 50 randvolle Alben mit Marken aus der ganzen Welt wurden im Saal von 5000 auf 12.000 Euro hochgejagt. Eine schrankfüllende Nachlass-Sammlung Deutsches Reich ab 1872 bis Bund brachte 11 500 Euro. Gleich das Vierfache des Startpreises brachte eine Briefe-Sammlung mit über 1000 Belegen, angefangen beim Dritten Reich bis in die frühen Bund/Berlin-Jahre. Mit 2000 Euro angesetzt, fiel der Hammer erst bei 8000 Euro. Große Aufmerksamkeit fand eine prachtvolle Portugal-Sammlung mit Marken und Belegen von 1853 bis ca. 1970. Mehrere Bieter steigerten dieses Ausnahmeobjekt auf 40.000 Euro. Den Zuschlag erhielt schließlich ein Saalbieter. Der Ausruf lag bei 25.000 Euro. Eine zweibändige Sammlung Hannover bis Bund 1850-1951 mit Schwerpunkt auf den Spitzenausgaben der verschiedenen Gebiete schloss mit 7500 (3000) Euro.

Internet: www.felzmann.de

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Hohe Verkaufsquote

Aachen 7600 Euro zum ersten, zum zweiten und zum dritten! Eine wahrhaft stolze Summe für die sogenannte Gescheidle-Marke, die anlässlich der Olympischen Spiele 1980 in Moskau zwar gedruckt, jedoch durch den Boykott der Bundesrepublik kurz vor dem Postverkauf wieder zurückgezogen wurde.

Einzig der damalige Postminister Gescheidle hatte einen kompletten Bogen erhalten, den seine Frau in Unkenntnis der Situation zur Frankatur von Preisausschreiben verwendete. Wenige Stücke dieser Marke sind nur erhalten und eines davon - mit kleinen Mängeln - wurde auf der 55. AIX-PHILA-Auktion am 28. und 29. November 2014 mit 3000 Euro ins Rennen geschickt und konnte den Startpreis mehr als verdoppeln.

Ein gut besuchter Auktionssaal (über 230 Bieter) mit kauffreudigen Sammlern, Händlern, Kommissionären und Telefonbietern aus aller Welt sorgte durch die Bank für Spitzenergebnisse und oft spektakuläre Steigerungsraten. Briefe von Memel vervielfachten in der Regel die Ansatzpreise ebenso wie Marken aus Frankreich oder auch der VR China. Ein ganzes Regal mit Briefmarken schnellte von 1000 auf 4300 Euro, eine Sammlung Deutsches Reich verdoppelte den Startpreis von 3000 Euro, Saar schoss von 3000 auf 6800 Euro, Frankreich von 2500 auf 6000 Euro, eine Kollektion SBZ wurde mit 5200 Euro und eine Ausstellungssammlung DDR-Dienstpost mit 4000 Euro zugeschlagen. Auch "Exoten" waren heißbegehrt: Eine Partie Australien landete bei 2100 (1000) Euro, eine Motivsammlung "Fische" erzielte bei einem Startpreis von 2500 Euro noch einen Tausender mehr. Münzen - ob als Einzellose oder Sammlungen - waren ebenso gefragt wie alte Ansichtskarten und ähnliches. Ganz gleich ob Anleger mit großem Budget oder auch "kleinere" Sammler: Beinahe jeder konnte das ein oder andere Stück ergattern und zufrieden mit nach Hause nehmen. So überrascht eine Verkaufsquote von über 80% nicht.

Internet: www.aixphila.de

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Spitzenpreise für deutsche Philatelie

Dresden Die 170. Dresdner Briefmarken Auktion am 26. und 27. November 2014 begann mit einem umfangreichen Münz-Angebot, das hervorragend lief. So steigerte eine Goethe-Münze aus der Weimarer Republik von 1050 auf 1300 Euro, ein Lot DDR-Münzen aus dem Zeitraum 1966 bis 1990 von 2000 auf 2500 Euro. Eine Zuschlagsquote von über 90% konnte auch die Abteilung mit Ansichtskarten verbuchen. Hier kletterte eine Partie mit ca. 1600 deutschen Ansichtskarten überwiegend vor 1945 von 500 auf 1400 Euro.

Die gute Stimmung übertrug sich auf die anderen Bereiche, wie sich beispielsweise bei Übersee zeigte. Heftig gekämpft wurde hier um eine Mischfrankatur China/Französische Post in China auf Brief aus 1896 nach London, durch die eine internationale Beförderung erst möglich wurde. Das dekorative Ganzstück sprang von 200 auf 3100 Euro.

Im Altdeutschland-Teil spielte die Bayern MiNr. 1 I a gestempelt 1350 (1300) Euro ein, eine Mecklenburg-Strelitz MiNr. 3 auf Briefstück mit Segmentstempel Oertzenhof-Bahnhof stieg von 900 auf 2000 Euro. Sachsens Fehldruck MiNr. 3 F in ungebrauchter Erhaltung mit vollem Originalgummi erlöste 2300 (1000) Euro. Auch das Deutsche Reich war gefragt. Die Zwischentype MiNr. 82 Z ungebraucht zog von 2000 auf 3200 Euro, die MiNr. 96 BIIaW gestempelt von 900 auf 1250 Euro. Für 2900 (2400) Euro wechselte ein gestempelter Nothilfe-Block den Besitzer. Mit 2550 Euro beim mehr als dreifachen Ansatz landete eine von Staatsekretär Graf von Podbielski geschriebene Jahrhundert-Privatganzsache. Von 5500 auf 6200 Euro sprang eine postfrische 12 Gr. "Panjewagen" des Generalgouvernements. Danzigs Großer Innendienst mit Gefälligkeitsstempel von Zoppot lief für 2300 (1500) Euro.

Im modernen Deutschland-Teil waren die Lokalausgaben von Großräschen breit vertreten. Ein Zusammendruck aus zwei senkrechten Paaren der MiNr. V22IU und V26U wurde für 640 (600) Euro zugeschlagen. 1950 (1500) Euro kostete ein senkrechtes Paar der MiNr. V29 und V30 auf Briefstück. Bei den SBZ-Bezirkshandstempeln stieg eine postfrische "helle 60er" von Borna von 200 auf 330 Euro. Eine seltene Verwendung der DDR MiNr. 340 vXII auf Luftpostbrief in die Türkei schoss von 30 auf 900 (!) Euro. Für 1000 (950) Euro wurde das bislang einzige Exemplar der Wasserzeichenvariante MiNr. 834 X mitgenommen. Eine in gestempelter Erhaltung bisher unbekannte MiNr. 2521 U auf Briefstück sprang von 150 auf 480 Euro.

Hervorragend lief DDR auch im Sammlungs-Teil, wo es heiße Bietergefechte im überfüllten Auktionssaal gab.

Internet: www.dresdner-briefmarkenauktion.de

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Breites Angebot

Leipzig Die 165. Briefmarkenauktion der Firma Fortagne & Lipfert in Leipzig am 16. und 17. Januar 2015 bringt 4150 Lose aus fast allen Sammelgebieten.

Den Auftakt machen 200 Lose Zeppelinpost (1912/1939), dabei Fahrten mit interessanter Zuleitungspost für LZ 127 aus Europa/ Übersee. Es folgen 50 Lose Flugpost Deutsches Reich mit Pionierluftpost 1912/14, dabei "Rhein-Main-Flugpost" einschließlich Europa/Übersee und Raketenflug-, Schleuderflug- und Ballonpost.

Aus den Bereichen Schiffspost, Feldpost und Kriegsgefangenenpost stammen ca. 130 Lose. 260 Lose mit Motiven von Bahnpost, Kosmos, Propaganda, Sport bis Zensur und Heimatphilatelie/ Postgeschichte sind ebenfalls im Angebot, gefolgt von ca. 180 Losen mit alten Ansichtskarten deutscher Gebiete und rund 130 Losen mit philatelistischer Literatur. Autographen, Notgeld, Material zur Zeitgeschichte und alte Privatpost ergänzen das philatelistische Angebot.

1050 Lose Deutsches Reich mit Altdeutschland (150), dabei Besonderheiten, Farben, Plattenfehler sowie Privatganzsachen und Anlasskarten mit klassischen Sonderstempeln, Drittes Reich, Dienstpost, Auslandspostämter/Kolonien, Abstimmungsgebiete und Besetzte Gebiete (Erster und Zweiter Weltkrieg) dürften kaum Wünsche offen lassen.

Deutschland nach 1945 enthält 290 Lose mit einigen Lokalausgaben von Apolda bis Wittenberg, OPD- und Kontrollrats-Ausgaben (dabei bessere Farben, Postmeistertrennungen, Plattenfehler) und einem SBZ-Teil mit interessanten Ausgaben und Belegen.

Das Sammelgebiet DDR hat 410 Lose im Gepäck, dabei viele bessere Ausgaben, FDC's, Farben, Plattenfehler, Wasserzeichen-Besonderheiten, Zusammendrucke, Ganzsachen und Dienst/ZKD.

Der Europa- und Übersee-Teil beinhaltet ca. 270 Einzellose mit klassischen Ausgaben, gesuchten Werten und Belegen von Andorra bis Ungarn und Antigua über VR China bis Vietnam.

Den Abschluss bilden rund 1000 Lots/Engrosposten aller Sammelgebiete ergänzt durch gehaltvolle Sammlungen. Hervorzuheben sind u.a. Objekte vom Deutschen Reich, DDR, CSSR (Befreiungsaufdrucke 1945), Schweiz und UdSSR.

Internet: www.briefmarkenauktion-leipzig.de

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Vorbericht 141. Dr. Reinhard Fischer-Auktion

wm (Bonn) Der Katalog zur 141. Auktion am 10. Januar 2014 steht bereits als Online-Katalog auf der Website zur Verfügung! Für sämtliche Einzellose (7400) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin sind auch sämtliche (1204) Atteste und Befunde abgebildet! Interessenten nutzen die leistungsstarke Suchmaschine und das komfortable Online-Bietsystem. Zum Aufruf kommen genau 8.000 Lose!

www.reinhardfischerauktionen.de

Altdeutschland: Interessantes Angebot mit u. a. Auflösung einer interessanten Sammlung Hannover mit zahlreichen Briefen, weiterhin Auflösung einer großen Preußen-Sammlung mit vielen Stempellosen.

Deutsches Reich: wertvolles Angebot mit zahlreichen Farben, Abarten, Besonderheiten und Belegen, dabei u. a. ausgewogenes Angebot "Brustschilde", weiterhin auch Infla und folgende Jahre mit zahlreichen Briefen

Deutsche Kolonien / Auslandspostämter: großartiges Angebot, dabei u. a. zahlreiche Stempellose und Briefe, ebenso interessant die Auflösung einer großen postfrischen Sammlung mit vielen Typen und Seltenheiten wie DNG 23IIBII ** (850), Kiautschou 27A ** (1.900) um nur einige Stücke vorzustellen.

Besetzung I. Weltkrieg/ Abstimmungsgebiete/Danzig/Memel/Saar: spezialisiertes und interessantes Angebot durch alle Gebiete, dabei u. a. Danzig mit zahlreichen Probedrucken und Essays - u. a. Portomarken Mi.-Nr. 26/29 im Zehnerbogen mit Aufdruck-Essay, Saar u. a. mit vielen Aufdruckbesonderheiten 1. Ausgabe, weiterhin Urdruck-Satz ** mit Fotoattest Ney: "Die Qualität ist einwandfrei"

II. Weltkrieg/Feldpost: Exzellentes Angebot mit vielen Standardausgaben und ausgesuchten Stücken, dabei u. a. Feldpost 7AK ** oder aber die ebenso seltene 7B **, weiterhin Festung Lorient mit interessanter 80 C. braun (verausgabt wurde die Wertstufe 80 C. laut Literatur jedoch nur in grün) - dieses Unikat wird begleitet durch ein Fotoattest Krischke (2014)

Deutschland nach 1945: Interessantes und reichhaltiges Angebot mit zahlreichen Besonderheiten, Abarten, Farben und Plattenfehler, dabei SBZ mit Block- und Markenseltenheiten, u. a. Bl. 1xb ** (850.-), Berlin mit gesuchten Erstausgaben, Bundesrepublik Deutschland mit zahlreichen Abarten und Plattenfehlern, sowie gesuchten Standard-Ausgaben mit u. a. Posthornsatz ** mit Fotoattest Schlegel BPP: "Die Qualität ist einwandfrei." - weiterhin zahlreiche Ländersammlungen aus diesem Zeitraum.

Europa: Ausgesuchtes Angebot mit interessanten Stücken bei Österreich und der Schweiz, dabei u. a. Schweiz Rarität Mi.-Nr. 325 in postfrischer Luxus-Erhaltung (7.000.-). Auch andere Gebiete mit interessanten Stücken.

Ein vielfältiges Sammlungsangebot vom Briefposten im Umschlag bis hin zu mehrbändigen Länder- und Spezialsammlungen in einem oder mehreren Kartons werden für zahlreiche deutsche, europäische und einige Überseeischer Sammelgebiete angeboten. Insgesamt über 110 Sammlungen kann man komplett im Internet "besichtigen" - Fotos sämtlicher Albumseiten geben einen sehr guten Eindruck der Sammlungen.

Vorbericht zur 349. Schwanke-Auktion vom 6.-7.Februar 2015

wm (Hamburg) Sie zählen zu den Legenden der Philatelie - ebenso wie die gerade einmal vier Jahre zuvor auf der nur 220 km entfernten Nachbarinsel Mauritius erschienenen 1d. und 2d. "Post Office" - die ersten beiden Marken von RÉUNION, die am 1.Januar des Jahres 1852 das philatelistische Licht der Welt erblickten. In der philatelistischen Literatur sind insgesamt 142 Exemplare registriert, die sich einigermaßen gleichmäßig auf die Wertstufen zu 15 Centimes (MiNr. 1) und 30 Centimes (MiNr. 2) verteilen. Wie viele Stücke davon im Verlauf der letzten 100 Jahre und nach zwei Weltkriegen überlebt haben, ist unbekannt. Gedruckt wurden die Marken in jeweils vier verschiedenen Typen, die in französischen Katalogen einzeln katalogisiert werden und die Spezialsammler seit jeher faszinierten. Gäbe es eine Weltrangliste der "Teuersten Nummer 1 der Welt", so läge die Réunion Nr. 1 nach der "Roten Mauritius" und der "2 Cent Missionaries" von Hawaii an dritter Stelle.

Die von Schwanke angebotene Marke, die rückseitig kleine Papierausbesserungen zeigt, ist eines von nur acht erhalten gebliebenen Exemplaren der "Type 3"; sie ist abgebildet auf Seite 41 im Werk von Jean-Francois Brun und Benoit Chaudanson über die beiden ersten Marken von Réunion. Schätzpreis: 8.000 bis 10.000 Euro.

Das kleine altdeutsche Postgebiet "Mecklenburg-Strelitz" ist immer noch im Gespräch unter Philatelisten, wurde doch gerade das 150jährige Markenjubiläum des Fürstentums gefeiert. Nachdem in der letzten Schwanke-Auktion sämtliche Lose dieses Gebietes abgesetzt werden konnten, bietet das Auktionshaus auch in seiner Februar-Auktion wieder einige Stücke an, darunter auch einen attraktiven Beleg aus Neubrandenburg, eine Ganzsache mit wertgleicher Zusatzfrankatur an eine attraktive adelige Adresse in Berlin. (Schätzpreis 300 Euro).

Insgesamt wird das Auktionsangebot ca. 4000 Lose umfassen. Zum Ausruf kommen neben den hier kurz vorgestellten Stücken Seltenheiten von Europa und Übersee (z.B. Spaniens U-Boot-Block aus dem Jahre 1938 ungezähnt (Block 5 U), Schätzpreis 1000 Euro oder ein gestempelter Viererblock der seltenen Platte 107 von Englands Mi.Nr. 3 (1000 Euro), und wie immer ist auch die deutsche Philatelie breit vertreten. Viele gehaltvolle Privatnachlässe werden an unserem traditionellen Auktions-Sonnabend versteigert, daneben eine Reihe hochwertiger Sammlungen. Eine 26-bändige Spezialsammlung der DDR, die ohne Entnahmen geschlossen angeboten wird, verdient in jedem Falle aufmerksame Besichtigung (Schätzpreis 10.000 Euro). Ansichtskarten, Motivsammlungen sowie Münzen und Banknoten ergänzen das Angebot.

Kontakt: Schwanke GmbH, Kleine Reichenstraße 1, 20457 Hamburg, www.schwanke-auktionen.de

Ein Bogen Posthorn als Mehrfach-Frankatur...

wm (Mülheim) 12.000 Lose offeriert Harald Rauhut in der 161. Rauhut & Kruschel-Auktion am 6. und 7. Februar 2015, das umfangreichste Angebot des Hauses seit langem. Über 400 Einlieferer sorgen für knapp 7.000 Einzellose sowie 5.000 Sammellose. Im Einzellos-Teil werden etliche Sammlungen detailliert, u.a. der zweite Teil der größten existierenden Sammlung "Bayrische Portofreiheiten", weitere Bayern-Sammlungen, Braunschweig, Preußen ist ganz enorm vertreten, Thurn und Taxis, beim Deutschen Reich ein starker Infla-Teil und bei den Nebengebieten Schleswig reichhaltig.

Bei Nachkriegs-Deutschland fallen ein Dutzend Lose auf, die man sonst nie zu sehen bekommt. Das Badische Versandhaus Schöpflin hat Anfang der 50er Jahre die Auflieferung von Sendungen mit großen Verrechnungs-Einheiten summarisch bezahlt. Hiervon sind einige wenige Belegstücke erhalten geblieben, von denen Harald Rauhut schon vor einigen Jahren einige versteigert hat. Nunmehr folgt der Rest mit Posthorn- und Heuss-I-Frankaturen mit teils über hundert Marken als Mehrfach-Frankaturen, oft in sensationellen großen Einheiten bis hin zum kompletten Bogen. Europa ist ebenfalls breit gefächert im Angebot, unter anderem löst Harald Rauhut eine hübsche Schweizer Strubel-Sammlung auf.

Mit rund 600 Losen gegen "Gebot" ist das Angebot an unberührten Sammlernachlässen aus Privathand umfangreich wie immer - geschätzte 40 Tonnen Gewicht dürften alleine diese 600 Lose auf die Waage bringen, weil eine Vielzahl von großvolumigen Losen zum Ausruf kommen. An diese traditionelle Nachlass-Abteilung schließt sich das wie immer breit gefächerte Angebot von Sammlungen und Posten aus aller Welt mit weiteren 4 400 Losen, in allen Preislagen von "Gebot" bis 9000,- Euro, an.

Der Katalog ist für inländische Interessenten kostenlos erhältlich unter Rauhut & Kruschel, Werdener Weg 44, 45470 Mülheim an der Ruhr, Tel: (02 08) 3 30 98, Fax: (02 08) 38 35 52 bzw. im Internet einsehbar und eine Auktionsbeteiligung möglich unter: www.rauhut-auktion.de

AIX-PHILA kündigt traditionellen Jahresendverkauf an

wm Vom 29. bis 31. Dezember 2014 erwartet das Aachener Auktionshaus AIXPHILA einmal mehr viele hundert Besucher. Denn diese wissen, dass es dann am Montag/Dienstag (von 10 bis 18 Uhr) und am Mittwoch (10 bis 14 Uhr) "Schnäppchen ohne Ende" gibt. Z. B. mehr als 100 Kisten voll mit Philatelie jeder Art, Sonderangebote und -aktionen, aber auch neues und gebrauchtes Zubehör. Für Sammler und Wiederverkäufer gehört dieser Jahresendtermin seit vielen Jahren zum erfolgreichen Abschluss eines Kalenderjahres.

Internet: www.aixphila.de

Württembergisches Auktionshaus meldet: "Ausverkauft!"

wm (Stuttgart) Auf enormes Interesse stieß die 123. Auktion am 15.11.2014, bei der 500 Lose der Zistl-Sammlung angeboten wurde. Es gab kein einziges Rücklos! Die Auktion dauerte sieben Stunden und um fast jede Position gab es Bietergefechte. Steigerungen bis zum fünf- und zehnfachen des Schätzpreises waren keine Seltenheit. Insgesamt spielten die 500 Lose bei einem Ausruf von EUR 156.000,- einen Gesamtzuschlag von EUR 460.000,- zzgl. Aufgeld ein.

Spitzenergebnisse zur 150. Ulrich-Felzmann-Jubiläumsauktion (6.-8.11.2014)

wm (Düsseldorf) Mit einer überaus erfolgreichen Sammlungsauktion endete am Samstag dem 8. November 2014 die 150. Auktion bei Felzmann in Düsseldorf. Die Kauflaune der Sammler erwachte insbesondere bei der Versteigerung von 100 Sammlungen der so genannten "Jubiläums-Zugabe". Gute Ergebnisse für Einzellose konnten im Bereich Europa, Altdeutschland, Deutsche Kolonien und der Feldpost erzielt werden. Mit Erfolg wurde erstmals das Live-Bieten über das Internet angeboten. Zwischenzeitlich waren mehr als 90 Online-Bieter angemeldet, die zahlreiche Lose ersteigerten.

Für hohe Preise sorgten einige Spitzenstücke aus dem Europa-Bereich. So brachte ein seltener postfrischer Sturmdivisionsblock aus Kroatien mit nur einer Marke 2.200 Euro und konnte damit den Ausruf mehr als verdoppeln (Los 5296). Aus Österreich wurde die Markenausgabe 60 g Madersperger mit falschem Geburtsjahr "1767" (Los 5481) für 2.100 Euro verkauft (Ausruf: 1.800 Euro). Ein Luxusstück Schweizer Kantonals, Zürich 4 Rp. mit klarer Entwertung durch die seltene schwarze Rosette von Winterthur erhielt den Zuschlag bei 9.500 Euro (Los 5583).

Die wunderschöne Altdeutschland-Rarität Baden 1 Kr. silbergrau wurde für mehr als das 2-Fache des Ausrufes versteigert, der Hammer fiel hier bei 8.500 Euro (Los 5660). Bayerns Klassiker 1 Kr. grauschwarz mit Plattenfehler, ein mehrfach signiertes Traumstück deutscher Philatelie, bekam den Zuschlag bei 3.200 Euro (Los 5674). Ein postfrisches Exemplar der bayerischen 1 Mk dunkelviolett in farbfrischer Kabinetterhaltung wurde von 700 Euro Ausruf auf 1.600 Euro gesteigert (Los 5704). Auch Hannover steuerte mit 3 Pfennig olivgrün mit voller Jahreszahl 1863 ein Spitzenergebnis bei, sie wurde von 1.500 Euro auf 2.100 Euro gesteigert (Los 5795).

Erfreulich waren auch die weiteren Ergebnisse aus dem Bereich Auslandspostämter & Kolonien. Gleich drei Exemplare der halbierten 20 Pfennig Krone/Adler Kameruns auf einer Karte wurden für 11.000 Euro verkauft (Los 6822). Die seltene 1 Mark Britische Besetzung Samoa mit Aufdruck 1 Shillings., von der nur 100 Exemplare existieren, war für 1.200 Euro ausgerufen und erhielt den Zuschlag erst bei 2.100 Euro (Los 6909).

Weit über dem Ausruf wurde aus dem Postgebiet Ober-Ost die 10 Pfennig Germania dunkelrot auf attraktivem Briefstück verkauft. Das Luxus-Stück wurde von 700 Euro auf 1.600 Euro gesteigert (Los 6939). Ein Foto-Essay aus Serbien zu einer geplanten Wohlfahrts-Ausgabe mit dem Schwarz-Weiß-Motiv "schlafende Kinder" wurde von 500 Euro auf 2.100 Euro hochgesteigert und schließlich einem telefonischen Bieter zugeschlagen.

Ein vollständiger Originalbogen der Tunis-Päckchenmarke zu 100 Stück wurde für 10.000 Euro verkauft (Los 7446).

Ebenfalls beachtlich ist das Ergebnis einer 20 Pfennig aus der DDR, Olympische Sommerspiele Moskau 1980, die den Startpreis von 600 Euro mehr als verdoppeln konnte und erst bei 1.300 Euro den Zuschlag erhielt (Los 7998).

Zuvor wurde der Zeppelin-Sonderkatalog gut angenommen und brachte für den Auktionator ebenso erfreuliche Ergebnisse. Hier ist der Beleg der 1. Nordamerikafahrt 1937 zu nennen, der aus den Trümmern der Hindenburg geborgen wurde. Der Brief konnte für 2.500 Euro an einen neuen Besitzer versteigert werden (Los 4417). Eine Zuleitung ab Libanon der Italienfahrt 1933 und der 2. Südamerikafahrt 1933 startete bei 2.500 Euro und konnte auf 3.400 Euro hoch gesteigert werden (Los 4776).

Jubiläums-Zugabe mit Spitzenzuschlägen

Großen Andrang gab es zum Start der Sammlungsauktion, die mit 100 hochwertigen Sammlungen der sogenannten "Jubiläums-Zugabe" startete. Für eine Nachlass-Sammlung in naturbelassenen "Schaubek´s Permanent-Alben" wurde der Spitzen-Zuschlag von 22.000 Euro erzielt (Los 8400). 50 randvolle Alben mit Marken aus der ganzen Welt wurde im Saal von 5.000 Euro auf 12.000 Euro gesteigert (8401). Eine schrankfüllende Nachlass-Sammlung Deutsches Reich ab 1872 bis Bund brachte 11.500 Euro (Los 8471). Gleich das 4-fache des Startpreises brachte eine Briefe-Sammlung mit über 1.000 Belegen, angefangen beim Dritten Reich bis in die frühen Bund/Berlin-Jahre. Gestartet bei 2.000 Euro fiel der Zuschlag bei 8.000 Euro. Große Aufmerksamkeit erhielt eine prachtvolle Portugal-Sammlung mit Marken und Belegen von 1853 bis ca. 1970. Mehrere Bieter steigerten dieses Ausnahmeobjekt auf 40.000 Euro. Den Zuschlag erhielt schließlich ein Saalbieter. Der Ausruf lag bei 25.000 Euro (Los 9170). Bei einer zweibändigen Sammlung Hannover bis Bund 1850-1951 mit Schwerpunkt auf den Spitzenausgaben der verschiedenen Gebieten fiel der Hammer bei 7.500 Euro (Ausruf: 3.000 Euro) (Los 9261).

348. Schwanke-Auktion: Von Bremen nach Batavia

Der ältere der beiden Briefe von Bremen nach Batavia.

Wenn die letzte Versteigerung des Jahres beim Hamburger Traditionshaus Schwanke ansteht, freuen sich viele Sammler auf die bekannten "Schwanke-Specials", kleine und große Lose, denen eins gemein ist: Es handelt sich um höchst interessante, meist "frische" Ware zu attraktiven Startpreisen. Blickfänge in diesem Jahr sind die Sammlung "Bremen Postgeschichte" des seit 1909 bestehenden VBBS (Verein Bremer Briefmarken-Sammler e.V.), die über Jahrzehnte aufgebaut und durchweg auf Ausstellungsseiten aufgezogen wurde, und ein weiteres postgeschichtliches Objekt mit Dokumenten auf dem Dreißigjährigen Krieg. Zusammen mit den 176 anderen "Specials" kommen sie am Nachmittag des 21. November 2014 unter den Hammer.

Studien der Postämter

Die Vereinssammlung des VBBS, deren früheste Briefe aus dem 17. Jahrhundert stammen, legt das Augenmerk auf die Stempel, insbesondere aus der Vorphilatelie und von den verschiedenen fremden Postanstalten, die in Bremen tätig waren. Neben dem Stadtpostamt unterhielten Hannover, Oldenburg, Preußen sowie Thurn und Taxis eigene Postämter. Jede dieser fremden Postanstalten war für bestimmte Destinationen (Bestimmungsorte/Länder) zuständig, und in der VBBS-Sammlung werden diese Postwege dokumentiert - von der Vorphila bis zur Markenzeit. Darüber hinaus sind auch die Postämter in Bremerhaven und Vegesack vertreten, die über verschiedene Stempel verfügten ("Schlüsselstempel" klein und groß, Bahnhofsstempel etc). Die Markenausgaben und die Ganzsachen des Stadtpostamtes sind ebenfalls gut vertreten. In den insgesamt 24 Losen sind frühe Briefe und die einzelnen Postämter jeweils in Lots zusammengefasst. Einige spektakuläre Briefe werden als Einzellose angeboten. Alle Stücke sind auf den Original-Ausstellungsseiten des VBBS belassen worden, so dass ein Interessent, der das gesamte Objekt erwerben möchte, die Sammlung in ihrem Ausstellungszustand erhält. Die Gesamttaxe beläuft sich auf etwa 25.000 Euro, wobei ein Übergebot für das komplette Objekt wenigstens 10 Prozent über der Summe aller Einzellose liegen sollte.

Zu den herausragenden Einzellosen gehören zwei Briefe von Bremen nach Batavia (heute Jakarta) auf Java aus derselben Familienkorrespondenz. Beide wurden 1853 bzw. 1861 im Thurn & Taxis'schen Oberpostamt aufgegeben, liefen über Land nach Marseille und dann weiter per Schiff nach Niederländisch-Indien, wie Indonesien früher hieß. Die Briefe an die enorm seltene Destination starten mit je 1000 Euro. Ein weiteres Topstück ist der kleine Schlüsselstempel aus dem Hannoverschen Postamt in Vegesack auf Hannover-Ganzsache ins Herzogtum Oldenburg. Die sehr seltene Entwertung hat einen Ausruf von 2000 Euro. Ebenfalls mit dieser Taxe geht ein 1851 in Konstanz aufgegebener Brief nach Oldenburg ins Rennen, dessen darauf verklebte Baden-Marke MiNr. 4 a den dreizeiligen Rahmenstempel "FRANCO/bis/Bremen" nebengesetzt bekam. Dieser Stempel wurde nur verwendet, bis Bremen am 1. Januar 1852 dem Deutsch-Österreichischen Postverein beitrat.

Ein weiteres bemerkenswertes Lot der "Schwanke-Specials" enthält 18 Dokumente aus dem Dreißgjährigen Krieg, die in Zusammenhang mit dem Grafen Ottavio Piccolomini (1599-1656) stehen. Piccolomini trat 1627 in die Leibwache Wallensteins ein, 1632 in dessen Heer. 1634 wurde er zum kaiserlichen Feldmarschall, 1639 zum Herzog von Amalfi und 1650 zum Reichsfürsten ernannt. Er meldete dem Kaiser Wallensteins eigenmächtige Pläne und wurde mit dessen Festnahme beauftragt. Danach kämpfte er im spanischen und im kaiserlichen Heer. Als kaiserlicher Vertreter führte er 1649 in Nürnberg die Verhandlungen mit Schweden über die Durchführung des Westfälischen Friedens. Bei den bei Schwanke angebotenen Dokumenten sind "Ordres" und Berichte aus so verschiedenen Regionen und Orten wie Aachen, Zeitz, Duderstadt, Lothringen oder Wien mit eigenhändiger Unterschrift Piccolominis. Es geht um Truppenbewegungen, Plünderungen, Einquartierungen von Soldaten usw. Dabei sind auch zwei an Piccolomini gerichtete Luxus-Schnörkelbriefe aus dem letzten Kriegsjahr 1648. Transkriptionen bzw. kurze Inhaltsangaben liegen den Schriftstücken bei. Für die einmaligen historischen Dokumente sind werden mindestens 1500 Euro Ausruf gefordert.

Die 348. Schwanke-Auktion vom 21. bis 22. November 2014, bei deren "Specials" die beliebten "100-Euro-Starter" nicht fehlen dürfen, umfasst Tausende weiterer Briefe und Marken aus Deutschland, Europa und Übersee. Die Markenklassik enthält Ausnahmestücke u.a. von Bayern, Bergedorf, Bremen und Oldenburg. Die Postgeschichte lockt mit einzigartigen Poststücken aus der Untergangsphase des Dritten Reiches bis zur Stunde Null.

Internet: www.schwanke-auktionen.de

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358. Heinrich-Köhler-Auktion: Russland und Altdeutschland im internationalen Fokus

Verfünzigfachte seinen Ausruf von 1000 Euro: Einschreibbrief der Ostchinesischen Eisenbahngesellschaft aus 1899.

Ein herrlicher Herbsttag in Wiesbaden. Hell scheint die Sonne durch die großen Fenster. Im Köhler-Auktionssaal halten die Beteiligten den Atem an, die Spannung ist fast greifbar. Dann schlägt Auktionator Dieter Michelson nach einem wahren "Bietmarathon" den Schiffsbrief der Ostchinesischen Eisenbahngesellschaft für stolze 50.000 Euro an den Telefonbieter am Fenster zu. Bei 1000 Euro hatte das spektakuläre Bietergefecht begonnen. Dass am Ende eine Steigerung um das Fünfzigfache (!) des Ausrufpreises stehen würde, damit hatte wohl niemand gerechnet.

Provenienz als Wertmerkmal

Die Herbstauktion von Deutschlands ältestem Briefmarken-Auktionshaus Heinrich Köhler aus Wiesbaden hatte mit der Versteigerung der Harry-von-Hofmann-Sammlung "Russische Postgeschichte und Einschreibebriefe" den ersten großen Glanzpunkt einer höchst erfolgreichen Auktionswoche erlebt. Und weitere sollten folgen!

Dass in Zeiten von Krisen und Negativschlagzeilen in Zusammenhang mit Russland die russische Philatelie für derart positive Presse sorgt, dürfte alle Beteiligten erfreut und Beobachter nachhaltig beeindruckt haben. Denn generell stieß das Sammelgebiet Russland, insbesondere die russische Schiffspost, auf große Nachfrage bei der internationalen Sammlerschaft. Die Startpreise wurden oftmals um ein Vielfaches überboten, und beachtliche Steigerungen der Ausrufpreise waren keine Seltenheit. Ein eingeschriebenes Briefpaar aus dem Jahr 1904 mit zwei verschiedenen Einschreibezetteln der Archangel-Murmansk-Schiffslinie beispielsweise wurde von 2000 Euro auf 36.000 Euro gesteigert. Bei einem Startpreis von 74.000 Euro landete die auf 153 Auktionslose aufgeteilte Spezialsammlung der russischen Postgeschichte bei 195.000 Euro Gesamtzuschlag. Ein sehr überzeugendes Ergebnis für ein doch eher "exotisches" philatelistisches Spezialgebiet.

Mit einer Steigerungsquote von 240 % bei Verkauf sämtlicher (!) Lose hat die John-Simon-Kollektion der Altdeutschen Staaten alle Erwartungen übertroffen. Von 191 630 Euro Ausruf steigerte sich der Gesamtzuschlag auf sensationelle 460.000 Euro! Insbesondere die Raritäten mit hochkarätigen "Provenienzen" berühmter Vorbesitzer stießen auf beachtliches Interesse. Darunter der "Alfred-H.-Caspary-Brief" mit Bayerns 1 Kreuzer tiefschwarz im 4er-Streifen und Paar frankiert, der von 10.000 Euro auf 36.000 kletterte. Auch ein Preußen-Brief mit einer ½ Silbergroschen rotorange, der bei einem Ausruf von 3.000 Euro bei 15.000 Euro zugeschlagen wurde, konnte eine der edelsten "Philatelie-Herkünfte" aufweisen, unter anderem mit Tabakmagnat Maurice Burrus als stolzem Vorbesitzer.

Fast alle altdeutschen Raritäten der Kollektion John Simon mit fünfstelligen Auktionszuschlägen zeichneten sich durch ebensolche Stammbäume aus, die als Gütesiegel und Garantie für Sammler von herausragendem Wert sind. Ein Brief mit der Halbierung von Bayerns 6 Kreuzer blau von 1862 von Münchberg stammt beispielsweise aus der Rothschild-Sammlung (1939). Dieser stieg von 5.000 auf 11.000 Euro. Der Bergedorf-Brief mit der 3-Schillinge-Marke von 1861, der von 7000 auf 15.000 Euro Zuschlag sprang, wurde bereits 1931 einmal bei einer Heinrich-Köhler-Auktion versteigert. Zuletzt zierte er die Kollektion von Maurice Burrus (1964), bevor er in die Sammlung von John Simon wechselte. Die Bogenecke des "Sachsen-Dreiers" zog von 8.000 auf 26.000 Euro. Sie wurde schon 1959 auf der Titelseite des bekannten Frankfurter Auktionshauses Ebel an exponierter Stelle präsentiert!

Besetztes Togo überraschte

Überraschende Ergebnisse - im positiven Sinne - verzeichneten u.a. die Lose des Sammelgebiets "Togo unter französisch-britischer Besetzung". Die durch die Besatzungsmächte mit "Togo - Occupation franco-anglaise" überdruckten deutschen Kolonialmarken in Schiffszeichnung erzielten höchste Zuschläge: z.B. schoss eine 40 Pf-Marke mit Aufdrucktype "weiter Zeilenabstand" (MiNr. 6 I) mit weiteren Werten auf Brief von 3.000 auf 16.000 Euro. Eine 30- und eine 40-Pf-Marke ungebraucht (MiNr. 13 und 14) steigerten von jeweils 1 500 Euro Ausruf auf 13.000 bzw. 14.000 Euro. 34.000 (6000) Euro erzielte eine 2-Mark-Briefmarke blau ungebraucht.

Alle Zuschläge der Auktion sind jederzeit online unter www.heinrich-koehler.de einzusehen.

Internet: www.heinrich-koehler.de

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150. Felzmann-Auktion: Weltraritäten zum Jubiläum

Neue Homepage, neuer Online-Katalog - Das Auktionshaus Felzmann präsentiert seinen Kunden im Jubiläumsjahr eine brandneue Webseite im modernen Design mit kundenfreundlicher Menüführung und jede Menge Informationen rund um die Philatelie und Numismatik. Im neuen Online-Katalog können Kunden bequem stöbern, zahlreiche Fotos und Atteste anschauen und sich über eine Merkliste interessante Lose zusammenstellen. Registrierte Kunden können ihre Gebote selbstverständlich mit einem Klick abgeben. Mit dem "Live Bidding" kann man ab sofort über das Internet interaktiv an der Versteigerung teilnehmen.

Königin von Deutsch-Ostafrika

Die Jubiläumsversteigerung vom 6. bis 8. November 2014 wartet mit einem überaus reichhaltigen Angebot internationaler Spitzen-Philatelie auf, in dem sich Weltraritäten, Unikate und erstmals angebotenes Material befinden. Hinzu kommen ein Sammlungs-Angebot mit weit über 1500 Positionen, das zahlreiche unberührte, teils hervorragend ausgebaute und hochwertige Kollektionen enthält, sowie ein umfassender Sonderkatalog für Flug- und Zeppelinpost.

Unter den zahlreichen Highlights der Einzellose befindet sich ein Exemplar der zweiten Serie von Mauritius. Der Erstdruck 2 d "POST PAID" ist ungebraucht in wunderschönem, farbtiefem Indigo. Diese Weltrarität schmückte schon prominente Sammlungen wie die der berühmten Philatelisten Ferrary oder Tomasini (28.000 Euro). Ein Unikat ist ein Flugbrief mit einer 60-C-Überdruckmarke vom Atlantikflug 1927 des italienischen Flugpioniers Francesco de Pinedo nach Kanada. Die eigenhändige Unterschrift des Piloten macht den prachtvollen Beleg zu einer Weltrarität (12 500 Euro). Chinas Schauspielblock mit Ersttagsstempel wird in fast tadelloser Qualität in voller Originalgröße angeboten (4000 Euro).

Der Europa-Teil zeigt eine der schönsten 1-Franc-Briefmarken in lebhaft-vermillon. Die klassische Frankreich-Rarität ist in kräftiger Farbgebung und mit breitrandiger und zentrisch aufsitzender Gitterraute auf einem wunderbaren Briefstück erhalten (10.000 Euro). Ein Unikat stellt die italienische 15 C. "Augusto violetto" dar. Die Marke ist das einzig bekannte gestempelte Exemplar aus einem der Bogen, die für die Ausgabe der Ägäischen Inseln in abweichender Farbe gedruckt wurden. Die Marke gilt als die größte Rarität italienischer Philatelie des 20. Jahrhunderts (28.000 Euro).

Die prominente Altschweiz-Rarität "Basler Taube" ist in aktenfrischer Luxuserhaltung auf einem herrlichen Liebhaberbrief mit im Programm (18.000 Euro). Aus Spanien wird der überaus seltene Verfassungsblock mit kopfstehendem Flugpost-Aufdruck in postfrischer Prachterhaltung angeboten (3000 Euro). Eine Altdeutschland-Rarität ist das sogenannte Stockach-Provisorium, das in einer ausgesprochen attraktiven Gesamterhaltung vorliegt (20.000 Euro). Ein wunderschöner Hamburger Übersee-Brief ist mit fünf Exemplaren der 1 S braun sowie vier Exemplaren der 7 S rotlila frankiert und gehört damit zu einem Ausnahme-Beleg der Hamburg-Philatelie (10.000 Euro). Hannover steuert ein Luxus-Kuvert nach Hongkong bei (40.000 Euro). Zu den Sachsen-Raritäten gehören ein 4er-Block in bräunlichrot auf einem Reko-Übersee-Brief nach Texas über Preußen, Belgien, England und anschließend retour (8500 Euro) sowie mehrere "Sachsen Dreier" in herrlicher farbfrischer Qualität in rot, ziegelrot, hellrot und bräunlichrot.

Bei den Deutschen Kolonien ist ein Komplett-Angebot der "Berner Ausgaben" der Krone/Adler-Überdruckausgaben aller neun Kolonialgebiete zu nennen. Die Ausgaben stammen aus einer dem Commonwealth zugehörigen Postverwaltung, die dort mit den "SPECIMEN"-Aufdrucken versehen wurden (15.000 Euro). Ein anderer Handstempelaufdruck ziert die 10 Pf im farbfrischen 4er-Block auf einem Brief von Tientsin nach Chemnitz (6500 Euro). Eine weitere begehrte Seltenheit deutscher Kolonial-Philatelie ist die 1 Rupie mit Wasserzeichen. Diese "Königin von Deutsch-Ostafrika" ist schon als lose Marke selten. Felzmann bietet sie auf einer Auslands-Paketkarte in einwandfreier Luxuserhaltung an. Bislang sind lediglich fünf weitere Paketkarten bekannt (50.000 Euro).

Im Angebot ist außerdem eine der größten Raritäten der Kriegs- und Propagandafälschungen des Zweiten Weltkriegs. Die amerikanische Fälschung des "Totenkopf Hitlers über Gräberfeld" weist eine überdurchschnittlich gute Erhaltung auf (10.000 Euro). Gleich zweimal ist der Heydrich-Block ungebraucht und in voller Originalgröße im Programm (10.000 bzw. 5000 Euro). Unter Bundesrepublik wird ein kompletter postfrischer Posthornsatz im 4er-Block ungefaltet und tadellos gezähnt in einer unsignierten Ausnahmeerhaltung angeboten (4500 Euro).

Zur Jubiläumsauktion gibt es einen umfassenden Sonderkatalog für Flug- und Zeppelinpost. Neben einer Vielzahl hochinteressanter Flugpost-, Katapultpost- und DOX-Belege sowie Luftfahrt-Memorabilien liegt der Schwerpunkt traditionell bei der Zeppelinpost. Darunter sind diesmal zahlreiche Zeppelinzuleitungen, die lange nicht mehr angeboten wurden, etwa ein seltener deutscher Zuleitungsbeleg zum BALBO-Geschwaderflug 1933 (10.000 Euro). Bei den Katapultpostbelegen Südatlantik wird eine Zuleitung aus der Schweiz 1934 in Mischfrankatur mit deutschen Marken nach Sao Paulo mit 3500 Euro ausgerufen. Außerdem finden sich u.a. ein Kombinationsbeleg des Luftschiff-Chefstewards Kubis sowie drei verschiedene Belege zur Lakehurst Katastrophe 1937.

Die Münzauktion wird vor der Briefmarkenauktion am 4. und 5. November 2014 abgehalten.

Internet: www.felzmann.de

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Ausstellungssammlungen im Fokus

Frankreich MiNr. 17 b gestempelt (250 Euro).

Aachen Ein starker französischer Einschlag prägt die 55. Aix-Phila-Auktion am 28. und 29. November: Frankreich selber bietet so ziemlich alles an besseren und gefragten Marken ab der Klassik in durchweg ausgesucht guter Qualität.

Memel - teilweise unter französischer Mandatsverwaltung - geht mit einer Fülle von Briefen und seltenen Stempeln an den Start; auch der Spitzensatz (MiNrn. 234-237) fehlt weder postfrisch noch echt gestempelt und wird mit 800 bzw. 1200 Euro ins Rennen geschickt.

Mit jeweils 1000 Euro beginnen ein gestempeltes Hochwasserblockpaar der Saar wie auch die berühmte Madonna von 1928 (MiNr. 134). Mindestens 1200 Euro soll ein Freimarkensatz von 1947 bringen, der versehentlich ohne Aufdruck verkauft wurde (MiNrn. 226-238 IIfA).

Die übrige Philatelie ist mit einem reichlichen Angebot vor allem deutscher Marken und Blocks ebenso gut vertreten wie die Numismatik, die Münzen aus verschiedenen Epochen zu moderaten Schätzpreisen präsentiert.

Den traditionellen Höhepunkt bildet am 2. Tag der Sammlungsteil, wenn mehr als 1500 Kollektionen, Posten und Nachlässe unter den Hammer kommen. Einige prämierte Ausstellungssammlungen stehen hierbei besonders im Fokus: Eine Spezialsammlung Mecklenburg-Vorpommern mit seltenen Farben, Abarten und vor allem einer Fülle guter Ganzsachen und Briefe ist 5000 Euro taxiert, eine Sammlung DDR-Dienstpost mit Marken (dabei bessere wie z.B. die MiNr. 8 xYI) und mehr als 1000 Briefen aller möglichen Behörden und VEB-Betriebe startet mit 4000 Euro. Deutschland ist naturgemäß sehr stark vertreten, aber auch Frankreich, die übrigen europäischen Länder und Übersee, wo beispielsweise mehrere Sammlungen der VR China auf Bieter aus Fernost warten. Heiße Bieterkämpfe dürfte es auch bei der Versteigerung von Kartons und ganzen Regalen geben. Die Startpreise bewegen sich hier zwischen 10 und 2500 Euro. Philatelisten mit großem wie kleinem Geldbeutel werden in Aachen erwartet.

Internet: www.aixphila.de

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